Posts Tagged ‘sahne

15
Jun
11

Küchentourismus: Eton Mess mit Himbeeren

Auf der wunderschönen Insel Baltrum ist das Kochen auch immer wieder ein bißchen Herausforderung, weil das Einkaufsangebot doch sehr beschränkt ist. Mittlerweile bekommt zwar auch schon etwas ungewöhnlichere Zutaten, aber natürlich ist es nicht zu vergleichen mit den Einkaufsmöglichkeiten auf dem Festland oder gar in der Großstadt.

Für diesen Nachtisch gibt es alles auf Baltrum zu kaufen, die Zutatenliste ist sehr übersichtlich. Eton Mess ist mindestens ein ebenso tolles und fantastisches Dessert wie die Mascarpone-Creme aka Hüftgold. Ursprünglich macht man Eton Mess mit Erdbeeren, aber auch mit Himbeeren ist es ein Genuss.

Das benötigte Baiser kann man aus Eiweiß und Zucker selbst herstellen, aber auch gekauftes ist natürlich gut zu verwenden.

Mess bedeutet soviel wie Unordnung und ist eine Anspielung auf das Aussehen des Desserts. Traditionell gibt es bei uns Eton Mess sonst beim Picknick, aber es schmeckt auch mit Dach über dem Kopf :)

je zu gleichen Teilen Schlagsahne und Creme fraîche (für 6 Personen: je 200g)
1/4 der Menge dann Baisers (100g)
400g Himbeeren

Die Himbeeren waschen und gut abtropfen lassen.

Die Sahne mit der Creme fraîche aufschlagen.

Die Baisers zerkrümeln und unter die Sahne heben, über den Himbeeren verteilen oder abwechselnd schichten und genießen.

23
Mai
11

Zum Geburtstag: Erdbeer-Creme mit weißer Schokolade


Ab heute bin ich 40.

Mein Leben wird sich schlagartig ändern und bald werde ich mehr Arzttermine haben als Freizeit. Die Kinder werden in der Straßenbahn für mich aufstehen, junge Männer werden mich über die Straße begleiten wollen, im Restaurant reicht man mir ungefragt die Karte mit den Seniorentellern.
Parties enden ab jetzt um 11 Uhr abends und nicht mehr um 11 Uhr morgens, weil man ja auch zu Hause sein muss, wenn der Pflegedienst kommt.

Meine Körperform wird sich ändern  – vor allem um die Mitte herum und ab jetzt wird jedes Kilo noch schneller kommen und noch hartnäckiger bleiben. Konnte man früher noch einen Monat lang gammelnd, rauchend und fernsehend auf dem Sofa liegen und es war alles okay, rächt sich heute schon ein Tag Versumpfen mit Unbeweglichkeit, Knie-, Rücken- und Hüftschmerzen :) Man kann nichts anderes dagegen tun, als sich kontinuierlich bewegen…
Und es ändert sich auch nichts an der Tatsache, dass das Nachlassen der Sehkraft im Nahbereich eine Alterserscheinung ist, die mit 40 herum beginnt und sich stetig verschlechtert.

Ab heute bin ich 40. Und ich freu’ mich auf die nächsten 40 Jahre :)

250 g Erdbeeren
1 -2 EL Puderzucker
50 g weiße Kuvertüre
150 g Sahne
1/2 Limette
250 g Ricotta
etwas Minze zum Garnieren

Die Erdbeeren verlesen, entkelchen und waschen. Einige schöne Früchte für die Deko beiseitelegen. Restliche Erdbeeren und Puderzucker mit dem Pürierstab pürieren.

Die Kuvertüre zerkleinern. 50 g Sahne in einem Topf erwärmen und die Kuvertüre darin auflösen. Die restliche Sahne steif schlagen.

Die halbe Limette auspressen und mit dem Ricotta glatt rühren. Erdbeerpüree und Schokosahne unterrühren. Die geschlagene Sahne unter die Erdbeermasse ziehen.

Die Erdbeercreme in vier Gläser füllen und bis zum Essen kühl stellen. Vor dem Servieren mit den restlichen Erdbeeren und Minze garnieren.

