Archiv für September 2010



16
Sep
10

Gratinierte Miesmuscheln

Jetzt ist ja nicht nur Suppenzeit, auch die Muscheln finden so langsam wieder Einzug in unsere Küche. Standardprogramm sind eigentlich die absolut köstlichen Muscheln rheinischer Art, gekocht mit viel Gemüse in einem Weißweinsud.

Heute sollte es mal etwas anderes sein und aus diversen Anregungen habe ich mir ein Rezept für gratinierte Miesmuscheln zurechtgedacht. Diese eignen sich hervorragend als Vorspeise oder, in ausreichender Menge, auch als Hauptgericht. Brot braucht man keines mehr dazu, das ist ja schon dabei. Die Muscheln sättigen sehr, sind dezent im Geschmack, aber sehr gut.

2 kg frische Miesmuscheln
200 ml trockener Weißwein
50 g Butter
70 g Paniermehl
2 EL gehackte Petersilie
2 TL frischen Estragon, gehackt
Salz, Pfeffer
2 TL frisch geriebenen Parmesan

Miesmuscheln gründlich in kaltem Wasser waschen.

Den Wein in eine große Kasserolle gießen, die Miesmuscheln zugeben und bei geschlossenem Deckel aufkochen.

Dann für 5 min kochen und dabei öfters mal den Topf schütteln.

Die Muscheln abgießen, dabei aber den Weißwein-Sud auffangen und in einen kleinen Topf gießen.

Die oberen Muschelschalen entfernen und die Muscheln nebeneinander auf ein Backblech aufreihen.

Den Backofen vorheizen, entweder auf 200° oder, wenn vorhanden, die Grillfunktion einschalten.

Den Weißwein-Sud nochmals aufkochen, die Butter darin schmelzen und die Kräuter dazugeben. Vom Herd nehmen.

Das Paniermehl darin einrühren und mit Pfeffer abschmecken.

Nun auf jede Muscheln je ein kleines Häufchen davon verteilen und obenauf noch etwas Parmesan geben.

Die Muscheln im Ofen gratinieren, bis die Oberfläche gebräunt ist.

Heiß servieren, wenn vorhanden, kann man auch noch etwas Petersilie darüber streuen.

15
Sep
10

Karottensuppe, indisch mit Koriander-Kokos-Schaum

Wahrscheinlich schlafen jetzt auch noch die letzten tapferen Blogleser und Kommentarschreiber ein, hier gibt es nämlich heute schon wieder Suppe. Obwohl man der Suppe (und auch uns) damit Unrecht tun würde, auch diese Suppe ist alles andere als langweilig oder einschläfernd.

Gefunden bei Paule, sie hatte die Suppe entdeckt bei Alice, und wir haben sie auch getestet – und für gut befunden. Auch wenn ich mich nicht ganz an die Vorgaben gehalten habe, weil gerade kein Kürbis zur Hand war, aber reichlich Karotten. Ingwer würde sich sicher auch gut darin machen…

2 Zwiebeln, fein gewürfelt
4 Knoblauchzehen, klein gehackt
frisches Koriandergrün
2 EL Öl
500 g Karotten, in Scheiben geschnitten
200 g getrocknete rote Linsen
2 TL Kokosraspeln
1,5 l Gemüsebrühe
250 ml Kokosmilch
1 Chilischote
Currypulver
Koriandersamen, frisch gemörsert
Kardamom, frisch gemörsert
Kreuzkümmel, frisch gemörsert
Salz, Pfeffer

Die Korianderblätter vom Stängel zupfen, die Blätter brauchen wir später noch.

Die Zwiebeln im heißen Öl anschwitzen, den Knoblauch, die feingehackte Chilischote und die Korianderstängel unterrühren, etwas salzen.

Die Karotten, die Linsen, die frisch gemörserten Gewürze und die Kokosraspeln dazu geben und alles gemeinsam nochmals unter Rühren anschwitzen, dann mit der Gemüsebouillon ablöschen.

In der Zwischenzeit die Korianderblättern und 1/3 der Kokosmilch mit den Stabmixer schaumig pürieren.

Wenn die Linsen und die Karotten gar sind, die restliche Kokosmilch in die Suppe gießen und ebenfalls pürieren.

