Archiv für Dezember 2009



22
Dez
09

Risotto mit Gorgonzola und Tatsoi

Risotto hatten wir schon länger nicht mehr im Hause Mestolo, da wir ja gerade eine Backofen-Phase hatten. Aber – uns fehlt etwas, wenn es längere Zeit kein Risotto gab, das ist ähnlich wie mit Pasta.

Als schaute ich im Netz umher nach Risotto-Rezepten und fand zwei, die uns sehr interessant erschienen und nachkochenswert. Zur Wahl standen ein Risotto mit Gorgonzola und Blattspinat von Terragina und ein Rotwein-Risotto mit Radicchio von Brigitte. Hätte ich damals schon das Glühwein-Risotto aus Bolli’s Kitchen gekannt, wäre eine Entscheidung sehr rasch gefallen!

Radicchio und ich sind keine so dicken Freunde, so dass dann doch letztendlich die Wahl auf das Gorgonzola-Risotto mit Spinat fiel. Allerdings ohne Spinat, dafür Tatsoi, weil der war in der Gemüsekiste und Spinat nicht. Sieht aber genauso aus und schmeckt auch so. Oder wie Herr Mestolo meinte, es schmeckt wie eine Mischung aus Spinat und Feldsalat.

200g Canaroli-Reis

80g Gorgonzola

2 Handvoll Tatsoi-Salat

800 ml Gemüse-Bouillon

Parmesan

2 EL Butter

Den Parmesan reiben und den Gorgonzola würfeln.

Die Schalotte fein würfeln und im vorsichtig erwärmten Olivenöl glasig andünsten. Den Reis hinzufügen und ebenfalls kurz mitdünsten.

Mit dem Weißwein ablöschen. Und dann rühren, rühren, rühren. Die verdunstete Flüssigkeit mit heißer Gemüsebrühe immer wieder schöpflöffelweise nachgießen. Dabei ständig rühren.

Den Backofen auf 75° – 100° vorheizen und die Risotto-Teller darin erwärmen.

Nach ca. 20 Minuten (ggf. die Konsistenz des Reis prüfen) den Gorgonzola hinzufügen und schmelzen lassen. Dann den geriebenen Parmesan und die Butter in den Reis unterrühren.

Abschließend den Tatsoi-Salat unterheben. Das Risotto auf den vorgewärmten Tellern anrichten und rasch servieren.

Na ja, war gut. Hat mich nicht umgeworfen vor Begeisterung, aber war gut. Hätte ich mal lieber das Glühwein-Risotto gemacht 😉 Nächstes Jahr dann…


20
Dez
09

Lachspäckchen mit Tomaten-Passionsfrucht-Salsa

In 4 Tagen ist Weihnachten und ich freue mich sehr darüber an diesem 4. Advent 2009 das Türchen für Zorras Adventskalender zu füllen. Hier findet man nicht nur jeden Tag ein wirklich ansprechendes Advents- und Weihnachtsrezept hinter jedem Türchen, sondern kann am Ende sogar noch tolle Preise gewinnen, gesponsort von Betty Bossy, Feinschmecker Olivenöl, Kuhn Rikon, Senseo und Trisa Elektro.


Spätestens jetzt, vier Tage vor dem Fest, sollte sich jeder Gedanken über das Menü am Heiligabend machen.

Mein Zugeständnis in einem vegetarischen Kochblog an den carnivoren Gatten sind die überaus guten Lachspäckchen nach einem Rezept von Küchenbulle Tim Mälzer. Im Original wird frisches Koriandergrün verwendet, welches ich durch allerdings Dill ersetze, da Koriandergrün eines der wenigen Kräutlein ist, mit dessen Geschmack ich mich auch nach Jahren noch nicht anfreunden kann.

5 kleine Tomaten
2 Passionsfrüchte
Olivenöl

Salz
Pfeffer
Zucker

1 EL Himbeer-Balsamico
Dill

1 reife Avocado
2 Blätter Lauch
250g Lachsfilet

Die Tomaten kreuzweise einritzen und mit kochendem Wasser übergießen. Anschließend häuten und in kleine Würfel schneiden.

Den Lauch putzen und von der Stange 2 größere Blätter lösen. Diese in kochendem Salzwasser ungefähr 1 Minute blanchieren.

Die Passionsfrüchte halbieren und mit einem Löffel aushöhlen. In einer Schüssel mit den Tomatenwürfeln mischen und mit Salz, Zucker, dem Essig und 3 EL Olivenöl mischen. Einen Zweig Dill fein hacken und untermischen.

Das Lachsfilet in 2 gleich große Stücke schneiden und mit Salz und Pfeffer würzen.

Jedes Lachsfilet mit einem Lauchblatt fest umwickeln und auf der Nahtseite absetzen.

