Archiv für Januar 2011



17
Jan
11

Kochkurs „Die neue vegetarische Küche“ mit Frodo Schäfer in der Kochschule Frank Petzchen

Nach fast genau einem Jahr nach unserem ersten Kochkurs (indisch-vegetarisch) im Januar 2010 haben wir in der Kochschule von Frank Petzchen einen weiteren Kurs gebucht. Thema war „Die neue vegetarische Küche“, also wie geschaffen für die Mestolos. Wir waren insgesamt zehn Teilnehmer, Frodo Schäfer als Küchenchef und ein sogenannter Smutje – ein hilfreicher Mensch, der alle anfallenden, nicht ganz so angenehmen Küchenarbeiten wie Aufräumen, Spülen und Putzen erledigt.

Der gesamte Kurs war über vier Stunden angesetzt. Im Preis von 85€ p.P. sind neben den Speisen alle Getränke wie Prosecco, ein Weiß- und ein Rotwein zur Auswahl, Wasser, Kaffeespezialitäten sowie eine Auswahl an Digestifs nach dem Essen inklusive. Außerdem bekommt man naürlich die Rezeptesammlung mit nach Hause.

Wir wurden sehr freundlich von unserem Koch Frodo Schäfer begrüsst und unsere überaus sympathische Smutje Svenja übernahm die Einführung und Einweisung in die Küche und dann ging es los.

Geplant waren insgesamt vier Gerichte, Vorspeise, Suppe, Hauptgericht und Dessert. Jeweils zwei bis drei Teilnehmer kümmerten sich um einen Gang. Das Menü bestand aus
– Rucolasorbet mit Parmesanchips und warmen Balsamico-Zwiebeln
– Tomatenconsommé mit Spinatklösschen
– selbstgemachten Ravioli gefüllt mit Rote Bete, Backpflaumen und Ricotta dazu Birnen-Spitzkohlgemüse auf Zitronenschaum und
– weißem Espressoparfait mit Zimtchips.

Frodo übernahm sozusagen die Aufsicht, sprang allen Teams hilfreich bei Fragen und Unsicherheiten zur Seite, angenehm unaufdringlich, sympathisch, witzig und mit gutem Fachwissen und Tipps. Als ausgebildeter Koch hat er lange Zeit im Schloss-Hotel Friedestrom in Zons gearbeitet und geht laut eigener Aussage inhaltlich-kochend in die Richtung „Junge Wilde“.  Die Küche in der Kochschule Benrather Straße ist für bis zu 12 Köche groß genug, es gibt genügend Arbeitsflächen und Utensilien, die Küche ist gut ausgestattet mit qualitativ hochwertigen Gerätschaften. Der Einkauf für den Kurs war selbstverständlich schon erledigt, alles frische und gute Sachen, die ich sicher nahezu genauso auch selber kaufen würde.

Nach der Verteilung der einzelnen Gerichte an die Teams und der Ausstattung mit Küchenschürzen ging es also los. Die Teams suchten sich nach Rezept ihre Zutaten heraus, es wurde das Mis en place vorbereitet. Die Atmosphäre war angenehm zwanglos, gelassen und die Auswahl der Rezepte sehr gut. Alles was wir gekocht haben, wurde selbstverständlich auch gegessen und es schmeckte wunderbar. Alle vier Rezepte werde ich den nächsten Tagen hier verbloggen.

Wer in netter Atmosphäre recht ungezwungen lernen möchte, gute, vegetarische Sachen zu kochen, dem sei dieses Kochseminar „Die neue vegetarische Küche“ (und auch die anderen) sehr zu empfehlen. Alles in allem war der Kurs absolut gelungen, hat sehr viel Spaß gemacht und kaum dass wir wieder zu Hause waren, haben wir schon den nächsten Kurs im Mai gebucht, da wird dann Spargel die Hauptrolle spielen.

Die Auswahl an Seminaren in der Kochschule Frank Petzchen ist riesig, fast täglich findet ein Kurs statt, und der ein oder andere ist tatsächlich auch mit dem Schwerpunkt auf die vegetarische Küche. Carnivore finden aber noch viel mehr ansprechende Angebote von Steak über Wild bis hin zu Kobe.

