02
Jun
10

Fünf Flüsse, ein Teebeutel und zwei Teller

Was für’n komischer Titel, werdet ihr denken, zwei Teller ist ja klar, die sieht irgendwie noch jeder, aber fünf Flüsse?? Ich erklär’s Euch ein bißchen. 🙂

Das, was ihr da oben seht, sind Kicherbsen im Punjab-Style – und, jetzt kommt’s: der Name „Panj-ab“ kommt aus dem Hindi (einer Amtssprache Indiens) und bedeutet wörtlich „Fünf Flüsse“, eine Anspielung auf die fünf großen Flüsse, welche durch die Punjab-Region fließen. Punjab liegt oben links in Indien, direkt neben Pakistan.

Zugegebenermaßen ist das Rezept nicht ganz richtig indisch, ich hatte noch die ein oder andere Zutat, die, wie ich, fand, auch gut dazu passte. Unter anderem einen Ziegenfeta, der in kleinen Mengen dazu kam und sich schön in den Gesamtgeschmack einfügte. Der Käse war eh toll, eine Neuentdeckung aus der Metro.

Und, so lange ich kein richtig gutes indisches Restaurant in meinem Dunstkreis kenne, muss ich eben so kochen, wie ich mir indisch wünsche:

250 g Kichererbsen
1 Beutel PG-Tips (Schwarztee)
2 große Kartoffeln, festkochend
1 Zwiebel
1 kleine Schalotte
1 Stück frischer Ingwer, walnußgroß
2 Knoblauchzehen
6 kleine Tomaten
Salz, Öl
1 TL Kreuzkümmelsamen
1 rote Chili, fein geschnitten
2 TL Koriandersaat, gemörsert
1 TL Kurkuma
2 TL Mangopulver
80 g Ziegenfeta
1 Frühlingszwiebel
6 Blätter Zitronenmelisse
1 TL Zucker
1/2 TL Garam Masala

Die Kichererbsen über Nacht in ausreichend Wasser einweichen.

Am nächsten Tag das Wasser abgießen und die Kichererbsen mit dem Teebeutel und mit Wasser bedeckt bei schwacher Hitze garen.

Danach den Teebeutel entfernen und die Kichererbsen abgießen.

Die Kartoffeln schälen und dünne Pommesform schneiden.

Die Zwiebel schälen, längs halbieren und in dünne Scheiben schneiden.

Ingwer und Knoblauch schälen und fein würfeln.

Die Tomaten waschen und klein würfeln.

Öl in einem Topf erhitzen, darin die Zwiebel anbraten, bis sie leicht gebräunt ist.

Den Kreuzkümmel und den Knoblauch hinzufügen und kurz mitbraten

Danach die Pommes dazu geben und unter Wenden kurz mit anbraten.

Ingwer, Chili, Koriander, Kurkuma und das Mangopulver unterrühren und dann die Tomaten zugeben.

Die Kichererbsen  zu den Kartoffeln geben, mit Salz und dem Zucker abschmecken.

Weitere 15 – 20 min bei kleiner Hitze kochen lassen. Eventuell etwas Wasser nachgießen, damit nichts anbrennt.

Die Schalotte und die Bundzwiebel in dünne Ringe schneiden, die Melisse in feine Streifen. Den Ziegenkäse in kleine Würfel schneiden.

Das Garam Masala unter die Kartoffel-Kichererbsen rühren, den Ziegenkäse, die Melisse und die Bundzwiebel ebenfalls. Wenn man mag, kann man etwas zur Deko zurückbehalten.

Auf Tellern anrichten, mit den Schalottenringen und den restlichen Ziegenkäsewürfeln sowie Bundzwiebelringen dekorieren und schmecken lassen. Khaane Kaa Mazaa Lejye!

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13 Responses to “Fünf Flüsse, ein Teebeutel und zwei Teller”


  1. 2. Juni 2010 um 07:35

    Mit dem indischem Restaurant geht’s mir wie Dir. Den schwarzen Tee find ich interessant. Schmeckt man den sehr raus?

  2. 2. Juni 2010 um 07:46

    Tolles Gericht. Mangopulver ist mir gänzlich neu. Habe ich noch nie gesehen oder gegessen. Wo bekommt man das?

  3. 2. Juni 2010 um 07:53

    Ich habe getrocknete Mangostreifen im Haus ich versuche mal sie zu pulverisieren.

  4. 2. Juni 2010 um 08:14

    vielleicht wärst Du eher enttäuscht, wenn Du ein indisches restaurant in der Nähe hättest…Haben wir, und, ich finde die alle nicht so toll….

  5. 7 Eva
    2. Juni 2010 um 08:19

    Tolles, kreatives Rezept, mit lauter Zutaten, die ich mag! 🙂

  6. 2. Juni 2010 um 08:32

    Ist der Teebeutel auch eine Zugabe von dir oder stand der im Rezept? Mich würde auch interessieren, ob man die Würzung schmeckt.

  7. 2. Juni 2010 um 10:21

    Gefällt mir sehr, vor allem auf deine Zugabe, den Ziegen-Feta, bin ich neugierig geworden. Mangopulver kenne ich auch nicht, was es alles gibt!

  8. 2. Juni 2010 um 12:24

    Den Ziegenfeta besorg ich mir auch. Hoffentlich haben die den bei uns in der Metro.

  9. 3. Juni 2010 um 20:43

    Dann rundet er den Geschmack ab, oder kann man ihn auch ganz weglassen?


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