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Dez
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Castagnaccio – reloaded

Ein für mich wirklich typisches Herbst-Winteressen ist der Castagnaccio, den wir gerne essen. Grundlage ist Kastanienmehl, bekommt man in Italien etwas einfacher, hier häufig im Bioladen oder Reformhaus zu finden. Castagnaccio ist eines der früheren sogenannten „Arme-Leute-Essen“, deren Zutaten heute eher als teuer zu bezeichnen sind.

Ich habe mir aus Umbrien einen kleinen Vorrat an Kastanienmehl mitgebracht – Grund genug, den Castagnaccio hier nochmals vorzustellen, diesmal mit Varianten zu dem bereits hier verbloggten Castaggnaccio, der nach dem Rezept eines toskanischen Freundes gebacken wurde.

Bei Alex fand ich die Ergänzung mit Walnüssen und wir selber hatten zwar Rosinen im Haus, aber auch noch vom Backen gewürfelte Aprikosen übrig, die ich dann statt dessen verwendet habe.

200 g Kastanienmehl
Wasser
3 EL Olivenöl für den Teig
2 EL Rohrzucker
4 getrocknete Aprikosen, gewürfelt
1 Handvoll gehackte Walnuss-Kerne
1 Handvoll Pinienkerne
2 – 3 TL Rosmarin, fein gehackt
3 EL Olivenöl zum Backen

Alle Zutaten bis auf 3 EL Öl vorsichtig mit Wasser vermischen, bis der Teig weich, aber nicht zu flüssig ist. In eine Pizzaform geben und das übrige Öl auf den Teig träufeln.

Im vorgeheizten Ofen (220°) auf mittlerer Schiene so lange backen, bis sich Risse in der Oberfläche bilden und diese knusprig wird.

Man kann vor dem Backen noch ganze Rosmarinzweige auf den Teig legen und mitbacken, die Rosinen könnte man weglassen oder auch die Walnüsse – selbst den Zucker, oder die Rosinen in Vin Santo einweichen – es gibt viele Möglichkeiten und Varianten.

Castagnaccio ist kein wirklich süßes Gebäck, am ehsten kommt die herbe Süße durch die Kastanien in den Vordergrund.

Rotwein oder Trauben passen sehr gut dazu, man kann ihn prima mit ins Büro nehmen und zwischendurch essen, ein schmackhafter Snack. Die Konsistenz ist weich, etwas flexibel, aber nicht wie Gummi. Insgesamt ein wirklich interessantes Rezept und empfehlenswert, sich mal daran zu wagen.

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11 Responses to “Castagnaccio – reloaded”


  1. 10. Dezember 2009 um 07:24

    so gefällt er mir noch besser. Wie kommen die konzentrischen Rillen in den Teig ?

  2. 10. Dezember 2009 um 08:35

    Den habe ich ehrlicherweise nochnie gemacht. Was kann man dazu essen? Jetzt hast Du mich aber Neugirig gemacht!!!

    LG Andy

  3. 10. Dezember 2009 um 10:17

    Hört sich interessant (mein ich positiv) an, werd mal nach dem Mehl Ausschau halten…

  4. 10. Dezember 2009 um 12:33

    Das gefällt mir, hab ich noch nie gegessen !
    Wenn ich hier Kastanienmehl bekomme, wäre das Rezept eine gute Möglichkeit auch mal wieder etwas von dem großen Berg Walnüsse der letzten Ernte abzubauen 🙂

  5. 10. Dezember 2009 um 12:53

    Danke Dir ! auf die Idee bin ich nicht gekommen, mal wieder das Naheliegendste 🙂
    Ich muß eh in den nächsten Tagen dort bestellen…mein Mehl zum Brotbacken geht zur Neige.

  6. 10. Dezember 2009 um 15:46

    Das kenne ich noch gar nicht. Sieht wirklich toll aus.

  7. 10. Dezember 2009 um 16:27

    Hört sich gut an und sieht dazu auch noch verdammt wohlschmeckend aus.

  8. 10. Dezember 2009 um 18:29

    Unglaublich, auf diesem Blog werde ich immer wieder aufs neue mit Highlights überrascht! Wieder etwas MEGA-leckeres!

  9. 11 Farina_Princi
    12. Dezember 2010 um 16:06

    Ich habe heute einen castagnaccio „dolce“ gemacht, Milch statt Wasser und einen Löffel Kakaopulver dazu. Immer noch kein süsser Kuchen – aber sehr gut nach einem Hundespaziergang in der Kälte. Und aus dem restlichen Kastanienmehl gibt’s glutenfreie Guetzli für die Vierbeiner! 😉


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