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Carpaccio?!? Nein.

Wusstet ihr, dass das Carpaccio deswegen Carpaccio heißt, weil das originale Carpaccio aus rohem Rindfleisch in seiner Farbgebung an Bilder von Vittore Carpaccio erinnert, der bei seinen Gemälden immer sehr reichlich mit den Rottönen umging? Nein? Ich auch nicht, aber jetzt wissen wir es alle.

Jetzt steh‘ ich da mit meinem grünen Carpaccio, obwohl Vittore doch so viel Rot verwendet hat. Aber heutzutage kann man glücklicherweise alles, was halbwegs dünn geschnitten ist, Carpaccio nennen. Warum das Zeug so heißt, weiß ja eh kaum einer. Klingt ja auch besser als hauchdünn geschnittene Zucchini. Hier im gelobten Land (=NRW) kennt man in einigen Landstrichen noch das Ruhrpott-Carpaccio. Eine Delikatesse der Haute Cuisine, Currywurst.

Für das Rezept hier benötigt man:
2 Zucchini, dünn längs gehobelt
Ricotta
getrocknete Tomaten
Kürbiskerne
Balsamico
Zitronenschale
Rucola
Olivenöl
Petersilie

Den Ricotta mit der gehackten Petersilie, einem TL Öl und den fein gehackten Tomaten mischen.

Die Zucchinischeiben auf ein Backblech legen und mit Olivenöl bestreichen.

Für einige Zeit bei 180° mim Backofen garen.

Derweil die Kürbiskörne in einer Pfanne fettfrei rösten.

Auf einem Teller anrichten, mit etwas Olivenöl und Balsamico beträufeln, geröstete Kürbiskerne und Rucola dazu.

Aus dem Ricotta mit zwei Löffeln Nocken formen und dazu legen.

Mit Zitronenschalabrieb und grobem Salz bestreuen.

Zusammen mit Brot eine schöne leichte sommerliche Vorspeise.


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6 Responses to “Carpaccio?!? Nein.”


  1. 28. April 2010 um 06:36

    Heute wird beinahe alles, was flach auf Restaurantteller kommt, als Carpaccio angepriesen. Tönt auch viel besser als „dünn aufgeschnitten“ und erlaubt schon deswegen einen Veredelungszuschlag von mindestens 2 €. Was aber nicht heisst, dass ich derart zubereitete Zucchinischeiben nicht mag. Im Gegenteil 😉

  2. 28. April 2010 um 06:41

    Vittorio Carpaccio hätte sicherlich auch deine Grüntöne gemocht! Mit rohen Zucchini haben ich immer noch meine Schwierigkeiten, aber wenn sie genug mariniert sind, dann geht es. Und dein Carpaccio sieht richtig schön saftig aus.

  3. 28. April 2010 um 09:10

    Schau dir einmal meinen Zucchini-Carpaccio an. Ich fast jedes Gemüse auch roh. Dein Foto ist wunderschön.

  4. 28. April 2010 um 19:25

    Das was du da gezaubert hast nenne ich auch Haute Cuisine! Absolut klasse Zutaten und die Zusammenstellung ist für mich ein Traum!

  5. 5 Evi
    28. April 2010 um 21:10

    Diese Unart alles Carpaccio zu nennen, was dünn und vielleicht auch roh ist, ist selbst in der fränkischen Provinz anzutreffen. Großes Kino neulich erst bei einem Cateringunternehmen: Kohlrabicarpaccio. Dünn gehobelter Kohlrabi meets Sahnecreme. Ja.

    Dagegen sieht dein Zucchinivorspeiselchen aus wie aus dem Sternerestaurent. 🙂 Sehr ansprechend!

  6. 2. Mai 2010 um 16:29

    Hehe, errinnert mich gerade an Rainer Calmund „Sagt der Lichter zu mir, dass Carpaccio sooo dünn sein muss, dann man durch gucken kann! Papperlapapp, sach ich, schneid’s dicker, mach zwei Löcher rein, dann kannste auch durch gucken!


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