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Fußball-WM-Rezept 2010: Griechenland

Die glücklosen Griechen haben leider einen schlechten Auftakt gegen Südkorea geliefert und werden, wenn das so weiter geht, die Vorrunde wohl nicht überstehen. Was ich persönlich ein bißchen schade finde, nicht dass ich nun ein besonders großer Fan des griechischen Fußballs wäre, aber ich mag einfach das Land und die Leute. Bevor wir unser Herz für Italien entdeckt haben, sind wir einige Mal in Griechenland gewesen und es war immer ein sehr besonderer Urlaub, weit ab von allen Touristenströmen mit der Möglichkeit, Land und Leute kennenzulernen.

Wenn man hier griechisch essen geht, hat das Angebot der Restaurant oft wenig mit dem zu tun, was wir in Griechenland in den Tavernen kennengelernt haben.

Aber der Bauern- oder auch Hirtensalat, von dem ich nur nicht weiß, wie er in Griechenland genannt wird, wird gerne auch dort in den Tavernen angeboten. Ein schmackhafter, frisch-knackiger Salat, der gerade an heißen Tagen bei uns häufig auf dem Speiseplan steht.

1 Gurke
4 Tomaten
1 Gemüsezwiebel
Ziegenfeta
frische Thymianblätter
Kalamata-Oliven, entsteint
eingelegte Peperoni
Olivenöl
Salz

Gurke, Tomaten und Gemüsezwiebel in nicht allzu kleine Stücke schneiden und in einer Schüssel zusammen mit den Thymianblättern vermischen.

Essig und Öl (wir hatten beides in Campo-Qualität) zu einem Dressing verrühren und über das geschnittene Gemüse geben. Vorsichtig verrühren.

Den Ziegenfeta (herkömmlicher Feta geht natürlich auch) würfeln.

Feta und Oliven zum Gemüse geben, vorsichtig salzen und mit den Peperoni zusammen servieren. So einfach wie köstlich. Ich wünsche den Griechen für heute alles Gute gegen Nigeria und mehr Erfolg als gegen Südkorea.

Achtung, Bildung! Die Bedeutung der griechischen Flagge:

Die Flagge soll „Gottes Weisheit, Freiheit und das Land“ darstellen. Das Blau steht für das Meer und den Himmel, Weiß für die Reinheit des Kampfes um die Unabhängigkeit. Das Kreuz steht für die christliche Tradition Griechenlands, die vor allem durch die orthodoxe Kirche gepflegt wird. Die neun Streifen entsprechen den neun Silben des Wahlspruchs des griechischen Befreiungskrieges: Ε-λευ-θε-ρί-α ή Θά-να-τος (E-lef-the-rí-a i thá-na-tos, deutsch Freiheit oder Tod). Eine weitere Erklärung wäre, dass das griechische Wort für Ελευθερία (Freiheit) neun Buchstaben hat. Eine dritte Auslegung ist, dass die vier weißen Streifen den vier Himmelsrichtungen und die fünf blauen Streifen den fünf Teilmeeren des Mittelmeers entsprechen, die an das Gebiet grenzen, das Griechenland im Namen der Megali Idea im 19. Jahrhundert anstrebte.

Quelle: Wikipedia

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15 Responses to “Fußball-WM-Rezept 2010: Griechenland”


  1. 17. Juni 2010 um 06:25

    Bei griechischem Hirtensalat frage ich mich auch immer, ob er wohl wirklich in Griechenland erfunden wurde. Solange er schmeckt, wie der deinige, ist das aber egal.

  2. 17. Juni 2010 um 09:19

    also, ich fand die Urlaube in GR. nie so prickelnd, ich habe nämlich noch nie in meinem Leben so besch….gegessen wie dort, ob in Tavernen oder Luxusschuppen…..

  3. 17. Juni 2010 um 09:39

    Dann hast Du sicher die falschen Lokale aufgesucht, wir hatten dort wunderbares Essen, bis hin zu Fisch und Krake, direkt aus dem Meer. Aber das waren immer kleine unscheinbare Tavernen, ab vom Trubel.

    • 17. Juni 2010 um 15:32

      Gerade die Fischgerichte, die haben mich enttäuscht! Gummiartige Languste und Krake;;;da schaudert’s mich noch heute!
      Und zu Susa, in Spanien konnte man vor 15 Jahren schon sehr gut essen, da waren wir schon bei Arzak und die Tapasbars in San Sebastien und Barcelona waren auch damals schon göttlich.

      Ich bin halt kein Griechenlandfand und werde es auch!

