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Pangasius in Altbier

Altbier kann man nicht nur prima besingen (siehe unten) und trinken (siehe Altstadt), sondern sogar damit kochen (siehe hier). Ein durchaus vielseitiges Getränk also.

Fisch, Bier und Senf passt gut zusammen, Bier auf dem Teller und im Glas darf man durchaus als gelungen bezeichnen.

50 g Butter
Salz
Pfeffer
2 Pangasiusfilets (aus Bio-Zucht, nähere Infos unten)
250 ml
Uerige
2 EL Honig
100 ml Sahne
1 EL Senf

Das Altbier in einem Topf aufkochen und 2 EL Honig einrühren. Das Ganze dann auf etwa ein Drittel einkochen lassen.

Dann mit der Sahne aufgießen, salzen und pfeffern und die Butter Stück für Stück dazugeben und weiterrühren. Den Senf unterrühren. Pfeffern und warm stellen.

Die Fischfilets waschen und mit Küchenpapier abtrocknen, dann von beiden Seiten salzen und pfeffern.

In etwas heißen Öl auf beiden Seiten braten.

Zum Anrichten jeweils ein Stück Filet auf einen Teller legen und die Sauce mit dazu geben.

Die Sauce schmeckt leicht süßlich, deswegen hatte ich den erst nicht vorgesehenen Senf hinzu gefügt, damit wurde sie ausgeglichener im Geschmack. Der Biergeschmack ist dezent vorhanden und die Sauce passte sehr gut zum Gesamtensemble.

Die Pastinakenscheiben habe ich kurz in Öl in der Pfanne frittiert und sollten lediglich Dekozwecken dienen.

Dazu gab es ein Wurzelgemüse-Gratin, bestehend aus je einer Pastinake, Karotte, Mairübe und Batate. Diese in dünnen Scheiben gehobelt und in einem Topf mit etwas Milch, Sahne und Parmesan ca. 2 min geköchelt. Anschließend in einer Auflaufform für ca. 20 min bei 180° in den Ofen.

Edit sagt, ich sollte Euch noch die Fisch-Einkaufsratgeber von Greenpeace und vom WWF verlinken, nachdem wir uns auch bei unseren Fischkäufen richten.

Und jetzt noch das Altbierlied:

Jeder Mensch, der liebt nunmal
stolz sein Heimatland.
Darum lieben wir – ganz klar –
unsern rhein’schen Strand!
Wo der alte Schloßturm steht,
da sind wir zu Haus!
Weil es ohne Bier nicht geht,
rufen wir ganz schnell heraus:

Refrain:
Ja, sind wir im Wald hier,
wo bleibt unser Altbier?
Wir haben in Düsseldorf die längste Theke der Welt! Ja ja, ja ja.
Ja, sind wir im Wald hier,
wo bleibt unser Altbier?
Wo ist denn der Held, der mit seinem Geld die Runde bestellt?
Wo ist denn der Held, der mit seinem Geld die Runde bestellt?

Machen wir ’ne Herrentour
an die schöne Ahr,
trinken wir Burgunder nur,
das ist sonnenklar!

Spätestens um Mitternacht
ist die Sehnsucht groß,
nach dem Glas vom Altbier-Faß,
und der ganze Verein singt dann los…

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8 Responses to “Pangasius in Altbier”


  1. 24. Februar 2010 um 10:36

    Lecker. Geht das auch mit Kölsch? 🙂

  2. 24. Februar 2010 um 10:40

    Das isses! Mein Menne mag leider keinen Fisch, was ich so gar nicht verstehe, da er z.B. Meeresfrüchte ohne mit der Wimper zu zucken vertilgt. ABER: Mit Bier könnte ich ihm den Fisch vielleicht ein bisschen schmackhaft machen ;-). Danke für´s Rezept!

  3. 24. Februar 2010 um 11:21

    Interessante Soße, mach ich auch mal – mit Pils!

  4. 24. Februar 2010 um 23:23

    Nach Altbier muss ich mal Ausschau halten. Die Sauce scheint einfach und schmackhat. Das gefällt mir!

  5. 5 Matthias
    25. Februar 2010 um 09:53

    Ein schönes Rezept !
    Aber doch bitte nicht mit Pangasius,
    diesem moderigen Fisch aus dem Mekong, der großindustriell gefischt wird
    und sicher nicht den Ansprüchen von Mestolo nach biologisch und regional erfüllt.
    Das Zeug ist zwar billig, aber nicht preiswert.
    Der Fischhändler Ihres Vertrauens kennt sicher eine Alternative,
    die einen weniger weiten Weg hinter sich hat und besser schmeckt.

    Die Verwendung von Pastinaken dürfen ruhig zu mehr als Deko dienen.
    Dann lohnt sich auch das Frittieren.

    • 25. Februar 2010 um 10:35

      Hallo Matthias,
      gute und vor allem richtige Anmerkung. Dieser Pangasius war jedoch aus Biozucht und ist dann in den Fischratgebern vom WWF („Zurzeit kann mit einer ökologischen Begründung nur Bio-Pangasius als grüne Alternative empfohlen werden.“) und von Greenpeace als vertretbar bzw. erste Wahl empfohlen.
      Wir achten bei Mestolo schon darauf, dass wir unseren eigenen gesetzten Ansprüchen auch meistens gerecht werden (mit Ausnahmen, wie es auch da steht :)), weisen aber nicht in jedem einzelnen Rezept darauf hin, da wir eigentlich kein Belehr- sondern ein Kochblog betreiben.

      • 7 Matthias
        1. März 2010 um 12:50

        O.K, mit dem Herkunftsnachweis ist das Rezept bzw. der Fisch rehabilitiert,
        auch wenn ich ihn persönlich nicht mag und auch keinen Händler (im Raum Augsburg) kenne, der den Bio-Nachweis für Pangasius erbringen konnte.

        Frohes Kochen weiterhin !

  6. 28. Oktober 2010 um 16:58

    Leider die Altbiersauce erst entdeckt, nachdem ich heute dies hier bloggte:
    http://utecht.wordpress.com/2010/10/28/uerige-molekularkuche/


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