14
Jan
11

Wo die Liebe hinfällt – da wächst kein Gras mehr

Von Anne mit dem Blog Hesting kocht wurde ich mit dem Award bedacht, der hier seid einiger Zeit die Runde macht und der sich „Liebster Blog“ nennt.

Dafür bedanke ich mich sehr. Verbunden mit dem Award ist ein Auftrag, der da folgendermaßen lautet:

Erstelle einen Post, indem du das Liebster-Blog-Bild postest & die Anleitung reinkopierst (= der Text den du gerade liest). Außerdem solltest du zum Blog der Person verlinken, die dir den Award verliehen hat & sie per Kommentar in ihrem Blog informieren, dass du den Award annimmst & ihr den Link deines Award Posts da lassen.

Danach überlegst du dir 3- 5 Lieblingsblogs, die du ebenfalls in deinem Post verlinkst & die Besitzer jeweils per Kommentar – Funktion informierst, dass sie getaggt wurden und hier ebenfalls den Link des Posts angibst, in dem die Erklärung steht.

Liebe Blogger: Das Ziel, dieser Aktion ist, dass wir unbekannte, gute Blogs an’s Licht bringen, deswegen würde ich euch bitten keine Blogs zu Posten, die ohnehin schon 3000 Leser haben, sondern talentierte Anfänger & Leute, die zwar schon ’ne Weile bloggen, aber immer noch nicht so bekannt sind.

Also, entweder relativ unbekannte, schon ältere liebste Blogs oder ganz neue liebste Blogs, die aber nicht so bekannt sind. Kein leichter Job. Hmmm. Wirklich nicht so einfach, weil *rumdrucks* Ganz ehrlich?

♥ Mein wirklich allerliebster Blog hat sicher weit mehr als 3000 Leser pro Tag.
♥ Meinen wirklich allerliebsten Blog muss ich mit garantiert unzähligen, ebenso verliebten, schwärmenden, anhimmelnden, schmachtenden und verzückten Groupies teilen.
♥ Mein wirklich allerliebster Blog ist „Schuld“ daran, dass ich selber blogge. (beschwert Euch also dort)

Aber was soll ich denn machen? Liebe kennt keine Regeln, Liebe sind doch die täglichen Zugriffszahlen egal, Liebe ist grenzenlos, und – wie sagt man so schön – wo die Liebe hinfällt… Meine Liebe ist nun mal nach Basel gefallen und Tag um Tag wird diese Liebe geschürt mit schönen Rezepten, sehr ansehnlichen Fotos und feinen Geschichten. Dennoch, es bleibt dann wohl eine heimliche* Liebe, weil den Blogaward gebe ich weiter an Blogs, die nicht meine liebsten Blogs sind, aber die ich auch gern verfolge und die neu sind oder nicht so bekannt oder beides:

  • Christel ist zwar nicht neu in der Blogger-Szene, aber beschäftigt sich mittlerweile ganz viel mit (Wild-)Kräutern und schreibt in ihrem neuen Blog über jede Menge Kräuterkram. Fundiertes Hintergrundwissen kombiniert mit guten Rezepten und der Möglichkeit zu geführten Kräuterwanderungen.
  • Utecht, der ist wirklich neu. Und Utecht schreibt über Kulinarik und Kultur am Niederrhein und weltweit… Und das gut, mit guten Texten, mit guten Rezepten und mit guten Fotos. Da lohnt es sich auch auf jeden Fall, immer mal wieder reinzuschauen.
  • Und weil nirgendwo steht, dass ich nur Foodblogs bedenken soll, wollte ich Euch auch diesen hier von Lakritze vorstellen, den ich in fremden Blogrolls fand. Allein dieser Satz: „Die einzig normalen Menschen sind die, die man nicht besonders gut kennt.“ Und ich hab‘ nun mal einen Hang zu Alltagsgeschichten.

Ich habe fertig.

* Ach so, meine große Liebe – und damit endet diese ultimative Lobhudelei, gehört nun mal in die Lamiacucina von Robert. Schon die Fotos sind Poesie. Dafür möge man mir die klitzekleine Änderung am Award-Banner verzeihen, denn so habe ich den „Liebster Blog“-Award regelgerecht weitergegeben und an Robert eben nur meinen einen „Allerliebster Blog“-Award 😉

Euch allen ein schönes, ♥liebstes Wochenende!!

