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Feb
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Topinambur-Risotto

Noch vor zwei Jahren war Topinambur allenfalls bei als Ökofreaks verrufenen schrägen Vögeln mit filzigen Haaren und Strickpullovern bekannt und als essbar identifiziert.

Mittlerweile erlebt die Knolle ein kulinarisches Revival und der geneigte Koch findet Topinambur nun häufiger in den Geschäften, wenn auch vorrangig in Bio- und Hofläden. Wikipedia weiß folgendes zu der Knolle:

Topinambur (Helianthus tuberosus), gelegentlich auch Erdbirne (in Südbaden auch Ross-Erdäpfel genannt, weil sie Pferden verfüttert wurden) oder Jerusalem-Artischocke, ist eine Pflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) und zählt zur selben Gattung wie die Sonnenblume (Helianthus annuus). Sie ist eine Nutzpflanze, deren Wurzelknolle primär in der Ernährung genutzt wird.

Der Name Topinambur leitet sich vom Namen des indianischen Stammes Tipinambas ab, der Topinambur mit dem unaussprechlichen Hxiben benannte. Mancherorts in Baden wird Topinambur auch nur als Erdapfel bezeichnet. Weitere Namen für die Topinambur sind: Borbel, Erdartischocke, Erdschocke, Erdsonnenblume, Ewigkeitskartoffel, Indianerknolle, Jerusalemartischocke, Kleine Sonnenblume, Knollensonnenblume, Rosskartoffel, Süßkartoffel oder Zuckerkartoffel. Die Bezeichnung Erdbirne (Erdäpfel) wird in Süddeutschland, Österreich und in der Schweiz auch als Name für die Kartoffel verwendet.

Als Topinambur oder Rossler wird auch der aus der Pflanze hergestellte Branntwein bezeichnet.

An diesem Foto kann man auch gut erkennen, dass Topinambur mit der Sonnenblume verwandt ist. Dieser Topinambur blüht in Umbrien:

Das Rezept habe ich gefunden bei Claus von Nur das gute Zeugs.

200g Risottoreis
300g Topinambur
150 ml Weißwein
1 Schalotte
750 ml Gemüsebouillon
30g Parmesan, gerieben
1 EL Butter
Salz, Pfeffer

Den Topinambur schälen und fein würfeln. In einer Pfanne ordentlich anbraten und zur Seite stellen.

Die Schalotte sehr fein würfeln und in einem Topf mit etwas Öl glasig braten.

Den Reis ebenfalls hinzufügen, kurz unter rühren glasig werden lassen und mit dem Weißwein ablöschen.

Den Wein verdunsten lassen und ab dann schöpflöffelweise Gemüsebouillon dazugießen und rühren. Die Hitze reduzieren und bei mittlerer Hitze den Reis rührend köcheln lassen.

Die verdunstete Flüssigkeit so lange immer wieder ersetzen, bis der Reis gar ist.

Die Hälfte der gerösteten Topinamburwürfel unterheben.

Anschließend die Butter und den geriebenen Parmesan dazu geben und vorsichtig vermischen.

Das Risotto mit geschlossenem Deckel 2 – 3 Minuten ruhen lassen.

Zum Servieren mit der anderen Hälfte der Topinamburwürfel anrichten, dazu hatten wir frischen Feldsalat mit Essig-Öl-Dressing.

Und wie immer an dieser Stelle wünschen wir Euch ein schönes Wochenende!

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5 Responses to “Topinambur-Risotto”


  1. 26. Februar 2010 um 10:06

    Steilpaß perfekt angenommen und eiskalt verwandelt. Tolles Foto, wie immer…

  2. 26. Februar 2010 um 10:38

    Tolle Fotos… leckeres Essen… ich wäre gerne Deine Nachbarin

  3. 26. Februar 2010 um 11:22

    Gefällt mir! Mal schauen, ob es in den nächsten Wochen nicht doch noch mal Topinambur gibt …

  4. 27. Februar 2010 um 23:20

    Da die Topinambur ja etwas schwerverdaulich ist, hat die Natur gleich eine Lösung parat:
    Sie lässt sich hervorragned brennen und trinken. Gut für die Verdauung.Und köstlich.

  5. 28. Februar 2010 um 15:13

    Ich habe Topinambur auch für mich entdeckt. Sie ist vielseitig und bringt frische Abwechslung in den von Kohl und Wurzelgemüse geprägten Winter.


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