Die Avocado vorsichtig schälen, den Kern entfernen und halbieren. Auf der Unterseite gegebenenfalls etwas abflachen, damit sie besser auf dem Teller aufliegt.

In einer Pfanne Olivenöl erhitzen und die Lachsfilets zuerst auf der Nahtseite 1 Minute anbraten. Dann auch auf den anderen Seiten jeweils 1 Minute braten.

Die Tomaten-Passionsfrucht-Salsa auf einem Teller anrichten, die Avocado-Hälfte und ein Stück Lachs darauf legen und sofort servieren.

Wir hatten dazu Gratin Dauphinois nach Roberts Rezept. (Übrigens wirklich SEHR empfehlenswert)

18
Dez
09

Gratin, Schweizer Art

Ich mag die Schweiz und die Schweizer. Die Schweizer sind ein lustiges Völkchen.

Zum Beispiel haben sie eine lustige Sprache. Zum Frühstück sagt der Schweizer Morgenessen, das zweite Frühstück ist dann aber ein Z’nüni. Der Fussgänger läuft auf dem Trottoir, die Hände wäscht man sich im Lavabo und wer ein Müsli bestellt, bekommt eine kleine Maus serviert und kein Müesli. Der Schweizer parkiert und grilliert, wo unsereins nur parkt und grillt und Spargel bekommt im Plural noch ein n und wird zu Spargeln. Das alles ist nur das Äquivalent zu Hochdeutsch, spricht der Schweizer Schwiizertüütsch wird’s ganz schwer zu verstehen.

Aber nicht nur deswegen sind die Schweizer ein lustiges Völkchen, sondern auch wegen ihrer spaßigen Maßeinheit Deziliter, die in deutschen Milliliter-Küchen für Verwirrung sorgt.

In dem nicht ganz unbekannten Kochblog eines Schweizer Hobbykochs fiel unser begieriger Blick auf ein Kartoffelgratin, dass wir als Beilage wählten. Ich habe mich schon etwas gewundert über Unmengen von verwendeter Sahne, aber deswegen wählte der Schweizer sicher Halbrahm…

Rasch aufgeschrieben und eingekauft, nachgekocht und sehr gefreut.

Geschmacklich eine Offenbarung, von der Konsistenz her etwas flüssig. Ach was.

Hier das Originalrezept von Robert:

Beilage für 2 Personen
300 g festkochende Kartoffeln, gute Kartoffeln versteht sich (könnten ein bißchen mehr gewesen sein)
0.5 dl Halbrahm 25% Fett Wir hatten (unglaubliche) 500 ml Sahne (statt 50ml)
1.5 dl Milch und etwas mehr zum nachfüllen (In aller Inkonsequenz habe ich hier nicht 1,5 Liter genommen, sonder 150 ml)
2 Elf.
Sbrinz Parmesan frisch gerieben
1 Knoblauchzehe gepresst
1/2 Tlf. Salz, Pfeffer, Muskatnuss
Butter zum ausbuttern der Form

Zubereitung
(1) 1.5 dl Milch, den Rahm, die Gewürze mit dem gepressten Knoblauch in eine
beschichtete, grosse Bratfanne Topf vorlegen und leicht erwärmen, bis der Käse gelöst ist.
(2) Kartoffeln auf dem Gemüseschneider in 2 mm feine, gleichmässige Scheiben direkt in die Flüssigkeit in der Bratpfanne schneiden. Die Kartoffeln mit der Flüssigkeit mischen, so dass jede Kartoffelscheibe benetzt wird. (Benetzen ist gut, eigentlich konnte sich keine einzige Scheibe über Flüssigkeitsmangel beklagen)
(3) Die Kartoffelmischung aufkochen und bedeckt 5 Minuten sanft köcheln lassen.
(4) Flache Gratinform ausbuttern. Die vorgekochte Kartoffelmischung einfüllen, mit wenig Milch bis zur obersten Schicht der Kartoffeln auffüllen. (war nicht nötig)
(5) Im auf 180°C (U/O-Hitze, Schiene 1) vorgeheizten Ofen 30-35 Minuten backen.

Gemerkt habe ich das ganze übrigens erst, als wir dieses Gratin nochmal machen wollten, diesmal für 4 Personen und ich dachte so vor mich hin, dass ich einen ganzen Liter Sahne (also 2 x 0.5 dl) nun doch wirklich für übertrieben viel halten würde.

Dann hat’s erst *klick* gemacht bei mir.

Manchmal brauche ich ja etwas länger. Sicherheitshalber musste Google nochmal bemüht werden und da war klar, dass 0.5 dl dann doch nur 50 ml sind…

Die Schweizer sind ein lustiges Völkchen und darauf trinke ich erstmal 1.5 dl Rotwein. Viva.

