09
Mrz
11

Meine guten Vorsätze sind mir ausgegangen…

…und deswegen geht’s ab heute ans Eingemachte. Jeder, der jetzt ein Saure-Gurken-Rezept erwartet, sei hiermit enttäuscht, ich rede schließlich von Süßigkeiten.

Heute ist nämlich Aschermittwoch und da ist ja bekanntlich alles vorbei. Zum Beispiel das schöne Wetter, das hat schon mal angefangen vorbei zu sein. Ohne mein Dazutun.

Mit dem Aschermittwoch beginnt bei Teilen der christlich geprägten Kultur ein vierzigtägiges Fasten und soll damit an die 40 Tage erinnern, die Jesus fastend und betend in der Wüste verbrachte. Heutzutage kennt man diese Zeit (weil kaum noch jemand 40 Tage fastet) auch als „7 Woche ohne …“.

Genau genommen dauert die Fastenzeit von heute an 46 Tage bis Karsamstag, glücklicherweise 😉 gelten die Sonntage bis dahin als fastenfrei und zählen nicht mit.

Blog-Event LXV - Verzicht mit Genuss - Kulinarisch durch die Fastenzeit (Einsendeschluss 15. März 2011)7 Wochen ohne … Ohne was jetzt?

Ich könnte natürlich mit dem Rauchen aufhören, aber da gibt es ja bereits einen Schlussstrich, den ich ziemlich genau um meinen nächsten runden Geburtstag terminiert habe *ohwehohach* Die sieben Wochen darf ich also noch rauchen (und noch ein bißchen länger). Ich könnte sieben Wochen nicht arbeiten gehen, aber da fallen mir auf Anhieb mehrere Personen ein, die das sicher nicht so gut finden würden und die Konsequenzen hätten sicher eine längere Dauer als sieben Wochen und könnten ein Fasten aufgrund fehlender Einnahmen unfreiwillig verlängern. Fällt also aus.

Sieben Wochen keine Fertigprodukte? Mach ich schon. Kein Fleisch? Kein Fisch? Alles schon erledigt. Kein Alkohol? Bei den geringen Mengen, die ich so vertrinke, wäre das kein Verzicht, ich würde es kaum merken.

Was also wäre Verzicht UND täte mir gleichzeitig gut? Und da schließt sich der Kreis: ich verzichte sieben Wochen auf Süßigkeiten *autsch* Eijeijei, das wird schwer, aber ist zu schaffen. *mirselbstmutzured*

Und zum Abschluss gab’s nochmal Kuchen, Mohnkuchen. Ich LIEBE Mohnkuchen, mit so einem richtigen saftigen Mohnmatsch drin, hach, ein Traum. Der dann für die nächsten sieben Wochen erstmal ausgeträumt ist. Vielleicht mögt ihr ihn ja träumen, weil ihr nicht so’n unsinnigen Quatsch mitmacht…

Passt alles prima in eine kleine Springform von 20 cm Durchmesser.

Teig:

200 g Mehl

1 EL Zucker

1 Prise Salz

40 ml Milch

1/4 Würfel frische Hefe

30 g Butter und etwas für die Form

1 kleines Ei

Belag:

100 g Mohnsamen

4 Scheiben Zwieback

2 1/2 EL Zucker

1 EL Speisestärke

1 TL Zimtpulver

1 Prise Salz

50 g Rosinen

200 ml Milch

20 g Butter

1 EL Rum

1 großer säuerlicher Apfel

(2 EL Aprikosenkonfitüre)

Das Mehl in eine Schüssel sieben. Zucker und Salz darüberstreuen. Die Milch leicht erwärmen und die Hefe darin glatt rühren.

Die Butter schmelzen, lauwarm mit dem Ei zum Mehl geben. Alles mit den Knethaken des Handrührgeräts zu einem Teig verarbeiten. Dann mit den Händen kräftig durchkneten, zu einer Kugel formen und in einer Schüssel zugedeckt 30–40 Minuten gehen lassen.

Mohn und zerbröselten Zwieback im Mixer fein zerkleinern und in eine Schüssel geben. Zucker, Speisestärke, Zimt, Salz und Rosinen untermischen.

Die Milch mit Butter aufkochen. Die Mohnmischung und den Rum einrühren und unter Rühren 1 Minute kochen. Erkalten lassen. Den Backofen auf 180 °C vorheizen. Die Form einfetten.

Den Teig zusammenkneten, auf Formgröße ausrollen. Die Form damit auslegen, den Rand 2 cm hochziehen. Die Mohnmasse darauf verteilen.

Den Apfel schälen, vierteln, Kerngehäuse herausschneiden und die Viertel in Spalten schneiden. Diese dachziegelartig auf die Mohnmasse legen.

Den Kuchen zugedeckt noch 20 Minuten gehen lassen. Im Ofen 30–35 min backen.

(Diesen Schritt haben wir ausgelassen, weil wir keine Aprikosenkonfitüre hatten: Aprikosenkonfitüre erwärmen, die Äpfel gleich nach dem Backen damit einpinseln.)

Ich habe stattdessen etwas Zucker mit gehackten Mandeln und Zimt vermischt und diese Mischung auf dem Kuchen verteilt.

