Archiv für März 2010



22
Mrz
10

12 Monate, 170 Rezepte und 2169 Fotos später…

Blog-Geburtstag, heute. Ein Jahr Mestolo. Zeit für ein paar Sentimentalitäten. 🙂

Und so fing alles an…

Hier ist das erste Foto, das ich gemacht habe (im August 2008), damals nur zu dem Zwecke, es unserem Freund zu schicken, der in Italien wohnt und dafür verantwortlich ist, dass ich (wir) so gerne kochen.

Ab da habe ich begonnen, jedes Abendessen zu fotografieren und mit dem Rezept zu speichern. Fotografiert habe ich immer schon mit meiner EOS 350d von Canon, anfangs noch so:

Wir waren im Juli 2008 das erste Mal in Italien, uns hat ja nie was dahin gezogen und fuhren eigentlich immer lieber nach Griechenland. Nach Italien ging’s dann nur, weil eben dieser Freund dort wohnt, da haben wir auch Italien „in Kauf genommen“… Es war Liebe auf den ersten Blick und wir wundern uns heute noch, wie wir so lange Jahre etwas so wunderbares wie Italien haben verpassen können. Wir lieben das Land (die Ecken, die wir kennen), die Leute, und freuen uns jedes Mal wieder auf Neue an diesem schönen Fleckchen Erde.

Auf die Idee, ein Kochblog zu machen kam ich dann in erster Linie durch Robert, dessen Blog ich schon lange begeistert verfolge und auch durch Christel. Wir „kannten“ uns schon aus dem Internet und ich schaute immer bewundernd auf ihre Fotos. Ich habe dann mehrere Fotophasen durchlaufen, bis ich heute eigentlich ganz zufrieden bin mit dem, was da so im Blog als Foto landet. Das erste Rezept hier waren selbst gemachte Oriechette mit Süßkartoffeln und Kartoffeln.

So, ein Jahr rum, bis auf die Pause von 3 Monaten steht hier in der Regel werktags ein Rezept drin und ich gedenke das auch erstmal weiter zu machen.

Ach ja, und das war’s Geburtstagsgeschenk:

Eingeweiht ist es auch schon 🙂Bloggen ist wunderbare Inspiration, aktiv und passiv. Und ich danke allen Inspirationsquellen aus meiner Blogroll, die tagtäglich so fleißig mein Postfach füllen mit den tollsten Nachkochideen.

Wir wünschen Euch allen einen tollen Frühling!

19
Mrz
10

Nordseekrabben-Flammkuchen

Seit dem ich’s kann, gibt es schon mal öfters Flammkuchen oder Pizza, die Möglichkeiten der Gestaltung sind ja unendlich. Diesmal wieder ein schnelles Rezept, nur den Teig sollte man am Tag vorher schon vorbereiten.

Für den Boden (5 Stück)
200g Mehl
2 EL Hartweizengrieß
130 ml Wasser
5g Frischhefe
Salz

Für den Belag:
Creme fraiche
Dill
rote Zwiebeln
Nordseekrabben

Mehl, Hartweizengrieß, Wasser und Salz zu einem Teig verkneten, diesen ca. 30 min gehen lassen, dann in 5 Teile teilen und zu Kugeln formen und diese im Kühlschrank parken über Nacht.

Den Backofen auf 250° vorheizen. (Am nächsten Tag…)

Die Teigkugeln kurz durchkneten und sich aufwärmen lassen bei Zimmertemperatur.

Den Teig ausrollen.

Creme fraiche mit dem Dill und etwas Salz und Pfeffer verrühren.

Die Zwiebel schälen und in dünne Scheiben schneiden.

Die Creme fraiche auf den Teigfladen verteilen und ausstreichen.

Diese dann mit Zwiebelringen und Krabben belegen.

Die Flammkuchen ca. 10 min auf unterer Schiene backen.

Schmeckt toll, vor allem mit dem Dill zusammen und in der Küche riecht es so herrlich nach einem Tag am Meer.

Wir wünschen Euch ein schönes Wochenende!

18
Mrz
10

Schnelle Küche: Gefüllte Zucchini

Manchmal muss es abends einfach schnell gehen in einem Haushalt, wo alle Vollzeit berufstätig sind. Glücklicherweise haben wir den Zeitfresser Fernseher schon vor sehr vielen Monden entsorgt, so dass wir uns in den manchmal knapp bemessenen Abendstunden wenigstens den wirklich wichtigen Dingen des Lebens widmen können – unter anderem dem Kochen.

