Einträge tagged ‘linsen

16
Jan
12

Lentejas oaxaqueñas


Zugebenermaßen nicht das attraktivste Fotomodel, aber eins der besten Linsengerichte, das ich je gegessen habe. Und diättauglich obendrein.

Die süß-würzige Kombination im Zusammenspiel mit den frischen Früchten ist charakteristisch für die südmexikanische Küche aus dem mexikanischen Bundesstaat Oaxaca.

250g braune Linsen
4 Tassen Wasser
5 Knoblauchzehen, in feine Scheiben geschnitten
1 Zwiebel, fein gewürfelt
Olivenöl
1 Kochbanane (wir hatten eine normale), in Scheiben
2 Scheiben frische Ananas, gewürfelt
2 Tomaten, gewürfelt
1/2 TL gemahlene Nelken
1/2 TL Piment
Salz, Pfeffer

Die Linsen mit dem Wasser und jeweils der Hälfte des Knoblauchs und den Zwiebeln aufsetzen. Zum Kochen bringen und kochen, bis die Linsen gar sind. Salzen.

Etwas Olivenöl in einer großen, möglichst hohen Pfanne erhitzen. Die andere Hälfte von Knoblauch und Zwiebeln darin anschwitzen. Tomaten, Bananen und Ananas hinzugeben und gar braten.

Dann die Gewürze und die Linsen mit etwas Kochflüssigkeit hinzugeben. Weiter köcheln lassen, bis alles etwas eindickt.

Fertig. Wenn man mag, mit ein paar gebratenen Bananenscheiben garnieren und servieren.

Ich habe es sehr gemocht, ein wirklich gutes und wieder mal schnelles Rezept mit einem hervorragendem Geschmack.

23
Jun
11

Yotam Ottolenghi-Woche: Castelluccio-Linsen mit Tomaten und Gorgonzola

Die Ottolenghi-Woche neigt sich dem Ende und nach Vorspeise und Hauptgerichten ist meine heutige Wahl ein Salat.
Lauwarmer Linsensalat mit einem reichhaltigen Geschmacksfeuerwerk verschiedener Kräuter und Aromen.

Vom Aufwand eher gering, allerdings brauchen die Tomaten etwas Zeit im Ofen. Auch an diesem Rezept ist alles stimmig, der Salat hat sehr gut geschmeckt. Wichtig ist, einen nicht ganz so kräftigen Gorgonzola zu wählen, der würde sonst die anderen Aromen zu sehr verdrängen.

1 kleine, rote Zwiebel, in sehr dünne Scheiben geschnitten
1 EL guter Rotweinessig
1 TL Maldon Sea Salt
250g Castelluccio-Linsen
3 EL Olivenöl
1 Knoblauchzehe, zerdrückt
3 EL Kerbel, gehackt
3 EL Schnittlauchröllchen
4 EL Dill, gehackt
80g milder Gorgonzola, in unregelmäßige Stücke geschnitten
Pfeffer

Ofengetrocknete Tomaten:
5 Flaschentomaten
8 Zweige Thymian
1 EL Olivenöl
2 EL Balsamico
Salz

Zuerst die ofengetrockneten Tomaten zubereiten. Dazu den backofen auf 130° vorheizen, die Tomaten längs vierteln und mit der Hautseite nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.
Die Thymianzweige darauf verteilen. Mit dem Olivenöl und dem Balsamico beträufeln und mit etwas Salz bestreuen.

Für 90 min in den Backofen stellen, bis die Tomaten halb getrocknet sind. Den Thymian entfernen und die Tomaten auf dem Blech kurz abkühlen lassen.

Während die Tomaten trocknen, kann man alles andere gut machen: die Zwiebelscheiben in einer mittelgroßen Schüssel mit dem Rotweinessig übergießen und mit dem salz bestreuen. Umrühren und einige Minuten marinieren, damit die Zwiebeln etwas weicher werden.

Die Linsen in einen Topf mit kochendem Wasser geben ( das Wasser sollte etwa drei Zentimeter über den Linsen stehen) und 20-30 Minuten köcheln lassen, bis sie gar sind. In einem Sieb abgießen, gut abtropfen lassen und noch warm zu den Zwiebelringen geben. Das Olivenöl, den Knoblauch und etwas schwarzen Pfeffer hinzufügen, alles vermischen und abkühlen lassen. Nach dem Abkühlen behutsam die Kräuter unterheben, probieren und bei Bedarf nachwürzen.

Zum Servieren die Linsen hügelförmig auf einen großen Teller oder in einer Schüssel anrichten, dabei die Gorgonzolastückchen und die ofengetrockneten Tomaten nach und nach mit einbauen. Zum Schluss nach Belieben mit der beim Garen der Tomaten ausgetretenen Flüssigkeit beträufeln und servieren.

