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Zum Grillen: Tomaten-Halloumi-Brot

Es ist eine eherne Regel im Hause Mestolo, ein ungeschriebenes Gesetz, das Lex Focus, ein nicht verhandelbares Prinzip, das Pizza-Gebot.

Welches da aussagt: „Wenn ihr also nun den Ofen heizt, um eine Pizza zu backen für Euer Leibes Wohl, so seid nicht unverzagt, auch noch ein Brot hinterher zu schieben. Denn, und so steht es geschrieben, soll ein Ofen nicht allein geheizt werden für eine Pizza, sondern hat dann auch noch Glut genug für Laiber.“

Und weil’s Gesetz ist hier, nach der Pizza also ein Brot. Mit getrockneten Tomaten und Halloumi-Käse, etwas Thymian und feinem, weißen Mehl. Wie immer hier, weil ich nicht so in der Brotbackkunst bewandert bin, ein No Knead-Bread:

450g Weizenmehl
100g Halloumikäse, klein gewürfelt
8 getrocknete, in Öl eingelegte Tomaten, klein geschnitten
1 TL getrockneten Thymian
345 g Wasser
1/2 Tütchen Trockenhefe
8 g Salz

Alle Zutaten in einer Schüssel mittels eines Rührlöffels zu einem Teig verrühren und diesen dann 18 – 20 Stunden abgedeckt bei Zimmertemperatur gehen lassen.

Nach dieser Zeit gießt (na, fast) man den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche und faltet ihn zwei bis drei Mal. Der Teig ist recht flüssig, aber es geht.

So bemehlt kommt der Teig zurück in die Schüssel, diesmal aber mit einem Küchentuch dazwischen.

Und nochmal zwei Stunden gehen lassen.

Dann wird der Backofen samt einem gusseisernen Bräter (inklusive Deckel) auf 250° vorgeheizt.

Nun den Teig in den vorgeheizten Bräter befördern (den Deckel vorher abnehmen). Deckel drauf, Ofen zu.

Den Ofen auf 230° runterreglen und das Brot zugedeckt 30 min backen lassen.

Dann den Deckel entfernen. Das Brot sieht dann schon sehr gut aus und hat eine Form gefunden.

Weitere 20 min backen lassen. Aufgrund der Zutaten ist das Brot sehr saftig und passt wunderbar zur nächsten Grillparty.

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9 Responses to “Zum Grillen: Tomaten-Halloumi-Brot”


  1. 1. Juni 2011 um 06:55

    wenn man uns den reichlich fliessenden, geliebten Atomstrom so rabiat abstellen will, wird die Mestolo-Haus-Regel wohl bald zur Bürgerpflicht erhoben.

  2. 2 Sylvia
    1. Juni 2011 um 07:10

    Die Franzosen haben ja noch genügend Strom dieser Sorte, brauchen sie wohl fürs Baguettebacken, die könnten notfalls liefern. Das Brot sieht superlecker aus – geschmacklich Richtung Ciabatta? Feines Rezept, danke!

  3. 1. Juni 2011 um 08:00

    Mit diesem Brot-Rezept komm ich zum ersten mal in die Bredoullie und sehe mich veranlaßt meinen Küchenplan für den morgigen Feiertag zu ändern: statt – selbstgemachter – Pasta gibts irgendein Ofengericht! Denn auch ich hielts bisher wie ihr: ist das Backrohr schon mal heiß schiebt man Kuchen,Gebäck,Brot hinterher.Jedenfalls vielen Dank für euren wunderbaren Blog über den ich durch Zufall erst vor 4 Wochen während der Glyzinien-BLüte gestolpert bin auf der Suche nach weiteren Verarbeitungsmöglichkeit der selbigen. Euer blog läßt seitdem ein Vegi-Köchinnen-Herz immer wieder mal höher schlagen! michaELA

  4. 1. Juni 2011 um 08:50

    für samstag abend war / ist grillen geplant. das sieht ganz stark danach aus, als würde es dieses brot dazu geben. einfach viel viel zu ansprechend!

    lg
    the vegetarian diaries

  5. 1. Juni 2011 um 11:04

    Dieses Gesetz gilt bei uns auch. Das No Kneat Bread habe ich ausprobiert. Wenn ich ganz ehrlich sein soll, war es nicht gerade mein Fall.

  6. 1. Juni 2011 um 14:19

    Das Nicht-Zu-Knetende ist auch mein Hausbrot. Werde Deine Variante als Anregung nehmen, allerdings etwas abwandeln. Getrocknete Tomaten nicht-eingelegt; frischen Thymian; Schafskäse. Bin gespannt…

  7. 1. Juni 2011 um 15:11

    Ich habe dieses Brot schon zweimal gebacken, beim ersten Mal war es grandios, beim zweiten Mal ist es leider kaum aufgegangen und war ein flacher, nicht geniessbarer Fladen. Deine Variation lässt mich einen dritten Versuch wagen.


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