Archiv für Juli 2010

30
Jul
10

Noch’n Salat, lauwarm

Wenn es heiß ist, braucht man eiskalte Suppe, wenn es lauwarm ist, lauwarmen Salat. Ganz einfach zu merken.Die Mengenangaben sind für 1 Person als Hauptmahlzeit, der Salat stammt noch aus den Tagen ohne Herrn Mestolo:

1/2 Gurke
1 kleine, rote Zwiebel
120 g Lachsfilet
1 EL Olivenöl
Salz
Pfeffer
3 EL Sauerrahm
Dill

Die Gurke waschen, schälen, halbieren und die Kerne entfernen. Anschließend würfeln.

Das Lachsfilet abspülen, mit Küchenpapier abtrocknen und in etwa 1 cm große Würfel schneiden.

Die Zwiebel schälen und fein würfeln.

Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und den Fisch darin rundum anbraten. Herausnehmen und mit Pfeffer und Salz würzen.

Die Zwiebelwürfel in die Pfanne geben und  glasig andünsten. Anschließend die Gurken dazugeben und 2 min mitdünsten.

Den Lachs wieder in die Pfanne geben und nochmals mit erhitzen. Aus der Pfanne nehmen und in einer Schüssel etwas abkühlen lassen.

Inzwischen Dill kleinzupfen und anschließend mit dem Sauerrahm unter die lauwarmen Lachs-Gurken heben.

Mit Dill dekorieren und servieren.

Gurke und Dill ist seit je her eine tolle Kombination, die ich sehr liebe, der Lachs fügt sich wunderbar dazu und rundet das Ganze zu einem schönen Salat ab.

Wir wünschen Euch ein schönes Wochenende!

29
Jul
10

Safran-Birnen mit Honig

Während alle noch erfolgreich mit Melonen herum experimentieren, bin ich schon mal zu Birnen übergegangen…

Das leichte, sommerliche und hüftfreundliche Dessert erfordert eine 24-stündige Vorlaufzeit, damit die Birnen im Sud richtig durchziehen können, aber es lohnt sich allemal.

1 Bio-Zitrone
400 ml Weißwein
100 g Honig
50 g Rohrzucker
1 Stange Zimt
Safranfäden
2 Birnen

Die Zitrone heiß abspülen und in o,5cm dicke Scheiben schneiden.

Den Wein mit 300 ml Wasser mit dem Honig, dem Zucker, den Zitronenscheiben sowie Zimt und Safran in einem Topf aufkochen.

In der Zwischenzeit die Birnen schälen und am Boden etwas begradigen, sodass sie stehen können.

Danach die Birnen senkrecht in den Sud stellen. Unter Umständen mit einem Teller oder dem umgedrehten Topfdeckel beschweren, damit die Birnen ganz von der Flüssigkeit bedeckt sind.

Bei mittlerer Hitze leicht köchelnd ungefähr 30 min pochieren.

Danach die Birnen vom Herd nehmen, in der Flüssigkeit abkühlen lassen und mindestens 24 Stunden zusammen mit dem Sud kühl stellen.

Zusammen gut gekühlt mit etwas von der Flüssigkeit servieren. Die restliche Flüssigkeit habe ich übrigens im Verhältnis 1:1 mit Wasser gemischt und als Saft getrunken.

Ein sehr würziges Dessert, nicht zu süß.

28
Jul
10

Auf die Schnelle: Hörnli-Salat Caprese

Für diesen Salat braucht’s wirklich nicht viel und trotzdem ist er unglaublich vielseitig einsetzbar und beliebt. (Vielseitig einsetzbarer Salat – manchmal schreibt man doch’n ganz schönen Blödsinn zusammen…)

Aber eigentlich stimmt’s: der kommt lieb mit ins Büro, er setzt sich beim Picknick nett daneben, stört in der Schule nicht, ärgert keine Tiere beim Zoobesuch und im Schwimmbad muss man auch nicht ständig auf ihn aufpassen. Ein absoluter Allrounder, der in meinem Bekanntenkreis bisher immer gut angekommen ist. Ist aber auch eigentlich kein Wunder, ist dieser Salat doch ein Cousin vom Mozzarella Caprese (mit Tomaten und Basilikum) und das mag doch eigentlich auch fast jeder.

150g kleine Pasta
3 Tomaten
1 Büffelmozzarella
Peffer, Salz
weißer Balsamico (dunkler geht auch, ändert nur die Optik)
Olivenöl
Basilikumblätter

Die Pasta kochen, abgießen und etwas auskühlen lassen.

