Archiv für Februar 2011



17
Feb
11

Schwarzbohneneintopf mit Mango-Salsa


Ich hab mir ein neues Buch gekauft: World Food Café. Der Titel des Buches ist auch der Name für ein vegetarisches Restaurant in London, dessen Betreiber eben dieses Buch herausgebracht haben, mit vegetarischen Rezepten aus aller Welt.

Das Buch ist sehr schön, mit ansprechenden Fotos, auch aus den Ländern und tollen Rezepten. Ein sehr ungewöhnliches Kochbuch und als erstes haben wir einen Schwarzbohneneintopf aus Brasilien daraus gekocht, der zusammen mit der Mango-Salsa nicht nur optisch Eindruck macht.

Das Rezept ist ausreichend für 4 Personen.

250g schwarze Bohnen (über Nacht in kaltes Wasser einlegen)
1 große rote Zwiebel, gewürfelt
4 Knoblauchzehen, zerdrückt
3 rote Chilischoten, klein geschnitten
2 EL Olivenöl
30g Butter
450g Süßkartoffeln, in Würfel geschnitten
225g Steckrüben, in Würfel geschnitten
2 Karotten, in Würfel geschnitten
1 rote Paprika, entkernt und in Würfel geschnitten
250g Tomaten, fein gewürfelt
150ml Gemüsebouillon
2 Handvoll Korianderblätter, gehackt
1 Handvoll Petersilie, gehackt
2 Lorbeerblätter
Salz und Pfeffer

Die Schwarzbohnen abgießen und in einen Kochtopf geben. Mit Wasser bedecken und bei geschlossenem Deckel weich kochen.

Zwiebel, Knoblauch und Chilischoten in Olivenöl anbraten, bis sie weich sind. Ein Drittel der Schwarzbohnen sowie etwas Kochwasser dazugeben. Mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken, bis die Bohnen aufplatzen. Das Zwiebel-Bohnen-Gemisch zu den restlichen Bohnen im Kochwasser geben.

Butter in einem Topf zerlassen und Süßkartoffeln, Steckrüben, Karotten sowie Paprika dazugeben und weich dünsten.

Die Tomatenstücke dazu geben. So lange weiter ziehen lassen, bis die Tomaten zerfallen.

Die Schwarzbohnen mit ihrer Brühe sowie die Gemüsebouillon, den Koriander, die Petersilie und die Lorbeerblätter zufügen.

Auf kleiner Flamme so lange köcheln lassen, bis das Gemüse weich gekocht ist und sich die Aromen verbunden haben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dazu passt hervorragend geschmacklich und farblich die Mango-Salsa.

Mangosalsa
1 große reife Mango, geschält und in Würfel geschnitten
2 kleine Karotten, gewürfelt
2 Selleriestangen, gewürfelt
1 Orange, geschält und in Würfel geschnitten
1 grüne Chilischote, klein geschnitten
1 Handvoll Koriander, klein geschnitten
Saft einer Limette
Pfeffer

Alle Zutaten vermischen, mit Pfeffer abschmecken und mindestens 30 min ziehen lassen. Schmeckt auch ohne Eintopf und ist sicher mal ein gute Beilage für das sommerliche Grillen.

16
Feb
11

Bierbrot – Brot mit Bier


Schon lange geistert in meinem Kopf ein Bierbrot umher, eines, das statt mit Wasser ausschließlich mit Bier angesetzt wird. Aber irgendwie hat es sich nie ergeben, wir waren eh etwas nachlässig mit dem Brotbacken in letzter Zeit.

Diese Woche war’s dann soweit, wir haben Mehl und Bier zusammengeführt und die beiden haben uns was Schönes daraus gemacht. Ein wirklich köstliches Brot und einfach obendrein, es ist in der Grundlage das prima No Knead Bread, ein absolutes Gelingrezept.

500g Weizenmehl
100g Roggenvollkornmehl
400ml Hefeweizen (nächste mal was weniger)
1/2 TL Trockenhefe
10 g Salz

Alle Zutaten in einer Schüssel mittels eines Rührlöffels zu einem Teig verrühren und diesen dann 18 – 20 Stunden abgedeckt bei Zimmertemperatur gehen lassen.

Nach dieser Zeit bringt man den Teig eigentlich auf eine bemehlte Arbeitsfläche und faltet ihn zwei bis drei Mal.

So bemehlt kommt der Teig zurück in die Schüssel, diesmal aber mit einem Küchentuch dazwischen.

Der Teig war allerdings diesmal sehr flüssig, so dass ich viel Mehl genommen und ihn direkt auf das Küchentuch gegossen habe. Falten ging auch nicht, also kam das Küchentuch wieder mit dem Teig in eine Schüssel.