Und damit wir weiterhin solche Desserts ohne Nachteile genießen können, sich die Kilos weiterhin leichter bekämpfen lassen und ich beweglich bleibe, ist dies mein Geschenk von Herrn Mestolo:

12
Apr
11

Glarner Zigerhörnli

Das Glück war uns hold und beim Lebensmittelladen meines Vertrauens haben wir ein Schabziger-Stöckli gefunden. Selbst hier in der Großstadt ist das nicht so leicht. Und obwohl ich noch nicht wusste, was ich damit machen will, habe ich natürlich dem sofort ausgelösten *habenwollen*-Reflex nachgegeben und das Stöckli erstmal eingepackt.

Mit dem letzten Schabziger haben wir eine überaus empfehlenswerte Risotto-Suppe gekocht, diesmal aber mussten wir unbedingt das Standard-Schabziger-Rezept probieren, die Zigerhörnli. Die gab’s auch schon mal bei Robert.

Und – es hat sich gelohnt, ging sehr schnell und war sehr köstlich, cremig, himmlisch :)

250g Hörnlinudeln
Salz, Pfeffer, Muskat
1 Zwiebel
2 EL Butter
200ml Sahne
50g Schabziger
50g Parmesan, gerieben

Hörnli im siedenden Salzwasser al dente kochen.

Inzwischen die Zwiebel in feine Ringe schneiden. Die Butter in einer kleinen Pfanne erhitzen und die Zwiebelringe darin braten.

Die Sahne in einer großen Pfanne vorsichtig erhitzen.

Den geriebenen Schabziger und den Parmesan dabeigeben und zu einer glatten Sauce verrühren.

Die Hörnli abgiessen und abtropfen lassen. Zur Sauce geben, gut mischen und noch mal kurz durchziehen lassen.

Einen Hauch Muskat dazu und eventuell nochmal mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zusammen mit den Zwiebeln servieren.

Wenn ihr Schabziger findet, solltet ihr das ausprobieren, ein Käsetraum :)

04
Apr
11

Bärlauch-Woche: Malfatti mit Bärlauchschaum

Achtung, hier könnt ihr wieder was für’s Leben lernen, nämlich eine Eselbrücke:

Im zweiten Monat im Jahr mit B haben zwei Bs Saison: Bärlauch und Brennessel wachsen im Abril. Brima, äh Prima, oder?

Für die zweite Themenwoche in diesem Jahr habe ich mir den Bärlauch ausgeguckt. Einige von Euch werden die Augen verdrehen und einige sicher Freudensprünge machen. Da ich, wenn mir jemand eine Bärlauch-Themenwoche anbieten würde, zu letzteren gehören würde, kommt ihr jetzt in den Genuss der Bärlauch-Woche.
Ihr Glücklichen.

Das Rezept von heute ist ein Wanderpokal, nämlich vom Sammelhamster, und dieses Nagetier hat es bei den Jungs von der Hüttenhilfe aufgesammelt und jetzt ist es hier. Und ich habe, entgegen all meiner Gewohnheiten, gar nichts daran geändert. Bis ich dieses Rezept sah, dachte ich, dass der Ausdruck Malfatti, was ja so viel bedeutet, wie “schlecht gemacht” einer bestimmten, handgeschnittenen Sorte Pasta vorbehalten sei, aber offenbar kann man das auch für diese Klößchen verwenden. Schlecht gemacht sind sie überhaupt nicht, ein etwas aufwendigeres Rezept, aber köstlich, wir waren sehr erfreut beim Essen.

200 g frischer Bärlauch
1 kleine Zwiebel
75 g Ricotta
1 Ei
75 g Mehl
40 g Parmesan
1 EL Butter
Salz, Pfeffer, Muskat

Für den Bärlauchschaum:
75 ml Schlagsahne
2 EL gehackter Bärlauch
Salz

Den Bärlauch waschen, die Stiele entfernen und die Blätter in grobe Stücke schneiden. Zwei Eßlöffel vom Bärlauch für den Bärlauchschaum beiseite legen. In einem Topf etwas Olivenöl erhitzen und den übrigen Bärlauch darin kurz anschwitzen, bis er zusammenfällt. Abkühlen lassen und in feiner Stücke hacken.

