Archiv für April 2011

28
Apr
11

Ich will einfach nur hier kochen!


Frei nach Loriots „Ich will einfach nur hier sitzen“ will ich einfach hier nur kochen!

Kochen (von lateinisch coquere, „kochen, sieden, reifen“ entlehnt) ist im engeren Sinne das Erhitzen einer Flüssigkeit bis zum Siedepunkt, im Weiteren das Garen und Zubereiten von Lebensmitteln allgemein, unabhängig von der Zubereitungsart wie z. B. Braten. Abgeleitet davon wird die Berufsbezeichnung Koch.

Aha, da steht’s also, was KOCHEN meint.

Es meint also offenbar nicht, unzählige Anfragen über Linktauschs, Artikelschreiben und irgendwelche Reise- oder Koch-Events bewerben, bekannter machen oder sonst irgendwie zu erwähnen.

Da steht auch nicht, dass irgendjemand einen Artikel bei mir schreibt, um sein Unternehmen bekannter zu machen.

Es meint auch nicht, sich fragwürdige Küchengadgets wie Superduperdampfmikrowellenbügelstationmixschärferdingens zuschicken zu lassen und einen Artikel darüber zu schreiben.

Weder gefragt und schon gar nicht ungefragt!

Ich will nicht!

Anfangs habe ich mir noch die Mühe gemacht, alles freundlich abzulehnen, meine Beweggründe zu erklären, mittlerweile landen solcherlei Mails dann doch unbeantwortet im virtuellen Papierkorb, weil es einfach überhand nimmt.

Sehr schön sind übrigens Mails, die mit „Sehr geehrter Herr Siebeck“ (wegen des Zitats auf meiner Seite) beginnen, die Mails, die sich nicht mal die Mühe machen, meinen in der Mail so hochgelobten Blog genau anzusehen und mir kiloweise Fleisch anbieten. Das zeugt von Professionalität und echtem Interesse.

Also nochmal zum Mitschreiben:

  • Ich will keine Produkte bewerben.
  • Ich will keine Produkte testen.
  • Ich will nicht darüber schreiben.
  • Weder hier noch woanders.
  • Ich möchte nicht, dass jemand auf MEINEM Blog einen Artikel veröffentlicht, um sein Unternehmen vorzustellen.
  • Ich will Mestolo.com weder monetarisieren noch einen Cashflow daraus generieren.
  • Was ich hier vorstelle, verlinke oder sonst wie erwähne, geschieht rein privat und aus Überzeugung. Ich nehme kein Geld dafür.
  • Dies ist ein vegetarisches Kochblog.
  • Vegetarier sind Menschen, die KEIN Fleisch essen.
  • Meine Küchengeräte kaufe ich mir selber.
  • Ich will einfach nur hier kochen!

Edit: Genussmousse übrigens auch, sehe ich gerade. Es scheint sich in letzter Zeit bei allen zu häufen, dass es einfach nur nervt.

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21
Apr
11

Blauregen-Pasta mit Fave und Stracchino


Wir wurden bekocht und durften dieses Essen in der Frühlingssonne Umbriens genießen. Das besondere an diesem Essen war die Verwendung von Blauregenblüten, die nicht nur optisch einen schönen Akzent setzten.

Dazu dann noch frische Fave und Stracchino, zwei der Dinge, die wir in Deutschland nur selten oder nie bekommen. Ein einfaches Essen, aber perfekt.

Es brauchte dafür:
Pasta
Stracchino
frische Fave
1 frische Zwiebel
eine Handvoll Blauregenblüten

Die Pasta kochen.

In der Zwischenzeit die Zwiebel sehr fein würfeln und die Fave aus ihren Schoten holen.

Blauregenblüten aus dem Garten holen.

Wenn die Pasta al dente ist, mit dem Stracchino, den Zwiebelwürfeln und den Fave vermischen.

Mit den Blauregenblüten garnieren und servieren.

Blauregenblüten (auch als Wisteria oder Glyzinie bekannt) sind nicht giftig (im Gegensatz zu anderen Teilen der Pflanze!), schmecken leicht süßlich und passten gut zu der frischen Pasta. Dadurch dass Zwiebeln und Fave ungegart waren, ergab es zusammen eine sehr frühlingshafte, frische Pasta.

20
Apr
11

Nicht ganz alltägliche Ansichten von Florenz, Teil 2

Weiter geht’s heute mit ein paar ganz persönlichen Stadtimpressionen, auch aus der Sicht eines Foodbloggers:

Der Botanische Garten in Florenz, einer der ältesten der Welt:

19
Apr
11

Nicht ganz alltägliche Ansichten von Florenz

In Reiseführern und auf Postkarten gibt es die weitaus besseren Fotos von den Sehenwürdigkeiten Forenz‘, als ich sie mit meiner Ausrüstung machen könnte.

Deswegen hier meine ganz persönlichen Ansichten aus Florenz, abseits der Reiseführer und Urlaubskataloge:

„Wieviele habe ich schon wegen ihres Hochmuts Scheitern sehen!“

Markt:

…to be continued.

18
Apr
11

Mohn-Daikon-Pasta mit Schabziger

Letztens haben wir mal wieder Spaghetti alla Chitarra selbstgemacht und dazu alle möglichen Reste aus Kammern und Scheunen zusammengetragen.

Heraus gekommen ist eine interessante, schmackhafte und überraschende Pastavariante.

