Archiv für Februar 2010



17
Feb
10

حمص متبل

حمص متبل – Hummus – ein Klassiker im orientalischen Vorspeisenbereich – immer wieder gerne genommen und gerne gegessen. Hummus war auch so ziemlich das erste, das mir zum Kochevent Marokko von Tobias kocht! eingefallen ist. Meine anfänglichen Skrupel, ob ich das wirklich bloggen kann, ob der geringfügigen Anstrengung, die damit verbunden ist… Naja, wie ihr seht, habe ich diese Skrupel überwinden können – am Aschermittwoch muss man auch schon mal kürzer treten müssen… Jeck we can – ein schönes und passendes Motto des diesjährigen Düsseldorfer Karnevals – aber nu isset das dann auch schon wieder gewesen. Achso, was wir noch dazu gegessen haben, zu diesem Hummus, das zeige ich Euch morgen.

5ter mediterraner Kochevent - Marokko - tobias kocht! - 10.02.2010-10.03.2010

300 g Kichererbsen
3 Knoblauchzehen
2 EL Tahini
3 EL Olivenöl
Saft von einer 1/2 Zitrone
1/2 Bund großblättrige Petersilie, gehackt

Die Kichererbsen über Nacht in Wasser einweichen.

Am nächsten Tag das Wasser abgießen und die Kichererbsen in frischem Wasser mit etwas Salz 40 – 50 min kochen.

Die Kichererbsen dann abkühlen lassen und mit dem Knoblauch, Tahini, Olivenöl und Zitronensaft im Mixer pürieren und vermischen.

Wenn das Püree zu trocken ist, mehr Öl oder Wasser hinzufügen. Anschließend die gehackte Petersilie untermischen.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Kein großer Aufwand, keine Zauberei – ist aber trotzdem gut 🙂

Und weil mir grad so ein bißchen lokalpatriotisch zu Mute ist:

Den Text schicke ich auf Anfrage gern per Mail.

16
Feb
10

Shepherd’s Pie

Shepherd’s Pie ist ein traditionelles schottisches Essen, bestehend meist aus einer Schicht Lammhack (deswegen Shepherd’s Pie) und Kartoffelpüree. Ich habe das Hack ersetzt durch Linsen und Aubergine, das Kartoffelpüree ergänzt mit Süßkartoffeln (wegen der Farbe) und Pastinake (wegen des Geschmacks). Streng genommen ist es also eigentlich Gardener’s Pie.

Außerdem eignet sich dieser vegetarische Shepherd’s Pie wegen der Pastinake hervorragend, um am Kochevent vom Gärtner-Blog mitzumachen, das im Februar ganz im Zeichen der Pastinake steht.

Garten-Koch-Event Februar 2010: Pastinake [28. Februar 2010]

Für eine normal große Auflaufform (6 Personen). Zum Glück sind wir mit unserem Kochéquipement zu Freunden gegangen, um dort zu kochen – wir hätten sonst sicher die ganze Woche Shepherd’s Pie essen müssen:

250 g Troja-Linsen
1 Aubergine
2 Zwiebeln
1 Tasse Gemüsebouillon

800 g Kartoffeln
2 kleine Süßkartoffeln
1 Pastinake

1 Bund glattblättrige Petersilie
2 EL Öl
Pfeffer, Salz, Muskat
1 kleinen Becher Sauerrahm
1 Prise Muskat
1 – 2 TL Thymian, getrocknet
6 Zweige Majoran
4 EL Sonnenblumenkerne

Die Linsen mit 2 Zweigen Majoran aufkochen und dann bei schwacher Hitze köcheln, bis sie weich sind.

Kartoffeln, Süßkartoffeln, Pastinake schälen und würfeln, zusammen kochen.

Den Backofen auf 180° C vorheizen.

Die Zwiebeln schälen und würfeln, den Knoblauch in feine Scheiben schneiden.

Die Aubergine klein würfeln.

Die Petersilie hacken.

Das Öl in einem Topf erhitzen. Die Zwiebeln, Knoblauch und die Aubergine darin anbraten, den Thymian unterrühren und alles ca. 5 min dünsten, dann die Linsen hinzufügen.

