Archiv für 15. Januar 2010

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Kochkurs bei „Frank Petzchen – Kochbücher & Kochseminare“


Wie so oft gerät man beim Surfen über diverse Kochblogs von hier nach da, von Hölzchen auf Stöckchen und dann wie auch immer auf Valentinas Kochbuch und dort auf eine PDF-Datei mit verschiedenen Kochbuchhandlungen.

Unter anderem eben die Kochbuchhandlung von Frank Petzchen, in der auch Kochseminare angeboten werden.

Gelesen und gebucht waren quasi eins, für uns kam nicht allzu viel in Frage, aber wir haben den Kurs „Indisch vegetarisch“ gefunden. Sushi tät mir wohl noch gefallen, das ist aber erst wieder in den Osterferien…

Wir waren insgesamt neun Teilnehmer (von möglichen 10), eine Köchin und ein sogenannter Smutje – ein hilfreicher Mensch, der alle anfallenden, nicht ganz so angenehmen Küchenarbeiten wie Aufräumen, Spülen und Putzen erledigt.

Der gesamte Kurs war über vier Stunden angesetzt. Im Preis von 75€ p.P. sind neben den Speisen alle Getränke wie Prosecco, ein Weiß- und ein Rotwein zur Auswahl, Wasser, Kaffeespezialitäten sowie eine Auswahl an Digestifs nach dem Essen inklusive. Außerdem bekommt man naürlich die Rezeptesammlung mit nach Hause.

Wir wurden sehr freundlich von unserer Küchenchefin Anu Hey begrüßt, die aus Indien stammt und seit 1970 in Deutschland wohnt.

Unsere überaus sympathische Smutje Anke übernahm die Einführung und Einweisung in die Küche und dann ging es los.

Geplant waren sechs indische Gerichte, Vorspeisen, Hauptgerichte und ein Dessert. Fünf davon wurden unter den Teilnehmern ausgelost, so dass man nicht zwingend mit seinem begleitenden Partner zusammen kochte – aber durchaus auch tauschen konnte, wenn man das dann doch wollte.

Wir wollten nicht und so sah sich Herr Mestolo für das Dessert verantwortlich und meine Mitstreiterin und ich für eins der Hauptgerichte. Die Vorspeise lief so by the way, da hat jeder mitgeholfen.

Folgendes wurde dann in Zweierteams gekocht:

  • Tomaten-Chutney auf Pappadums
  • Rasam – Suppe mit roten Linsen
  • Kubuli – Reispilaw
  • Frittierte Blumenkohlröschen in pikanter Sauce
  • Malai Kofta – Gefüllte Kartoffelbällchen
  • Gedämpfter Kokospudding

Die Küche in der Benrather Straße ist recht klein, aber mit bis zu 12 Köchen gerade ausreichend – mehr würden sicher nicht mehr passen.

Es gibt genügend Arbeitsflächen und Utensilien, die Küche ist gut ausgestattet mit qualitativ hochwertigen Gerätschaften.

Der Einkauf für das Seminar war natürlich schon getätigt und auch das sehr gut. Bis auf ein oder zwei Ausnahmen waren es alles Dinge, die ich auch kaufen würde – fast durchgehend frische Ware und keine Fertigprodukte.

Auch waren es keine Billigdiscounterprodukte oder jedenfalls als solche nicht erkennbar.

Nach Verlosung der Essen und Ausstattung mit Küchenschürzen ging es also los. Die Teams suchten sich nach Rezept ihre Zutaten heraus, es wurde das Mis en place vorbereitet.

Anu stand als Ansprechpartnerin zur Verfügung, half mit kleinen Handgriffen, beantwortete geduldig Fragen.

Smutje Anke wuselte unaufdringlich um uns herum, räumte auf und weg, spülte, sorgte für Getränkenachschub und war einfach eine wirkliche Hilfe.

Angefangen haben wir mit den Pappadums, gegessen wurde möglichst gemeinsam, aber das dann erst bei den Hauptgerichten, da die Zubereitung der einzelnen Gerichte eben verschieden lange dauerte.

Der Tisch war sehr ansprechend gedeckt, nicht zuviel, aber doch festlich.

Geschirr wegbringen und neu eindecken ging Hand in Hand mit Anke, auch die Teilnehmer haben geholfen, die Atmosphäre war gelassen und locker.

Es hat uns sehr gut gefallen, vor allem Herr Mestolo hatte wirklich große Freude. Auch ich fand es sehr gut, und habe mich darüber gefreut, dass ich Fotos machen durfte.

Die Auswahl der zu kochenden Gerichte war recht gut gewählt, vom Aufwand und von der Schärfe her. Sie sind leicht auch zu Hause nachkochbar, ohne dass man sich ein riesige Ausstattung an indischen Spezialzutaten anschaffen muss.

Wir haben auch verschiedene Sachen nicht fertig verwendet, sondern selbst hergestellt, wie Ghee oder Ingwer-Knoblauch-Paste, was mir persönlich natürlich auch sehr gut gefallen hat.

Von Anu gab es jede Menge Anekdoten und Hintergrundwissen, es hat eben alles zu guter Stimmung beigetragen und zu einer Atmosphäre, in der man sich wohlgefühlt hat.

Die einzelnen Gerichte werde ich hier in den nächsten Tagen verbloggen.

Ich bin jetzt übrigens auch mit Koriandergrün ausgesöhnt, eine angenehme Begleiterscheinung des Abends.

Diese Kochschule haben wir sicher nicht das letzte Mal besucht, Anke sagte auch, dass im Sommer die Auswahl an vegetarischen Kursen größer sei.

Wer in netter Atmosphäre recht zwanglos lernen möchte, ein paar einfache, aber gute Sachen zu kochen, dem sei das Kochseminar „Indisch vegetarisch“ zu empfehlen.

Die Auswahl an Seminaren ist groß, wenn man nicht ganz so eingeschränkt ist wie ich… Und wie gesagt, Sushi tät mir noch gefallen und werde ich sicher bei Gelegenheit auch mit Herrn Mestolo nochmal besuchen.

Euch allen ein schönes Wochenende!!

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