13
Jan
11

Variazione di Pasta e Fagioli = Italo-rheinische Riesenmuscheln mit Zolfino

Natürlich weiß ich, dass der italienische Klassiker Pasta e Fagioli eher eine Suppe als denn das ist, was es heute bei uns gibt. Pasta e Fagioli sind ein sehr typisches, sehr einfaches und sehr italienisches Gericht, auf das – behaupte ich mal – jede italienische Region Anspruch erhebt, dass es dort seinen Ursprung hat.

Da es also mindestens derart viele Varianten wie Regionen Italiens gibt, scheue ich mich nicht, einfach meine ureigene, von mir aus italo-rheinländische Variante von Pasta e Fagioli dazu zu tun.

Praktisch war, das wir alles im Haus hatten und so den ein oder anderen Restbestand verbrauchen konnten. So, und jetzt mal sehen, ob ich das Rezept akzeptabel rekonstruiert bekomme.
Wenn man getrocknete Bohnen wie wir verwendet, ist das Rezept keine schnelle Nummer, dafür bräuchte es Dosenbohnen.

250g Conchiglioni rigati von DeCecco
200g Zolfino-Bohnen oder kleine weißen Bohnen, getrocknet
3/4 Flasche Tomatenpüree
100 ml Rotwein
Knoblauch, reichlich
Salbei, Lorbeer, Bohnenkraut
Petersilie
Salz, Pfeffer
Spinat (TK)
Parmesan

Die Bohnen über Nacht in reichlich Wasser einweichen lassen. Dann zum Kochen bringen mit Salbeiblättern, Lorbeer, Bohnenkraut und 4 ungeschälten zerdrückten Knoblauchzehen. Zwei Stunden kochen. In der Zwischenzeit kann man in Ruhe den Rest erledigen.

3 Knoblauchzehen schälen und in dünne Scheiben schneiden.

In einer hohen Pfanne (möglichst mit Deckel) mit etwas Öl anbraten, dabei sollte der Knoblauch keine Farbe annehmen. Mit dem Rotwein und dem Tomatenpüree ablöschen und dieses dann bei kleiner Flamme reduzieren lassen. Nach 20 min den Spinat dazugeben und weiter leise köcheln lassen.

Außerdem die Muschelnudeln kochen, abgießen und auf ein Küchentuch umgedreht ablegen, damit das Wasser rauslaufen kann.

Wenn die Bohnen fertig sind, diese abgießen und alle Stiele der Kräuter, Lorbeerblätter und Knoblauchschalen entfernen. Mit Salz, Pfeffer, gehackter Petersilie und einem minimalen Schuss Essig würzen, in die Muschelnudeln füllen und diese in die Pfanne mit dem Tomaten-Spinat legen. Mit etwas geriebenen Parmesan bestreuen, wenn man möchte.

Zudecken und bei kleinster Hitze alles nochmal durchwärmen. Die Riesenmuscheln auf dem Tomatenspinat anrichten und servieren. Ich konnte mich nicht für ein Foto entscheiden, deswegen hier noch das andere, das nominiert war. Wenn ihr alle sagt, dass das schöner ist, wird getauscht:

12
Jan
11

Pfeffriges Auberginen-Ragout in Rotwein-Sauce


Neben dem BBC Goodfood ist auch Eatsmarter eine Inspirationsquelle für mich und unser tägliches Kochen. Als ich dieses Auberginen-Ragout sah, war ich skeptisch und Herr Hestolo begeistert, also wurde es gekocht.

Meine Skepsis hielt sich den ganzen Kochvorgang über, mir schien die Menge zu knapp, dann störte mich, dass die Bete weg sollte, ich war die ganze Zeit nölig und kritisch.

150 g Rote Bete
2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
1 -2 TL Thymian, getrocknet
2 EL Olivenöl
400 ml trockener Rotwein
200 ml Gemüsebouillon
1 große Auberginen
1 TL eingelegter grüner Pfeffer
Salz, 1 TL Tomatenmark, Pfeffer
Petersilie

Die Rote Bete in 2 cm große Würfel schneiden.