Kuchen aus der Form lösen und auf einem Backgitter kalt werden lassen.

Aus dem Buch: „Kleine Kuchen & Torten“ von Bassermann

Passt hervorragend (jedenfalls der Text und das Vorhaben :)) zum aktuellen Kochtopf-Kochevent „Verzicht mit Genuss – Kulinarisch durch die Fastenzeit„, ausgerichtet von Julia vom Kochblog German Abendbrot.

Es ist eine wirkliche Herausforderung, der ich mich damit stelle, aber sollte doch wirklich zu schaffen sein.

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13 Responses to “Meine guten Vorsätze sind mir ausgegangen…”


  1. 9. März 2011 um 06:20

    Liebe Päm, einen vorgezogenen Verzicht aufs Rauchen würden deine Leser besser verkraften als den Verzicht auf Süsswaren. Ich werde dich aber moralisch unterstützen und mitmachen 😉

  2. 9. März 2011 um 06:26

    Da kann ich Robert nur zustimmen, der Rauchverzicht wäre mir auch lieber, oder die Beschränkung „Süssigkeiten“ auf die in dem entsprechenden Regalen angebotenen Waren.

  3. 3 Ulla
    9. März 2011 um 06:35

    Huhuu liebe Päm,

    aber die Sonntage… die Sonntage sind doch im christlichen Leben „kleine Ostern“ :).
    Da darfst Du … wenn Du willst.

    Sei’s drum: ich mache mit :)!
    Keine Süßigkeiten bis Ostern!
    (Zählen Chips auch ;)?

    Bis Samstag, liebste Grüße!

  4. 4 Christel
    9. März 2011 um 08:34

    Fällt denn Samstag der Nachtisch auch aus? 🙂

  5. 5 Eva
    9. März 2011 um 09:20

    Da das mit mit Süßigkeiten auch mein großes Problem ist und auch für mich einen großen Verzicht darstellen würde, kann ich sehr gut nachvollziehen, was du da auf dich nimmst! Ich drücke die Daumen für dieses Vorhaben! 🙂

  6. 6 diveangel
    9. März 2011 um 09:58

    da sollte ich wohl auch mitmachen 😉 Leicht wird es nicht, da ich direkt neben einer Bäckerei wohne, wo es immer so gut duftet. Mal schauen, wie lange ich es aushalte. Vermutlich bis zum Wochenende. Dann bin ich in Berlin und in meinem Reiseführer steht was von „dem grössten Schokoladenkaufhaus der Welt“ :-))

  7. 9. März 2011 um 12:11

    Ich hab bisher noch nie gefastet, hab aber auch überlegt, ob ich das dieses Jahr mal machen und auf Süßigkeiten verzichten soll. Aber ehrlich gesagt… das ist mir einfach zu krass 😉 Ich hab mir deswegen einen Kompromiss überlegt und will versuchen, auf gekaufte Süßigkeiten zu Knabberein zu kaufen. Wenn ich also in Zukunft Kuchen, Kekse, Chips, etc. will, muss ich immer selbst ran. Hilft hoffentlich auch, mich bisschen bewusster zu ernähren, und bringt vielleicht meinem Blog ein paar neue Rezepte ein 🙂 Aber Hut ab vor Deiner Konsequenz, hoffe, dass Du durchhälst!

  8. 9. März 2011 um 17:05

    Ich habe mir das gleiche vorgenommen wie Kirsten. Auf gekauftes Naschen möchte ich verzichten. Mal sehen ob es klappt.

  9. 9. März 2011 um 20:53

    Ich bin raus. Schokoladenverzicht gelingt mir einfach nicht – vor allem nachmittags, da habe ich immer Kreativitätsflaute. Abends brauche ich Wein. Und auch sonst hapert es mit der Verzichtsbereitschaft. Wenn ich da deine asketische Lebensweise dagegen halte, wird mir schwindelig (und ich bekomme ein kleines bisschen ein schlechtes Gewissen). Nur rauchen, das juckt mich gar nicht….Toitoitoi!

  10. 9. März 2011 um 22:04

    Oha, eine Leidensgenossin!
    Ich habe gestern beschlossen, 40 Tage lang auf Süßigkeiten und Schokolade zu verzichten, Kuchen fällt eigentlich nicht in meinen Plan…*rolleyes*
    Aber es erfreut mich doch äußerst, dass die Sonntage fastenfrei sind, YOU MADE MY DAY!!!!!

  11. 10. März 2011 um 10:00

    Na toll, und das am Aschermittwoch zu posten, wenn bei mir die Süßigkeiten-freie Zeit anfängt. KREISCH! Allerdings schwanke ich immer, ob Kuchen tatsächlich zu Süßigkeiten gehört. 🙂
    Und jetzt schwanke ich noch mehr… Interessant finde ich allerdings, dass viele schreiben, der Sonntag sei vom Fasten ausgenommen. Das gibt dann ja eine ganz interessante Perspektive 😀
    Vielen Dank für Deinen Blog-Event-Beitrag!

  12. 17. März 2011 um 19:04

    so viele verzichten auf süßigkeiten…da sieht man erst wie wichtig uns die allen sind gell 😉 schaut supertoll aus deine torte, klingt auch echt lecker!! viel erfolg beim fasten!!


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