Mit der Bouillon aufgießen und den Herd ausmachen, 2 EL Sonnenblumenkerne dazu geben. Salzen, pfeffern.

Die gekochtenKartoffeln, Süßkartoffeln und Pastinake mit einem Kartoffelstampfer attackieren, mit dem Sauerrahm mischen und mit Muskat, sowie Peffer und Salz kräftig abschmecken. Sollte es zu fest sein, eventuell noch einen Schuss Milch hinzufügen.

Die Petersilie unter das Püree heben (das hatte ich vergessen, deswegen ist die Petersilie in den Erbsen gelandet)

Die Springform leicht einfetten und den Boden mit Salz und Pfeffer bestreuen und die anderen Majoranzweige dazu legen.

Eine Schicht Linsen, eine Schicht Püree, eine Schicht Linsen, eine Schicht Püree…

Die anderen Sonnenblumenkerne in einer Pfanne rösten.

Für ca. 20 min im vorgeheizten Ofen backen. Dazu gab’s (Petersilien-)Erbsen und die gerösteten Sonnenblumenkerne.

15
Feb
10

Rote Bete-Ravioli mit Mohnbutter

Bevor ich vor ca. 1,5 Jahren so langsam angefangen habe, vegetarisch zu kochen (und ich meine wirklich kochen, nicht Tüten auf und noch eine Paprika dazu geschnitten) kannte ich Rote Bete meist nur aus aus’m Glas, säuerlich eingelegt in verschiedenen Formen und Größen. Mochte ich auch hin und wieder, ist aber auf Dauer auch nicht Abend(essen)füllend. Das erste Rezept mit frischer roter Bete ist das eines guten Freundes und das ich hier auch schon mal verbloggt habe. Diese Suppe geht eigentlich immer, wenn’s mal schneller gehen soll, sie vereint alles Gute aus der Erde auf einem Teller – bodenständig und handfest.

Bei einem unserer Pastaexperimente haben wir dann schon einmal Rote Bete und Pasta miteinander verbunden, die Rote Bete diente hier aber lediglich farbgebend, für den Geschmack waren eher Maronen und Salbei zuständig.

Beim Surfen auf verschiedenen Blogs kam ich dann mehr zufällig auf den Blog Food for Angels und Devils und fand die Anregung für Ravioli mit roter Bete in der Füllung und Mohnbutter dazu. Ich habe das Rezept nicht 1:1 so übernommen, da wir allein schon den Pastateig anders machen.

200g Hartweizengries
~ 120 ml Wasser
1 Prise Salz

1 rote Bete
2 EL Ziegenfrischkäse
2 EL nicht ganz fein gehackte Walnüsse
1 EL TK-Petersilie

1 EL Mohn
2 EL Butter

Pastateig macht Herr Mestolo ja mittlerweile im Schlaf, Wasser, Hartweizengries und Salz werden miteinander vermischt und zu einem Teig verknetet. Dieser sollte dann noch für ca. 30 min im Kühlschrank ruhen.

Bei der roten Bete haben wir zu einer eingeschweißten, vorgekochten gegriffen, diese eine rote Bete haben wir in die Moulinette geworfen, nachdem wir sie etwas kleingeschnitten haben und mittels des Messers dann klein gehackt, aber nicht komplett püriert.

Den Teig nochmal durchkneten und dann ausrollen, möglichst dünn und möglichst eckig. Das ist wie immer der Job von Herrn Mestolo.

Den ausgerollten Teig in ravioliausstecherbreite Streifen (hier waren es 5 cm) schneiden.

Mit dem Ravioli-Ausstecher auf den ausgerollten Streifen ganz leicht die Abstände der Ravioli markieren. In die Mitte jeder Markierung mittels zweier Teelöffel ein Häufchen Füllung setzen.

Eine zweite Bahn vorsichtig auf die erste legen und vorsichtig mit den Fingern um die Füllung herum andrücken, dies ist nötig, dass in den Ravioli nicht zu viel Luft befindet und sie dadurch im kochenden Wasser oben schwimmen.

Dann mit dem Ausstecher einzelne Raviolo ausstechen.

Reichlich Salz-Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen und die Ravioli garen. Das dauert so ca. 3 – 4 Minuten.