Und nochmal zwei Stunden zugedeckt gehen lassen.

Dann wird der Backofen samt einem gusseisernen Bräter (inklusive Deckel) auf 250° vorgeheizt.

Nun den Teig in den vorgeheizten Bräter befördern (den Deckel vorher abnehmen). Dank des reichlichen Mehlaufkommens auch diesmal unproblematisch. Sieht aber katastrophal aus. 🙂

Den Ofen auf 230° stellen und das Brot zugedeckt 30 min backen lassen.

Dann den Deckel entfernen. Das Brot sieht dann schon sehr gut aus und hat eine Form gefunden.

Weitere 20 – 30 min backen lassen.

Das Brot ist durchgebacken, wenn man es auf der Unterseite anklopft und es dabei hohl klingt.

Wir mussten dann ein bißchen mehr klopfen, es hatte doch ein bißchen viel Mehl außen, aber das ging gut ab. Das nächste mal etwas weniger Flüssigkeit wieder, dann ist das mit dem reichlich Mehl nicht nötig.

Prost!

15
Feb
11

Knusprige Hörnchen in Polenta

Asche auf mein Haupt, ich hab’s vergessen, einfach vergessen. Aber jetzt hol ich’s nach. Im Oktober wurde das Buch Austro Pasta vom Löwenzahn Verlag an einige viele Blogger verschickt und ich hab schon etwas überlegt, ob ich es auch möchte. Aber bei Büchern werd‘ ich schwach und so habe ich es mir letztendlich doch zuschicken lassen.

Es handelt sich um ein sehr schön illustriertes Kochbuch mit  250 einfachen Rezepten. Auch interessant sind sicher die vielen Grundrezepte, die leicht verständlich aufgeführt und ohne viel Aufwand nachzukochen sind.
Die Unterteilung ist kalte, warme und süße Pasta ist sehr gelungen und am Ende stehen eben noch die Grundrezepte.
Auf den ersten Blick handelt es sich um meist recht außergewöhnliche Rezepte, die anfänglich etwas exotisch klingen.
So richtig warm geworden bin ich mit dem Buch noch nicht, auch nicht nach vier Monaten. Auf dem ersten Blick gefällt’s mir sehr gut, die Aufmachung ist nett, die Bilder sind toll und sehr ansprechend, aber irgendwie fehlt dann doch was. Was genau, weiß ich nicht, aber ich habe lange gebraucht, bis ich ein Rezept gefunden habe, was mich dann wirklich so angesprochen hat, dass ich es ausprobiert habe. Es hatte so gar kein Rezept, von dem ich dachte, dass ich das jetzt sofort unbedingt kochen muss – was für mich auch den Reiz eines Kochbuchs ausmacht.

Das von uns gewählte Rezept war sehr kurz, aber ausreichend beschrieben und auch geschmacklich sehr gut, das wird es sicher nochmal bei uns geben.

200g Hörnchen (wir hatten Maccaroni)
2 EL Polentagrieß
2 TL zerstoßene Senfkörner
1 EL Butter
1 EL Rapsöl (bei uns Olivenöl)
1 EL Mohnöl (bei uns Hanföl)
Salz, Bohnenkraut
Senfsprossen

Die Pasta al dente kochen und abgießen.

Polentagrieß und Senfkörner in der Butter in einer Pfanne anschwitzen.

Die gut abgetropften Nudeln und durchrösten, dann salzen.

Senfsprossen und gezuptes Bohnenkraut daruntermischen und mit den Ölen parfümieren.

Leider fehlen zu vielen Rezepten Fotos, dafür sind manche Fotos doppelt und noch häufiger vorhanden, was zwar gut aussieht, aber ich persönlich hätte mir mehr Fotos von mehr Rezepten gewünscht.
Und es ist nur sehr bedingt Vegetariergeeignet, da sehr viele Rezepte mit Fisch oder Fleisch sind.

Die süße Abteilung mit Pasta werde ich mir noch vornehmen, da bin ich dann doch neugierig drauf.

