Posts Tagged ‘gebäck

13
Dez
10

Kardamom-Heidesand

Wenn es mit großen Schritten auf Weihnachten zugeht, kommt man zwangsläufig nicht an all’ den Leckereien vorbei, die der Advent so bietet. Mittlerweile kaufen wir kein Weihnachtszeug mehr vor dem 1. Advent und das Meiste kommt uns außerdem sowieso nicht mehr ins Haus, weil doch der Blick auf die Mehrzahl der Zutatenlisten jeden Appetit vergehen lässt. So mussten wir dieses Jahr selber ran an unsere kleine, sehr überschauliche Gebäckproduktion. 50% des bisher entstandenen Weihnachtsgebäcks zeige ich Euch heute, ein einfaches Heidesand-Rezept, aber mit Kardamom gewürzt.

250g Butter
250 Zucker
340g Mehl
2 TL Kardamompulver
2 TL Vanillezucker (selbstgemacht)
2 TL Backpulver

Die Butter in einer Pfanne leicht bräunen und dann abkühlen lassen.

Den Ofen auf 180° vorheizen.

Danach Kardamom, den Zucker, das Mehl und den Vanillezucker unterrühren.

Zum Schluss das mit etwas Mehl vermischte Backpulver untermengen.

Aus dem Teig rumkugelgroße Kugeln formen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.

In der mittleren Einschubleiste 12 – 17 min backen.

Wenn man mag, kann man den Heidesand abschließend in sehr feinem Zucker wälzen. Muss aber nicht, schmeckt auch so. Gut sogar.

03
Mär
10

Kakaoschnecken

Heissa, Kakaoschnecken in allen Blogs – ein Werbefeldzug der Extraklasse also, dem ich mich letztendlich dann nicht mehr entziehen konnte. Angefangen bei Anikó, hin zu Steph, zum Sammelhamster, im LowBudgetCooking und auf der Spielwiese – überall Kakaoschnecken, bis ich willenlos war. Ich wollte Kakaoschnecken!

Wirklich ansehnlich sind unsere nicht geworden (unsere Form war wohl zu klein), aber allein für den Geruch, den die Schnecken beim Backen verbreiten und hinterher beim Genuss – ich kann nichts weiter als mich bei Anikó bedanken und weiter kräftig die Werbetrommel rühren: diese Schnecken sollte man unbedingt mal backen, ein fluffiger kakaogewordener Hefetraum :)

Das Rezept ist vom Kuriositätenladen nahezu 1:1 übernommen, lediglich durch ein Teelöffel Lebkuchengewürz und 1 TL Zimt für die Füllung ergänzt und Zitrone und Vanille weggelassen:

Hefeteig
500 g Mehl, Typ 405
250 ml lauwarme Milch
50 g Zucker
1 Päckchen Trockenhefe
75 g zimmerwarme Butter
1 TL Salz
1 ganzes Ei

Füllung
8 EL Puderzucker
4 EL Kakaopulver

1 TL Lebkuchengewürz
1 TL Zimt

Guss
150 ml Milch
50 g zerlassene Butter

Zubereitung
Die Trockenhefe in der Milch verrühren und zusammen mit einem TL Zucker einige Minuten auflösen lassen.
Mehl, Zucker und Salz trocken miteinander verrrühren. Hefe/Milchmischung, Butter, Ei und Zitronenabrieb zufügen und alles mit dem Mixer oder der Küchenmaschine gründlich zu einem geschmeidigen, elastischen Teig verkneten.
Abgedeckt in einer Schüssel gehen lassen, bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat, das kann je nach Zimmertemperatur bis zu 2 Stunden dauern, aber auch erheblich schneller gehen. Man kann den Teig auch am Vorabend zubereiten und bis zum nächsten Tag abgedeckt im Kühlschrank gehen lassen.

Den aufgegangenen Teig abschlagen und nochmals durchkneten. Rund wirken und ca. 10 Minuten entspannen lassen. Den Hefeteig rechteckig ausrollen und großzügig mit der Zucker-Kakaomischung bestreuen. Von der Längsseite aufrollen und in ca. 3 cm dicke Scheiben schneiden.
Die Schnecken in eine ca. 25×40 cm große Backform legen und nochmals abgedeckt ca. 30 Minuten gehen lassen.
Im auf 180°C vorgeheizten Backofen 15 Minuten backen. In der Zwischenzeit die Butter in einem kleinen Topf zerlassen.


