Archiv für Juli 2010



23
Jul
10

Von mir aus kann’s noch wärmer werden…

Das Wetter gerade ist doch genial, oder?

Also wenigstens bis vorgestern. Momentan ist es… nun, annehmbar. Aber diese wunderbare, flimmernde Hitze, ein richtig knackiger Sommer, die Sonne brennt einem auf’s Gehirn, die Füße baumeln im See – herrlich. Ich liebe das, und wie ich letztens schon mal ausführte, werde ich NIE nicht diesen Sommer über zu hohe Temperaturen stöhnen – hatte ich doch von Mitte Februar bis Ende Mai eher Angst, es könnte nie wieder Sommer werden, nachdem uns ja der Frühling eigentlich schon gänzlich vorenthalten wurde. Allerdings gehört es ja auch zum guten Ton, über das Wetter zu meckern: zu heiß, zu kalt, zu naß, zu trocken. Mir fehlt da wohl ein Smalltalk-Gen, aber momentan sind ja acht zwölf von zehn Smalltalk-Einleit-Floskeln irgendwas mit Wetter *gähn*

Hey, wenn ich morgens zur Arbeit fahre (6:45 Uhr) sagt mein Auto, es seien schon über 20°! Das ist doch genial – es ist Sommer!!

Trotzdem oder gerade wegen des Wetters ändern sich doch schnell Kochgewohnheiten, Risotto wird auf später verlegt, wir backen seltener, dafür grillen wir öfter, aber eigentlich hat man eh nicht so viel Hunger und das schadet auch nicht wirklich. Also ist Sommerküche angesagt, viel Frisches, Grünes, Knackiges, Leichtes, Kühles. So wie diese Gurken-Töplis, gefüllt mit einem kühl-frischen Salat. Perfektes Finger-Sommer-Food, obendrein noch ansehnlich (kein unwichtiges Kriterium beim kochbloggen):

Mengenangaben für 8 Töpflis:
4 Radieschen
2 EL Erdnüsse (ich hatte ganz normale gesalzene und geröstete)
7 cm Lauch
1 Kressefeld
1 EL Sauerrahm
2 EL TK-Erbsen
1 Gurke, eher dick als lang
Zitronenschalenabrieb (von 1/2 Zitrone)

Die Gurke waschen und mit einem Sparschäler dekorativ schälen (siehe Foto) Oder gar nicht. Oder dekorativer als ich es tat. Egal.

Dann die Enden der Gurke abschneiden und den Rest in ca. 2 cm dicke Stücke schneiden. Nicht größer, da ich finde, dass die Teile dann schlecht zu essen sind.

Jedes Gurkenstück aushöhlen, aber einen Boden stehen lassen. Einen Melonenausstecher zu Hilfe zu nehmen hat sich sehr bewährt.

Die Gurkenenden und die Radieschen mit einer Reibe fein raspeln. Den Lauch in möglichst dünne Ringe schneiden. Die Erdnüsse hacken.

Das halbe Kressefeld abmähen und mit den geraspelten Gurken, Radieschen, Lauch und den Erdnüssen vermischen.

Dann noch die Erbsen, nur leicht angetaut, und den Sauerrahm hinzufügen, mit Pfeffer, Salz und geriebener Zitronenschale abschmecken und in die Gurkentöpfchen füllen.

Und wem immer noch zu heiß ist, kann hier mitsingen:

Wir wünschen Euch ein schönes Wochenende!

22
Jul
10

Eiszeit: Beschwipstes Kirsch-Eis

Eis hat gerade Konjunktur. So gibt es bei Robert Vanilleglacé oder Wassermelonen-Sorbet, bei Petra dann Café Glacé, Zorra serviert Schokoladen-Amaretto-Glacé und beim Küchenteufel gar sowas exotisches wie Avocado-Limetten-Sorbet.

Seit dem wir auch einen Eisbereiter haben, probieren wir auch die ein oder andere Sorte aus. Mein bisheriger Favorit war unbedingt das Indische Kulfi, aber es musste seine Favoritenstellung nun an das Kirsch-Quark-GlacéEis mit Schuss abtreten. Dies ist schon die zweite Auflage, bei der ersten war nur 1 EL Kirschwasser drin, hier haben wir die Menge zu Gunsten des noch besseren Geschmacks verdreifacht.

