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Gebratene Jakobsmuscheln mit Rote Bete-Risotto und Kräutercreme

Der Weihnachtsmann hat mir noch mehr Bücher gebracht.

Eines ist von Jan Weiler, dessen Buch Maria, ihm schmeckt’s nicht mich Anfang letzten Jahres sehr begeistert hat. Es dürfte hinlänglich bekannt sein, Jan Weiler beschreibt darin äußerst amüsant und mit viel Liebe zu italienischen Eigenheiten die Erlebnisse mit seiner italienischen Sippe, allen voran seinem Schwiegervater Antonio Marcipane. Mittlerweile gibt es das auch als Film, den kenne ich allerdings noch nicht.

Zurück zum Weihnachtsmann. Der brachte mir nun also ein Buch von eben diesen Jan Weiler und es heißt: Das Marcipane Kochbuch und in Zusammenarbeit mit dem Koch Corbinian Kohn entstanden. Jan Weiler und Corbinian Kohn führen am Starnberger See die Vinoteca Marcipane.

Im Buch wechseln sich gute Rezepte und unterhaltsame Kurzgeschichten ab, das bleibt wohl nicht aus, wenn sich ein Koch und ein Schriftsteller zuammen tun. Begleitet von schönen Fotos. Die Rezepte sind gut, gut beschrieben und ansprechend präsentiert. Lange Rede, kurzer Sinn: mit nachfolgendem Rezept möchte ich mich am Dauerkochevent DKduW von Foodfreak beteiligen.

Hier also nun das Rezept.  Im Kochbuch standen die Mengenangaben für 4 Personen, hier runter gerechnet auf 2 Esser.

Für die Rote Bete:
1/4 l Gemüsebouillon
1/8 l Rotwein
1 kleine Rote Bete, geschält
etwas Aceto Balsamico
1 Thymianzweig

Für die Kräutercreme:
1 kleiner Becher Crème fraîche
1 Spritzer Zitronensaft
1 Prise Zucker
100 g frische Kräuter, gehackt (Petersilie, Schnittlauch, Thymian)

Für den Risotto:
500ml Gemüsebouillon
2 EL Olivenöl
1 kleine Schalotte
125 g Risottoreis (Carnaroli)
125ml Weißwein
Staudensellerie (mag ich nicht)
10 6 Jakobsmuscheln
etwas Mehl
3 EL Butter
50g Parmesan, frisch gerieben
Salz, Pfeffer

ZUBEREITUNG

1. Schritt: Zubereitung der Roten Bete
Gemüsebouillon, Rotwein und Balsamico sprudelnd aufkochen und den Thymian und die Rote Bete dazu geben.

Die Bete gar kochen, herausnehmen, abkühlen lassen und in kleine Würfel schneiden.

2. Schritt: Zubereitung der Kräutercreme
Alle Zutaten cremig miteinander verrühren und kühl stellen.

3. Schritt: Vorbereitung des Risotto
Gemüsebrühe in einem Topf zum Kochen bringen und am Köcheln halten.
In einem anderen Topf das Olivenöl bei mittlerer Temperatur erhitzen und darin die gewürfelte Schalotte weich schwitzen, ohne das diese Farbe annimmt.

4. Schritt: Zubereitung des Risotto
Den reis einstreuen und die Temperatur höher schalten. Ab jetzt heißt es immer wieder rühren.
Nach 1 Minute sollte der Reis etwas glasig geworden sein.
Den Weißwein dazugießen und rühren, bis der Alkohol verflogen ist.

5. Schritt: Risotto fertigstellen
Die Temperatur reduzieren, eine Schöpfkelle Gemüsebouillon und eine Prise Salz zum Reis geben und rühren. Der Reis sollte nur leicht blubbern.

Sobald die Bouillon vom reis aufgesogen ist, den Vorgang wiederholen.

Immer wieder rühren. Nach 15 – 20 min sollte der Reis gar sein. Also weich, aber noch mit Biss.

6. Schritt: Vorbereitung der Jakobsmuscheln
Die Jakobsmuscheln in Mehl wenden und anschließend vorsichtig abklopfen, so das diese von einer dünnen Mehlschicht umhüllt sind.

