Archiv für Oktober 2010

29
Okt
10

Zimt-Birnen-Rotkohl mit Polentaklößen

Einen Birnen-Kochevent wurde im Gärtnerblog ausgerufen und ich habe schon den ganzen Monat immer wieder darauf herumgedacht, was wir denn nun dazu beitragen könnten.

Wir hatten schon Safran-Honig-Birnen hier vorgestellt oder letztens gab es erst den Kürbis-Birnen-Flammkuchen. Herrn Mestolo kann ich immer glücklich machen mit Polenta und mir war so rotkohlig zu Mute. Warum nicht beides kombinieren und alles mit ein paar Gewürzen aufpeppen.

Rotkohl ist eine der wenigen Sachen, die wir fertig kaufen, dann aber nur das der Firma Leuchtenberg, die sozusagen im weitesten (sogar im näheren) Sinne fast direkt neben uns produzieren.

Garten-Koch-Event Oktober 2010: Birnen [31. Oktober 2010]

1 Birne
1/2 TL Zimt
5 Nelken
2 Lorbeerblätter
1 Beutel Leuchtenberg-Rotkohl
80g Polenta
Kräuter nach Wahl (hier Dill und Schnittlauch)
2 EL Ziegenfrischkäse

350 ml Wasser mit Salz zum Kochen bringen und die Polenta einrieseln lassen. Hitze reduzieren und rühren. Lange rühren, mindestens 45 min, wenn man nicht Instant-Polenta verwendet. Eventuell noch etwas Wasser nachgießen, wenn die Polenta zu dick wird.

Die Polenta zu Ende kochen, die Kräuter und den Frischkäse hinzugeben, gut verrühren und auf ein ausreichend großes Holzbrett gießen. Etwas auskühlen lassen und vier Klöße formen, am besten mit feuchten Händen, sonst klebt die Polenta doch sehr an den Fingern.

Den Rotkohl mit den Nelken, dem Zimt und den Lorbeerblättern erhitzen.

Die Birne schälen und würfeln und zum Rotkohl geben, gemeinsam mit dem Rotkohl erhitzen.

Die Polentaklöße in siedendem, nicht sprudelnden Wasser nochmals heißziehen lassen und zusammen mit dem Rotkohl servieren.

Die Polenta war gut, wie immer, aber der Rotkohl war toll, zusammen mit den Gewürzen absolut festagstauglich.

Wir wünschen Euch ein schaurig-schönes langes Feiertagswochende, das ja sogar nochmal eine Stunde länger ist.

28
Okt
10

Spaghetti vongole

Ein schnelles Rezept der klassischen italienischen Küche, quasi unverändert übernommen aus dem Kochbuchklassiker „Der silberne Löffel“. Schnell gekocht, gut gegessen, flugs verbloggt – und ausnahmsweise mal mit nicht selbstgemachter Pasta.

1 Netz Venusmuscheln
120 ml Olivenöl
200g Capellini (sehr dünne Spaghetti)
2 Knoblauchzehen
glatte Petersilie
Pfeffer, Salz

Das Öl in einem Topf erhitzen, den Knoblauch und die gesäuberten Venusmuscheln (kaputte vorher aussortieren) zufügen und ca. 5 min garen, bis sich die Schalen öffnen.

Den Topf vom herd nehmen und die Muscheln mit einem Schaumlöffel rausnehmen. Alle nicht geöffneten Muscheln aussortieren und wegwerfen.

Das Muschelfleisch aus den Schalen lösen.

Den Kochsud durch ein feines Sieb in eine Pfanne gießen, die Muscheln dazugeben.

Inzwischen die Pasta al dente kochen, abgießen und zu den Muscheln in die Pfanne geben.

Unter häufigem Rühren 2 min erhitzen, dann mit Pfeffer und Salz abschmecken und mit der gehackten Petersilie bestreuen.

Auf vorgewärmten Tellern anrichten.

So einfach wie gut.

27
Okt
10

Sfogliata di Pane Carasau

Pane Carasau (auch Carta da musica genannt), ist ein traditionelles, sehr dünnes und knuspriges Fladenbrot aus Sardinien.

Ursprünglich wurde es wohl für die Hirten, die früher lange Zeit von zu Hause wegblieben, gebacken, da es sehr haltbar ist.
Mit und für Pane carasau gibt es schöne Rezpte, eines stelle ich heute vor, eine Art Lasagne mit viel frischem, fast rohem Gemüse und Büffelmozzarella.

Pane carasau ist auch im Versandhandel zu beziehen, kostet da allerdings ein vielfaches mehr als in Italien. Unseres hier ist ein Restbestand aus dem Sommerurlaub.

