Archiv für September 2010



21
Sep
10

Gemüsetaschen im Samosa-Style

Diese kleinen Gemüseaufläufe haben mit Samosas nur noch wenig zu tun, was ihrem Geschmack aber nicht schadet. Die Idee hatte ich von Paule, die Samosas im Filoteig gebacken hat. Indisch mag ich eh, im Kühlschrank war noch Filoteig und da fiel unsere Wahl schnell auf dieses Rezept. Ich hab dann noch das ein oder andere Restgemüse mit verschnibbelt, dafür sind solche Rezepte ja immer sehr praktisch. Und dann fiel mir erstmal auf, dass ich gar keine Muffinform habe.

Und danach fiel mir auf, dass ich die auch noch gar nicht vermisst habe. Statt der Muffinform boten sich kleine Steingut-Auflaufförmchen an, darin kann man die Samosas auch direkt servieren, das ist mit einer Muffinform schon schwieriger.

Einen Teil der Füllung haben wir dann noch in Blätterteig gefüllt, das war auch gut und ist sicher eine nette Alternative, gerade wenn man dann vielleicht noch übrige Teigtaschen am nächsten Tag mit ins Büro nehmen möchte.

200 g Filoteig
4 mittelgroße Kartoffeln
3 EL Erbsen (TK)
3 Karotten
1/4 Blumenkohl
1 Zwiebel, fein gewürfelt
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
2-3 EL Olivenöl
1-2 TL Garam Masala
1/2 TL Kreuzkümmel, frisch gemörsert
2 Chilis, klein gehackt
1/2 TL Koriandersamen, frisch gemörsert
Salz, Pfeffer
2 EL Ziegenfrischkäse

Die Kartoffeln und die Karotten schälen und würfeln. Den Blumenkohl klein schneiden. Alles getrennt verwahren.

Die Zwiebel und den Knoblauch im Olivenöl glasig braten, aber nicht zu dunkel werden lassen.

Die rohen Kartoffeln dazu geben, sowie die Gewürze und unter häufigen Wenden garen, später die Karotten, den Blumenkohl und die Erbsen dazu geben.

Zum Abschluss den Ziegenfrischkäse unterrühren und die Gemüsemischung etwas auskühlen lassen.

Den Backofen auf 180° vorheizen. Den Filoteig blattweise vierteln und je 3 davon in ein kleines Auflaufförmchen legen. Wenn man sie versetzt einlegt, ergibt das ein nettes Muster.

Die Gemüsemischung einfüllen und mit einem 1/4 Blatt Filoteig, dass man nochmal geviertelt hat, zudecken. Etwas andrücken.

Das Eigelb mit 2 EL Milch verquirlen und den Filoteig damit bepinseln.

Im Ofen backen, bis der Filoteig schön gebräunt ist.

Paule reicht dazu Joghurt mit Minze oder Koriander, den haben wir weggelassen, aber passt sicher gut. Vielen Dank für’s Rezept.

20
Sep
10

Insalata di cavolfiore

Ich liebe Blumenkohl-Salat. Ich vergess‘ das nur immer wieder. Nie kaufe ich Blumenkohl, um Salat daraus zu machen und umso glücklicher bin ich doch, wenn mir dann wieder einfällt, wie sehr ich Blumenkohlsalat mag.

Es ist ’ne ganz einfache Nummer, so muss er nämlich sein, finde ich. Keine aufwändigen Dressings, nur Essig und Öl, den Blumenkohl nicht zu weich kochen und ganz wichtig (!), direkt nach dem Kochen, wenn er noch warm ist, mit Essig und Öl übergießen und ziehen lassen.

1/2 Blumenkohl
1 Karotte
2 EL Erbsen (TK)
1 kleine Schalotte
Pfeffer, Salz
Essig, Öl

Und während der Blumenkohl zieht, kann man in aller Ruhe die Karotte schälen und würfeln und anschließend das Gleiche mit der Schalotte tun.

Die Erbsen kurz mit kochenendem Wasser übergießen.

Alles zusammen in einer Salatschüssel vermischen, etwas salzen und pfeffern und noch ziehen lassen.