Als Tipp am Rande: Aus dem übrig gebliebenen Kakaopulver haben wir uns eine heiße Schokolade gemacht, ein weiterer Schokotraum

15
Dez
09

Bustrengo

In Jamie Olivers Italien-Kochbuch Jamie’s Italy (dt.: Genial Italienisch) steht ein Rezept für einen Bologneser Apfelkuchen – Bustrengo, der mit ungewöhnlichen Zutaten auf sich aufmerksam macht.

Herr Mestolo liebt Polenta, die Zubereitung schien mit einfach und selbst für Backanfänger wie unsereins geeignet und so war das das erste Rezept was ich aus diesem Buch gekocht gebacken habe.

Dort das Originalrezept und hier die Übersetzung:

Eine 28 er Springform mit Butter einfetten und den Ofen auf 180° vorheizen.

100 gr Polenta
200 gr Mehl gesiebt (wir hatten 550er)
100 gr Semmelbrösel
100 gr feinen Zucker in einer großen Schüssel vermengen.

In einer 2ten Schüssel
500 ml Milch
3 große Eier
100 gr flüssigen Honig
50 ml Olivenöl verühren. Dann alles in die Schüssel mit den trockenen Zutaten gießen und alles gründlich vermischen.

In den Teig dann folgendes zugeben:
100 gr getrocknete Feigen (zerpflückt)
100 gr Rosinen
500 gr Äpfel (geschält und in grobe Stücke geschnitten, wir hatten Boskoop)
1/2 TL Zimt
abgeriebene Schale von 2 Bio-Zitronen
abgeriebene Schale von 2 Bio-Orangen

Nochmal umrühren. Dann in die vorbereitete Springform füllen und ca. 50 min bei 180° backen. Vor dem Servieren mit etwas feinem Zucker bestreuen. Wir haben den Bustrengo lauwarm gegessen, mit etwas ungesüßter Schlagsahne dazu und einem Vin Santo. Aber auch am nächsten Tag, kalt, schmeckt der Bustrengo sehr gut (warm allerdings um einiges noch besser als sehr gut…) und wird ins Standardbackrepertoire aufgenommen.



Mein Dezember-Beitrag für Foodfreaks Dauerevent DKduW “Dein Kochbuch, das unbekannte Wesen”


10
Dez
09

Castagnaccio – reloaded

Ein für mich wirklich typisches Herbst-Winteressen ist der Castagnaccio, den wir gerne essen. Grundlage ist Kastanienmehl, bekommt man in Italien etwas einfacher, hier häufig im Bioladen oder Reformhaus zu finden. Castagnaccio ist eines der früheren sogenannten “Arme-Leute-Essen”, deren Zutaten heute eher als teuer zu bezeichnen sind.

Ich habe mir aus Umbrien einen kleinen Vorrat an Kastanienmehl mitgebracht – Grund genug, den Castagnaccio hier nochmals vorzustellen, diesmal mit Varianten zu dem bereits hier verbloggten Castaggnaccio, der nach dem Rezept eines toskanischen Freundes gebacken wurde.

Bei Alex fand ich die Ergänzung mit Walnüssen und wir selber hatten zwar Rosinen im Haus, aber auch noch vom Backen gewürfelte Aprikosen übrig, die ich dann statt dessen verwendet habe.

200 g Kastanienmehl
Wasser
3 EL Olivenöl für den Teig
2 EL Rohrzucker
4 getrocknete Aprikosen, gewürfelt
1 Handvoll gehackte Walnuss-Kerne
1 Handvoll Pinienkerne
2 – 3 TL Rosmarin, fein gehackt
3 EL Olivenöl zum Backen

Alle Zutaten bis auf 3 EL Öl vorsichtig mit Wasser vermischen, bis der Teig weich, aber nicht zu flüssig ist. In eine Pizzaform geben und das übrige Öl auf den Teig träufeln.

Im vorgeheizten Ofen (220°) auf mittlerer Schiene so lange backen, bis sich Risse in der Oberfläche bilden und diese knusprig wird.