Und zum Üben gibt’s noch etwas Plüsch auf die Ohren:

Ach ja, die Pflicht, sich im Auto anzuschnallen, heisst Gurtenobligatorium.


17
Dez
09

Bratapfel

Gibt es ein typischeres Winter-Dessert als Bratapfel (außer Glühwein ;)) ? Finde ich nicht.

Und obendrein überzeugt Bratapfel durch schlichte, einfache Rezeptur und unnachahmlich guten Geschmack – so bratapfelig warm, zimtig und marzipanig mit leichter Rum-Note (oder Whisky wie bei unserem hier)

Blog-Event LII - Soulfood - Futter für die Seele (Einsendeschluss 15. Januar 2010)3 Äpfel (wir hatten Boskop)

75g Marzipan

kleine Handvoll Walnus-Kerne, fein gehackt

ein paar Rosinen

4 cl schottischen Whisky

etwas Zimt

75ml Wasser / 75 ml Rotwein

Den Backofen auf 180° vorheizen.

Die Äpfel entkernen, das geht am besten mit einem Kerngehäuseausstecher.

Marzipan, Nüsse, Rosinen, Zimt und Whisky zu einer Masse vermischen und die Äpfel damit füllen. In eine kleine Auflaufform setzen und mit dem Wasser-Wein-Gemisch angießen.

Im Ofen ca. 30 – 40 Minuten backen, bis die Schale leicht aufplatzt.

edit sagt: Hinterher kann man auch noch leicht geröstete Mandelplättchen darüber streuen und eine Vanillesauce dazu kredenzen.

Macht glücklich und tut gut.

Comfort-Food par excellence.

Und damit verdientermaßen mein zweiter Beitrag zum Blogevent des Kochtopf, diesmal ausgerichtet von Steph vom Kuriositäten-Laden.

PS: Auf spanisch heißt Bratapfel übrigens Manzana al horno.

PPS: Apropos spanisch: hier läuft gerade die Abstimmung zum2ten mediterranen Kochevent Spanien“ von Tobias kocht! Ich würde mich freuen, wenn ihr für mich abstimmt. 🙂

16
Dez
09

Torta di verdure – Gemüsekuchen

Von den diversen Rezepten der letzten Tage lagen hier noch einige Reste herum, die alleine recht wenig, zusammen aber ein gutes Resteessen ergeben. Also rasch einen Mürbeteig geknetet und Steckrübe, Kartoffeln, Zwiebel, Lauch und Erbsen blanchiert, mit einigen Walnuss-Kernen gemischt – ab in den Ofen und nach 30 min hat man ein prima Resteessen, dass auch noch für den nächsten Tag reicht. Dann ist es ein Reste-Resteessen.

Für den Mürbeteig:
250 g Mehl
Salz
2 Eigelb
150g Butter, nicht zu warm
evtl. etwas Wasser

Diese Zutaten rasch zu einem Mürbeteig verarbeiten und diesen 30 min im Kühlschrank ruhen lassen.

Für die Füllung:
2 Stangen Lauch, in Scheiben
4 sehr kleine Kartoffeln, in Scheiben
1/2 Steckrübe, dünn geschnitten
2 Handvoll TK-Erbsen
1 halbe rote Zwiebel
1 kleine Handvoll Walnusskerne, grob gehackt
3 Eier
125ml Sahne
125 ml Milch
Salz, Pfeffer, Muskat

In der Zwischenzeit das Gemüsek urz vorblanchieren und dann abschrecken. Beiseite stellen und etwas erkalten lassen.

Die 3 Eier mit der Sahne, der Milch, Salz, Pfeffer und einer Prise Muskatnuss gut verrühren. Wenn man mag, könnte man dann noch etwas Parmesan frisch gerieben dazu geben.

Den Ofen auf 180 – 200°C vorheizen. Eine Springform ausfetten.

Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und ca. 2-3mm dick ausrollen und in die Form legen, anschließend den Teig mit einer Gabel mehrmals einstechen.

Ein Stück Backpapier auf den Teig legen, mit Erbsen o.ä beschweren und den Teig ca. 15 Minuten „blindbacken“. (Das habe ich mir aber diesmal gespart… )

Nach dem Blindbacken die Form wieder aus dem Ofen nehmen, Erbsen und Backpapier wieder entfernen. (Die Erbsen kann man wieder verwenden)

Dann das Gemüse auf dem Teig verteilen und mit dem Eier-Sahne-Gemisch aufgießen.

Bei 180°-200°C ca. 35-45 Minuten backen.

Dazu gab es Feldsalat mit einem Zitronen-Öl-Dressing.




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