Viel Fertigkram (und dazu zähle ich schon TK-Erbsen und Mais) kommt bei uns nicht auf den Tisch, aber hin und wieder eben doch. Zumal ich beide Gemüse tatsächlich gern mag, vor allem Mais. Wenigstens liefert unsere Bio-Hofkiste nicht nur die Zucchini, Kartoffeln und den Greyerzer, sondern auch solche Sachen und so kann man bei Zeitnot dann den Tiefkühler öffnen und ein schnelles Essen zaubern.

3 Zucchini
4 Kartoffeln
2 kleine Zwiebeln
1 kleine Chilischote
1 Knoblauchzehe
2 EL Olivenöl
Pfeffer, Salz
Gemüsebouillon
Greyerzer
Erbsen und Mais (TK)

Die Zucchini längs halbieren und vorsichtig aushöhlen. Das Zucchinifleisch fein hacken.

Die Kartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden.

In einer Pfanne die Kartoffelwürfel bissfest anbraten. Zur Seite stellen.

Die Zwiebeln, Knoblauch und die Chilischote fein hacken.

Zwiebeln mit dem Knoblauch und die Chilischote in Olivenöl in der Pfanne anschwitzen.

Mais und Erbsen in einem Sieb mit heißem Wasser übergießen, damit sie auftauen.

Mais, Erbsen, Kartoffeln und das Zucchinifleisch vermischen und kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Greyerzer reiben.

Die Gemüsemischung in die vorbereiteten Zucchinihälften füllen und diese in eine gebutterte Auflaufform legen.

Mit dem Greyerzer bestreuen.

Mit der Gemüsebouillon aufgießen (ungefähr 1 cm Höhe) und im vorgeheizten Backofen bei 180°C ungefähr 10 min abgedeckt garen lassen und dann ohne Abdeckung nochmals 10 min gratinieren.

Nicht anspruchsvoll, aber gut, schnell und selbstgemacht.

17
Mrz
10

Norwegischer Skrei und blaue Schweden

Kaum (na ja, fast ein Jahr) hat man ein Foodblog, schon wird man von anderen weichgekocht… Mit Dingen, die man gar nicht kannte, bevor man nicht ein Foodblog hatte. Zum Beispiel Skrei. Norwegischer Skrei, geangelt. Hier und hier und hier auch. Skrei gibt es nur in den Wintermonaten.Gekauft habe ich ihn dann bei den Genusshandwerkern, zusammen mit Blauen Schweden in Bioqualität, das sind lila Kartoffeln und zusammen mit Algenbutter, die, so wurde es angepriesen, hervorragend zu Fisch passt. Stimmt.


Das Rezept ist eine ganz einfache Nummer, da braucht’s diesmal nicht viel Text:

Butter vorsichtig geschmolzen.

Skreifilet vorsichtig gebraten, es muss noch leicht glasig sein, sagt Claus.

Aus den Blauen Schweden Kartoffelgratin gemacht. Leider sehen die gekocht nicht mehr ganz so hübsch aus wie roh, schmecken aber wahnsinnig gut.

Ein Festessen, auch wenn’s Foto nicht so aussieht. Die Butter dazu war der Knaller, und der Fisch ist prima, einmalig im Geschmack und sehr zart.

16
Mrz
10

Schokoladen-Überdosis: Schokoladen-Whiskey-Kuchen

Ich habe eine kleine Springform, höchstens 20 cm im Durchmesser, mit so einem Mittelteil, dass man kleine Kuchen mit Loch backen kann. Die hatte ich noch nie benutzt und wollte also einen kleinen Kuchen mit Loch backen. So weit der Plan.

Und wenn ich an kleine Kuchen denke, denke ich an die Hedonistin, da sind kleine Kuchen ja Programm. Da Herr Mestolo in einem Kakao-Kaufrausch ungeachtet der noch fast vollen Packung noch eine zweite Packung Kakao gekauft hatte, sollte es ein kleiner Schokoladenkuchen werden. So weit der Plan.