Für die Pasta benötigt man

250g Hartweizengrieß
125ml Wasser
Salz

Im Link oben steht, wie’s geht.

Dazu dann:

2 EL Mohn in der Pfanne anrösten, 2 EL Butter dazu geben und diese schmelzen lassen.

Ein Beet Daikon-Kresse kleinschneiden.

Die Pasta kochen und mit der Mohnbutter und der Kresse vermischen.

Etwas Schabziger-Käse darüber reiben und servieren.

Mit diesem feinen Rezept verabschiede ich mich über die Ostertage nach Italien und werde Euch in losen Abständen mit diversen Leckereien von dort berichten.

Eine schöne Zeit und bis bald!

15
Apr
11

Express-Bärlauch-Gnocchi mit Bärlauch-Pesto

Jede Menge Bärlauch hatten wir noch und deshalb müsst ihr einfach noch ein Bärlauch-Rezept ertragen oder Euch darüber freuen, ganz nach eines Jeden persönlichen Geschmack.
Heute gibt es mal wieder die Ruck-Zuck-Gnocchi, die es schon einmal bei uns gab, damals mit Tomatensauce. Die Dinger sind immer wieder genial und gelingsicher und wenn man sie mit verschiedenen Zutaten färbt oder aromatisiert auch noch unglaublich vielseitig.

Im Dezember hatte ich es schon gesagt: Die sollte jeder mal testen, ob mit oder ohne Bärlauch, aber diese Gnocchi-Version ist einfach klasse.

Für’s Pesto:
1 gute Handvoll Bärlauch
80 – 100ml Olivenöl
100 g Mandeln, geschält
4 EL Zitronensaft
50 g Parmesan
Pfeffer, Salz
Den Bärlauch waschen und grob zerschneiden. Mit den Mandeln und dem Käse im Blender kurz hacken. Öl, Zitronensaft und Salz zugeben und weiter mixen. Mit Pfeffer abschmecken.

Für die Gnocchi:
250 g Ricotta
2 Eigelb
1 gute Handvoll Bärlauch
1/2 TL Salz
30 g frisch geriebener Parmesan
50-75 g Hartweizengrieß
plus extra zum Bestäuben

Den Bärlauch im Mixer mit etwas Wasser fein zerhacken. In einem Sieb abschütten und gut auspressen.

Überschüssige Flüssigkeit aus der Ricotta-Verpackung abgießen (soweit vorhanden), dann Ricotta, Bärlauchpüree, Eigelb, Salz und frisch geriebenen Parmesan in eine große Schüssel geben und gut mit einem Kochlöffel verrühren. Den Hartweizengrieß zugeben und nur kurz unterrühren bis alles eben vermengt ist – der Teig hat eine ziemlich klebrige Konsistenz.

Das Arbeitsbrett ordentlich mit Hartweizengrieß bestäuben, einen großen Esslöffel des Teiges abstechen und auf das Brett geben.

Teig und Hände großzügig bemehlen, dann den Teig sanft zu einer fingerdicken Rolle formen. In kleine Teigkissen schneiden und das typische Muster auf einem Gnocchi-Brett rollen (Das kann man auch auf einer Gabel hinbekommen)

Inzwischen einen großen Topf Wasser zum Kochen bringen, großzügig salzen und die Hitze soweit reduzieren, dass das Wasser nur mehr leicht köchelt.

Die Gnocchi behutsam ins Wasser gleiten lassen und einmal umrühren, um zu verhindern, dass sie sich am Boden festsetzen. Dann ziehen lassen, bis sie an der Oberfläche schwimmen, dies kann, abhängig von ihrer Größe 2 bis 4 Minuten dauern.

Mit einer Schaumkelle herausnehmen und zusammen mit dem Bärlauch-Pesto sofort servieren.

Wir wünschen Euch allen ein wunderschönes Aprilwetterwochenende!! 🙂

14
Apr
11

Grillzeit: Challúmi mit Erdbeer-Balsamico-Vinaigrette

Zweiter Teil aus der Reihe Grillzeit, auch wenn ja die Temperaturen schon wieder absinken. Aber das nächste Hoch kommt bestimmt, dann solltet ihr Euren Gästen unbedingt diese Challúmi-Variante kredenzen.

Challúmi (oder Halloumi) ist ein grillbarer Käse, ursprünglich aus Zypern, der seine Form behält, wenn er erhitzt wird und somit ja quasi prädestiniert dafür ist, geröstet zu werden. Ich mag ihn sehr gerne, nicht nur, weil er gut schmeckt, sondern auch (oder weil) er so schön quietscht beim Essen 🙂

Nun ist Challúmi allein schon gut, aber ihr solltet ihn mal mit dieser Vinaigrette probieren:

1 Challúmi
4 Erdbeeren
2 EL Balsamico (den guten)
2 EL Olivenöl (das gute)
Pfeffer, Salz

Die Erdbeeren fein würfeln, mit Essig und Öl mischen, dezent pfeffern und salzen und zum frisch gegrillten Käse reichen.

Das war’s schon. Klingt vielleicht komisch, schmeckte aber sehr gut.

Jetzt ist noch viel Platz und kein Text mehr übrig, ich könnte also an dieser Stelle darauf hinweisen, dass Mestolo – DAS vegetarische Kochblog nun auch bei Facebook ist und sich total über viele Fans freuen würde.

So, Werbepause vorbei.

Morgen wird’s wieder grün.




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