04
Okt
11

Fondue-Kartoffeln mit Nuss-Bratäpfeln

Es muss ja nicht immer ein gebundenes echtes Buch sein, wenn man beim Foodfreak-Event DKduW – Dein Kochbuch, das unbekannte Wesen mitmacht. Letzte Woche habe ich mir die Go Veggie!-App von Stevan Paul runtergeladen, ein virtuelles Kochbuch also für mein iPhone.

Die App beinhaltet 100 vollständige, vegetarische Hauptmahlzeiten von einfach bis raffiniert, von mediterran über orientialisch bis rustikal, außerdem erklären einige Basisrezepte zusätzlich die Herstellung von aromatischen Brühen und kräftigen Saucen ganz ohne Fleisch und zeigen viele Grundzubereitungsarten. Knapp die Hälfte der Rezepte ist sogar für die vegane Küche geeignet.

Es ist alles leicht zu handhaben, hübsch bebildert und gut beschrieben. Hier und da gibt es Fehler, entweder Schreibfehler oder wie beim folgenden Rezept, wo eine Zutat verlangt wird, die dann aber nie wieder auftaucht. Stört mich erst mal nicht und kann man bei so ‘ner App, anders als im Kochbuch, ganz gut nachbessern. Natürlich hat es so nützliche Spielereien wie Einkaufszettel erstellen, Favoritenliste anlegen, man kann die Rezepte per Mail versenden und oder ausdrucken.
Die Rezeptauswahl gefällt mir gut, es gibt viele neue Sachen und nicht so abgedroschene Rezepte, die man überall findet. Für meinen Geschmack ein bißchen viel Tofu, aber vielleicht sollte ich einfach auch mal mehr damit machen.

Das erste Rezept der App sind Fondue-Kartoffeln, die mich ein bißchen an die Sennenkäsekartoffeln erinnern, aber durch die Nuss-Äpfel nochmal einen feinen Kick bekommen. Rezepte mit geschmolzenem Käse kommen bei mir eh immer gut an, deswegen habe ich mir direkt dieses Rezept ausgesucht.

600g festkochende Kartoffeln, geschält und gewürfelt
4 Schalotten, fein gewürfelt
1 Apfel, geviertelt und in Spalten geschnitten
1 Knoblauchzehen, in Scheiben
4 Zweige Petersilie, gehackt
2 Lorbeerblätter
2 EL gehackte und geröstete Haselnüsse
100g Gruyère, gerieben
100ml Sahne
250ml Weißwein
300ml Gemüsebouillon
Olivenöl
Pfeffer, Salz
(außerdem tauchen auf der Zutatenliste noch 1EL Fenchelsaat auf, die aber dann nicht mehr erwähnt werden)

Vier Esslöffel Olivenöl in einem Topf erhitzen.

Schalotten, Kartoffeln und Knoblauch mit den Lorbeerblättern zwei Minuten lang glasig andünsten. Den Wein dazugeben und offen vier Minuten kochen.

Dann die Gemüsebouillon dazugeben und weitere 12 Minuten im offenen Topf köcheln lassen.

In einer Pfanne zwei Esslöffel Öl erhitzen und die Apfelscheiben darin zwei Minuten braten. Die Haselnüsse und die Petersilie zu den Äpfeln geben und eine weitere Minute braten. Salzen, pfeffern und warm stellen.

Die Sahne unter die Kartoffeln rühren und im geöffneten Topf dicklich einkochen.

Den Käse dazugeben und unter Rühren schmelzen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Fonduekartoffeln mit den Apfelscheiben auf vorgewärmten Tellern anrichten und servieren.

Sehr köstlich. :)

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8 Responses to “Fondue-Kartoffeln mit Nuss-Bratäpfeln”


  1. 4. Oktober 2011 um 07:47

    Die Sennenkartoffeln stehen bei uns hoch im Kurs. In Kombi mit was Fruchtigem hört sich nach einer guten Idee an. Weniger prickelnd finde ich persönlich diesn massiven Gebrauch von Tofu in Vegi-Gerichten – bin einfach kein großer Fan von Tofu, vorallem wenns dann noch als Fleischersatz verwendet wird.

  2. 4. Oktober 2011 um 09:05

    Guten Morgen,

    ich denke auch das die Kombi von dem würzigen Käse mit den Äpeln bestimmt sehr lecker ist.
    Ich selbst hab mich bis jetzt immer gegen Tofu geweigert, jedoch sollte ich es vielleicht einfach mal probieren, so schlimm kann es ja nicht sein, wenn es so oft verwedet wird. :)

    Liebe Grüße
    Isabell

  3. 3 Evi
    4. Oktober 2011 um 09:14

    Klingt nach einer brutalen Kalorienbombe für die kalten Winterabende. Und unglaublich lecker.

    An die Koch-Apps kann ich mich irgendwie noch nicht gewöhnen. Mein Telefon ist irgendwie das letzte, das ich im Küchenchaos rumliegen haben mag.

  4. 4. Oktober 2011 um 11:01

    Das Rezept klingt lecker, aber mir muss es dafür noch kälter werden. Eine Koch-App ist sicherlich eine praktische Sache, um sich beim einkauf inspirieren zu lassen.

  5. 4. Oktober 2011 um 12:41

    Tofu mag ich einfach nicht so gern, ich probiere es immer mal wieder, wenn ich gute Rezepte finde, ist bisher nicht so mein Fall. Dafür hast Du mit Deiner Rezeptwahl wieder einmal ins Schwarze getroffen. Passt gut zu kühlen Herbsttagen, die kündigen sich hier gerade an.

  6. 5. Oktober 2011 um 07:38

    mein Telefon ist nicht so modern, dass es Apps verstehen würde. Aber in einen Kochblog übersetzt, kann auch mitlesen.

  7. 5. Oktober 2011 um 20:09

    Ich habe mir die app ja auch gleich geladen. Auch für mich hätte es etwas weniger Tofu/Seitan/Tempeh etc. sein können. Es sind aber dennoch eine Menge nette Anregungen dabei, wie man an dem von dir ausgewählten Rezept sieht :-)


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