Zwiebeln und Knoblauch schälen und je 1 Zwiebel und Knoblauchzehe fein hacken.

1 EL Öl in einem Topf erhitzen, Zwiebel, Knoblauch und Rote Bete darin bei mittlerer Hitze unter Rühren 10 Minuten braten.

Rotwein dazugießen und bei kleiner Hitze auf ein Viertel reduzieren.

Gemüsebouillon dazugießen und alles nochmal um die Hälfte einkochen lassen.

Sauce durch ein feines Sieb gießen. Pfefferkörner abtropfen lassen, leicht zerdrücken und dazugeben.

Auberginen in ca. 2 cm große Würfel schneiden, leicht salzen, auf Küchenpapier ausbreiten und kurz ziehen lassen.

Übrige Zwiebeln fein würfeln, restlichen Knoblauch in feine Scheiben schneiden.

Öl in einer schweren Pfanne oder einem Topf erhitzen und die Auberginenwürfel darin unter Wenden kräftig anbraten. Danach die Auberginen herausnehmen und die Zwiebeln und den Knoblauch im Bratfett anbraten. Das Tomatenmark dazugeben und kurz mitbraten.

Auberginenwürfel, Thymian und die Rotweinsauce zugeben, aufkochen lassen und zugedeckt 12-15 Minuten bei kleiner Hitze schmoren.

Die Petersilie grob hacken und ca. 3 Minuten vor Ende der Garzeit unter das Ragout mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und anrichten.

Dazu gab es Kartoffelpüree. (Kartoffeln schälen, kochen, mit etwas Milch stampfen und danach mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen)

Außerdem haben wir nach kurzer Überlegung die rote Bete wieder zum Ragout gegeben, da wir das sehr schade fanden, dass die einfach weg sollte, nachdem sie ihre Schuldigkeit im Wein kochend getan hatte.

Mit und ohne Rote Bete war das Ragout ausgesprochen gut und schmackhaft, meine Skepsis war unbegründet. Ein feines Rezept, lohnt sich auf jeden Fall, ins Repertoire aufzunehmen.

11
Jan
11

Klebende Apfel-Tassen?


Ich liebe dieses Google-Übersetzungstool, das garantiert aus jedem noch so langweiligen Text ein lustiges Event macht. Hier habe ich mal das Rezept der Sticky Apple Cups von BBC GoodFood durch den Übersetzer gejagt und selbst wenn es qualitativ doch besser wird, ein paar lustige Sachen sind immer dabei. In Klammern stehen unsere Änderungen am Rezept.

2 mittelgroße Äpfel Bramley, ca. 200g je (M: zwei Boskop)
85g getrocknete Datteln, grob gehackt (M: 2 große Datteln)
85g ready-to-eat-Pflaumen, Rosinen oder grob gehackt (M: Pflaumen)
2 EL Zucker Licht Muscovado
1 TL Gewürzmischung (M: 1/2 TL Lebkuchengewürz)
1 kleine Orange, Schale und Saft
0% der griechischen Joghurt oder Quark, zu dienen (M: 2 kleine Becker Joghurt, 3,5%)

(außerdem:

3 getrocknete Aprikosen, grob gehackt)

Halve jeder Apfel durch den Umfang und graben Sie die Kern mit einem Dessert-Löffel aus beiden Hälften, wobei schalenförmigen Vertiefungen hinter sich.

Mischen Sie die restlichen Zutaten (M: und Orangenschalenabrieb) außer dem Orangensaft und füllen Sie die Äpfel mit der Mischung. Fit in eine Schüssel mikrowellengeeignet und gießen Sie den Orangensaft an der Spitze. Zugedeckt auf Medium (500W) für 5-7 Minuten dünsten. Cool für ein paar Minuten vor dem Servieren mit dem Joghurt oder Frischkäse.

(M: Natürlich haben wir die Äpfel nicht in die Mikrowelle gestopft, zumal wir gar keine besitzen, sondern bei 200° im Backofen gebacken. Den Joghurt habe ich mit etwas Zimt, kleinst geschnittener Orangenschale und selbstgemachten Vanillezucker verrührt)

Ein schönes Dessert, auch diätgeeignet 🙂




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