Für die Mohnbutter, Butter schmelzen lassen und Mohn zufügen. Die Ravioli auf vorgewärmten Tellern anrichten und mit der Mohnbutter servieren.

12
Feb
10

Bananen im Schlafrock

Letztens waren wir bei Freunden zum Essen eingeladen und es gab wunderbar gefüllte Filo-Käse-Taschen. Zum Abschied bekamen wir die restlichen, nicht verwendenten Filoteigblätter mit auf den Weg. Selber hatte ich noch nichts damit gemacht, aber die Anwendungsmöglichkeiten sind ja da sehr vielfältig.

Das Abendessen war schon geplant und so wollte ich etwas Süßes daraus machen, die Wahl fiel auf die Bananen, denen ich das Angebot machte, sie erst in etwas heißem Öl zu wenden, mit gehackten Nüssen zu bestreuen und dann mit einem Filoteig-Mantel zu umhüllen. Sie nahmen das Angebot an und heraus kam ein richtig feines, sehr schnell gemachtes und auch noch ansehnliches Dessert.


Für 3 Röllchen:

1 EL gehackte Haselnüsse
2 Bananen
2 EL Butter
1 Essl. Brauner Zucker
6 Filoteig-Blätter

Die Butter in einer Pfanne schmelzen lassen.

3 Filoteigblätter auslegen und dünn mit der geschmolzenen Butter bestreichen.

Dann die anderen drei Blätter jeweils darauf legen und ebenfalls mit Butter bestreichen.

Die in Stücke geschnittenen Bananen zu der restlichen Butter in der Pfanne geben, den Zucker hinzufügen und die Haselnüsse. Alles leicht karamellisieren lassen.

Das Ganze etwas abkühlen lassen.

Pro vorbereiteten Filoteig ein Drittel der karamellisierten Haselnuss-Bananen-Füllung verwenden und  diese nicht ganz mittig auf dem Filoviereck ablegen.

Dann eine Spitze diagonal zur anderen legen, dass ein Dreieck entsteht.

Danach die beiden Ecken  einschlagen und das Röllchen aufdrehen. Die fertigen Röllchen dann nochmals mit Butter bestreichen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.

Bei 160° ca. 10 – 12 min goldbraun backen, am besten immer mal wieder nachschauen, dass der Teig nicht zu dunkel wird.

Mit Puderzucker besieben. Aber auch Vanilleieis würde gut passen. Oder Schoko-Sauce…

Für sich allein ein wunderbar leichtes, schnelles Dessert, vielseitig befüllbar.

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!

11
Feb
10

Petersiliensilien-Suppe

In diesen grauen Tagen braucht man Chlorophyll. Viel Grün, viel Farbe. Die ersten zarten Frühjahrsblüher sind gerade wieder unter der nächsten Schneeschicht verschwunden, jeder kecke Morgenvogel, der letzte Woche schon zwitscherte ist flugs wieder in den Süden entschwunden… In unserer Gemüsekiste waren Petersilienwurzeln, ein ansprechendes Rezept dazu (und schnell musste es gehen) habe ich gefunden im Elle Bistro. Leider ist die Suppe nicht so schön grün geworden, wie dort, aber gut war sie trotzdem, mit einem wunderbar intensiven Petersiliengeschmack, einer Überdosis Chlorophyll, die einen durch die nächste Eiszeit bringt.

4 kleine, mehlig kochende Kartoffeln
4 mittelgroße Petersilienwurzeln
150 g TK-Petersilie
3 Karotten
2 Stangen Lauch
1 Schalotte
2 Chili
2 EL Olivenöl
Wasser
Salz, Pfeffer

1 Scheibe Weißbrot, als Croutons geröstet

Das Gemüse waschen, schälen und grob würfeln. Lauch längs halbieren und in Ringe schneiden.

Die Schalotte fein würfeln, in Öl glasig anbraten, das Gemüse hinzufügen, mit Wasser auffüllen, aufkochen und in etwa 20 Minuten gar kochen.

Die Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken, die TK-Petersilie dazugeben und mit dem Stabmixer fein pürieren.

Mit den frisch gebratenen Croutons servieren.