Ich fand also diesen Schokoladen-Kaffee-Guglhupf, der Kaffee sagte mir nicht so zu, aber der Eintrag brachte mich weiter zu diesem Kaffee-Schokoladen-Grand Marnier-Kuchen (schon wieder mit Kaffee und Grand Marnier ist auch nicht im Haus) und von dort aus schließlich zu einem Schokoladen-Cranberry-Kuchen. Ha, das war’s. Alles im Haus und wie geschaffen für meine Mini-Springform. Also flugs die Mengen halbiert und unserem sonntäglichen Backvergnügen stand nix mehr im Weg. So weit der Plan.

In der Küche fiel mir dann erst mal auf, dass eine Springform mit Loch ja gar keine Guglhupf-Form und das fand ich schon etwas enttäuschend. Guglhupfe sind so hübsch, viel hübscher als Loch-Springform-Kuchen. Aber egal. Wir nahmen also die Hälfte der unten angegenen Mengen, rührten alles zusammen, um dann festzustellen, dass alles viel zu viel für die Springform ist, es wäre eine Sprengform geworden. Also alles wieder verdoppelt und zusammen gerührt, in die große Springform gefüllt, gebacken.

Gegessen und ins Schokoladen-Koma gefallen.

Die nächsten fünf Tage gibt’s für uns und alle meine Kollegen genug Schokoladenkuchen, um uns für die nächsten fünf Wochen glücklich zu machen. So weit die Realität.

Und hier das Rezept, für den großen Kuchen:

50g  getrocknete Cranberries (eigentlich 100g, aber wir hatten nicht mehr)
180g  Kakaopulver; ungesüsst
270g  Weizenmehl
1/2 TL Backpulver
1/2 TL Salz
230g Butter, Zimmertemperatur
350g  Zucker
5 Eier
300 ml  Buttermilch
40 ml Whiskey
2 TL Lebkuchengewürz

Die Cranberries mit warmem Wasser aufschütten und ziehen lassen.

Den Backofen auf 165°C vorheizen. Eine große Springform mit Loch buttern und mit Semmelbröseln ausstreuen.

Kakao, Mehl, Backpulver, Lebkuchengewürz und Salz in eine mittlere Schüssel sieben, alles vermischen.

Die Butter in einer großen Schüssel mit einem Handrührgerät cremig rühren.

Den Zucker zufügen und zusammen schaumig rühren.

Einzeln die Eier unterrühren und immer wieder den Teig glatt rühren.

Den Whiskey hinzufügen.

Anschließend die Buttermilch und die Mehlmischung in jeweils vier Portionen abwechselnd unterrühren, der Teig wird dabei sehr zäh.

Die Cranberries auswringen unter den Teig heben. Den Teig in die vorbereitete Form füllen und glattstreichen.

Den Kuchen auf der zweiten Schiene von unten etwa 90 min backen.

Kurz auf dem Rost ruhen lassen, dann vorsichtig stürzen und komplett auskühlen lassen.

Ein unglaublich mächtiger, mächtig schokoladiger Kuchen, der wirklich glücklich macht.

Herr Mestolo wollte übrigens nicht glauben, dass man davon nur ein Stück essen kann, er hatte -glaube ich- drei Stück mit Whiskey-Sahne *seufz*, danach Bauchschmerzen und für den Rest des Tages keinen Appetit mehr. Ich hatte nur ein Stück und kein Mitleid ;), aber aus Solidarität auch auf’s Abendessen verzichtet.

15
Mrz
10

Blumenkohl-Risotto mit Senfgurken und Gorgonzola

Risotto mit Senfgurken? Merkwürdige Idee und fast ein bißchen abwegig, finde ich. Gefunden hatte ich dies, wie so vieles in letzter Zeit, auf der Internetseite der Effilee. Trotz meiner Vorbehalte habe ich mich daran gewagt und es schmeckt tatsächlich richtig gut, die säuerlich-süßen Senfgurken bilden einen guten Kontrast zum Risotto.

Der Blumenkohl wird in winzige Stücke geschnitten und nur in den letzten drei Minuten im Risotto mitgegart, so dass er einerseits seinen knackigen Biss bewahrt, aber dies aufgrund der Größe der Stücke nur sehr dezent und angenehm.

Alles in allem so ungewöhnlich wie gut, bei uns noch ergänzt durch etwas Muskat, da ich finde, dass Muskat und Blumenkohl unbedingt zusammen gehören.