Buchtitel: Austro Pasta, 250 raffiniert einfache Rezepte
Autor: Toni Mörwald, Christoph Wagner, Jörg Wörther
Fotos: Michael Eckstein
Verlag: Löwenzahn, Innsbruck
ISBN 978-3-7066-2472-5 , 2010

14
Feb
11

BIO Hanföl – ein Produkttest

Das neue Jahr war noch fast ganz frisch, da erreichte mich eine Email von den Jungs der Hüttenhilfe, Alin und Sebastian mit folgendem Inhalt:

Die letzten acht Monate waren für Sebastian und mich eine sehr aufregende Zeit – acht Monate, die eine Idee benötigt, um zu etwas Handfestem zu werden. Seit dem 27. Dezember halten wir es in den Händen und sind schon ein bisschen stolz darauf. Es war nicht immer einfach und an der deutschen Bürokratie haben wir uns beinahe die Zähne ausgebissen, aber letztendlich haben wir es doch hin bekommen…

Was es genau ist, möchten wir an dieser Stelle noch nicht verraten, aber wenn Du damit einverstanden bist, bekommst Du es in den nächsten Tagen mit der Post zugeschickt und kannst uns nach einer Kostprobe Deine ehrliche und schonungslose Meinung sagen.

Hui, aufregend, Bürokratie, Stolz, in den Händen halten, 8 Monate. Fast schon eine Schwangerschaft. Es ist ihnen jedenfalls gelungen, mich damit so neugierig zu machen, das ich zugesagt habe, das Geheimprodukt 🙂 zu testen. Und ich hatte überlegt, worum es sich handeln könnte, auf Öl wäre ich nicht gekommen. Ich dachte eher an sowas wie ’ne Pastete oder Marmelade.

Bio Hanföl also. Als erklärte und bekannte Olivenöl-Liebhaberin kenne ich mich kaum mit anderen Ölen aus, natürlich verwenden wir Kürbiskernöl oder auch mal Leinöl, aber ansonsten für nahezu alles anderes „unser eigenes“ Olivenöl.

Aber ich habe mich sehr darüber gefreut und war ziemlich gespannt auf das, was mich da geschmacklich erwartet.

Rein äußerlich ist das Bio Hanföl allein schon eine Augenweide, es kommt daher in einer tollen schwarzen Flasche mit wenig Schnickschnack, dezent-geschmackvoll und auf dem Rücken mit dem mir sehr sympathischen Hüttenhilfe-Logo.

Einmal geöffnet und ein wenig Öl herausgegossen, erwartet uns ein wunderschönes Öl mit einer tollen grünen Farbe. Wie auch Olivenöl haben wir das Hanföl erst einmal pur und dann mit etwas Brot und Salz getestet. Es riecht sehr angenehm, leicht nach trockenem Gras.

Geschmacklich ist das Öl ausgesprochen mild, weich und nussig, es erinnert dezent im Geschmack an Haselnüsse und schmeckt schon hervorragend pur oder zum Brot. Sehr gut kann ich mir dieses Öl zu Salaten oder warmen Gemüsegerichten vorstellen und so ist es sicher keine Konkurrenz zum Olivenöl, sondern eine schöne Erweiterung und Bereicherung in der Küche.

Zu einem Pastarezept haben wir es bereits getestet und auch dort war es ausgesprochen gut und hat geschmacklich sehr gut gepasst.

Das Öl kostet in der 0,5-Liter-Flasche 13,90 Euro , was ich für ein Bio-Hanföl mit derart guter Qualität für absolut gerechtfertigt halte. Andere Anbieter ähnlicher Produkte verlangen in der Regel mehr dafür. Es ist unkompliziert online bestellbar auf der Homepage der Jungs, www.hanfoel.com.

Ob geschenkt oder nicht, ich kann nur ehrlich und ganz schonungslos sagen, das Öl ist wirklich prima und ich freue mich darüber ,es probiert und kennengelernt haben zu dürfen.

11
Feb
11

Liebe ist – ein Strudel der Gefühle…


Als ich Herrn Mestolo (damals hieß er noch anders) vor fast 19 Jahren kennenlernte fand ich den naja, sagen wir mal, komisch (aber nicht im Sinne von lustig), wirklich, so schräg irgendwie, etwas suspekt gar. Wir trafen uns an meinem damaligen Ausbildungsplatz, Herr Mestolo hatte dort ebenfalls für 3 Wochen zu tun.

Herr Mestolo fand aber mich hingegen prima. Zu der Zeit hatte ich einen Freund und wollte von Herrn Mestolo nix wissen. (s.o)

Nun, da also Herr Mestolo mich so betörend fand und ihn es tatsächlich überhaupt nicht interessierte, dass das nicht auf die geringste Resonanz stieß, hat er sich kurzerhand eine uralte Methode ausgedacht, mit der man schon im Mittelalter (da isses wieder) Frauenherzen erobert. Mit Musik.

Wie schön, werdet ihr denken, wie romantisch, wie süß, werdet ihr denken.

Nein.