  4. 17. Juni 2010 um 09:52

    Griechenland ist das Land, in dem ich mit meinem Mann die meisten – wunderbaren – Urlaube verbracht habe. Mein Sohn war auch schon mit von der Partie und einmal sind wir eine Woche auf Rhodos mit meinen Eltern gewesen – sie sprechen heute noch von dem tollen Erlebnis.

    Egal ob auf dem Festland oder den Inseln, es war immer herrlich. Das Frühjahr mit seiner Blütenfülle hat was und ist vor allem zum Wandern wunderbar. Der Herbst ist auch schön, mit wahnsinnigen Regenfällen, aber auch schönen klaren Tagen, die wieder die Wanderlust anstacheln. Das Essen war – auch in den Hotels – meist bestens. Die Menschen sind sehr gastfreundlich, hilfsbereit und kinderlieb. Überall bekommt man etwas zugesteckt, wenn man die ausgetretenen Pfade verlässt und das Sprechen mit Händen und Füßen ist eine Kunst, die man beherrschen sollte, wenn man in ländlichen Gebieten unterwegs ist. Zudem hat Griechenland eine faszinierende Kultur, die sogar eine Sprache bereithält, die noch nicht entziffert wurde.

    Soweit ich weiß, heißt der Bauernsalat „Salata Choriatiki – σαλάτα χωριάτικη“

    Lange Schreibe, kurzer Sinn – ich bin auch nicht begeistert, dass Griechenland so schlecht spielt. Hätten ruhig noch ein wenig im Turnier bleiben können. Allerdings tröstet so ein schöner Salat über viele Unpässlichkeiten hinweg. Und sollte man dann noch das Glück haben, einen ganz frischen, cremigen Schafs- oder Ziegenkäse zu bekommen, dann ist das schon fast wie eine Reisen auf den Olymp.

  5. 17. Juni 2010 um 10:55

    Wir haben zweimal mit dem Motorrad für jeweils 4 Wochen Griechenland bereist. Ist leider schon sehr lange her. Ich denke immer noch gerne zurück. Vor allem die Freundlichkeit und Aufgeschlossenheit der Menschen hat mich damals tief beeindruckt. Uns ging es wie Jutta, ständig bekamen wir Obst oder Gemüse zugesteckt, an einer Tankstelle wurde extra ein Tisch aufgestellt und wir wurden eingeladen, etwas zu trinken und natürlich wurde über Politik diskutiert. Ich habe damals täglich den Hirtensalat als Vorspeise gegessen und er wurde mir nie über. Auch heute noch gibt es den Salat sehr häufig bei uns.

  6. 17. Juni 2010 um 11:40

    Glücklos???!!! Grottenschlecht waren die! Den Salat könnt ich jetzt trotzdem essen…

  7. 17. Juni 2010 um 12:15

    Jutta hat recht, der Salat heißt in Griechenland Salata Choriatiki (chorio = Dorf; choriatiki = vom Land). Ein griechischer Klassiker, gern auch mit getrockneten Oregano anstatt Thymian.

    Die griechische Küche hat sicher noch großes Entwicklungspotential und die Suche nach modernen Interpretationen klassischer Gerichte und nach wegweisenden jungen Köchen gleicht der berühmten Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Aber vor 15 Jahren sah es in Spanien auch noch nicht anders aus und auch die italienische Küche war nicht immer so wegweisend und dominierend, wie sie heute ist. Daher plädiere ich für mehr Offenheit und Neugierde, was dies griechische Küche angeht.

    …und heute bitte gegen Nigeria Daumen drücken, da geht doch noch etwas!

  8. 17. Juni 2010 um 17:14

    Klasse Griechen-Rezept! Sieht unheimlich lecker aus!

  9. 17. Juni 2010 um 19:26

    Dein Rezept hat den Griechen heute wohl geholfen! 😉

  10. 17. Juni 2010 um 21:35

    Und morgen mittag gibt’s dann einen feinen Schweinzbraten, dann gewinnt Deutschland, oder ;).

    Der Salat ist einer unserer Sommerbiergartenklassiker :).

  11. 20. Juni 2010 um 10:29

    Bei griechischen Gerichten kann man meist davon ausgehen, dass sie traditionell aus den Nachbarländern Griechenlads stammen. Wörter wie Moussakas und Pastizio stammen beispielsweise aus dem Türkischen. Das Equivalent zum Choriatiki ist der Çoban salatası.

    Choriatiki darf in Griechenland mit allem serviert werden was gerade Saison hat. So bekommt man den Salat auch oft mit Kapern, Weißkohl, Kopfsalat oder sogar mit Eiern serviert.


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