15
Okt
10

Fladenbrotknödel auf orientalischem Sauerkraut

Proportional zu den sinkenden Temperaturen steigt bei mir der Appetit auf Sauerkraut. In dem Buch „Vegetarisch genießen“ von Dagmar von Cramm und Martin Kintrup, aus dem ich bereits die köstliche Aprikosen-Polenta gekocht hatte, habe ich ein Rezept für eine etwas andere Sauerkraut-Mahlzeit gefunden, die nun jetzt, bei ca. 9° C am Mittag, absolut passend scheint.

200 g türkisches Fladenbrot
300 g Sauerkraut
200 ml Gemüsebouillon
100 ml passierte Tomaten
130 ml Milch
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 EL Butter
2 EL Petersilie, gehackt
100 g Feta (im Original Halloumi)
2 Eier
1,5 EL Mehl
Salz
1 TL gemahlener Koriander
Pfeffer
30 g Rosinen
1/2 TL Kurkuma
1/2 TL Kreuzkümmel
1 EL brauner Zucker

Den Backofen auf 220° (Umluft 200°) vorheizen. Das Fladenbrot in dünne Scheiben schneiden und im Ofen ca. 10 min backen, bis es leicht gebräunt ist.

Das Sauerkraut mit der Bouillon und den passierten Tomaten aufkochen und im geschlossenen Topf leise köcheln lassen.

Das Fladenbrot fein würfeln und in einer Schüssel in der Milch einweichen.

Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln. Zwiebelwürfel in Butter anschwitzen, bis sie glasig sind. Knoblauch hinzufügen, kurz mitdünsten und von der Kochstelle nehmen.

Petersilie waschen und trockenschütteln. Die Blätter von den Stielen zupfen und fein hacken. Den Feta zerkrümeln und mit den Eiern, dem Mehl, einem halben TL Koriander, der Petersilie, den Zwiebeln und etwas Pfeffer zum Fladenbrot geben und zu einem homogenen Teig verkneten.

Die Rosinen, Kurkuma, Kreuzkümmel, einen weiteren halben TL Koriander und den braunen Zucker zum Sauerkraut geben und weiterköcheln lassen.

Einen großen Topf mit gesalzenem Wasser aufsetzen. Aus der Brotmasse 8 Knödel formen und diese in dem siedenden Wasser in ca. 10 min gar ziehen lassen.

Auf dem Sauerkraut servieren.

Wir waren sehr begeistert. Lustig war schon, dass ich nie Semmelknödel machen wollte, weil ich dachte, das sei kompliziert. Und wie ich da so im Fladenbrotteig knetete, fiel mir auf, dass das ja nix anderes ist, als Semmelknödel. Wieder eine Blockade abgebaut 😀

Wir wünschen Euch allen ein wunderschönes oktobergoldenes Wochenende!

Quelle:  Dagmar von Cramm, Martin Kintrup  „Vegetarisch genießen“, ISBN-10: 3833804793

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16 Responses to “Fladenbrotknödel auf orientalischem Sauerkraut”


  1. 15. Oktober 2010 um 06:28

    Eben geht mit einem Teller
    Herr L. persönlich in den Keller,
    Dass er von dem Sauerkohle
    Eine Portion sich hole,
    Das würzt er dann mit viel Talent
    ganz nach der Art, wie im Orient

    • 2 Basler Dybli
      15. Oktober 2010 um 07:02

      Alle Achtung. An dir ist ein situativer Poet verloren gegangen (und das am frühen Morgen). Ich habe herzhaft gelacht. „you made my day“ 🙂

  2. 15. Oktober 2010 um 06:45

    Ich finde diese Version des Semmelknödels viel interessanter als das Ursprungsrezept.
    Und mit Sauerkraut allein schön leicht. 🙂

  3. 15. Oktober 2010 um 07:49

    Also was du alles entdeckst! Sowas urdeutsches orientalisch zu tunen finde ich eine supertolle Idee, das probiere ich unbedingt aus.

  4. 15. Oktober 2010 um 08:32

    Das nenn ich mal Fusion-Cooking! Deutsch-türkische Freundschaft

  5. 15. Oktober 2010 um 08:47

    @Robert, bist du nicht eher einer von den Lausbuben?
    Sieht ja richtig südtirolerisch aus:) Ganz fein, mal schauen was meine Famielie zu solch einem coolen Gericht sagen wird?

  6. 15. Oktober 2010 um 10:02

    Wie lange werde ich weiterfahren mit dem Anknödelkochendenken, und wie lange werde ich noch zuwarten, bis ich endlich meine ersten Knödel koche???!!!

  7. 15. Oktober 2010 um 12:52

    Das ist eine ganz wunderbare Idee und ich werde mir jetzt endlich dieses Kochbuch bestellen!

  8. 15. Oktober 2010 um 13:32

    Mir geht’s genauso, ich habe momentan richtig Lust auf Sauerkraut. Die hat sich mit diesem Rezept noch verstärkt 🙂

  9. 16. Oktober 2010 um 15:16

    Dieses leuchtend gelbe Sauerkraut sieht super aus! Und ist bestimmt auch sehr lecker..

  10. 16. Oktober 2010 um 16:48

    Bei mir schmort grad sogar schon weihnachtlicher Rotkohl im Pott. Wo bekomm ich nur auf die Schnelle fußwärmende Hüttenschuhe her?

  11. 12 Wolfgang
    16. Oktober 2010 um 19:33

    Prima Rezept – habe es mit leichten Änderungen nachgekocht:
    – zwei Hähnchenunterschenkel wurden mitgekocht
    – Hühnerbrühe statt Gemüsebrühe
    – 4 getrocknete Tomaten kleingeschnitten waren auch noch dran.

  12. 17. Oktober 2010 um 10:42

    Schließe mich an: Das ist eine ganz wunderbare Idee für die Umsetzung eines bayrischen Klassikers.


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