Im Suppenteller dann mit dem Koriander-Kokos-Schaum dekorieren und sich darüber freuen, was anderer Köchinnen und Köche Kochblogs doch immer für tolle Anregungen geben.

14
Sep
10

Gebultstags-Flühlingslollen

Zorras Kochtopf feiert bald Geburtstag und wieder einmal sind wir alle eingeladen, mitzufeiern und gute Sachen in Hülle und Fülle auf das virtuelle Buffet zu stellen.

Liebend gerne folgen wir der Einladung und bringen (unfrittierte) Frühlingsrollen mit einer selbstgemachten süß-scharfen Soja-Sauce mit.

Blog-Event LX - In Hülle und Fülle (Einsendeschluss 15. September 2010)

Für die Soja-Sauce:
4 EL Zucker
4 EL Reis-Essig
3 TL Tomatenmark
4 EL Sojasauce
2 EL Öl
1/4 Paprika, fein gewürfelt
2 EL Ananas, fein gewürfelt
1 Chilischote, fein gehackt

Alle Zutaten in einem Topf vermischen, aufkochen und ca. 10 min köcheln lassen, bis die Sauce eindickt.

Für die Frühlingsrollen:
Filoteig, nicht ganz eine Packung
1-2 Karotten, in Julienne
1/2 Paprika, in dünnen Streifen
150g Glasnudeln
300g Sprossen
250g Austernpilze
Koriandergrün
Peffer, Salz,
Sesam
Chilischote

Die in Streifen geschnittenen Austernpilze in etwas Öl und mit der klein gehackten Chilischote gut anbraten.

Danach die Sprossen dazu geben und ebenfalls braten.

Anschließend die Karotten- und Paprikastreifen dazugeben und nur noch kurz mitdünsten.

Kräftig mit Pfeffer und Salz abschmecken, die vorgekochten Glasnudeln und die Sesamkörner unterheben.

Zum Schluss das Koriandergrün mit der Füllung vermischen.

Die Filoteigblätter halbieren, ungefähr zwei EL Füllung darauflegen und einrollen.

Die Frühlingsrollen mit etwas Öl bepinseln und für ca. 15 min im vorgeheizten Backofen (180°) bräunen.

Heiß mit dem Sojadipp servieren.

Das ergab für uns 15 Frühlingsrollen, davon sind noch welche übrig geblieben und von der Füllung ist auch noch was da.

Die schmeckt aber, genau wie die Frühlingsrollen, auch am nächsten Tag noch gut.

Alles Gute zum 6. Geburtstag!

Blog-Event LX - In Hülle und Fülle (Einsendeschluss 15. September 2010)

13
Sep
10

Tunesische Fischsuppe

Im Moment könnt‘ ich jeden Tag Suppen essen, wahrscheinlich weil jetzt so langsam die Suppenzeit beginnt und die Salatzeit ablöst, draußen wird’s grauer und früher dunkel. Außerdem haben wir gestern das erste Mal den Kamin angemacht und irgendwie wird man dann doch wieder häuslicher.

Diese Suppe habe ich gefunden bei Petra, ich hab sie nur ganz wenig verändert und wir waren sehr begeistert. Schließlich war das tatsächlich unsere allererste Fischsuppe, die wir je gekocht haben und das sicher nicht das letzte Mal.

2 EL Olivenöl
1 Zwiebel; fein gewürfelt
1 Knoblauchzehe; in dünnen Scheiben
1/2 TL Kreuzkümmel, gemörsert
2 TL Harissapaste
1 TL  Paprikapulver, scharf
1 kleine Chilischote, getrocknet
400 ml Fischfond
100 ml Weißwein
250g Kartoffeln; in Scheiben, ca. 5 mm dick
6 Cocktailtomaten; enthäutet, geviertelt
2 Paprika, geröstet und enthäutet
Salz, Pfeffer
300g Zanderfilet (2 Filets)
Koriandergrün; gehackt

Zuerst habe ich die zwei Paprikaschoten geviertelt, entkernt und im Backofen rösten lassen, so dass man danach die Haut abziehen konnte. Danach die Paprika in schmale Streifen schneiden.

Von den Zanderfilets habe ich die Haut abgezogen.

Das Olivenöl in einem ausreichend großen Topf erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch darin anschwitzen.