80 g Gorgonzola
2 EL Olivenöl
200g Risottoreis
200g Blumenkohl

4 – 5 Stück Senfgurke (aus dem Glas)
150 ml Weißwein
1 Schalotte
750 ml Gemüsebouillon
30g Parmesan, gerieben
Salz, Muskat

Die Senfgurken fein würfeln, den Gorgonzola in Scheiben schneiden, zwei Drittel davon würfeln.

Die Schalotte sehr fein würfeln und in einem Topf mit etwas Öl glasig braten.

Den Reis ebenfalls hinzufügen, kurz unter rühren glasig werden lassen und mit dem Weißwein ablöschen.

Den Wein verdunsten lassen und ab dann schöpflöffelweise Gemüsebouillon dazugießen und rühren. Die Hitze reduzieren und bei mittlerer Hitze den Reis rührend köcheln lassen.

Die verdunstete Flüssigkeit so lange immer wieder ersetzen, bis der Reis gar ist.

Den Blumenkohl sehr klein schneiden und ungefähr 3 min vor Ende der Garzeit unter das Risotto rühren.

Den gewürfelten Gorgonzola mit dem Parmesan unter das Risotto rühren. Mit Salz und frisch geriebenem Muskat würzen.

Das Risotto auf vorgewärmten Tellern mit den Gorgonzolascheiben belegen, mit Gurkenwürfeln bestreuen und sofort servieren.

Mit der Senfgurke sollte man nicht übertreiben, ich kann mir vorstellen, dass es schnell zu viel wird und die angenehme Kombination dann umschlägt ins unpassende. Ansonsten – empfehlenswert und eine feine Idee.

12
Mrz
10

Kartoffel-Tortilla mit Wasabi-Quark

Tortilla habe ich noch nie selber gemacht, mochte ich aber immer schon gerne. Eigentlich mag ich alles aus Kartoffeln wirklich gerne, außer vielleicht Pommes, die kann ich höchstens einmal im Jahr essen und dann aber in so richtig pervers mit Mayo und Ketchup. Aber ich schweife ab.

Genauso wie den gestrigen Apfelkuchen aus dem Glas, fand ich nun dieses Rezept von Stevan Paul in der Effilee und ich musste es nur ganz wenig abwandeln, damit es mir richtig gut gefällt. Besonders die Chips dazu fand ich eher befremdlich.

Das Rezept fällt in die Kategorie Schnelle Küche oder Resteessen, wenn man nicht weiß, was man mit den übergebliebenen Kartoffeln von gestern machen soll.

3 Eier
30 ml Milch
30 ml Sahne
Salz, Pfeffer
einige Halme Schnittlauch

6 gekochte Pellkartoffeln
2 EL Olivenöl

200 g Quark
2 cm Wasabi
1 Spritzer Weißweinessig
2 EL Sahne
2 EL Milch


Ofen auf 200 Grad vorheizen. Eier mit Milch und Sahne verquirlen und mit Salz und Pfeffer würzen.

Den Schnittlauch in Röllchen schneiden (das mache ich immer mit der Schere) und zu den Eiern geben.

Kartoffeln pellen, längs halbieren und in Scheiben schneiden.

Die Kartoffeln zu den Eiern geben und vorsichtig verrühren, das alle Kartoffelscheiben mit Ei umhüllt sind.

Das Öl in einer kleinen Pfanne erhitzen, die Tortillamasse einfüllen und 5 Minuten bei kleiner Hitze stocken lassen. Hier kam wieder unsere stiellose Pfanne zum Einsatz, die beim Rüebli-Kuchen schon die Springform ersetzte. Eine Vielseitigkeitspfanne…

Anschließend im ca. 10 – 15 min backen.

Währenddessen die Wasabipaste in je 2 EL Sahne und Milch auflösen und den Quark damit cremig rühren, mit Salz und dem Essig abschmecken.

Die fertige Tortilla auf einen großen Teller stürzen und in Kuchenstücke schneiden. Zusammen mit dem Quark servieren. Dazu kann man dann Radieschen essen oder auch Salat.

Ein tolles, schnelles Resteessen, sehr angetan waren wir vom Wasabi-Quark, den ich mir auch toll zu Pellkartoffeln vorstellen kann. Diese Kartoffel-Tortilla wird es sicher wieder geben.

Wir wünschen Euch ein schönes Wochenende!




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