Die Tomaten entkernen und würfeln.

Den Mozzarella ebenfalls würfeln.

Tomaten, Basilikumblätter und Mozzarella vermischen, pfeffern, salzen.

Die Nudeln dazu geben, vorsichtig unterheben und mit Essig und Öl abschmecken.

Mit einigen Basilikumblättern garnieren.

Keine große Kunst, aber manchmal sind doch die einfachsten Dinge die Besten.

27
Jul
10

Der Tag, an dem ich den deutschen Panzanella erfand…

…oder wie aus Tatar ein Salat wird. Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt, der Spruch hat Bestand und das sogar beim kochbloggen und blogkochen. Klingt komisch? Ist aber so.

Es begab sich also zu der Zeit, als ich für mich alleine kochte, da Herr Mestolo es vorzog, seine Beine in der Nordsee und seine Seele am Strand baumeln zu lassen. Es war ihm gegönnt, wirklich. Nur, ich stand dann hier alleine mit unserem meinem Kochblog (Herr Mestolo sagt immer „unser“, nur die ganze Arbeit 😉 damit, die hab‘ ja ich…).

Nun, ich alleine zu Hause, verstrohwitwet, doch ein Kochblog will gefüttert werden, also hatte ich Rezepte gesucht und gefunden, die ich mir abends alleine dengeln mochte, die nicht sooo aufwendig waren und auch in kleinen Mengen herstellbar. Meistens werkelte ich dann abends in der Küche rum, bereitete zu, fotografierte – und aß NIX. Menno, alleine essen ist voll doof. Zum Glück lief ich nicht Gefahr, aufgrund der in weiser Voraussicht angelegten Hüftreserven, vom Fleisch zu fallen. So wanderte denn das Essen oft an diesen Tagen verschmäht in den Kühlschrank und begleitete mich am nächsten Tag zur Arbeit. (Da hab ich’s ja dann auch geggessen.)

Ähm, warum erzähl‘ ich das jetzt? Weiß ich jetzt auch nicht, weil ich wollte ja eigentlich erzählen, wie ich den deutschen Panzanella erfand.

Also, das ging so: Bei eatsmarter fand ich ein Rezept für Forellentatar, das sollte es sein. Eines Abens dann das Tatar gemacht, nett angerichtet auf Pumpernickel, fotografiert. Aber das sah doof aus, fand ich jedenfalls. Nix ging, ich wurde immer unzufriedener und nöliger und hab’s dann letztendlich mittelschwer frustriert mit dem Pumpernickel zusammen in eine Salatschüssel getan – und da: Heureka! Das war’s: ein deutscher Panzanella, quasi Panzanella – Edizione tedesca! Ein Brotsalat, aber mit dem urdeutschesten aller Brote – Pumpernickel. Nochmal etwas hergerichtet und abgelichtet und das sogar dann noch am selben Abend gegessen.

2 Forellenfilets, geräuchert
2 Frühlingszwiebeln (im Orginal-Rezept war’s Stangensellerie)
1 kleine, rote Paprikaschote
1/2 Salatgurke
reichlich Dill
2 EL saure Sahne
Salz
Pfeffer
2 Scheiben Pumpernickel (oder die kleinen Pumpernickeltaler)
Wachtelei(er), gekocht (nach Anzahl der Brote, ein halbes pro Stück)

Die Forellenfilets in ca. 1 cm große Würfel schneiden.

Die Frühlingszwiebeln putzen und in dünne Ringe schneiden.

Die Gurke schälen, halbieren und entkernen und ebenso wie die Paprika in kleine Würfel schneiden.

Das Gemüse mit dem Sauerrahm vermischen und den Dill bis auf einige Dekozweiglein ebenfalls hinzufügen. Salzen und pfeffern.

Vorsichtig die Forellenwürfel dazugeben und vorsichtig unterheben.

Das Forellentatar nun entweder auf den (optional gebutterten) Pumpernickeltalern anrichten oder, wie ich es gemacht hatte, aus normalen Pupernickelscheiben Kreise ausstechen und darauf anrichten. Wenn man die Taler verwendet, ist das wieder wunderbar für ein Fingerfood-Buffet, meine großen Rundlinge hätten Besteck erfordert.

