Archiv für Januar 2010

29
Jan
10

Vierbuchstabenessen: Senf, Wels, Reis

Gefunden in Rubys Küche und danach auch im Kleinen Kuriositätenladen, nach intensiverer Recherche dann aber auch in den Archiven von Chili und Chiabatta oder mankannsessen.de zu entdecken, in vielfältigen Varianten und mit zahllosen Beilagen: Senfrisotto.

Als ich es das erste Mal entdeckte, dachte ich sofort an Fisch dazu, eine wunderbare Kombination. Er durfte nicht zu fein sein, deswegen fiel unsere Wahl auf den Wels, ein kräftiger Süßwasserfisch mit festem Fleisch.

Ich bin ja zugebenermaßen senfophil – und dieses Risotto ist für alle, die diese Leidenschaft teilen, der Kracher! Eine Götterspeise für Senfophile.

Der Fisch passte wunderbar, der war lediglich gebraten mit Pfeffer und Salz. Lieblingsrisotto ab jetzt, jawoll.

1 Schalotte
2 EL. Olivenöl
2 TL Senfkörner
175 g Risottoreis
Salz
100 ml Weißwein
~ 0,7 l Gemüsebouillon
1 EL körniger Senf
1 EL. scharfer Senf
1 TL Butter
30g  Parmesan, frisch gerieben
1 EL TK-Petersilie

Die Schalotte sehr fein würfeln und in einem Topf mit etwas Öl glasig braten.

Dann die Senfkörner hinzugeben und kurz mit anbraten. Den Reis ebenfalls hinzufügen, kurz unter rühren glasig werden lassen und mit dem Weißwein ablöschen.

Den Wein verdunsten lassen und ab dann schöpflöffelweise Gemüsebouillon dazugießen und rühren. Die Hitze reduzieren und bei mittlerer Hitze den Reis rührend köcheln lassen.

Die verdunstete Flüssigkeit so lange immer wieder ersetzen, bis der Reis gar ist.

Den Senf hinzugeben und unterrühren, anschließend die Butter, den geriebenen Parmesan und die Petersilie dazu geben und vorsichtig vermischen.

Den (oder das?) Risotto mit geschlossenem Deckel 2 – 3 Minuten ruhen lassen.

Also, ich kann mich immer noch, beim Schreiben dieses Artikels darüber freuen, was für ein wunderbares Essen das war. Eine absolute ***-Empfehlung von mir, das nachzumachen!

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!


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28
Jan
10

Suppe von Grundbirnen und Wurzeln

Weiter geht’s mit Orange ohne Orangen, sondern Grundbirnen und Wurzeln, zwei alten Begriffen für Kartoffeln und Karotten. Die Idee war, die Karotten zu kochen, zusammen mit dem Zitronengras und anschließend zu pürieren. Damit das schöne Orange erhalten bleibt, wollte ich die Kartoffeln nicht mit pürieren.

Also habe die geschälten Kartoffeln geraspelt, um sie so in die Möhrensuppe zu geben. Das hat den Vorteil, dass die Suppe noch „Biss“ hat. Die Kartoffeln habe ich dann ganz zum Schluss dazu gegeben und nur noch 3 Minuten in der heißen Suppe ziehen lassen.

7 Karotten
7 Kartoffeln
3 Stück Zitronengras
2 Knoblauchzehen
1 kleine Zwiebel
2 Chillis, getrocknet
1 kleines Stück Ingwer
1 EL TK-Petersilie, gehackt
Kurkuma
Ziegenjoghurt, Walnüsse

Die Zwiebel schälen, in Würfel schneiden und in etwas Öl anbraten.

Die Karotten schälen, zerstückeln und zu der Zwiebel geben, etwas anrösten und mit Wasser ablöschen.

Salz, Pfeffer, etwas Kurkuma, die längs geschlitzten Zitronengräser, 2 Chillis, Knoblauchzehen und ein kleingeschnittenes Stück Ingwer dazugeben und garen.

In der Zwischenzeit die Kartoffeln schälen und grob raspeln. In gesalzenem Wasser zwischenlagern, dass sie nicht anlaufen.

Wenn die Karotten pürierbar sind, das Zitronengras entfernen und die Möhren mit dem Pürierstab attackieren.