Dies ist unser, vielleicht nicht ganz so innovative, aber passende Beitrag zum Juli-Garten-Koch-Event des Gärtner-Blogs mit dem Thema Kirschen:

Garten-Koch-Event Juli: Kirschen [31.07.2010]

500g Sauerkirschen (hier: Tiefkühlware)
300g griechischer Joghurt (10%)
100g Sahnequark
120 g Zucker
3 EL Kirschwasser
200 ml Sahne

Die Kirschen in einem Sieb auftauen lassen. Anschließend noch gut auspressen, dass die Kirschen viel Saft verlieren. Je mehr Flüssigkeit mit verarbeitet wird, um so mehr Eiskristalle bilden sich, was man ja möglichst verhindern will.

Die Kirschen mit dem Quark, dem Joghurt, dem Kirschwasser und dem Zucker verrühren. Wer es etwas süßer mag, kann mehr Zucker verwenden, wir mögen das leicht Säuerlich durch Kirschen und Joghurt lieber.

Die Sahne schlagen und ebenfalls darunter heben und miteinander verrühren.

Im Eisbereiter der KitchenAid auf niedrigster Stufe ca. 20 min zu Eis verarbeiten lassen.

Das Eis ist unglaublich cremig, ob das durch die Zugabe von Alkohol kommt, weiß ich nicht, aber dieses Eis ist toll.

Ein ähnliches und sicher nicht minder feines Eis gibts auch bei Paule: Kirsch-Joghurt-Eis mit Rosenblüten. Klingt auch sehr verführerisch…

21
Jul
10

Gegrilltes: Dorade

Heute mal grillierter Fisch. Als Pseudo-Vegetarierin, die ich bin, ist gegrilltes Meeresgetier hin und wieder das, was ich mag, wenn ich keinen Halloumi oder gegrillte Zucchini mehr sehen kann. (Ich weiß, da gibt’s noch viel mehr, was man vegetarisch vergrillen könnte, aber Über- oder Untertreibungen sind ein Stilmittel und dienen der Verdeutlichung von  Sachverhalten).

Um Dorade zu grillen, braucht es nicht viel, am wichtigsten sind eigentlich die Doraden.

Doraden, küchenfertig ausgenommen
Kräuter nach Wahl (bei uns: Lavendel, Thymian, Rosmarin)
1/2 Schalotte, in Streifen
2 Zitronenscheiben
Salz, Pfeffer

Die Doraden abwaschen (auch innen) und mit Küchenpapier abtrocknen.

Innen etwas salzen und pfeffern und die Kräuterstängel und Schalottenstreifen hinein legen.

Die Dorade von außen mit Olivenöl einreiben.

Die beiden Zitronenscheiben hinter die Kiemen klemmen und die so vorbereitete Dorade in den Fischgriller legen.

Mit einem Fischgriller (wie auf dem oberen Foto) kann man hervorragend Fisch grillen. Ohne Fischgriller bleibt die Haut des Fisches am Grillrost kleben und der Fisch geht in den allermeisten Fällen ziemlich kaputt beim Wenden.
Alternativ kann man den Fisch auch in Alufolie wickeln, das ist allerdings erstens eine Umweltsauerei und zweitens wird der Fisch dann zwar gar, aber nicht gebräunt.

Gegrillt wird die Dorade bei nicht zu hoher Temperatur von beiden Seiten ungefähr je 10 min. Zwischendurch eventuell noch mal mit ein bißchen Öl bepinseln.

Varianten für die Füllung gibt es viele: Dill, Basilikum, Liebstöckel, Knoblauch, Zitrone mit rein, da kann man viel probieren. Ich mag sie gerne so, auch mit dem Lavendel, geschmacklich ist das sehr dezent, vordergründiger sind der Thymian und der Rosmarin.

Dorade, auch Goldbrasse genannt, ist ein festfleischiger, grätenarmer und obendrein noch sehr wohlschmeckender Fisch aus dem Mittelmeer. Im Fischführer des WWF wird die Dorade als akzeptabel bis empfehlenswert (je nachdem aus welcher Zucht sie stammt) einsortiert, Dorade als Wildfang aus dem Nordost-Atlantik sei allerdings nicht mehr empfehlenswert. Diese hier stammt aus einer Zucht, ist damit gerade noch akzeptabel.

