04
Mai
09

Bauernküche: Zuppa di ortiche

Brennessel-Suppe

Weil auch bei uns die Brennesseln appetitanregend in der Gegend herumwuchern, sind wir heute losgezogen, um uns unser Abendessen zu ersammeln. Ich hatte mich an eine einfache Suppe erinnert, die wir in Umbrien gegessen haben und die sollte es heute abend geben. Die Zutaten waren alle vorrätig, einzig die Linsen waren bei uns rote, weil ich die braunen nicht eingeweicht hatte.

200g rote, gespaltene Linsen (ca. 30 Minuten eingeweicht in Wasser)
4 – 6 kleine Kartoffeln
2 Äpfel
2 Knoblauchzehen
Rosmarin, Thymian, Salbei
Salz, Olivenöl
1 Liter Wasser
4 – 6 Hände voll frische Brennessel-Blätter

Die ungeschälten Kartoffeln grob würfeln, mit den ganzen Knoblauchzehen kurz in Olivenöl anbraten, mit etwas Wasser ablöschen. Die Linsen dazu geben, mit dem restlichen Wasser aufgießen und aufkochen lassen. Nach 8 Minuten Kochzeit den ungeschälten, gewürfelten Apfel dazu geben.

Rosmarin, Thymian und Salbei nach Geschmack dazu. Ich habe wenig Thymian, ein bißchen Rosmarin und mehr Salbei genommen.

Die Nesselblätter von den Stielen lösen und ungeschnitten in die Suppe geben, noch 4 – 6 Minuten leicht mitköcheln lassen. Würzen mit Salz und Essig, Apfelessig könnte sich gut eignen, wir hatten Campo-Grande-Weinessig und der war genau richtig.

Das Original-Rezept aus Umbrien köchelt über offenem Feuer:

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7 Responses to “Bauernküche: Zuppa di ortiche”


  1. 5. Mai 2009 um 06:24

    da möchte man als Stadter gerne Bauer sein. Terracotta statt Hutschenreuther, Apfel statt Litschi, Brennessel statt Thai-Basilikum.

    • 5. Mai 2009 um 08:10

      Die einfache Küche hat’s uns schon angetan, begonnen bei der Ausstattung der Küche bis hin zu den Rezepten. Viel handgemachtes, ursprünglich, gerne regional und aus Bio-Anbau.

  2. 5. Mai 2009 um 11:08

    Brennesseln gehören zu meinen Kindheitserinnerungen. Ich habe sie immer mit meiner Nonna gepflückt. Seitdem habe ich sie nicht mehr gegessen und hier auch noch kein sicheres Plätchen gefunden, wo ich sie pflücken kann.
    Ein tolles Rezept!

  3. 5. Mai 2009 um 14:30

    Ein ganz großes Kompliment aus Stuttgart. Da wird SUPER gekocht. Einfache Küche, einfache Rezepte und das alles frisch.

  4. 5. Mai 2009 um 18:48

    Mir geht es wie Alex, ich habe auch noch kein Plätzchen (in der Nähe) mit geeigneten „Koch-„Brennesseln gefunden.

  5. 6 Eva
    5. Mai 2009 um 19:09

    Tolles, bodenständiges Rezept; deine Art zu kochen gefällt mir wirklich gut!

  6. 5. Mai 2009 um 19:59

    Interessantes Rezept. Ist mal was ganz anderes als Großstadtessen. Das schmeckt sicher am besten, wenn man gerade einen Stall ausgemistet hat. Ich geh jetzt mal los und kauf mir einen Stall zum Rezept. 😉


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