Die Kartoffeln abgießen, etwas auspressen und zu dem heißen Karottenpüree geben.

Das alles nochmals 3 Minuten ziehen lassen, die TK-Petersilie unterrühren.

Abschmecken mit Salz und servieren mit einem Klecks Ziegenjoghurt (oder Sauerrahm) und ein paar Walnüssen. Darüber frisches Öl – ein feines Essen.

27
Jan
10

Farbe gegen Grau

So lange es draußen noch so aussieht:

…und sich so anfühlt:

…brauche ich Farbe auf dem Teller.

Bei Ellja von 2stepsawayfromparadise fand ich ein farbenfrohes, sehr ansprechendes Essen mit Süßkartoffeln und der Plan, es uns auch zu Hause zu Gemüte zu führen war schnell umgesetzt.

Wir hatten für uns beide:

3 Süßkartoffeln

100g Pflücksalat aus der Gemüsekiste, mit Zitronensaft-Öl-Dressing

Sauerrahm, vermischt mit Salz, Pfeffer und gemahlenem Kreuzkümmel

Tomaten und Paprika (nicht auf dem Foto), im Ofen mitgegrillt

Die Süßkartoffeln wurden mehrfach eingestochen und im Ofen gegart, Tomaten und Paprika dazu und später alles zusammen serviert mit dem Salat und dem Sauerrahm, dazu geröstete Kürbiskerne.

Schnell, gut, bunt. Colour my life.


26
Jan
10

Ist eine Wahnsinnsliste die Liste einer Wahnsinnigen?

Oder wie ist das gemeint?

Vorlagen gab’s von Peppinella und Nathalie, mit der Anfrage, mitzutun. Und jetzt von mir. Und dann seid ihr dran.

1. Ich heiße Päm. Wenn mein Mann streng wird, auch Pamela. Mein Hund heißt Häppy. Zusammen sind wir das Ä-Team.
2. Ich bin 1,62 m
groß klein, fast 40 und neige latent zu Übergewicht. In Italien nannte ein sehr alter Mann mich mal „Freundliches Pummelchen“. Das trifft es wohl.
3. Meistens jedenfalls. Ich meine das „freundlich“. Pummelchen immer.
4. Ich war mal verliebt in Klaus Kinski. Ist aber lange her. Und stimmt wirklich.
5. Danach in Limahl. Irgendwie auch peinlich.
6. Herrn Mestolo kenne ich, seit ich 21 bin. Zu der Zeit war ich aber weder in Klaus Kinski noch in Limahl verliebt.
7. Ich esse längst nicht alles. Aber sehr vieles. Kein Fleisch. Aber Fisch. Ich bin also Pseudo-Vegetarier.
8. Ich mag kohlensäurefreies Wasser.
9. Und Rotwein. Und Schwarztee. Und manchmal Cola. Dann aber Light. Kaffee trinke ich auch.
10. Den mahlen wir selbst. Also Herr Mestolo.
11. Ich liebe Eierlikör.
12. Ohne Brille bin ich blind wie ein Maulwurf. Wie ein blinder Maulwurf. Mit Augenbinde.
13. Ich höre immer wieder auf zu rauchen.
14. Mehrmals im Jahr, mehr oder weniger erfolgreich.
15. Ich bin evangelisch, aber tolerant allen anderen Religionen gegenüber.
16. Herr Mestolo ist katholisch.
17. Meine Hände sind klein. Nachdem ich sehr viel abgenommen habe, musste mein Ehering 3 Nummern kleiner gemacht werden.

18. Ich hatte noch nie lange Fingernägel. Und noch nie lange Haare.
19. Eine historische Person, die ich gerne kennen gelernt hätte, ist Albert Camus (ist der schon historisch?)
20. Ich kann aber eh kein Französisch.
21. Das mit Klaus Kinski erzähle ich sehr selten, die Leute gucken dann immer komisch.
22. Heute schaue ich mir immer noch gerne Joaquin Phoenix an. Und schmelze dahin bei Robbie Williams.
23. Ich mag Umbrien. Und die Toskana. Griechenland auch. Oder Baltrum. Aber auch Neuss. Und Düsseldorf. Köln kenne ich nicht.
24. Doch, ich kenne Köln. Mein Herz schlägt aber für Düsseldorf. Auch von dä schäl Sick aus.
24a. Ich hab nix gegen Köln. Das gehört nur so.

