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Fußball-WM-Rezept 2010: USA

Kennt ihr Moby Dick, das Buch von Herman Melville über die Jagd Käpt’n Ahabs nach dem weißen Wal. Ein ganzes Kapitel in diesem Buch (Herrn Mestolos Lieblingsbuch) hat er der amerikanischen Suppe Chowder gewidmet. Ismael und seine Begleiter essen dort Clam Chowder (mit Venusmuscheln) und Cod Chowder (mit Kabeljau). Ursprünglich ist Chowder auch genau das, eine dickflüssige Fisch- oder Muschelsuppe, eine Art Eintopf.

Yotam Ottolenghi hat ein vegetarisches Chowder-Rezept (Sweetcorn-Chowder) im Guardian veröffentlicht, dass ich heute vorstellen möchte für die USA als WM-Teilnehmer.

1 Stange Lauch, halbiert und in 1 cm große Stücke geschnitten
3/4 TL frische Thymianblätter

3 Lorbeerblätter
1 TL Olivenöl30 g Butter
2 Stangen Sellerie, in 1 cm große Stücke geschnitten
2 mittelgroße, festkochende Kartoffeln, in 1 cm große Würfel geschnitten
die Körner von 4 frischen Maiskolben
500ml Gemüsebouillon
1 kleines Bund Koriander, davon die Blätter
300 ml Milch

Für die Gewürzbutter
je 3/4 TL Kreuzkümmel und Koriandersaat, frisch gemörsert
60g Butter
1/2 TL geräuchertes Paprikapulver
Meersalz und Pfeffer

Lauch, Thymian, Lorbeer in einem Butter-Olivenöl-Gemisch vorsichtig in einer Pfanne andünsten, bis der Lauch glasig wird.

Dann die Sellerie, Kartoffeln und die Bouillon hinzufügen. Alles ungefähr 10 min köcheln lassen, bis die Kartoffeln aber noch nicht ganz gar sind. Das ist wichtig dafür, dass in der Suppe später verschiedene Texturen ein harmonisches Gesamtbild abgeben.

Die Lorbeerblätter entfernen und die Maiskörner dazugeben.

Die Hälfte der Suppe im Mixer oder mit einem Pürierstab fein pürieren. Die pürierte Suppe wieder mit dem nicht pürierten Teil zusammenfügen und die Milch dazu gießen.

Gut verrühren und alles zusammen nochmals 2 – 3 min leicht köcheln lassen. Salzen und vom Herd nehmen.

Für die Gewürzbutter den Kreuzkümmel und Koriander in eine Pfanne geben und für ca. 30 Sekunden erhitzen, bis das Gewürzaroma gut zu riechen ist. Dann die Butter dazu geben sowie das Paprikapulver, Salz und Pfeffer.

Gut verrühren und vom Herd nehmen, wenn die Butter geschmolzen ist.

Die Suppe in Schälchen anrichten, ein wenig von der Gewürzbutter darüber geben und mit den frischen Korianderblättern garnieren.

Achtung, Bildung! Die Bedeutung der Flagge der Vereinigten Staaten von Amerika:

Die Flagge der Vereinigten Staaten von Amerika wird „Sternenbanner“ (engl: Star-Spangled Banner, Spitzname Stars and Stripes) genannt. Sie besteht aus insgesamt 13 abwechselnd roten und weißen Streifen (7 rote und 6 weiße Streifen), die für die 13 Gründungsstaaten stehen, und aus einem Flaggenfeld im linken oberen Eck. Jeder der heute im blauen Feld befindlichen 50 weißen Sterne symbolisiert je einen Bundesstaat der Vereinigten Staaten. Eine Regel besagt, dass eine neue Flagge, mit einem zusätzlichen Stern für einen neu beigetretenen Staat, erst am 4. Juli (Unabhängigkeitstag), der dem Beitritt des Staates folgt, offiziell ausgefertigt wird.

Die Farben rot, weiß und blau haben ihren Ursprung im Union Jack als Flagge der englischen Kolonien. Ihre Symbolik im Sternenbanner ist: weiß für Reinheit und Unschuld (purity and innocence), rot für Tapferkeit und Widerstandsfähigkeit (valor and hardiness) und blau für Wachsamkeit, Beharrlichkeit und Gerechtigkeit (vigilance, perseverance, justice).

Quelle: Wikipedia

Wir wünschen Euch ein schönes (Fußball-) Wochenende!!

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15 Responses to “Fußball-WM-Rezept 2010: USA”


  1. 18. Juni 2010 um 06:38

    Kunstvoll in eine vegetarisches Gericht umgebaut. Aber wir sind ja schliesslich auch keine Seeleute, die von Pökelfleisch und Fisch leben, sondern Landlubbers, die sich von den Erzeugnissen des Gemüseanbaus ernähren.

  2. 18. Juni 2010 um 09:19

    Chowder hab ich auch noch in guter Erinnerung. In Maine saß ich da damals ja an der wirklich fischhaltigen Quelle. Wir schmeißen heut nochmal den Grill an, bevor die Schafskälte wieder Einzug hält.

  3. 18. Juni 2010 um 10:21

    mhhhhh….könnte ich auch gleich zum Frühstück essen *hihi*

  4. 18. Juni 2010 um 10:28

    Ich bin echt froh, dass du kein serbisches Gericht gepostet hast. Das wäre knapp geworden für D.
    Die Suppe sieht genial aus und passt in die Jahreszeit. Ist doch Herbst, oder?

    Moby Dick ist eines meiner Lieblingsbücher, ein oft gelesenes Meisterwerk. „Call me Ishmael.“ Was für ein Beginn, dieser Satz fasziniert mich immer wieder. Ich habe doch tatsächlich kürzlich mit einer belesenen Dame über das Buch gesprochen, die erstaunt war, dass man es der Weltliteratur zurechnet. Sie kannte nur den Film. Gibbet datt?

  5. 18. Juni 2010 um 11:31

    Venusmuscheln wären ja auch fast zu schade für ne Suppe…..

  6. 18. Juni 2010 um 15:28

    Ja, ein super leckeres East Coast dish, das aber auch bei uns in den Rockies gerne gegessen wird.

  7. 18. Juni 2010 um 15:28

    Ja, ein super leckeres East Coast dish. Wird aber auch bei uns in den Rockies gerne gegessen.

  8. 19. Juni 2010 um 00:00

    Bildungspillen und Superrezept…bitte, was will man mehr ausser vielleicht noch Glueck bei der WM ?!

  9. 19. Juni 2010 um 09:00

    Ein Süppchen, das ich mir merken werde!

  10. 19. Juni 2010 um 10:31

    Hut ab für deine WM-Rezeptserie! Eine kulinarische Weltreise, toll.

  11. 19. Juni 2010 um 12:31

    Hätten die Spieler hiervon gelöffelt, sie hätten gewonnen! 😉 Klasse!

  12. 19. Juni 2010 um 22:44

    Probieren kann man ja leider nicht, aber vom Bild her gefällt mir deine Suppe besser als die im Guardian

  13. 20. Juni 2010 um 12:19

    Sehr schön ich mag die Rezepte von Ottolenghi! hmmmmmmm das Foto ist super


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