Man kann vor dem Backen noch ganze Rosmarinzweige auf den Teig legen und mitbacken, die Rosinen könnte man weglassen oder auch die Walnüsse – selbst den Zucker, oder die Rosinen in Vin Santo einweichen – es gibt viele Möglichkeiten und Varianten.

Castagnaccio ist kein wirklich süßes Gebäck, am ehsten kommt die herbe Süße durch die Kastanien in den Vordergrund.

Rotwein oder Trauben passen sehr gut dazu, man kann ihn prima mit ins Büro nehmen und zwischendurch essen, ein schmackhafter Snack. Die Konsistenz ist weich, etwas flexibel, aber nicht wie Gummi. Insgesamt ein wirklich interessantes Rezept und empfehlenswert, sich mal daran zu wagen.

12
Nov
09

Basler Läckerli

Basler Leckerli

Bald ist Weihnachten. Und dann gibt’s wieder Lebkuchen. Gekaufte Lebkuchen wollen wir dieses Jahr nicht. Dieser Entschluss stand spätestens dann fest, als wir bei den Koch-Banausen ein Rezept für Baseler Läckerli gefunden hatten. Die kennen und mögen wir, aber bisher gab’s eben immer nur gekaufte, wenn wir in der Schweiz waren.  Das Rezept von den Koch-Banausen war aber so anschaulich erklärt und schien uns nicht unmöglich nachzubacken, das wir nun also *einTusch* unsere ersten selbst gemachten Lebkuchen vor uns liegen haben. Und Herr Mestolo findet sie sogar besser als die gekauften. Und man weiß, was drin ist – das finde ich besser.


Weihnachten kann kommen! (Obwohl, kennt noch jemand ein Rezept für Dominosteine? ;))

...dem Genuss ganz nah

Zutaten für 2 Backbleche
450 g flüssigen Honig
120 g Zucker
200 g gehackte Mandeln
200 g Orangeat
abgeriebene Schale zweier Zitronen
100 g gehackte Haselnüsse
500 g Mehl
2 TL Kaiser-Natron
2 TL Nelken, gemahlen
2 TL Zimt
1 TL Muskatblütenpulver
100 g weiche Butter
15 g Backpulver (1 Tütchen)
70 g Puderzucker
25 ml Kirschwasser


Das Orangeat sehr fein hacken.

Den Honig vorsichtig mit dem Zucker erwärmen und gut verrühren. Die Gewürze hinzufügen und ebenfalls verrühren.

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Das Mehl in eine Schüssel geben und mit dem gehackten Orangeat sowie der Zitronenschale vermischen.

Die Zucker-Honig-Gewürzmischung dazu geben und die Mandeln sowie die Haselnüsse.

Anschließend das Kaiser-Natron und ein Tütchen Backpulver zufügen.

Die Butter dazugeben und alles zu einem festen Teig kneten. Der Teig ist wirklich fest und viel Leckerli-Teig kneten erspart einem das Fitness-Studio.

Den Teig auf ein Zentimeter Dicke ausrollen und auf’s Blech legen. Dann gut 3 Stunden ruhen lassen.

Anschließend im 180°C vorgeheizten Herd (160° bei Umluft) ungefähr 20 Minuten backen. Der Teig darf nicht zu dunkel werden, da er sonst zu hart wird.

Während der Teig im Backofen backt,  das Kirschwasser mit dem Puderzucker zu einer glatten Glasur verrühren.

Wenn der Teig fertig gebacken ist, diesen nur ganz kurz etwas abkühlen lassen und dann mit der Glasur bestreichen.

Zum Abschluss und solange der Teig noch warm ist, in beliebig große Stücke schneiden. Wir haben uns, wie die Koch-Banausen, für eine handliche Größe von ungefähr 2 x 2 cm entschieden.

Tolles Rezept, einfach in der Ausführung, fein im Geschmack, wir sind begeistert.

Allerdings erschließt sich mir nicht der Sinn von der doppelten Verwendung Backpulver und Natron und empfindliche Testesser empfinden die Menge als zu viel und rausschmeckbar. Ich würde da beim nächsten Mal sicher zu weniger greifen.

Mit Glasur




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