24b. Aber der schönste Ort der Welt ist Campo Grande.
25. In Rom war ich noch nie.
26. Mir fällt kein Lieblingsessen ein.
27. Das hätte ich nicht gedacht.
28. Ich hab genau zwei Handtaschen. Unikate. Eine aus einer Schweizer Armeedecke, die andere aus einem Gobelin, mit röhrendem Hirsch. Beide sind sehr schön. Mehr brauche ich nicht.
29. Ich mag Boots. Und hätte gerne wieder DocMartens. Wie früher.
30. In die Typen der Temperamentenlehre bin ich nicht einsortierbar, finde ich.
31. Herr Mestolo ist vielleicht Phlegmatiker, aber ohne die Ordnungsliebe.
32. Obwohl, er macht immer den Abwasch… Aber sein Büro sieht aus wie Kraut und Rüben.
33. Er ist Schütze und ich Zwillinge, das klappt prima.
34. Tanzen kann ich nicht.
35. Herr Mestolo auch nicht.
36. Dafür singe ich gerne. Aber nicht gut.

37. Herr Mestolo ist Historiker.
38. Ich weiß kostenfreie Vorträge über Themen aller geschichtlichen Epochen nicht immer zu schätzen.
39. Ich fahre MINI und liebe es.
40. Mehr fällt mir nicht ein.

Morgen wird wieder gekocht. Was Buntes.


25
Jan
10

Jota Triestina

Auf der Suche nach Rezepten mit J hat Franz von einfachkoestlich.de mich auf Jota Triestina von ihm und von Genussmousse aufmerksam gemacht. Passt prima – auch in die Jahreszeit und die Zutaten hatte ich irgendwie auch alle da, oder jedenfalls so ähnlich. Jota Triestina ist einfach zuzubereiten und schmeckt auch prima am nächsten Tag aufgewärmt. Den empfohlenen Pancetta haben wir ersatzlos gestrichen.

175g getrocknete Schwarzaugen-Bohnen, über Nacht eingeweicht
500g Sauerkraut, das gute Neusser
5 Kartoffeln

1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
3 Lorbeerblätter

5 Wacholderbeeren
Salz, Pfeffer
Olivenöl

Die eingeweichten Bohnen mit den Lorbeerblättern weichkochen. Die Hälfte der Bohnen wird wohl üblicherweise püriert, das haben wir nicht gemacht.

Die Kartoffeln schälen und in grobe Würfel schneiden

Die Zwiebel fein hacken und in etwas Olivenöl anschwitzen.

Den feingehackten Knoblauch dazu, kurz braten und noch bevor er braun wird, das Sauerkraut dazugeben.

Mit Wasser aufgießen, die Wacholderbeeren dazu geben und rund 20 Minuten köcheln.

Danach das Sauerkraut, die Kartoffeln und die Bohnen zusammengeben, gut mischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Genussmousse empfiehlt dann, den Jota mindestens zwei Stunden ruhen zu lassen und dann aufgewärmt zu essen. Wir hatten dazu keine Zeit, weil wir erst abends kochen, aber es schmeckte auch frisch sehr gut. Wenn man die Suppe wieder aufwärmt, sollte sie nicht mehr kochen.

In Teller (übrigens Repliken antiken römischen Geschirrs aus Xanten) füllen und mit einem Faden frischem Olivenöl genießen.

Nicht aus Triest, aber immerhin Norditaliener, Gianmaria Testa:

22
Jan
10

Indische Woche: Gedämpfter Kokospudding

Zum Abschluss der indischen Woche im Hause Mestolo gehört natürlich nach allen anderen Gängen das Dessert.

Gelernt bei dem Kochkurs haben wir, dass indische Desserts unglaublich süß sind und wir würden eine eingedeutsche – weniger süße – Variante des Kokospuddings zubereiten. Dennoch ist dieses Dessert immer noch recht süß.

