20
Mai
09

Malfatti di castagne, fave e rucola

Maltagliati alla farina di castagne

Wir kochen ja wirklich noch nicht lange und heute fiel uns auf, dass wir vor 10 Monaten noch nicht mal Fave, also Saubohnen (jedenfalls nicht frisch) oder Kastanienmehl kannten (und vieles anderes auch nicht). Dafür freuten wir uns dann umso mehr, dass wir heute abend vor einem köstlichsten Abendessen saßen, wo beides drin vorkam – Fave und Kastanienmehl.

Köstlich aber auch, weil alles so frisch und handgemacht war, kochen und essen so viel Spaß macht und es kaum was schöneres gibt, als eine gute, einfache Mahlzeit, für die man sich Zeit gelassen hat und bei der man hinterher genau weiß, was drin ist.

Die Fave hatte ich spontan gekauft (verbunden mit einer schönen Erinnerung an einen Campo-Frühlingsmorgen im April), die Anregung zum Abendessen kam dann, wie so oft, von Robert. Bei ihm habe ich die Malfatti aus Buchweizenmehl mit Fave gefunden. Buchweizenmehl hatten wir nicht, aber noch einen Rest Kastanienmehl. Auch habe ich die Petersilie gegen Rucola-Sprossen eingetauscht, da ich in noch fleischessenden Zeiten ein Essen sehr geliebt hatte aus Fave, Orechiette, Mortadella und Rucola (damals war der Rucola allerdings das einzige frische am Abendessen).

Hier also unsere Malfatti-Variante, mit einem Dank an Robert – und den besten Gedanken ans Campo.

160 g Hartweizengrieß
100 g Kastanienmehl
Wasser
Salz

900 g Fave (komplett gewogen)
1 Peperoncino, frisch
2 Knoblauchzehen, auch frisch
1/2 rote Zwiebel

Aus dem Kastaniemehl, Hartweizengrieß, Wasser und Salz einen Teig kneten und diesen 30 Minuten ruhen lassen.
Währenddessen die Fave enthülsen und in einem Dämpfeinsatz kurz garen (max. 2 Minuten) , anschließend die Hüllen entfernen und den wundervoll grünen Kern herauslösen.
Den Teig ausrollen, nicht zu dünn (2 mm) und Malfatti daraus schneiden.
Peperoncino in feine Streifen schneiden, den Knoblauch und die Zwiebel fein würfeln und alles zusammen in einer großen, hohen Pfanne sanft in erhitztem Olivenöl anschwitzen.
Die Malfatti in kochendem, gesalzenem Wasser so lange köcheln, bis sie an die Oberfläche steigen.  Die Fave in die Pfanne geben, sowie die Rucola-Sprossen. Dann die Malfatti abgießen, in der Pfanne mit den Fave und den Sprossen vermischen, salzen und auf den Tellern anrichten.

Ich war begeistert von den Farben, das herrliche Grün der Fave (nach dem ausziehen) und der Sprossen, der sanfte Braunton der Pasta, alles zusammen mit dem Peperoncino-Rot einfach ein herrlicher Anblick, passend zum Geschmackserlebnis.

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7 Responses to “Malfatti di castagne, fave e rucola”


  1. 20. Mai 2009 um 06:56

    das sieht wirklich schön aus. Muss mal versuchen, selber Fave nach dem Blanchieren einzufrieren. Ich brauche sie häufig und plötzlich gibts keine mehr. Mit Sprossen kenne ich mich leider nicht aus. Unsern Keimapparat hatten wir mal entsorgt, nachdem unsere Versuche damit zu muffigen Ergebnissen geführt hatten.

    • 20. Mai 2009 um 08:14

      Die Sprossen waren jetzt aus dem Bioladen meines Vertrauens. Ich hatte eigentlich Rucola nehmen wollen, aber der sah sehr müde aus. Die Sprossen waren aber eine wunderbare Wahl, da sie so tolle Farbtupfer auf der Pasta machten.
      Das mit den Fave ist sicher einen Versuch wert.

  2. 20. Mai 2009 um 10:54

    Das sieht wunderbar farbenfroh aus – Ihr kocht echt tolle Gerichte!

    Mit Sprossen habe ich leider dieselben Erfahrungen wie Robert.

  3. 20. Mai 2009 um 12:33

    Sehr schöne Kombination!


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