Den restlichen Dill darüberstreuen, ein halbes Wachtelei neckisch darauf andrapieren und servieren. Dann sieht das so aus:

Wenn man jetzt aber unzufrieden damit ist, einfach alles in eine Schüssel geben (inklusive der Brotreste, die vom Ausstechen übrig geblieben sind), das Brot vorsichtig zerkleinern, frech behaupten, das müsste so sein und als Panzanella – Edizione tedesca verkaufen. Fertig. Geschmeckt hat’s auf jeden Fall, sogar alleine.

PS: Echten Panzanella (also sozusagen die Edizione toscana) findet ihr bei Robert.

26
Jul
10

Geeiste Melonen-Gurken-Suppe

Bevor wir so richtig angefangen haben zu kochen, also ungefähr vor zwei Jahren (damals noch ohne Stativ in der Küche und Blog) mochte ich viele Sachen nicht. Sellerie zum Beispiel, also Stangensellerie. Knolle ging immer. Oder Oliven, die mochte ich früher auch nicht. Und Koriandergrün. *schüttel* Ich weiß noch, wie ich mal ein Koriander-Huhn (damals aß ich noch Fleisch) zubereitet habe und nix davon gegessen habe, während um mich herum alle begeistert waren.

Mittlerweile weiß ich, dass Stangensellerie gut schmeckt, wenn er frisch ist und schön klein, ich liebe Oliven und auch mit Koriandergrün habe ich mich mehr als ausgesöhnt.

Nachfolgende Suppe (gefunden bei eatsmarter) hat viel Koriandergrün und sie schmeckte toll, eine absolute Empfehlung, sie nachzumachen (gekocht wird nichts) und eine schöne Alternative zur Sommersuppe Gazpacho. Auf den Koriander würde ich beim nächsten Mal auf keinen Fall verzichten, aber auf die Krabben, die jetzt geschmacklich eher kein besonderes Highlight ausmachten.

1/2 Salatgurke
400g Melone (Galia)
ein paar Kugeln Wassermelone
3 Frühlingszwiebeln
1/2 Bund Koriander
Saft einer halben Zitrone
300 ml Kefir
Salz
Pfeffer
1 rote Peperoni
1/2 Bund Schnittlauch
(optional: Nordseekrabben)

Die Gurke schälen und längs halbieren. Die Kerne entfernen und in grobe Stücke schneiden.

Das Fruchtfleisch der Melone in kleine Stücke schneiden, die Frühlingszwiebeln ebenfalls.

Koriander waschen, trockenschütteln und die Blätter grob hacken. Zitrone auspressen.

Die Frühlingszwiebeln, die Peperoni, die Melone und die Korianderblätter zusammen mit 2 EL Zitronensaft, dem Kefir, Salz und Pfeffer im Mixer fein pürieren.

Die Suppe ca. 30 min unter mehrmaligem Rühren im Gefrierfach leicht anfrieren lassen.

Den Schnittlauch in Ringe schneiden und gemeinsam mit den Melonenkugeln und den Krabben auf der Suppe anrichten und servieren.

Unser Beitrag für das Kochtopf-Kochevent mit dem Thema Melonen, ausgerichtet von Estrellacanela.

Blog-Event LIX - Melone (Einsendeschluss 15. August)

Und, wie immer an dieser Stelle, mein Montags-Peperoni im Abendlicht:

23
Jul
10

Von mir aus kann’s noch wärmer werden…

Das Wetter gerade ist doch genial, oder?

Also wenigstens bis vorgestern. Momentan ist es… nun, annehmbar. Aber diese wunderbare, flimmernde Hitze, ein richtig knackiger Sommer, die Sonne brennt einem auf’s Gehirn, die Füße baumeln im See – herrlich. Ich liebe das, und wie ich letztens schon mal ausführte, werde ich NIE nicht diesen Sommer über zu hohe Temperaturen stöhnen – hatte ich doch von Mitte Februar bis Ende Mai eher Angst, es könnte nie wieder Sommer werden, nachdem uns ja der Frühling eigentlich schon gänzlich vorenthalten wurde. Allerdings gehört es ja auch zum guten Ton, über das Wetter zu meckern: zu heiß, zu kalt, zu naß, zu trocken. Mir fehlt da wohl ein Smalltalk-Gen, aber momentan sind ja acht zwölf von zehn Smalltalk-Einleit-Floskeln irgendwas mit Wetter *gähn*

Hey, wenn ich morgens zur Arbeit fahre (6:45 Uhr) sagt mein Auto, es seien schon über 20°! Das ist doch genial – es ist Sommer!!