Die Zwiebel fein würfeln und in etwas Butter glasig dünsten. Den Bärlauch hinzugeben und erhitzen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Ricotta in einer Rührschüssel cremig schlagen. Bärlauch-Zwiebelmischung, ein Ei und die Hälfte vom geriebenen Parmesankäse hinzugeben. Gut verrühren, bis alle Zutaten vermischt sind.

Nach und nach das Mehl zuschütten und dabei unterrühren. Zum Schluss sollte ein zäher Teig in der Schüssel sein. Diesen mit Salz, Pfeffer und einer Messerspitze Muskatnuss würzig abschmecken.

In einem Topf ca. 2 Liter Salzwasser zum Kochen bringen. Mit zwei Teelöffeln kleine Bälle aus dem Teig formen und ins kochende Wasser fallen lassen. Wenn die Bärlauchmalfatti oben schwimmen, mit einer Siebkelle herausholen und abtropfen lassen. Nicht alle Malfatti auf einmal, sondern immer nur ein paar ins Wasser geben und warten, bis sie fertig sind.

Die abgetropften Bärlauchmalfatti in eine Auflaufform geben, den übrigen Parmesankäse darüber streuen und bei ca. 200 °C in den Ofen schieben. Nach 10-15 Minuten sollte der Käse geschmolzen und leicht braun geworden sein.

Als Sauce empfiehlt sich ein Bärlauchschaum, der sehr schnell zubereitet ist. Zwei Eßlöffel vom Bärlauch zusammen mit der Sahne in einen hohen Topf geben und erhitzen. Mit Salz abschmecken und dann mit einem Pürierstab pürieren, bis die Flüssigkeit schaumig ist.

Die fertigen Malfatti mit Bärlauch auf zwei vorgeheizten Tellern anrichten und den Bärlauchschaum darüber verteilen.

01
Apr
11

Minz-Pesto in Erbsencremesuppe


In letzter Zeit gibt es bei uns viel Grünes zu essen, wahrscheinlich ist die Jahreszeit so unglaublich grünspirierend. :)

Suppe hatten wir lange nicht, eine schöne, schnelle grüne sowieso schon ganz lange nicht und deswegen beschließe ich diese Woche mit einem schönen Suppenrezept. Erbsen und Minze sind eine klassische Kombi, damit kann man quasi nichts falsch machen und es wäre ein schöner Auftakt für ein Frühlingsmenü.

Für das Pesto:
2 EL Sonnenblumenkerne
1/2 Bund Minze
1/2 Bund Petersilie
1 Stück Bio-Zitronenschale (5 cm)
2 EL Parmesan, gerieben
Olivenöl, Pfeffer, Salz

Die Sonnenblumenkerne fettfrei anrösten, abkühlen lassen. Mit allen anderen Zutaten nicht zu fein pürieren.

Für die Suppe:
400g TK-Erbsen
1 Schalotte
1 EL Butter
500ml Gemüsebouillon
100ml Weißwein
150ml Sahne

Die Schalotte fein würfeln, in etwas Öl glasig dünsten und die Erbsen dazu geben.

Mit der Bouillon aufgießen.

Aufkochen und 10 min sanft köcheln lassen bei geöffnetem Topf.

Danach 2 EL Erbsen herausnehmen und die Sahne in die Suppe gießen.

Die Suppe pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Mit Erbsen und dem Pesto garniert servieren und wer, wie wir, noch Kresse hat, kann die auch dazutun.

Nächste Woche geht’s grün weiter, mit einer Themenwoche – wer mag, darf raten. :)

Euch allen ein schönes, grünes, sonniges Wochenende!

Quelle: Anne-Katrin Weber, Vegetarisch durchs ganze Jahr

25
Mär
11

Fremdgekocht: Erdnuss-Fudge


Wenn Kochblogkollegen zwar kochen, aber nicht mehr bloggen, dann springe ich hilfreich ein und unterstütze wo ich kann. Beim Essen UND beim Bloggen. Und das meint fremdkochen, wenn jemand anders kocht und ich blogge ;)
Hans Uwe Koch kocht sicher oft und sicher auch nicht schlecht und jetzt ist er gar in die Süßwarenproduktion eingestiegen, mit allem nötigen Equipment, aber er bloggt nicht mehr. Was ich persönlich schade finde, weil ich die Videos doch immer sehr unterhaltsam fand.