Quelle:
Yotam Ottolenghi
Genussvoll vegetarisch
mediterran-orientalisch-raffiniert
288 Seiten, gebunden
ISBN 978-3-8310-1843-7
€ 24,95
Dorling Kindersley Verlag

24
Mrz
11

Küchentourismus: Honig-Linsen mit gebratenem Feta

Der aufmerksame Beobachter braucht den tag “Küchentourismus” gar nicht, der sieht nämlich bereits am Foto, dass wir nicht zu Hause gekocht haben – unsere Küchentorismus-Fotos haben nun mal alle einen Orangestich.

Da ich aber immer noch nicht meine Fotoausrüstung komplett mit in die Tourismus-Küche tragen, wir stets mit kleinen Gepäck reisen und ausschlaggebend ja vor allem der Geschmack und nicht die Optik ist, müsst ihr (und ich) eben mit diesem Bild vorlieb nehmen.

Gefunden und nahezu änderungsfrei nachgekocht vom Kochfrosch.

200g Möhren
2 Schalotten
2 Knoblauchzehen
1 Peperoncino
2 EL Olivenöl
200g umbrische Linsen (die ohne einweichen)
300ml Gemüsebouillon
3 EL weißer Balsamico
2 TL Kastanien-Honig
Salz, schwarzer Pfeffer
180g Schafskäse (Feta)
1 EL Weizenvollkornmehl
2 TL Butter

Die Möhren schälen, putzen und in ca. 1/2 cm große Würfel schneiden.

Die Schalotten schälen und längs achteln.

Den Knoblauch schälen und fein hacken. Die Peperoncino fein hacken.

In einem Topf 1 EL Öl erhitzen, die Möhren, die Schalotten, den Knoblauch und Peperoncino darin unter Rühren bei mittlerer Hitze andünsten.

Die Linsen in einem Sieb waschen und dazugeben. Mit der Bouillon aufgießen und zugedeckt bei schwacher Hitze in 35-45 min weich garen, aber nicht zerfallen lassen.

Die Linsen mit dem Essig, dem Honig, Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Feta halbieren. Das Mehl in einen Teller geben und den Käse darin wenden.

Das übrige Öl mit der Butter erhitzen und die Käsescheiben darin bei starker Hitze pro Seite gut 1 Min. braten.

Die Linsen auf Teller verteilen und jeweils mit 1 Käsescheibe belegen.

Schmeckt wirklich gut, mit dem dezenten Honiggeschmack. Ob sie am nächsten Tag noch so gut waren, wie der Kochfrosch behauptet, konnten wir nicht testen…

04
Mrz
11

Krise vorbei? Tagliatelle mit Linsenragout und Minzjoghurt

Meine kreative Krise habe ich hoffentlich überwunden mit all’ Euren Anregungen und Links. Vielen Dank dafür. Da der Einsendeschluss gerade erst abgelaufen ist, werde ich mich am Wochenende an die Verlosung machen und Euch am Montag den hoffentlich frohen Gewinner präsentieren können.

Kurz vor meiner Küchenkreativkrise, die nicht nur mit Ideenlosigkeit, sondern obendrein auch mit partieller Koch- und Blogunlust einherging, hatte ich mir einen Link gespeichert, der ein äußerst attraktives Rezept verbarg und ich habe es gestern dann mit neuem Schwung und Motivation geschafft, das nachzukochen. Und es hat sich gelohnt.

Kirsten vom Kochblog Sugar and Spice schreibt, das dieses Rezept eines ihrer Lieblingsessen ist und ich kann das sehr gut verstehen. Es passt alles, sehr aromatisch, leicht scharf und Pasta dabei. Soulfood pur.

Hier also Kirstens Rezept, mit unseren dezenten Änderungen. Die Pasta haben wir selbst gemacht und dann zum Abschluss in den Linsen drei Minuten gegart – perfekt.

1 Bund Frühlingszwiebeln
300g Kirschtomaten
Olivenöl
200g umbrische Linsen (die muss man nicht einweichen)
700ml Gemüsebouillon
1 TL Sambal oelek
2 TL Honig
1/2 Bund Minze
2 Knoblauchzehen
150g griechischer Joghurt
Salz, Pfeffer
250g selbstgemachte, frische Tagliatelle

Die Frühlingszwiebeln waschen und in feine Ringe schneiden.

Die Tomaten klein würfeln.

Öl im Topf heiß werden lassen, Zwiebelringe darin kurz andünsten.

Die Linsen unterrühren, bis sie rundherum ölig glänzen.

