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Yotam Ottolenghi-Woche: Gebratene weiße Bohnen mit Feta, Sauerampfer und Sumach


Das letzte Rezept der Ottolenghi-Woche wäre fast nichts geworden, weil wir zuerst keinen Sumach gefunden haben. Dann sind wir aber doch fündig geworden beim türkischen Supermarkt.
Bei diesem Rezept stimmt wieder alles, ich würde allerdings unbedingt empfehlen, getrocknete Bohnen zu nehmen und selbst zu kochen, Bohnen aus der Dose sind einfach schon zu weich gekocht.

Ottolenghi war mir ja nicht unbekannt, ich mochte seine Rezepte schon im Guardian. Diese Woche und das Buch haben mich nochmal bestätigt und ich kann nur wärmstens empfehlen, sich das Buch zu kaufen, es ist auf jeden Fall eine Bereicherung für jede Küche und herrlich undogmatisch vegetarisch 🙂

500g getrocknete weiße Bohnen
2 EL Natron
60g Butter
4 – 5 EL Olivenöl
8 Frühlingszwiebeln, in Ringe geschnitten
1 Knoblauchzehe, gepresst
1 frische rote Chilschote, in Ringe geschnitten
200g Sauerampfer, in 2 cm breite Streifen geschnitten, plus etwas mehr in dünne Streifen geschnitten zum servieren
1/2 TL Salz
1 1/2 EL Zitronensaft
150g Feta, zerkrümelt
2 TL Sumach, gemahlen
1 Handvoll gehackte Kräuter wie Kerbel oder Dill

Die Bohnen über Nacht mit reichlich Wasser und 1 TL einweichen. Am nächsten Tag das Wasser erneuern und die Bohnen mit frischem Wasser kochen. Das kann bis zu einer Stunde dauern. Die Bohnen so kochen, dass sie gar, aber auf keinen Fall zu weich sind. Das haben wir bereits am Vortag gemacht.

Dann die Bohnen in einer heißen Pfanne mit Butter und Öl anbraten. Gerade so viel Bohnen hineingeben, dass der Pfannenboden bedeckt ist. Von jeder Seite 1 – 2 min anbraten, bis sie goldbraun gebraten sind und die Haut leichte Blasen wirft.

Beim Anbraten der letzten Portion kurz vor Ende der Garzeit die Frühlingszwiebeln, den Knoblauch, den Chili und den Sauerampfer hinzufügen und etwas 1 min mit braten. Die anderen bereits angebratenen Bohnen wieder zurück in die Pfanne geben, die Pfanne vom Herd nehmen, salzen und die Bohnen abkühlen lassen, bis sie lauwarm sind.

Dann bei bedarf nachwürzen, mit dem Zitronensaft beträufeln und dem Feta und dem Sumach bestreuen und mit den gehackten Kräutern und den schmalen Sauerampferstreifen garnieren. Mit etwas gutem Olivenöl beträufeln und servieren.

Auch das war wieder sehr köstlich, bisher gab‘s von Ottolenghi aber bei uns noch nichts, was ich nicht mochte,

Wir wünschen Euch allen ein wunderbares, erstes Sommersonnenwochenende!!

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9 Responses to “Yotam Ottolenghi-Woche: Gebratene weiße Bohnen mit Feta, Sauerampfer und Sumach”


  1. 24. Juni 2011 um 06:43

    Als bisher „Bohnen nur in grüner Form“ Geniesser, wird es wohl sinn das Projekt „getrockenete Bohnen“ in Angriff zu nehmen.
    Sumach klingt nach Gewürz und dürfte dann im Gewürzregal im türkischen Supermarkt zu finden sein?

  2. 24. Juni 2011 um 07:16

    Sauerampfer ist hier schwieriger zu beschaffen als Sumach. Spinat geht ja vielleicht ersatzweise.

  3. 24. Juni 2011 um 07:50

    Ich schließe mich Robert an. Wo hast Du den Sauerampfer bekommen?

  4. 24. Juni 2011 um 17:59

    Eine Antwort: Sauerampfer finde ich persönlich auf dem Markt am Carlsplatz in Düsseldorf, wo viele Kräuter angeboten werden. Ob es immer vorrätig ist, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass es im Garten meiner Eltern nur kurze Zeit im Frühling (also vielleicht hier jetzt noch?) vorhanden ist: Man isst es nicht mehr, wenn es blüht. Da es ein bisschen empfindlich ist, ist es vermutlich selten in Supermärkte zu finden.

  5. 24. Juni 2011 um 18:03

    Ich hab den Sauerampfer aus der Metro, da gibt’s den eigentlich immer.

  6. 25. Juni 2011 um 12:41

    Ich hab das Buch ja schon länger (in englisch) und nach einem eher misslungenen Rezept liegt es da und wartet und wartet und wartet.. bei vielen Rezepten ist für mich einfach das Probem da, dass ich bei der Hälfte der Zutaten nicht weiß, woher ich sie bekommen soll und nur 1-2 Tage in der Woche überhaupt möglich sind, sie zu kochen (Zeitaufwand). Doch da du so begeistert schwärmst, werde ich es mir doch nochmal zur Hand nehmen und mich „zwingen“ nochmal ein, zwei Sachen auszuprobieren. Vielleicht werd ich ja doch noch warm damit. Wunderschön anzusehen ists es ja..

  7. 25. Juni 2011 um 18:06

    Den Sauerampfer habe ich im Garten, aber für den Sumach muß ich mich auch auf die Suche begeben. Vielleicht bei einem der arabischen Stände auf dem Markt! Also ich kauf das Buch jetzt jedenfalls nach deiner/ eurer Themenwoche!

  8. 8 Maria
    26. Juni 2011 um 11:43

    Sumach gibt es in türkischen Läden!!!


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