Für 4 Personen:

4 – 5 Scheiben Pane Carasau
4 Paprikaschoten, rot, orange oder gelb
200g Büffelmozzarella
3 EL schwarze Oliven, entsteint
3 Tomaten
3 Sardellenfilets
2 Knoblauchzehen
Basilikum
4 Frühlingszwiebeln

Die Paprikaschoten vierteln und bei 200° im Backofen garen, bis sie braun sind und sich die Haut abziehen lässt.

Die Paprika enthäuten und in schmale Streifen schneiden, diese mit Olivenöl, Salz, Pfeffer und zwei gepressten Knoblauchzehen marinieren.

In der Zwischenzeit die Tomaten entkernen und würfeln, die Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden.

Den Mozzarella würfeln und die Sardellenfilets waschen, trocknen und sehr sehr klein schneiden.

Die Oliven halbieren und den Basilikum grob zerkleinern. Dann alles zusammen mischen – außer den Mozzarella – und in einer ausreichend großen Auflaufform abwechselnd Pane carasau, Gemüse und Käse schichten. Mit Brot abschließen und obenauf noch Käse streuen.

Für 8 – 10 min bei 200° im Ofen aufwärmen und genießen. Schmeckt himmlisch und ist einfach und relativ schnell zubereitet.

26
Okt
10

Panino di castagne – Kastanienbrötchen

Um aus unserem aus Italien importierten Kastanienmehl nicht immer nur Castagnaccio zu machen, standen heute mal Brötchen auf der To do-Liste. Ich hatte bei Manufactum in Düsseldorf mal Kastanienbrot gekauft, das war sehr gut. Backwaren mit Kastanienmehl bekommen immer einen leichten Stich in lilafarbene, schmecken etwas süßlich und passen gut zu säuerlichen Marmeladen oder einem kräftigen Käse.

250 g Weizenmehl
150g Hartweizenmehl
150 g Kastanienmehl
15 g Salz
1 Würfel Hefe, frisch
Mehl, für die Arbeitsfläche

Zubereitung
Die Mehlsorten und das Salz vermischen.

Die Hefe in 340 ml lauwarmem Wasser auflösen.

Das Mehlgemisch in die Küchenmaschine geben und unter Rühren mit dem Knethaken das Wasser mit der Hefe darunter mischen. Einige Minuten kneten lassen, eine Kugel formen und dieseA agedeckt an einem warmen Ort über Nacht gehen lassen.

Den Backofen auf 250° vorheizen, eine Auflaufform aus Metall auf den Boden stellen und mit vorheizen.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche nochmal durchkneten und eine Rolle formen. Diese Rolle in 15 Teile schneiden und daraus Brötchen formen.

Die Brötchen mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen.

Kreuzförmig einschneiden und dann noch mal etwa 10 min gehen lassen.

Die Brötchen auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben. Etwa 200 ml Wasser in die Auflaufform gießen und sofort die Ofentür schließen, damit der entstehende Wasserdampf nicht entweichen kann.

Nach ca. 7 min beginnen die Brötchen braun zu werden, dann einmal die Ofentür öffnen und direkt wieder schließen.

Nach weiteren 10 – 12 min sind die Brötchen fertig.

Alternativ könnte man noch gehackte Maronen zum Teig geben.

Wer sonst noch Rezepte mit Kastanienmehl jenseits von Brötchen und Castagnaccio kennt: immer her damit 🙂

25
Okt
10

Gebratene Jakobsmuscheln mit Rucola-Öl und Blumenkohlpüree

Endlich mal wieder haben wir es geschafft, an Tobias‘ Kochevent teilzunehmen, jeden Monat wird dort ein anderes Mittelmeerland kulinarisch bereist und wir waren unter anderem schon in Italien, in Griechenland , in Albanien und Ägypten und noch vielen anderen Ländern.

13ter mediterraner Kochevent - Frankreich - tobias kocht! - 10.10.2010-10.11.2010

Als nunmehr 13. Land steht Frankreich als nächstes Ziel auf der Reiseroute und wir haben uns für ein Rezept aus dem Kochbuch „Vive la France!“ entschieden.

6 Jakobsmuscheln
1/2 Blumenkohl
75ml Olivenöl
2 EL Sahne
Saft einer halben kleinen Zitrone
50g Rucola
2 Knoblauchzehen
Pfeffer, Salz

Den Blumenkohl im Dämpfeinsatz garen und mit 2 EL Sahne pürieren, pfeffern und salzen.

Den Rucola mit dem Olivenöl und dem Zitronensaft im Mixer pürieren.

