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Pfahlmuscheln, rheinische Art

Muscheln, rheinische Art

Pfahlmuscheln, vielleicht besser bekannt als Miesmuscheln (vom Mittelhochdeutschen mies für Moos) – daran scheiden sich die Geister. Da wir uns im Hause Mestolo immer auf die Monate mit r am Ende freuen, um hin und wieder mal Muscheln essen zu können, hier nun unser ganz einfaches, traditionelles und einfach nur unglaublich gutes Muschelrezept. So einfach und so schnell, dass es unbedingt auch einen Platz bei den schnellsten und einfachsten Rezepten (deutschsprachiger Foodblogs) haben sollte.

Auch wenn mittlerweile im Zuge aller technischen Errungenschaften und ununterbrochenen Kühlketten Muscheln alle Monate gegessen werden können, halten wir es da doch lieber mit den alten Gepflogenheiten – Muscheln gibt’s von September bis Februar.

1,5 kg Muscheln
1/2 kleine Knollensellerie
1 mittelgroße Zwiebeln
1 Stange Poree
1 Karotte
1 TL Pfefferkörner
5 Lorbeerblätter
8 Wacholderbeeren

5 Gewürznelken
1/2 Bund Petersilie
500 ml trockenen Weißwein
200 ml Wasser

Muscheln gründlich unter fliessendem Wasser waschen und abbürsten, bereits geöffnete Muscheln entsorgen.

Zwiebel und den Poree in feine Scheiben schneiden, die Karotte und Sellerie klein würfeln. Das alles mit den Lorbeerblättern, Wacholderbeeren, Nelken und Pfefferkörnern in einem großen Topf geben und mit dem Wein und Wasser aufgießen.

Den Gemüse-Wein-Sud aufkochen und 5 min köcheln lassen.

Die Petersilie grob hacken.

Die gewaschenen Muscheln dazugeben und bei geschlossenem Deckel weitere 10 – 12 min kochen.

Ab und an den Topf leicht durchrütteln, damit sich alle Muscheln gut öffnen.

Die Petersilie hinzufügen und nochmals schütteln. Nicht geöffnete Muscheln wiederum entsorgen.

Dazu gehört Schwarzbrot mit Butter und Salz.

Muscheln, gewaschen


13 Responses to “Pfahlmuscheln, rheinische Art”


  1. 6. Oktober 2009 um 07:34

    Ohja, ich freue mich auch immer auf die Muschelsaison!!
    Hab‘ aber noch nie selber welche gemacht, immer nur beim Italiener gegessen…

  2. 6. Oktober 2009 um 09:43

    Ooooh, das erinnert mich an einen seeehr schönen Abend :)!

    Entspricht zu ca. 95% unserer Zubereitungsweise :), seeehr lecker!

  3. 6. Oktober 2009 um 11:18

    Ich bin mir nicht sicher, was eigentlich der größere Genuss ist: die leckeren Muscheln aus den Schalen zu grabschen oder danach den kräftigen Sud zu löffeln? Genau nach diesem Rezept koche ich auch Muscheln nach rheinische Art.
    Manchmal sind viele der Muscheln vor dem Kochen ganz leicht geöffnet. Wenn man sie z.B. auf den Tisch schlägt oder mit einem Löffel auf die Schalen, schließen sie sich jedoch meistens, die können also nicht schlecht sein. Wer schonmal an einer verdorbenen, toten Muschel gerochen hat, z.B. wenn die Schalen zertrümmert waren, kennt den Unterschied – Vorsicht: grauenhaft!!!

  4. 6. Oktober 2009 um 11:43

    Herrliche Sache, mehr braucht es nicht!

  5. 7. Oktober 2009 um 16:23

    Muscheln sind was ganz Tolles und die auf dem Foto sehen fantastisch aus. Hätte nicht gedacht, dass du Muscheln isst. Wegen Tier und so.

  6. 8. Oktober 2009 um 08:02

    als ich den Titel Pfahlmuscheln las, dachte ich erst an die langen, coteaux hier genannt….

    Esse die auch immer nur mit Monaten mit r am Ende……


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