Dazu gab es in der Pfanne mit reichlich Kräutern gebratene gelbe Zucchini, noch warm mariniert mit Essig und lauwarm serviert.

20
Jul
10

Fave sind sehr leichtgläubig…

…und lassen sich wirklich mit jedem ein. Aber machen dabei auch noch ’ne gute Figur.

Gestern noch den Mozzarella umgarnt und ewige Treue geschworen, lässt sie sich heute von Pasta einwickeln und glaubt deren Beteuerungen einer grenzenlosen Leidenschaft. Mir soll’s mehr als recht sein, den auch die Liaison von Pasta und Fave passt mir gut in den Kram, vor allem wenn der Salbei noch mitmischt.

Für die beiden Frischverliebten zupfen wir eine romantische Weise auf unserer Chitarra, damit des Amors blonden Locken gleich handgeklimperte Spaghetti das junge Glück vollenden können:

250g Hartweizengrieß
Salz
~ 125 ml Wasser

Das ergibt dann für zwei Personen ein Pasta-Abendessen.

Für das Pesto hatten wir
ca. 1 kg Fave (komplett gewogen)
einige Blätter Salbei
1 Knoblauchzehe
1 Handvoll Parmesan
Olivenöl

Die Bohnenkerne aus den Schoten puhlen und für ca. 2 -3 min in kochendem Wasser blanchieren.

Danach abschütten und die Bohnenkerne aus den Häutchen drücken.

Knoblauch, Parmesan, Bohnen, Salbei und Olivenöl im Mixer zu einem Pesto verarbeiten.

Die frische Pasta in kochendem Salzwasser garen, bis sie an die Oberfläche steigen, das dauert nur wenige Minuten.

Mit dem Pesto vermischen, noch etwas Parmesan darüber geben und servieren. Wenn man mag (und welche aufgehoben hat) kann man das Ganze noch mit ein paar Fave-Kernen garnieren.

Ein traumhaftes Paar.

19
Jul
10

Wenn der Mozzarella Fave küsst…

Wem der ewige, schon hundert Mal gegessene Caprese-Salat aus Tomaten, Mozzarella und Basilikum zu langweilig geworden ist, dem sei diese Variante, Mozzarella zu genießen, nur wärmstens ans Herz gelegt. Ich bin sehr angetan davon, nicht umsonst fiel mir nur der verklärt-schwülstige Titel zum Blogeintrag heute ein.

500g dicke Bohnen
250 g Büffelmozzarella
Salz
1 kleine Schalotte
4 Stiele Bohnenkraut, davon die Blätter
1 Tl Senf
1 El Honig
5 El Weißweinessig
Pfeffer
80 ml Olivenöl

Die Bohnen aus den Schoten holen und in kochendem Salzwasser 2-3 min garen, abschrecken und abtropfen lassen.

Die Bohnenkerne aus den Häuten drücken.

Die Schalotte sehr fein würfeln. Bohnenkrautblätter von den Stielen zupfen.

Für die Vinaigrette Senf, Honig, Essig, Salz und Pfeffer gut verrühren.

Das Olivenöl zugeben und mit dem Schneebesen aufschlagen. Danach die Schalottenwürfel und Bohnenkrautblätter dazu geben.

Die Vinaigrette mit den Bohnenkernen mischen, etwas ziehen lassen.

Den Mozzarella in möglichst dünne Scheiben schneiden und auf einem Teller auslegen. Dabei die Mitte frei lassen.

Die Bohnen nun in der Mitte ablegen und die Vinaigrette auf dem Mozzarella verteilen.

Unglaublich gut, mit der süßsauren Vinaigrette und den Bohnen, ich war begeistert. Voraussetzung ist natürlich immer ein guter Büffelmozzarella und nicht die schwammartigen Gebilde, die hier in Deutschland allgemein hin als Mozzarella verkauft werden 😉

Und noch ein Montags-Peperönchen:

Auch wenn ich die Hoffnung auf Früchte langsam aufgebe, freue ich mich doch daran, wie schön es wächst.






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