7. Schritt: Risotto ruhen lassen
Risottotopf vom Herd nehmen, Butter, Parmesan und Rote Bete-Würfel vorsichtig unterheben und mit geschlossenem Deckel 3 min ziehen lassen.

8. Schritt: Zubereitung der Jakobsmuscheln
Während der Risotto-Ruhezeit in einer beschichteten Pfanne eine Mischung aus Öl und Butter erhitzen und die Jakobsmuscheln darin von jeder Seite 1 – 2 min braten.

Die Muscheln sollen nur Farbe annehmen und innen noch glasig sein.

9. Schritt: Servieren
Den Risotto auf den Tellern verteilen, die Jakobsmuscheln darauf anrichten und alles mit der Kräutercreme beträufeln.

Quelle: Jan Weiler, Corbinian Kohn „Das Marcipane Kochbuch“, Gräfe und Unzer, ISBN-10: 3833813962

Fazit: Das Rezept ist einfach und gut beschrieben und war dementsprechend nachvollziehbar nachkochbar. Die Geschichten im Buch sind unterhaltsam und kurzweilig, im Stil Jan Weilers. Die Bilder sind hübsch und im allgemeinen vereinen die Rezepte oft exotischeres mit heimischen Produkten. Mir gefällt das Buch sehr gut.

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10 Responses to “Gebratene Jakobsmuscheln mit Rote Bete-Risotto und Kräutercreme”


  1. 14. Januar 2010 um 07:33

    ich würde die Jacobsmuscheln nicht einmehlen, zu pampig, die werden auch schön braun und kross aussen, wenn man die in eine sehr heisse Pfanne gibt und dann scharf anbrät.

    • 14. Januar 2010 um 07:40

      Pampig waren die jetzt gar nicht. Aber ich werde es testen beim nächsten Mal, für’s erste Mal Jakobsmuschelnbraten in meinem Leben wollte ich mich ans rezept halten 🙂

  2. 14. Januar 2010 um 10:58

    sind die Geschichten frei erfunden oder lebt er tatsächlich in einer italienischen Sippe ?

    • 14. Januar 2010 um 12:44

      Sein Schwiegervater ist Italiener und seine Schwiegermutter wohl Deutsche. Das Buch „Maria, ihm schmeckt’s nicht“ kann ich vorbehaltlos empfehlen, es ist sehr gut, witzig und sehr liebevoll.

  3. 14. Januar 2010 um 11:46

    Interessante Kombination, werd ich ausprobieren. Das Buch hatte ich auch schon in den Fingern, hab´s dann aber stehengelassen. Ich glaub, ich schau´s mir noch mal an…

  4. 6 Eva
    14. Januar 2010 um 14:40

    Ich nehm den Risotto (noch nie mit Roten Bete gemacht) und überlasse die Jakobsmuscheln euch. 🙂

  5. 7 Petra
    19. Januar 2010 um 10:34

    Hi Päm,

    wie ist die Konsistenz der Jakobsmuscheln?
    Ich habe sie nach Weihnachten in einem Bremerhavener Restaurant erstmalig gegessen und war bitter enttäuscht.
    Vielleicht waren die falsch zubereitet?

    Viele Grüße
    Petra

    • 19. Januar 2010 um 10:38

      Hallo Petra,
      die Konsistenz war relativ zart, aber nicht wabbelig. Jakobsmuscheln dürfen wirklich nur kurz gebraten werden, da sie sonst schnell gummiartig werden und an Geschmack verlieren.
      Ich habe nicht allzu viel Vergleichsmöglichkeiten, wir hatten sie da zum ersten Mal selber gemacht, aber ich fand sie sehr gut und geschmacklich hervorragend. Ich hatte sie nach Anleitung gebraten, sie waren innen noch leicht glasig.
      Wie waren die im Restaurant?

  6. 9 Petra
    20. Januar 2010 um 08:39

    Moin Päm,

    die waren wabbelig und für mich sehr unangenehm im Mund.
    Ich werde sie mal zeitnah einkaufen und selbst zubereiten.
    Versuch mach kluch…..

    VG
    Petra


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