Denn es war ja nicht irgendeine Musik, oh nein, Herr Mestolo war ja, wie gesagt, komisch, ein bßchen schräg, eben suspekt. Und es gibt Männer, die spielen der Dame ihres Herzens am Telefon z.B. Stevie Wonders „I just called to say I love you“ vor. Und es gibt Herrn Mestolo.

Herr Mestolo spielte Kalimba. Lamellophon. Fingerklavier.

Damit lief er hinter mir her. Aber wirklich, nicht im übertragenen Sinne. Wann immer sich eine Gelegenheit bot, wurde ich beklimpert. Und so eine Kalimba ist nicht unbedingt ein Garant dafür besonders melodische, harmonische Klänge von sich zu geben, jedenfalls nicht Herrn Mestolos Kalimba, vielleicht lag es an seinem nicht vorhandenen Talent.

Die einzige Chance, die ich hatte, den Kalimba-Klängen zu entgehen, war – mit ihm zu reden. Und das haben wir gemacht. Erst stundenlang. Dann tagelang.

Nach 3 Wochen sind wir zusammengezogen.

Und wir wohnen immer noch zusammen, meine Meinung über ihn habe ich grundlegend geändert, er seine über mich immer noch nicht 🙂
Passend dazu ein Möhrenstrudel-Rezept von Eatsmarter, fruchtig und scharf, aus der Kategorie „Empfehlenswert“ und für’s Gärtnerblog Gartenkochevent Orangen.

Garten-Koch-Event Februar 2011: Orangen [28.02.2011]30 g getrocknete Feigen
1 Bund Möhren
1/2 Gemüsezwiebel
1 grüne Chilischote
1 Orange
3 EL Olivenöl
2 Pimentkörner
1 Stange Zimt (ca. 7 cm lang)
1/2 TL Koriandersamen
1 Msp. Safranfäden
Salz, Pfeffer
2 EL Pistazien
3 Blätter Yufka-Teig
1 EL Semmelbrösel
2 EL Milch
1 Becher griechischer Joghurt

Feigen in kleine Würfel schneiden und in einer Schüssel mit warmem Wasser bedeckt einweichen.

Möhren putzen, schälen und längs vierteln. Zwiebel schälen und in feine Streifen schneiden.

Chili halbieren, entkernen, waschen und fein hacken. Orange halbieren und auspressen, 80 ml Saft abmessen.

2 EL Olivenöl in einem Topf erhitzen, Zwiebeln darin 3 Minuten farblos andünsten.

Piment, Zimt, Koriandersamen und gehackte Chilischote dazugeben und 1 weitere Minute dünsten.

Möhren dazugeben, 1 min andünsten und den Orangensaft zugießen.

Feigen abtropfen lassen und mit dem Safran dazugeben.

Zugedeckt bei mittlerer Hitze 10 min dünsten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Aus dem Topf nehmen, abtropfen und vollständig abkühlen lassen.

Inzwischen 1 Strudelblatt mit Öl einstreichen. Das 2. Blatt darauflegen, mit Öl einstreichen und auch das 3. Blatt und dann die Semmelbrösel auf das untere Drittel streuen.

Die abgekühlten Möhren längs auf die Brösel legen, dazwischen Pistazien streuen.

Die Enden des Strudels etwas umklappen und den Strudel aufrollen.

Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben und mit der Milch einstreichen.

Im vorgeheizten Backofen bei 200 °C ungefähr 20 min auf der 2. Schiene von unten backen.

Den Strudel in Stücke geschnitten mit dem Joghurt servieren. Wirklich sehr gut, wir hatten die Möhren etwas weniger lang gekocht, damit sie mehr Biss haben, dafür wird der Strudel instabiler. Aber eine gute Kombi mit den feigen und der Chili und den Gewürzen. Den gibt’s sicher nochmal.

Euch allen ein schönes kochvergnügenfrohes Wochenende!

10
Feb
11

Liebe ist, etwas zu backen, was beide mögen…

Herr Mestolo, seines Zeichens Historiker mit Leib und Seele, doziert redet gern und fesselnd ausschweifend über längst vergangene Zeiten. Liebevoll, interessiert und dankbar an seinen Lippen hängend *hüstel* folge ich stundenlang seinen Ausführungen über diverse historische Ereignisse, die Schlacht von Worringen, der Opiumkrieg, die Weimarer Republik, das Mittelalter im Einzelnen und allgemein, Staufer, Heiliges Römisches Reich, alle Weltkriege – um nur einen wirklich kleinen Auszug seines schier endlosen unerschöpflichen Repertoires aufzuzählen.
Immer wieder gelingt es ihm auch, jedes noch so abwegige Stichwort als Aufhänger für ein neues Referat zu nutzen. („Schau mal, lieber Herr Mestolo, die Sonne scheint so schön.“ – „Oh ja, damals am 4. Juni 1039 in Utrecht, als Konrad II. starb, da schien auch die Sonne. Du musst wissen, liebe Frau Mestolo, er war römisch-deutscher Kaiser von 1027 bis 1039, ab 1024 König des Ostfrankenreichs, ab 1026 König von Italien und ab 1033 König von Burgund, aber lass mich das kurz ausführen…“)