Die Bouillon und Tomaten dazugeben, mit Sambal Oelek und Honig würzen.

Die Linsen bei kleiner Flamme ca. 20 min garen, ohne Deckel, damit die Flüssigkeit langsam verkocht.

Inzwischen die Minze in dünne Streifen schneiden und den Knoblauch schälen und ganz fein würfeln.

Den Jogurt mit Knoblauch und Minze verrühren, dezent salzen.

Wenn die Linsen gar sind, die Pasta dazugeben, vorsichtig unterrühren und den Herd ausschalten. Mit geschlossenem Deckel  die Pasta gar ziehen lassen, ca. 3 min lang.

Anrichten und zusammen mit dem Joghurt servieren. Wirklich köstlich. Die Menge reicht für 3 – 4 Esser.

Euch allen ein kreatives und / oder jeckes Wochenende! Helau.

23
Sep
10

Wenn vier Leute das Gleiche kochen…

…kommt doch immer was anderes dabei raus…Unser Beitrag für das aktuelle Garten-Kochevent vom Gärtnerblog:

Angefangen hat’s mit Christina, da gab’s die Wirsingröllchen mit Möhrensauce, gefüllt mit Quinoa und Rosinen und allerlei feinen Sachen. Houdini hat’s auch direkt gefallen und zwei Tage später das Gleiche, nur anders, gekocht. Diesmal mit Amaranth dazu und geschichtet statt gerollt.  Wiederum fünf Tage später hat Arthurs Tochter nachgeschoben, da gab’s dann aber schon Wirsingröllchen mit Kichererbsenmus auf Möhren-Ingwer-Honig-Crème. Also nix mehr mit Quinoa oder Amaranth oder Rosinen, nein, da kamen Kichererbsen, Portwein, Ingwer und Zitronengras in den Topf. So so. Und jetzt wir, 11 Tage nach Christinas Original:

Wirsing – hatten wir nicht
Karotten – waren aus
Rosinen, Amaranth, Quinoa – ihr ahnt es schon: NEIN
Kichererbsen – nö
Portwein? Ingwer? Zitronengras? – nixnixnix

Das mit den Kichererbsen hätte mir schon gefallen, aber dafür wäre ein Gang in den nächsten Supermarkt nötig gewesen, da ich vergessen hatte, am Vorabend die Kichererbsen zu ertränken. Dosenkichererbsen sind aber wirklich nur 4. Wahl, zweite und dritte waren nämlich Puylinsen und rote Linsen, jeweils in Restbeständen noch vorhanden und uneingeweicht zu verwenden. Außerdem brauchten hatten wir (fast alles (Kühl)Schrankreste)

10 große Blätter Cavolo nero
Garten-Koch-Event September: Sonnenblumenkerne [30. September 2010]1/2 Butternut-Kürbis
3 EL Sonnenblumenkerne, fettfrei angeröstet
1 Zwiebel, gewürfelt
1/2 Becher Sahne
Gemüsebouillon
Chili, Knoblauch

Die Linsen (ca. 200g – viel zu viel) wurden dann mit einer Chilischote gekocht und im Mixer mit zwei Knoblauchzehen püriert.

Zimt, Koriander, Kreuzkümmel und etwas Kurkuma untermischen.

Zwei der Kohlblätter habe ich vom Stiel befreit und klein geschnitten und das dann zusammen mit der Zwiebel in etwas Öl gedünstet und wurde anschließend noch unter die Linsen gemischt, zusammen mit 2/3 der gerösteten Sonnenblumenkerne.

Die anderen Kohlblätter habe ich mit etwas Natron blanchiert (vorher den Strunk etwas entfernt) und auf einem Küchentuch zum Trocknen abgelegt (und dabei etwas nachgeholfen)

Auf jedes Blatt dann eine angemessene Menge Linsen (die Blätter waren unterschiedlich groß, deswegen auch die Linsenmenge) ablegen, einrollen und mit Zahnstochern verschließen.

Den Backofen auf 200° vorheizen.

In einem Bräter etwas fingerhoch Gemüsebouillon angießen und die Röllchen darin ablegen.

Im Ofen dann für ca. 40 – 50 min schmoren lassen.

In der Zwischenzeit haben wir den klein geschnittenen Butternut-Kürbis in Salzwasser mit etwas Kurkuma geköchelt, püriert und einfach mit der Sahne gemischt. Nochmal nachgesalzen, fertig.

Die Röllchen auf der Kürbis-Sahne anrichten, mit einem Faden Olivenöl verzieren und einigen gerösteten Sonnenblumenkernen.

Schmeckte wunderbar – und jetzt bin ich auf Eure Variationen gespannt :)




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