Trotzdem oder gerade wegen des Wetters ändern sich doch schnell Kochgewohnheiten, Risotto wird auf später verlegt, wir backen seltener, dafür grillen wir öfter, aber eigentlich hat man eh nicht so viel Hunger und das schadet auch nicht wirklich. Also ist Sommerküche angesagt, viel Frisches, Grünes, Knackiges, Leichtes, Kühles. So wie diese Gurken-Töplis, gefüllt mit einem kühl-frischen Salat. Perfektes Finger-Sommer-Food, obendrein noch ansehnlich (kein unwichtiges Kriterium beim kochbloggen):

Mengenangaben für 8 Töpflis:
4 Radieschen
2 EL Erdnüsse (ich hatte ganz normale gesalzene und geröstete)
7 cm Lauch
1 Kressefeld
1 EL Sauerrahm
2 EL TK-Erbsen
1 Gurke, eher dick als lang
Zitronenschalenabrieb (von 1/2 Zitrone)

Die Gurke waschen und mit einem Sparschäler dekorativ schälen (siehe Foto) Oder gar nicht. Oder dekorativer als ich es tat. Egal.

Dann die Enden der Gurke abschneiden und den Rest in ca. 2 cm dicke Stücke schneiden. Nicht größer, da ich finde, dass die Teile dann schlecht zu essen sind.

Jedes Gurkenstück aushöhlen, aber einen Boden stehen lassen. Einen Melonenausstecher zu Hilfe zu nehmen hat sich sehr bewährt.

Die Gurkenenden und die Radieschen mit einer Reibe fein raspeln. Den Lauch in möglichst dünne Ringe schneiden. Die Erdnüsse hacken.

Das halbe Kressefeld abmähen und mit den geraspelten Gurken, Radieschen, Lauch und den Erdnüssen vermischen.

Dann noch die Erbsen, nur leicht angetaut, und den Sauerrahm hinzufügen, mit Pfeffer, Salz und geriebener Zitronenschale abschmecken und in die Gurkentöpfchen füllen.

Und wem immer noch zu heiß ist, kann hier mitsingen:

Wir wünschen Euch ein schönes Wochenende!

22
Jul
10

Eiszeit: Beschwipstes Kirsch-Eis

Eis hat gerade Konjunktur. So gibt es bei Robert Vanilleglacé oder Wassermelonen-Sorbet, bei Petra dann Café Glacé, Zorra serviert Schokoladen-Amaretto-Glacé und beim Küchenteufel gar sowas exotisches wie Avocado-Limetten-Sorbet.

Seit dem wir auch einen Eisbereiter haben, probieren wir auch die ein oder andere Sorte aus. Mein bisheriger Favorit war unbedingt das Indische Kulfi, aber es musste seine Favoritenstellung nun an das Kirsch-Quark-GlacéEis mit Schuss abtreten. Dies ist schon die zweite Auflage, bei der ersten war nur 1 EL Kirschwasser drin, hier haben wir die Menge zu Gunsten des noch besseren Geschmacks verdreifacht.

Dies ist unser, vielleicht nicht ganz so innovative, aber passende Beitrag zum Juli-Garten-Koch-Event des Gärtner-Blogs mit dem Thema Kirschen:

Garten-Koch-Event Juli: Kirschen [31.07.2010]

500g Sauerkirschen (hier: Tiefkühlware)
300g griechischer Joghurt (10%)
100g Sahnequark
120 g Zucker
3 EL Kirschwasser
200 ml Sahne

Die Kirschen in einem Sieb auftauen lassen. Anschließend noch gut auspressen, dass die Kirschen viel Saft verlieren. Je mehr Flüssigkeit mit verarbeitet wird, um so mehr Eiskristalle bilden sich, was man ja möglichst verhindern will.

Die Kirschen mit dem Quark, dem Joghurt, dem Kirschwasser und dem Zucker verrühren. Wer es etwas süßer mag, kann mehr Zucker verwenden, wir mögen das leicht Säuerlich durch Kirschen und Joghurt lieber.

Die Sahne schlagen und ebenfalls darunter heben und miteinander verrühren.

Im Eisbereiter der KitchenAid auf niedrigster Stufe ca. 20 min zu Eis verarbeiten lassen.

Das Eis ist unglaublich cremig, ob das durch die Zugabe von Alkohol kommt, weiß ich nicht, aber dieses Eis ist toll.

Ein ähnliches und sicher nicht minder feines Eis gibts auch bei Paule: Kirsch-Joghurt-Eis mit Rosenblüten. Klingt auch sehr verführerisch…




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