Archiv für 22. April 2010

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Apr
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Risotto milanese und Schillernder Wolf

Schillernder Wolf, so’n Quatsch.

Grätige Zumutung wäre mein Name für Hecht, dessen lateinischer Name Esox lucius wohl Schillernder – wahlweise auch Hungriger – Wolf bedeutet.

Über das Essen hier habe ich mich nur geärgert. Der Hecht hat mehr Gräten als Fleisch, das Risotto ist zu rot, alles blöd.

Das Rezept für’s Risotto habe ich irgendwo im Netz gefunden und dort stand Rot-oder Weißwein und entgegen meinem Gefühl habe ich Rotwein verwendet. Mag sich geschmacklich nicht auswirken, optisch fand ich es schon enttäuschend, weil Risotto Milanese doch so hübsch gelb ist. Meins nun nicht.

Und Hecht schmeckt gut, kommt mir aber nie (!) wieder ins Haus, die Grätenanzahl übersteigt meine Toleranzgrenze um ein Vielfaches.

Der Safran ist aus Città della Pieve (Umbrien), unserem bevorzugten Reiseziel in Italien.

1 Schalotte
1 EL Butter
200 g Risottoreis (wir hatten Vialone Nano)
1 Glas Rotwein
3/4 l Gemüsebouillon
einige Fäden Safran
50 g Parmesan, frisch gerieben
Salz

Die Schalotte schälen und fein würfeln.

Etwas Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Schalotte darin andünsten.

Den Reis zugeben und unter Rühren glasig werden lassen.

Den Wein angießen und alles unter Rühren garen, bis die Flüssigkeit verdampft ist.

Die heiße Gemüsebouillon nach und nach unter weiterem Rühren dazugeben.

Immer wenn die Flüssigkeit vom Reis fast aufgesogen ist, weitere Bouillon nachgießen, bis der Reis gar ist (bissfest, nicht zu weich)

Die Safranfäden in etwas warmem Wasser auflösen und in den Risotto rühren.

Zum Schluss die Butter und den Parmesan unterrühren.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken und den Risotto zugedeckt noch kurz ziehen lassen.


Auf vorgewärmten tiefen Tellern anrichten und noch mit einigen Safranfäden garnieren.

Der olle Gräterich ist einfach nur gebraten.

Geschmeckt hat’s schon gut, aber ich werde das unbedingt wiederholen und dann mit Weißwein und ohne Hecht.




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