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Variazione di Pasta e Fagioli = Italo-rheinische Riesenmuscheln mit Zolfino

Natürlich weiß ich, dass der italienische Klassiker Pasta e Fagioli eher eine Suppe als denn das ist, was es heute bei uns gibt. Pasta e Fagioli sind ein sehr typisches, sehr einfaches und sehr italienisches Gericht, auf das – behaupte ich mal – jede italienische Region Anspruch erhebt, dass es dort seinen Ursprung hat.

Da es also mindestens derart viele Varianten wie Regionen Italiens gibt, scheue ich mich nicht, einfach meine ureigene, von mir aus italo-rheinländische Variante von Pasta e Fagioli dazu zu tun.

Praktisch war, das wir alles im Haus hatten und so den ein oder anderen Restbestand verbrauchen konnten. So, und jetzt mal sehen, ob ich das Rezept akzeptabel rekonstruiert bekomme.
Wenn man getrocknete Bohnen wie wir verwendet, ist das Rezept keine schnelle Nummer, dafür bräuchte es Dosenbohnen.

250g Conchiglioni rigati von DeCecco
200g Zolfino-Bohnen oder kleine weißen Bohnen, getrocknet
3/4 Flasche Tomatenpüree
100 ml Rotwein
Knoblauch, reichlich
Salbei, Lorbeer, Bohnenkraut
Petersilie
Salz, Pfeffer
Spinat (TK)
Parmesan

Die Bohnen über Nacht in reichlich Wasser einweichen lassen. Dann zum Kochen bringen mit Salbeiblättern, Lorbeer, Bohnenkraut und 4 ungeschälten zerdrückten Knoblauchzehen. Zwei Stunden kochen. In der Zwischenzeit kann man in Ruhe den Rest erledigen.

3 Knoblauchzehen schälen und in dünne Scheiben schneiden.

In einer hohen Pfanne (möglichst mit Deckel) mit etwas Öl anbraten, dabei sollte der Knoblauch keine Farbe annehmen. Mit dem Rotwein und dem Tomatenpüree ablöschen und dieses dann bei kleiner Flamme reduzieren lassen. Nach 20 min den Spinat dazugeben und weiter leise köcheln lassen.

Außerdem die Muschelnudeln kochen, abgießen und auf ein Küchentuch umgedreht ablegen, damit das Wasser rauslaufen kann.

Wenn die Bohnen fertig sind, diese abgießen und alle Stiele der Kräuter, Lorbeerblätter und Knoblauchschalen entfernen. Mit Salz, Pfeffer, gehackter Petersilie und einem minimalen Schuss Essig würzen, in die Muschelnudeln füllen und diese in die Pfanne mit dem Tomaten-Spinat legen. Mit etwas geriebenen Parmesan bestreuen, wenn man möchte.

Zudecken und bei kleinster Hitze alles nochmal durchwärmen. Die Riesenmuscheln auf dem Tomatenspinat anrichten und servieren. Ich konnte mich nicht für ein Foto entscheiden, deswegen hier noch das andere, das nominiert war. Wenn ihr alle sagt, dass das schöner ist, wird getauscht:

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4 Responses to “Variazione di Pasta e Fagioli = Italo-rheinische Riesenmuscheln mit Zolfino”


  1. 13. Januar 2011 um 06:49

    Die Reihenfolge der Fotos ist schon richtig, aber ein Luxusproblem. Am Liebsten würde ich in eines der Schiffchen steigen und übers Tomatenmeer segeln. Proviant ist genug drin.

  2. 13. Januar 2011 um 08:29

    Ja, macht mehr solche Fotos und bloggt sie!
    Hatte nach Lesen der Überschrift tatsächlich Bohnen und Muscheln und Nudeln erwartet, wie ich sie gerne mache:
    http://utecht.wordpress.com/2010/12/04/konfrontationstherapie-mit-cozze/
    Doch Deins ist so hübsch, wird nachgekocht.

  3. 13. Januar 2011 um 20:11

    Das sieht wirklich wieder sehr appetitlich aus.
    Tut mir leid, ich muß Dir eine Entscheidung, welches Bild am schönsten ist, schuldig bleiben.

  4. 16. Januar 2011 um 19:55

    Hallo Mestolo – lanage nix mehr gehört! Sehen klasse aus, Deine Muschelnudeln – hab das auch schon mal probiert – bei mir sind die Biester auseinandergefallen – also eher nix für’s Auge. aber – vielleicht probier ich’s nochmal.


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