Wahrscheinlich habe ich morgen dann schon wieder vergessen, wie gerne ich diesen Salat mag und es wird wieder einige Monde dauern, bis der wieder auf den Tisch kommt…

Das Peperönchen wächst weiterhin fleißig und die meisten der Schoten sind bald erntereif:

17
Sep
10

Gegrillter Zander auf dreierlei Gemüse und Gorgonzola-Birne

Fischrezepte im Hause Mestolo sind immer ein Zugeständnis an den carnivoren Gatten, der glücklicherweise nicht von mir verlangt, dass ich Fleisch auf den Tisch bringe. Aber dennoch, aus reiner Dankbarkeit für seine Toleranz gibt es eben ab und an Fisch. In letzter Zeit häufiger, aber ich hab erstmal genug davon, nächste Woche wird hier wieder ganz ohne Tiere gekocht. Mal abgesehen vom Hund, der uns beim Kochen nie von der Seite weicht, es könnte ja was abfallen.

2 kleine Zanderfilets (250g)
4 Karotten
3 kleine Kartoffeln
1/2 kleiner Blumenkohl
1 Birne
50g Gorgonzola, nicht zu kräftig
100g Hüttenkäse
Petersilie, gehackt
Salz, Muskat
1 EL Butter

Die Zanderfilets waschen, trocknen, etwas salzen und mit Öl einpinseln.

Auf der Haut grillen.

Blumenkohl, Kartoffeln und Karotten kleinschneiden (Kartoffeln und Karotten vorher schälen) und in kochendem Salzwasser dünsten. Die Kartoffeln habe ich etwas kleiner gewürfelt, damit das Gemüse gleichzeitig gar ist.

Die Birne halbieren, das Kerngehäuse entfernen und den freigewordenen Platz mit Gorgonzola füllen.

Im Backofen bei 180° ca. 15 min überbacken.

Das gegarte Gemüse mit dem Kartoffelstampfer attackieren, einen Stich Butter, geriebene Muskatnuss, Salz und den Hüttenkäse sowie gehackte Petersilie unterheben.

Den Zander auf auf dem Gemüse-Püree drapieren und gemeinsam mit der Birne servieren.

Wir wünschen Euch ein schönes, sonniges und leckeres Wochenende!

16
Sep
10

Gratinierte Miesmuscheln

Jetzt ist ja nicht nur Suppenzeit, auch die Muscheln finden so langsam wieder Einzug in unsere Küche. Standardprogramm sind eigentlich die absolut köstlichen Muscheln rheinischer Art, gekocht mit viel Gemüse in einem Weißweinsud.

Heute sollte es mal etwas anderes sein und aus diversen Anregungen habe ich mir ein Rezept für gratinierte Miesmuscheln zurechtgedacht. Diese eignen sich hervorragend als Vorspeise oder, in ausreichender Menge, auch als Hauptgericht. Brot braucht man keines mehr dazu, das ist ja schon dabei. Die Muscheln sättigen sehr, sind dezent im Geschmack, aber sehr gut.

2 kg frische Miesmuscheln
200 ml trockener Weißwein
50 g Butter
70 g Paniermehl
2 EL gehackte Petersilie
2 TL frischen Estragon, gehackt
Salz, Pfeffer
2 TL frisch geriebenen Parmesan

Miesmuscheln gründlich in kaltem Wasser waschen.

Den Wein in eine große Kasserolle gießen, die Miesmuscheln zugeben und bei geschlossenem Deckel aufkochen.

Dann für 5 min kochen und dabei öfters mal den Topf schütteln.

Die Muscheln abgießen, dabei aber den Weißwein-Sud auffangen und in einen kleinen Topf gießen.

Die oberen Muschelschalen entfernen und die Muscheln nebeneinander auf ein Backblech aufreihen.

Den Backofen vorheizen, entweder auf 200° oder, wenn vorhanden, die Grillfunktion einschalten.

Den Weißwein-Sud nochmals aufkochen, die Butter darin schmelzen und die Kräuter dazugeben. Vom Herd nehmen.

Das Paniermehl darin einrühren und mit Pfeffer abschmecken.

Nun auf jede Muscheln je ein kleines Häufchen davon verteilen und obenauf noch etwas Parmesan geben.