Im Tausch gegen fast einen Liter besten, selbstgepflückten Olivenöls erhielt ich selbstgemachte Erdnuss-Fudge, das Rezept und alle Rechte an der Vermarktung. Öl haben wir reichlich noch, unser Erdnuss-Fudge-Vorrat aber tendierte gegen Null. Ein guter Tausch also. Vor allem weil ich Fudge und Toffees und all’ diese Dinge sehr (zu sehr) mag.

Für 40 Stück:
250g Zucker
2 EL Glukosesirup
75g Sahne
50g Erdnuss-Butter
50g geröstete, gesalzene Erdnüsse

Zucker, Glukosesirup und Sahne in einem Topf vermischen.

Die Masse langsam erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Das Zuckerthermometer in den Topf hängen.

Erdnussbutter in den Topf geben und die masse unter ständigen Rühren erhitzen, bis das Zuckerthermometer 115° erreicht hat, dann den Topf vom Herd nehmen.

Die Erdnüsse unterühren und die Masse mit einem Holzlöffel so lange schlagen, bis sie dick-cremig wird.

Sofort in eine mit Backpapier ausgelegte hitzebeständige Form (15 x 15 cm) geben und glatt streichen.

Abkühlen lassen und in ca. 40 Stücke schneiden.

Hält sich kühl und trocken gelagert ca. 2 Wochen.

Mir persönlich schon fast zuviel Aufwand mit Thermometer und so Gedöns, aber essen mag ich’s gern :) Natürlich nur an den Fastensonntagen momentan.

Euch allen ein süßes Sonnenwochenende und denkt daran, am Sonntag wird die Uhr vorgestellt.

17
Mär
11

Schwarzwälder Kirschtorte im Glas

Das heutige Rezept ist der Abschluss des Vier-Gang-Menüs vom Samstag (und damit Abschluss der Rezepte von Montag, Dienstag und Mittwoch. Die wirklich abschließende Käseplatte wurde fototechnisch nicht festgehalten.)

Ich habe den fastenbrechenden Sonntag kurzerhand auf den Samstag vorgezogen und auch davon gegessen. Ansonsten klappt mein Vorhaben, keine Süßigkeiten (vor allem gekaufte) zu essen, bisher sehr gut, ich war standhaft und es ist mir noch nicht mal schwer gefallen.

Ehrlicherweise muss ich noch erwähnen, dass weder das Rezept noch die Zubereitung in meinen Händen lag, sondern beides von einer Freundin stammt, die uns beim Menü tatkräftig unterstützt hat.

1 dunklen Tortenboden
1 Glas Sauerkirschen
(1 Schnaps-Gläschen Kirschwasser)
1/2 Vanillepuddingpulver
25 g Zucker
250 g Mascarpone
250 g Quark 20%
200 g Sahne
40g Zucker
abgeriebene Zitronenschale von 1 Zitrone
und den Saft
50 g gehackte Mandeln, angeröstet
50 ml starker Kaffee oder Espresso
Raspelschokolade zartbitter

Die Kirschen auf einem Sieb abtropfen lassen, den Saft dabei auffangen. Normalerweise ergibt das ca. 350 g.

Diesen Saft und die 25 g Zucker aufkochen und das (mit ein wenig Saft) angerührte Puddingpulver zügig einrühren, einmal aufkochen lassen (und das Kirschwasser hinzufügen). Die Kirschen hinzufügen, gut verrühren und auskühlen lassen.

In der Zwischenzeit rührt man die Creme an.
Die Sahne zuerst steif schlagen.

Die restlichen Zutaten, Mascarpone, Quark, Zucker, Zitronenschale sowie -saft gründlich verrühren. Dann die Sahne zugeben und unterheben.

Sobald die Kirschen kalt sind, beginnt man mit dem schichten.

Etwas Tortenboden (mit einem passenden Glas ausgestochen) mit etwas Kaffee beträufeln, dann Kirschen und Creme schichten, immer abwechselnd. Zwischendrin etwas von den Mandeln streuen.

Geröstete Mandeln und Raspelschokolade als Dekoration aufstreuen.

PS: Ulla, wo ist eigentlich die Raspelschokolade auf diesem Dessert? ;)




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