Die Konpblauchzehen schälen und in dünne Scheiben schneiden.

In einer Pfanne mit Öl bräunen, aus der Pfanne nehmen und bei Seite stellen.

In der gleichen Pfanne die Jakobsmuscheln von beiden Seiten je 3 – 4 min braten.

Die Jakobsmuscheln mit dem Rucola-Öl und je zwei Nocken Blumenkohlpüree anrichten, mit den Knoblauchscheiben garnieren und servieren.

Ich war ein wenig skeptisch anfangs, aber die Kombination ist gut, die verschiedenen Sachen stehen sich nicht im Weg, sondern ergänzen sich hervorragend.

22
Okt
10

Herbst-Picknick: Streuselkuchen

Letztes Jahr zu Weihnachten haben wir einen Apfelbaum geschenkt bekommen, also vielmehr ein Apfelbaum-Leasing für ein Jahr. Wenn die Äpfel dann reif sind, kann man sie selber ernten. Das war letztes Wochenende soweit und zum Apfelpflück-Event haben wir einen einfachen Streuselkuchen gebacken. (Äpfel hatten wir ja noch nicht)

Nach dem kleinen Mißerfolg mit dem Bananenkuchen haben wir uns dann auch erst mal für ein narrensicheres Gelingrezept entschieden und es bot sich der Streuselkuchen aus dem Buch „Kleine Kuchen und Torten“ an, alles Rezepte für eine 20cm-Springform, die praktischerweise auch dabei war.

Das Wetter hat übrigens ein richtiges Picknick dann doch verhindert, aber geschmeckt hat der Kuchen uns trotzdem!

Unsere Äpfel sind übrigens von der Sorte Pinova, die ich vorher nicht kannte und die absolut köstlich ist.

Die Mengenangaben beziehen sich auf eine kleine Springform mit 20 cm Durchmesser:

200g Mehl
50g Zucker
50ml Milch
1 Prise Salz
1/4 Würfel frische Hefe
70g Butter
2 Eigelb
1 TL Vanillezucker
1 Prise Zimt

100g Mehl, 1/2 EL Zucker, Salz, Milch, Hefe, 20g Butter und 1 Eigelb zu einem Hefeteig verarbeiten. Diesen dann 45 min gehen lassen.

Die anderen Zutaten zu Streuseln verarbeiten.

Den Ofen auf 180° vorheizen.

Den Teig auf bemehlter Arbeitsfläche 5 min kneten.

Dann ausrollen, in die Form legen und einen Rand hochziehen. 10 min gehen lassen.

Die Streusel über den Teig streuen und leicht andrücken.

20 min backen lassen.

Wir wünschen Euch ein wunderschönes Herbstwetterpicknickwochenende!

21
Okt
10

Herzhafte Bratäpfel, gefüllt mit Sauerkraut

Auf der Suche nach nicht ganz alltäglichen Sauerkraut-Rezepten stieß ich neben dem orientalischen Sauerkraut mit Fladenbrotknödeln auch auf das folgende Rezept, welches mir direkt gut gefallen hatte.

Es ist schnell gemacht und Sauerkraut und Apfel passen wunderbar zusammen.

4 große Äpfel (hier Boskop)
400 g frisches Sauerkraut
1 Zwiebel
1 EL Olivenöl
120 ml Apfelsaft
1 EL weißer Balsamico
1 TL Honig
1 TL Ingwersirup
50 g Blauschimmelkäse
100 g Sauerrahm
Pfeffer, Salz, Thymian

Äpfel waschen, einen kleinen Deckel abschneiden und mit einem Kugelausstecher bis auf einen 1 cm dicken Rand aushöhlen.

Fruchtfleisch klein schneiden.

Das Sauerkraut abtropfen lassen und klein schneiden.

Zwiebel würfeln und im Öl glasig dünsten. Die Apfelstücke und das Sauerkraut zugeben und kurz anbraten.

Die Sauerkrautmischung mit Apfelsaft ablöschen und Thymian, Ingwersirup, Honig und Essig dazugeben. Salzen und pfeffern.

Zugedeckt bei schwacher Hitze 10 min dünsten.

Das Sauerkraut in die Äpfel füllen und diese in eine Auflaufform setzen.

Blauschimmelkäse mit einer Gabel zerdrücken, mit Sauerrahm verrühren und auf die Äpfel geben. Mit etwas Apfelsaft angießen.

Im Ofen bei 200 °C etwa 20 Minuten überbacken.

Eine harmonische Kombination, die gut in die kältere Jahreszeit passt und mal ganz abseits von Sauerkraut und Kassler.




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