Die Muscheln im Ofen gratinieren, bis die Oberfläche gebräunt ist.

Heiß servieren, wenn vorhanden, kann man auch noch etwas Petersilie darüber streuen.

15
Sep
10

Karottensuppe, indisch mit Koriander-Kokos-Schaum

Wahrscheinlich schlafen jetzt auch noch die letzten tapferen Blogleser und Kommentarschreiber ein, hier gibt es nämlich heute schon wieder Suppe. Obwohl man der Suppe (und auch uns) damit Unrecht tun würde, auch diese Suppe ist alles andere als langweilig oder einschläfernd.

Gefunden bei Paule, sie hatte die Suppe entdeckt bei Alice, und wir haben sie auch getestet – und für gut befunden. Auch wenn ich mich nicht ganz an die Vorgaben gehalten habe, weil gerade kein Kürbis zur Hand war, aber reichlich Karotten. Ingwer würde sich sicher auch gut darin machen…

2 Zwiebeln, fein gewürfelt
4 Knoblauchzehen, klein gehackt
frisches Koriandergrün
2 EL Öl
500 g Karotten, in Scheiben geschnitten
200 g getrocknete rote Linsen
2 TL Kokosraspeln
1,5 l Gemüsebrühe
250 ml Kokosmilch
1 Chilischote
Currypulver
Koriandersamen, frisch gemörsert
Kardamom, frisch gemörsert
Kreuzkümmel, frisch gemörsert
Salz, Pfeffer

Die Korianderblätter vom Stängel zupfen, die Blätter brauchen wir später noch.

Die Zwiebeln im heißen Öl anschwitzen, den Knoblauch, die feingehackte Chilischote und die Korianderstängel unterrühren, etwas salzen.

Die Karotten, die Linsen, die frisch gemörserten Gewürze und die Kokosraspeln dazu geben und alles gemeinsam nochmals unter Rühren anschwitzen, dann mit der Gemüsebouillon ablöschen.

In der Zwischenzeit die Korianderblättern und 1/3 der Kokosmilch mit den Stabmixer schaumig pürieren.

Wenn die Linsen und die Karotten gar sind, die restliche Kokosmilch in die Suppe gießen und ebenfalls pürieren.

Im Suppenteller dann mit dem Koriander-Kokos-Schaum dekorieren und sich darüber freuen, was anderer Köchinnen und Köche Kochblogs doch immer für tolle Anregungen geben.

14
Sep
10

Gebultstags-Flühlingslollen

Zorras Kochtopf feiert bald Geburtstag und wieder einmal sind wir alle eingeladen, mitzufeiern und gute Sachen in Hülle und Fülle auf das virtuelle Buffet zu stellen.

Liebend gerne folgen wir der Einladung und bringen (unfrittierte) Frühlingsrollen mit einer selbstgemachten süß-scharfen Soja-Sauce mit.

Blog-Event LX - In Hülle und Fülle (Einsendeschluss 15. September 2010)

Für die Soja-Sauce:
4 EL Zucker
4 EL Reis-Essig
3 TL Tomatenmark
4 EL Sojasauce
2 EL Öl
1/4 Paprika, fein gewürfelt
2 EL Ananas, fein gewürfelt
1 Chilischote, fein gehackt

Alle Zutaten in einem Topf vermischen, aufkochen und ca. 10 min köcheln lassen, bis die Sauce eindickt.

Für die Frühlingsrollen:
Filoteig, nicht ganz eine Packung
1-2 Karotten, in Julienne
1/2 Paprika, in dünnen Streifen
150g Glasnudeln
300g Sprossen
250g Austernpilze
Koriandergrün
Peffer, Salz,
Sesam
Chilischote

Die in Streifen geschnittenen Austernpilze in etwas Öl und mit der klein gehackten Chilischote gut anbraten.

Danach die Sprossen dazu geben und ebenfalls braten.

Anschließend die Karotten- und Paprikastreifen dazugeben und nur noch kurz mitdünsten.

Kräftig mit Pfeffer und Salz abschmecken, die vorgekochten Glasnudeln und die Sesamkörner unterheben.

