Archiv für 11. Juni 2010

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Fußball ist wie Schach, nur ohne Würfel oder: warum die Schweiz Weltmeister werden sollte

Olé, Olé, Oléééé´…. Weltmeister, olé!

Mir ist völlig egal, wer Weltmeister wird. Hauptsache Deutschland, Italien oder die Schweiz.

Da bin ich total offen und tolerant. Möge der Beste gewinnen, also Deutschland, Italien oder die Schweiz.

Okay, die Schweizer sind jetzt keine Fußballgötter oder vielleicht noch nicht als solche erkannt, aber die sind nett, und die Schweiz ist ein symphatisches Land. Das wär doch mal was, es gewinnen einfach die Sympathieträger. Müsste man sich nur noch überlegen, wie man da zu einer Entscheidung käme, wer Sympathiepunkte vergibt, sie vergeben darf und wie sie gewertet werden. Vielleicht noch nicht ausgefeilt, mein System.

Dann eben nach Gerechtigkeit: wenn man also mal die drei, unabhängig von mir ins Feld geführten Mannschaften (ihr erinnert Euch: Deitschland, Italien, Schweiz) miteinander vergleicht, war Deutschland bisher dreimal und Italien viermal Weltmeister. Die Schweiz noch nie. Macht also ein Gerechtigkeitspunkt für die Schweiz (1)

Weiter geht’s:

Also, da haben wir drei Länder, unterschiedlich groß, unterschiedlich bevölkert. Hier mal die Einwohnerzahl der drei Länder.
Deutschland: 82.000.000
Italien: 60.325.805
Schweiz: 7.800.000

Fällt Euch was auf? Genau, es wohnen nämlich viel mehr Deutsche in Deutschland als Schweizer in der Schweiz. Italien wär so dazwischen.

Aber, davon spielen jeweils elf (11) in einer Mannschaft. Das stimmt wirklich, ich hab‘ das nachgezählt.

So, wenn man also jetzt die Anzahl der auf dem Platz stehenden Spieler in Korrelation mit der Einwohnerzahl berechnet, erkennt man schnell, dass die Schweiz deutlich im Nachteil ist, da sie im Gegensatz zu Deutschland mehr als 10 x weniger Menschen zur Auswahl hatte, eine Mannschaft zusammenzustellen. Das ist dann eigentlich nicht gerecht, oder?

Um das auszugleichen, wäre mein erster Vorschlag, dass man (eben im gegenteiligen Verhältnis zur Einwohnerzahl) weniger Spieler auf’s Feld stellen darf. Im vorliegenden Fall wäre es dann so, dass Deutschland mit 2 Spielern und Italien mit 3 oder 4 Spielern antritt. (Ich habe aufgerundet)

Variante 2 wäre, die Schweiz spielt mit 110 Spielern. Mir ist auch durchaus bewusst, dass diese Variante ungünstiger wäre, weil dann a) das Spielfeld zu voll und b) die Schweiz entvölkert wär. So oder so gesehen aber ist die Schweiz im Nachteil aufgrund der geringeren Bevölkerungszahl und erhält deswegen von mir als unabhängiger Jurorin einen weiteren Gerechtigkeitspunkt (2). Da die anderen Länder keinen Gerechtigkeitspunkt erhalten haben, sei meine Argumentationskette, die so fest steht wie die deutsche Abwehr, hiermit abgeschlossen und die Schweiz als Weltmeister stünde fest.

Beide Varianten einschließlich aller Berechnungen und meiner Forderung habe ich nun schon vor geraumer Zeit an die Mitglieder des Exekutiv-Komitees des Fußball-Weltverbandes Fifa gesendet, aber offenbar sind die derzeit so belastet, dass sie bisher noch keine Möglichkeit sahen, mein Schreiben zu beantworten. Kommt sicher noch.

Um die Wartezeit zu überbrücken gibt es heute für Euch ein Rezept, dass schnell gemacht ist und in meine vierwöchige „Ich koche ein Gericht aus möglichst jedem WM-Land“-Phase passt.

Heute Italien, es gibt gratinierte Polenta auf Spinat-Zucchini-Gemüse:

1 Knoblauchzehe
3 Zweige Thymian 400 ml Gemüsebouillon
100 g Polenta
Salz 1 Zwiebel
300 g frischen Blattspinat
1 Zucchini 1 Büffel-Mozzarella
Pfeffer
1/2 TL rosa Pfefferbeeren

Den Knoblauch schälen und in dünne Scheiben schneiden. Vom Thymian die Blättchen abzupfen.

300 ml Wasser aufkochen, unter Rühren die Polenta einstreuen und aufkochen. Nach Packungsanleitung kochen, dabei ständig rühren. Eventuell muss man nochWasser nachgießen, wenn die Polenta zu fest wird.

Die Polenta mit Salz abschmecken, auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben und so verstreichen, dass die Polenta eine Höhe von ca. 1 cm hat. Abkühlen lassen und ausstechen in gewünschter Form. Die Thymianblättchen darauf verteilen.

Die Zwiebel schälen und in Ringe schneiden. Die Zucchini in dünne, ca. 4 cm lange Stücke schneiden.

Die Zwiebelringe mit dem Knoblauch in etwas Öl andünsten. Die Zucchini dazugeben und bei kleiner Hitze etwa 5 Minuten braten.

Den Spinat dazugeben und etwa 3 Minuten dünsten, bis der Spinat zusammengefallen ist.

Den Mozzarella in möglichst dünne Scheiben schneiden und auf die Polenta legen. Im vorgeheizten Backofen bei 225° kurz überbacken, bis der Käse geschmolzen ist.

Das Spinatgemüse nach Geschmack würzen, auf einem Teller anrichten und mit der Polenta belegen. Mit den rosa Pfefferbeeren garnieren.

PS: Heute beginnt die Fußball-WM 2010.

Achtung, Bildung! Die Bedeutung der italienischen Flagge:

Das Grün steht für la pianura (deutsch: Ebene), gemeint sind die Natur und die Landschaft. Das Weiß steht für die Farbe der Gletscher der Alpen. Das Rot steht vor allem für das Blut, das vergossen worden ist, um Italien zu vereinen.

Quelle: Wikipedia

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