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Mrz
11

Nachtrag zu meinen erschöpften guten Vorsätzen…

Menschen wie mir, die rundum fehlerfrei, stets konsequent und nahezu perfekt sind, fällt es schwer, einen guten Vorsatz zu fassen, da ich ja sozusagen schon der personifizierte gute Vorsatz bin.

Dennoch habe ich gestern einen Vorsatz gefasst, der da hieß, keine Süßigkeiten mehr bis Ostersamstag. Davon trete ich zurück. Ha, werdet ihr denken, war ja klar. Nein, sage ich, war’s nicht. Ich ergänze nach Lesen der Kommentare zum gestrigen Post meinen Vorsatz bzw. schränke ihn auf industriell gefertigte, gekaufte (und geschenkte gekaufte) Süßigkeiten ein, weil ich das gut und sinnvoll finde und ich damit 89% aller derzeitigen Versuchungen umschiffen kann. Die restlichen 11% sind für die fastenfreien Sonntage :D. Soviel dazu.

Jetzt zum Rezept, ist schließlich ’n Kochblog hier. Von meinem Anti-Krise-Aufruf gibt es heute die Rote-Bete-Klöße von Julianes Blog Schöner Tag noch. Herr Mestolo wurde nicht müde, den Geschmack zu loben und zu preisen und war gleichzeitig fast davon angetan, dass die Dinger aussehen wie Frikadellen. Gut, es sei ihm nachgesehen, dass er in den letzten drei Jahren keine echten Frikadellen mehr gesehen hat, aber ein bißchen suspekt sahen sie schon aus und in Rohform deutlich ansehnlicher.

Geschmeckt haben sie aber wirklich sehr gut, bei uns gab es dazu Joghurt und Rucola-Feldsalat. Den Salat fand ich wichtig, ansonsten wäre mir das Ganze doch zu wenig frisch gewesen. Eine Überlegung wäre, sie im Ofen zu backen, in dieser Form hatten sie fast etwas von Falafel.

Ein paar sind übrig geblieben und sie haben auch kalt gut geschmeckt.

400g gegarte Rote Beete, geraspelt
4 Frühlingszwiebeln, fein gehackt
80 g Parmesan, frisch gerieben
100 g Feta, gerieben
2 Eier, verquirlt
3 EL fein gehackter Dill
3 EL fein gehackte Petersilie
Salz, Pfeffer
60 g Semmelbrösel
50 g Mehl, zum Wälzen
Öl zum Braten

Rote Bete, Frühlingszwiebeln, Käse, Ei und Kräuter vermengen. Mit Salz und Pfeffer würzen, dann soviel Semmelbrösel unterrühren, daß eine feste Masse entsteht. Abdecken und 1 Stunde kalt stellen.

Die Masse zu kleinen Klößen formen.

Das Mehl salzen und pfeffern und die Klößchen darin wälzen.

Reichlich Öl in die Pfanne geben, bis kurz unter den Rauchpunkt erhitzen und Klößchen rundum goldbraun braten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Mit Zitronenspalten servieren.

Wir hatten dazu Joghurt mit Kräutern und etwas Salat.

Das Rezept ist aus dem Buch „Die neue vegetarische Küche„, dass ich mir nach den ultimativen Lobhudeleien auf diversen Blogs dann auch direkt bestellt habe.

PS: Zum Rauchen nochmal bzw. zum Aufgeben desselbigen: es gibt bereits eine von mir gesetzte Grenzmarke, die ist gegen Ende Mai, dann hör‘ ich eh auf, da muss ich ja nicht vorher sieben Wochen aufhören, dann wieder anfangen, um dann wieder aufhören zu können. Ist ja auch Quatsch 😀

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10 Responses to “Nachtrag zu meinen erschöpften guten Vorsätzen…”


  1. 10. März 2011 um 06:35

    Ich find ja, die sehen richtig gut aus. Bei Rock the Kitchen kamen dabei richtig gute Cupcakes mit Frosting raus.

  2. 10. März 2011 um 06:43

    Da freu ich mich auf die zu folgenden Keks & Backrezepte, die sind von deiner Verzichtsliste bekanntlich ausgeschlossen 😉
    Und die „Frikadelle“ sieht wirklich gut aus.

  3. 10. März 2011 um 07:33

    Hach Päm!

    1. Ich werde mich dieser Tage an Auberginenfrikadellen satt essen. Sie schmecken besser als tote Beete
    2. Ich bin froh, zu lesen, dass hier noch wer raucht. Dachte ich wäre damit allein auf der Welt.
    und 3. Der Gemüsestand? Den kennst du auch. Das ist Straeter. Am Friedrichplatz/Ecke Kaiser-Friedrich-Straße. Die haben schon mal solche Sachen.

  4. 10. März 2011 um 07:34

    habe ich wirklich „tote“ Beete geschrieben???? O weh.

  5. 5 Novoline
    10. März 2011 um 08:15

    Ich merke gerade in diesem Moment dass ich mestolo.com wesentlich öfter besuchen müsste 😉 – da kommt man wirklich auf Ideen

  6. 6 Sylphide
    10. März 2011 um 09:39

    Nun lese ich hier seit Monaten mit, koche ständig heimlich nach und habe noch nie etwas geschrieben… Und ausgerechnet wenn es darum geht, was NICHT mehr gekocht/gegessen werden soll, fühle ich mich nun also genötigt, meinen Senf (das darf ja noch) dazu zu geben..

    Dankedankedankedanke für all die Inspiration in den letzten Monaten – und für die, die noch kommen mag. Sie hat mir zwar viel von meiner kostbaren Zeit für die Uni geraubt, dafür aber unheimlich viel Spaß gemacht 🙂 Und LECKER (!!!!!!!!) war’s auch!

    In den nächsten 7 Wochen (außer sonntags vielleicht) werde ich wohl seltener rein schauen, das würde sonst an Selbstkasteiung grenzen – bei uns wird nämlich auf raffinierten Zucker, Alkohol und alle tierischen Produkte verzichtet 🙂 ich werde mich wohl also mal mehr bei den veganen Kochblogs umschauen 🙂

    Aber dann, an Ostern………

  7. 7 Eva
    10. März 2011 um 09:46

    Frikadellen aus roten Beeten….Sachen gibts. Einfach klasse all die Inspirationen in den Foodblogs jeden Morgen.

  8. 10. März 2011 um 10:27

    Freut mich, dass es euch auch gut geschmeckt hat! 🙂

    Viele Grüße und schöner Tag noch,
    Juliane

  9. 10. März 2011 um 11:01

    für mich etwas weniger saignant angebraten 😉

  10. 10. März 2011 um 23:03

    Ich find’s gut, daß Du es mir abnimmst, bei Juliane nach leckeren, schnellen Rezepten zu suchen. 😉


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