Zum Schluss das Koriandergrün mit der Füllung vermischen.

Die Filoteigblätter halbieren, ungefähr zwei EL Füllung darauflegen und einrollen.

Die Frühlingsrollen mit etwas Öl bepinseln und für ca. 15 min im vorgeheizten Backofen (180°) bräunen.

Heiß mit dem Sojadipp servieren.

Das ergab für uns 15 Frühlingsrollen, davon sind noch welche übrig geblieben und von der Füllung ist auch noch was da.

Die schmeckt aber, genau wie die Frühlingsrollen, auch am nächsten Tag noch gut.

Alles Gute zum 6. Geburtstag!

Blog-Event LX - In Hülle und Fülle (Einsendeschluss 15. September 2010)

13
Sep
10

Tunesische Fischsuppe

Im Moment könnt‘ ich jeden Tag Suppen essen, wahrscheinlich weil jetzt so langsam die Suppenzeit beginnt und die Salatzeit ablöst, draußen wird’s grauer und früher dunkel. Außerdem haben wir gestern das erste Mal den Kamin angemacht und irgendwie wird man dann doch wieder häuslicher.

Diese Suppe habe ich gefunden bei Petra, ich hab sie nur ganz wenig verändert und wir waren sehr begeistert. Schließlich war das tatsächlich unsere allererste Fischsuppe, die wir je gekocht haben und das sicher nicht das letzte Mal.

2 EL Olivenöl
1 Zwiebel; fein gewürfelt
1 Knoblauchzehe; in dünnen Scheiben
1/2 TL Kreuzkümmel, gemörsert
2 TL Harissapaste
1 TL  Paprikapulver, scharf
1 kleine Chilischote, getrocknet
400 ml Fischfond
100 ml Weißwein
250g Kartoffeln; in Scheiben, ca. 5 mm dick
6 Cocktailtomaten; enthäutet, geviertelt
2 Paprika, geröstet und enthäutet
Salz, Pfeffer
300g Zanderfilet (2 Filets)
Koriandergrün; gehackt

Zuerst habe ich die zwei Paprikaschoten geviertelt, entkernt und im Backofen rösten lassen, so dass man danach die Haut abziehen konnte. Danach die Paprika in schmale Streifen schneiden.

Von den Zanderfilets habe ich die Haut abgezogen.

Das Olivenöl in einem ausreichend großen Topf erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch darin anschwitzen.

Den gemörserten Kreuzkümmel, die Harissapaste, das Paprikapulver und die kleinst gehackte Chilischote dazugeben, verrühren.

Dann die Kartoffelscheiben zugeben und mit dem Fischfond und dem Weißwein ablöschen. Wenn man mag, kann man auch die Zanderhaut mit hinzu geben.

Ungefähr 10 min bei kleiner Hitze  köcheln lassen.

Danach kommen die  Tomatenviertel und die Paprikastreifen dazu. Wenn die Kartoffeln noch nicht gar sind, weitere 3 – 5 min köcheln lassen.

Mit Pfeffer und Salz abschmecken und den gehackten Koriander dazu geben.

Die in große Stücke geschnittenen Fischfilets in die Suppe legen und einige Minuten mitgaren. Dann dauert nicht sehr lange und der Fisch bleibt schön saftig.

Mit einem Schaumlöffel herausnehmen, die Suppe auf den Tellern anrichten und die Fischfiletstücke darauflegen.

Petra schreibt auch: Prima! Und das können wir nur bestätigen und dick unterstreichen!

Hier wieder das Montagsfoto vom Peperönchen, man sieht gut die verschiedenen Reifegrade der Schoten:




Mestolo: DAS vegetarische Kochblog!

Vegetarische Küche, möglichst biologisch, regional und saisonal - mit Ausnahmen. Einmal wöchentlich geöffnet.

"Gutes Essen kann gesundheitsschädlich sein, schlechtes ist es immer." Wolfram Siebeck

Koch-Events:

Was ich wichtig finde:

Ärzte ohne Grenzen - Gesundheit ist ein Menschenrecht

Kochbuch:

Rezeptebuch

Und außerdem:

Suchmaschinenoptimierung mit Ranking-Hits

Küchenblogs