Den gemörserten Kreuzkümmel, die Harissapaste, das Paprikapulver und die kleinst gehackte Chilischote dazugeben, verrühren.

Dann die Kartoffelscheiben zugeben und mit dem Fischfond und dem Weißwein ablöschen. Wenn man mag, kann man auch die Zanderhaut mit hinzu geben.

Ungefähr 10 min bei kleiner Hitze  köcheln lassen.

Danach kommen die  Tomatenviertel und die Paprikastreifen dazu. Wenn die Kartoffeln noch nicht gar sind, weitere 3 – 5 min köcheln lassen.

Mit Pfeffer und Salz abschmecken und den gehackten Koriander dazu geben.

Die in große Stücke geschnittenen Fischfilets in die Suppe legen und einige Minuten mitgaren. Dann dauert nicht sehr lange und der Fisch bleibt schön saftig.

Mit einem Schaumlöffel herausnehmen, die Suppe auf den Tellern anrichten und die Fischfiletstücke darauflegen.

Petra schreibt auch: Prima! Und das können wir nur bestätigen und dick unterstreichen!

Hier wieder das Montagsfoto vom Peperönchen, man sieht gut die verschiedenen Reifegrade der Schoten:

10
Sep
10

Macadamianuss-Rote Bete-Pesto

An manchen Tagen bedauert Herr Mestolo ein ganz klein bißchen, dass wir ein Kochblog haben. Nämlich genau dann, wenn es ein Essen gibt, dass ihm ganz besonders gut geschmeckt hat und er weiß, dass es sicher sehr lange dauern wird, bis es das nochmal gibt. Dabei hatte er nur vom Pesto probiert und wusste schon, dass er das schon ganz bald und noch viele Male essen möchte.

Ganz so schlimm ist es nicht, manchmal gibt es auch Rezepte zweimal, aber eigentlich ist es schon so, dass wir jeden Tag etwas anderes kochen. Nun, ich werde ihm den Gefallen aber sicher bald nochmal tun, zumal ja jetzt auch die Rote Bete-Zeit beginnt. Das Rezept ist wie so oft aus dem Guardian und verlangt nach gelben Beten, aber die habe ich hier noch nie gesehen.

Außerdem hätten die Beten frisch sein können, die feilgebotenen im Supermarkt waren aber dermaßen schäbig, dass ich zu den vorgekochten greifen musste.

Dazu gab es selbstgeklimperte Spaghetti alla chitarra, diesmal allerdings mit Ei im Teig. Natürlich schmeckt das Pesto auch mit gekaufter Pasta.

300g gelbe Beten (alternativ dazu rote Bete)
75g Macadamia-Nüsse, leicht angeröstet
1 Knoblauchzehen
1/2 Handvoll Basilikum
1 TL Estragon, getrocknet
1/3 Handvoll Petersilie
60ml Olivenöl
30g Parmesan, gerieben
Salz, Pfeffer
250g frische Pasta
150g Erbsen (TK)
1/2 Handvoll Minze

Einen Teil der Beten (ca. 1/4) in feine Würfel schneiden und beiseite stellen.

Die Macadamianüsse und den Knoblauch im Mixer shreddern,

Die ungewürfelte, grob geschnittene Bete hinzugeben gemeinsam mit dem Basilikum, Estragon und der Petersilie. Weiter mixen.

Den Parmesan und das Olivenöl unterrühren. Etwas mehr Olivenöl hinzufügen, wenn einem das Pesto zu trocken erscheint.

Die frische Pasta in kochendem Wasser garen und kurz vor Schluss (also ziemlich schnell) die Erbsen dazu geben und kurz mitkochen.

Abgießen und in einer großen Schüssel mit den Bete-Würfeln, der in dünne Streifen geschnittenen Minze und ca. 2/3 des Pestos mischen. Ich hatte noch einige Erbsen, Bete-Würfel, grob gehackte Macadamia-Nüsse und Minz-Streifen für die Deko zurück behalten.

Also, dekorieren und zusammen mit frisch geriebenem Parmesan und dem restlichen Pesto servieren.

Sieht toll aus und schmeckt genial.

Wir wünschen Euch allen ein schönes Spätsommer-Sonnen-Wochenende!




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