Aber damit nicht genug, werde ich aber häufig mit Erinnerungen aus seiner Jugend gequält beglückt und eine, deren er nicht müde wird zu erzählen, ist die, dass es ja früher seine so sehr geliebte Schokolade Tobler O’Rum gab, die tollste, beste und leckerste Schokolade und überhaupt. Sogar bei Suchard hat er angerufen, um dann zu erfahren, dass die in Deutschland nicht mehr verkauft wird, weil die keiner wollte… IHN hat aber keiner gefragt.

Wie bekomme ich jetzt die Kurve zum Rezept? Ach ja, in diesem Kuchen, ein No-Bake-Cake neudeutsch, ist alles drin, was Herr Mestolo so liebt an der Tobler O’Rum, nämlich Rum, Trauben und Nuss. Letztendlich ist es eine ziemlich gute Variante vom Kalten Hund, die mir persönlich aber sehr viel besser schmeckt.

250g 70%ige Schokolade
250g Butter
200g Vollkorn-Butterkekse
2 Eier
4 EL feiner Rohrzucker
150g Walnusshälften, leicht geröstet
4 TL Rosinen
4 EL Rum

Die Rosinen im Rum einweichen.

Schokolade und Butter im Wasserbad schmelzen.

Die Kekse grob hacken.

Zucker und Eier zu einer festen Masse aufschlagen und die Schokoladen-Butter unterrühren.

100g der Walnüsse grob hacken und zusammen mit den Rum-Rosinen und den Keksen zum Teig geben.

Eine Springform mit Frischhaltefolie auslegen, den Teig hineingießen und glatt streichen. Die restlichen Walnusshälften dekorativ darauf anrichten.

Die Form mit Frischhaltefolie abdecken und für mindestens 4 Stunden kalt stellen.

Ich mag den Kuchen auch ohne Referate über Geschichtliches. Allerdings ist er sehr mächtig, schokoladig, und mächtig schokoladig. Gehalten hat der Kuchen, kühl gelagert, 5 Tage.

09
Feb
11

Liebe ist, etwas zu kochen, was man selber nicht mag…


…und zwar für den Liebsten, natürlich Herrn Mestolo. Fenchel mag ich gern, aber nicht warm, da ist er mir ein Graus. Herr Mestolo hingegen mag Fenchel in jedem Aggregatzustand, sogar flüssig (ich meine den Tee…) und so war es mir eine Freude und ein Quell nie endender Liebe, für meinen Herrn Kochlöffel Pasta mit Fenchel zu kochen.

So, genug Romantik, zum Rezept. Dafür brauchten wir Pasta und es boten sich, wie immer oft bei den Mestolos, die unkomplizierten Pasta alla Chitarra an, für die wir wie gehabt

Blog-Event LXIV - Valentinstag kulinarisch (Einsendeschluss 16. Februar 2011)250g Hartweizengrieß
125ml Wasser
Salz brauchten. Im Link steht, wie’s geht.

Außerdem
1 Fenchel
1/2 TL Fenchelsamen
1 EL Mascarpone
100 ml Orangensaft
Pfeffer, Salz

Den Fenchelsamen fettfrei rösten und mit dem Mörser etwas zerstoßen.

Den Fenchel in Streifen schneiden und mit etwas Olivenöl in der Pfanne anbraten, den zerstoßenen Fenchelsamen dazugeben und mit Orangensaft ablöschen.

10 min köcheln lassen, den Mascarpone einrühren und kräftig mit Pfeffer und Salz abschmecken.

Mit dem Fenchelgrün, fein geschnitten, liebevoll bestreut 😀 servieren. Für mich gab’s die gleiche Pasta aber mit dem zweckentfremdeten Brotaufstrich von gestern, der sich, wie vermutet, auch dafür gut eignete.

So waren wir beide sehr zufrieden und haben uns verliebt angeschaut. 😉 Und weil wir so verliebt waren sind, soll dies unser Beitrag zu Zorras Valentinstag sein, diesmal ausgericht von Alice aus dem Kulinarischen Wunderland.




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