Allen nicht so großen Fans der indischen Küche sei gesagt, dass es hier nächste Woche wieder gänzlich unindisch zugehen wird…

Für den Pudding (4 Personen)
4 kleine Eier
290ml Kokosmilch
240g Palmzucker (alternativ: brauner Zucker)
1 Prise Salz

Den Ofen auf 150° vorheizen.

Die Eier mit der Kokosmilch, dem Palmzucker und der Prise verrühren.

Die Masse in vier Förmchen füllen.

Die Förmchen dann in ein tiefes Backblech oder eine Auflaufform stellen.

Mit so viel heißem Wasser auffüllen, dass die Förmchen bis etwa einem Zentimenter unter dem Rand im Wasser stehen.

Im Backofen dann ca. 60 min garen lassen.

Kokoscreme:
90 ml Kokosmilch
2 – 3 EL Reismehl (wir hatten dafür Reis im Mörser zermahlen)
1 EL Zucker

4 TL Kokosschnitzel

Kokosmilch, Reismehl und Zucker verrühren und in einem Topf aufkochen.

Dann ca. 3 min köcheln lassen, bis die Masse eingedickt ist.

Die Kokoscreme auf dem Pudding verteilen.

Die Kokosschnitzel in einer Pfanne anrösten und damit den Pudding garnieren.

Ich wünsche Euch allen ein schönes Wochenende! फिर मिलेंगे

Quelle: Kochkurs „Indisch vegetarisch“ bei Anu Hey, Frank Petzchen Kochbücher & Kochseminare

21
Jan
10

Indische Woche: Malai Kofta

Malai Kofta sind Kartoffelbällchen, mit einer sehr aromatischen Füllung und in einer würzigen Sauce. Ich fand sie köstlich, da ich den Geschmack von Kreuzkümmel sehr liebe.

750g Kartoffeln
5 Cashewkerne, fein gehackt
1 EL Rosinen
2 Chilis, grün, fein gehackt
1/2 TL Zucker
je 1 TL Koriander-, Kreuzkümmel- und Chilipulver
1/2 TL Kardamompulver
Salz
4 EL Ricotta, abgetropft
Öl zum Fritieren

Für die Sauce:
2 Zwiebeln, sehr fein gehackt
3 Knoblauchzehen, gepresst
3 cm Ingwer, gerieben
3 Tomaten, gepellt, entkernt und fein gehackt
1 TL Chilipulver
je 1/2 TL Garam Masala, Kreuzkümmel- und Korianderpulver
2 TL Mohnsamenpaste
1/2 TL Zucker
1 EL Cashewkerne, fein gehackt
4 EL Creme-Double
Ghee (oder Öl)

Die Kartoffeln waschen und kochen. Danach schälen, stampfen bzw. durch die Kartoffelpresse schicken, salzen und abkühlen lassen.

Aus den anderen Zutaten die Füllung mischen.

Dann aus dem Kartoffelteig kleine Kreise formen und in jeden etwas von der Füllung in die Mitte setzen. Kleine Bällchen formen, gut verschließen.

Diese nun in heißem Fett ausbacken und im Ofen warmhalten. (Oder die Sauce vorher kochen)

Für die Sauce die fein gehackten Zwiebeln in etwas Ghee goldgelb anbraten. Dann Ingwer, Knoblauch und die Mohnpaste nacheinander dazu geben und anbraten.

Tomaten und alle anderen Gewürze hinzu fügen und langsam anbraten.

Anschließend Zucker, Cashews und die Creme-Double unterrühren und so lange auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis die Sauce eindickt.

Auf einem Teller mit den Koftas anrichten und servieren.

Dazu gab es den Reispilaw von gestern und frittierte Blumenkohlröschen mit Gemüse.

Dafür wurden Blumenkohlröschen in einem Teig getunkt und ebenfalls in heißem Öl ausgebacken.

Für die Sauce wurde Paprika längs geschnitten und mit Essig, Soyasauce und Ketchup aufgekocht zu einer süß-säuerlichen Sauce. Absolut unfotogen, aber schmackhaft und passte gut zum Menü. Vor allem die Gemüsesauce mochte ich wohl, die frittierten Blumenkohlteile waren auch gut, aber die muss ich nicht unbedingt haben.

Quelle: Kochkurs „Indisch vegetarisch“ bei Anu Hey, Frank Petzchen Kochbücher & Kochseminare




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