Mein Stabmixer hat es nicht geschafft, die Suppe und vor allem die Petersilie so zu pürieren, dass die Suppe so grasgrün wie auf dem Foto wird. Einen Teil der Petersilie hatten wir in der Moulinette vorgehackt in Atome, dadurch wurde es etwas besser.

Quelle: Elle Bistro

10
Feb
10

Lasagne, vegetarisch

Was hier aussieht, wie ein Unfall ist eigentlich eine Lasagne – genauer gesagt, eine vegetarische Lasagne. Geschmacklich gut, optisch durchgefallen. Und auch noch überbelichtet. Ich weiß nicht, in welchen Sphären ich mich befand, als ich das fotografierte. Vielleicht war der Kochwein schuld – also der Wein, den ich beim Kochen trinke. Für’s Rezept ist der unerheblich.

Egal, hier das Rezept:

Paprika
Aubergine

Karotten
TK-Erbsen
Lasagne-Platten (ohne Vorkochen)
2 Knoblauchzehen
1 kleine Ds. Tomaten
geriebenen Käse

Das Gemüse in Würfel schneiden. (Die Erbsen nicht) Den Knoblauch schälen, fein hacken.

Den Backofen auf 200° vorheizen.

2 EL Olivenöl in einem Topf erhitzen, Gemüse und Knoblauch darin unter Rühren 3 bis 4 Minuten anbraten.

Die Dosentomaten dazugeben und alles mit Salz und Pfeffer würzen.

Anschließend alles auf kleiner Flamme 5 min köcheln lassen.

Eine Bechamelsauce vorbereiten aus:
30 g Butter
30 g Mehl
500 ml kalte Milch
1/2 TL Salz
1 Prise Muskatnuss

Die Butter im Topf erhitzen, das Mehl mit einem Schneebesen in die Butter einrühren und kurz anschwitzen, aber auf keinen Fall Farbe nehmen lassen. Die Milch unter langsamen Rühren zugeben.

Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken und unter Rühren kurz köcheln lassen.

In einer Auflaufform abwechselnd Bechamel, Lasagneplatten und Gemüse schichten, mit Bechamelsauce abschließen.

Mit etwas geriebenen Käse bestreuen und für 15 – 20 min in den Ofen schieben.

Shön fand ich, dass die einzelnen Gemüse geschmacklich nicht im Einheitsbrei versanken, sondern ihre Textur und ihren Geschmack behalten haben, aber eine harmonische Einheit bildeten.

Mich ärgert das Foto, aber ich habe kein anderes. Ich werde die einfach nochmal machen und dann besser in Szene setzen. Versprochen…

Dann hätte ich noch eine ungewöhnliche Bitte, ungewöhnlich deswegen, weil es sich um Fleisch handelt: ich möchte gerne Rinder-Rouladen (fertige) über viele Kilometer hinweg transportieren. Einfrieren und dann mitnehmen ist eher schwierig. Hat jemand Erfahrungen damit gemacht, so etwas einzuwecken? Und wenn ja, wie geht’s?

PS: Ja, ich kann Rouladen machen, sogar gute.

09
Feb
10

Pimientos de Padrón

Pimientos de Padrón kennen sicher viele aus ihrem Spanienurlaub. Ich nicht, ich war noch nie in Spanien. Jedenfalls sind das wohl noch nicht ausgewachsenene Paprikaschoten, die als Tapas nur in Öl gebraten und mit Meersalz bestreut serviert werden.

Grundsätzlich sind die Pimientos wohl nicht scharf, aber ab und an ist eben auch eine scharfe Schote dabei.

Als Vorspeise:

eine Schale (200g) Pimientos de Padrón Schoten
grobes Meeressalz
Öl

Das Öl in einer Pfanne richtig heiß werden lassen.

Die Pimientos dazu geben und von allen Seiten unter häufigen Wenden braten, bis die Haut Blasen wirft.

Mit grobem Meersalz bestreuen.

Nun sind die Schoten fertig und werden heiß serviert.

Weil das so unglaublich schwierig ist, habe ich mir die Mühe gemacht, einen Film dazu zu suchen. Ich glaube, der ist in Echtzeit:




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