Archiv für Juni 2011



23
Jun
11

Yotam Ottolenghi-Woche: Castelluccio-Linsen mit Tomaten und Gorgonzola

Die Ottolenghi-Woche neigt sich dem Ende und nach Vorspeise und Hauptgerichten ist meine heutige Wahl ein Salat.
Lauwarmer Linsensalat mit einem reichhaltigen Geschmacksfeuerwerk verschiedener Kräuter und Aromen.

Vom Aufwand eher gering, allerdings brauchen die Tomaten etwas Zeit im Ofen. Auch an diesem Rezept ist alles stimmig, der Salat hat sehr gut geschmeckt. Wichtig ist, einen nicht ganz so kräftigen Gorgonzola zu wählen, der würde sonst die anderen Aromen zu sehr verdrängen.

1 kleine, rote Zwiebel, in sehr dünne Scheiben geschnitten
1 EL guter Rotweinessig
1 TL Maldon Sea Salt
250g Castelluccio-Linsen
3 EL Olivenöl
1 Knoblauchzehe, zerdrückt
3 EL Kerbel, gehackt
3 EL Schnittlauchröllchen
4 EL Dill, gehackt
80g milder Gorgonzola, in unregelmäßige Stücke geschnitten
Pfeffer

Ofengetrocknete Tomaten:
5 Flaschentomaten
8 Zweige Thymian
1 EL Olivenöl
2 EL Balsamico
Salz

Zuerst die ofengetrockneten Tomaten zubereiten. Dazu den backofen auf 130° vorheizen, die Tomaten längs vierteln und mit der Hautseite nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.
Die Thymianzweige darauf verteilen. Mit dem Olivenöl und dem Balsamico beträufeln und mit etwas Salz bestreuen.

Für 90 min in den Backofen stellen, bis die Tomaten halb getrocknet sind. Den Thymian entfernen und die Tomaten auf dem Blech kurz abkühlen lassen.

Während die Tomaten trocknen, kann man alles andere gut machen: die Zwiebelscheiben in einer mittelgroßen Schüssel mit dem Rotweinessig übergießen und mit dem salz bestreuen. Umrühren und einige Minuten marinieren, damit die Zwiebeln etwas weicher werden.

Die Linsen in einen Topf mit kochendem Wasser geben ( das Wasser sollte etwa drei Zentimeter über den Linsen stehen) und 20-30 Minuten köcheln lassen, bis sie gar sind. In einem Sieb abgießen, gut abtropfen lassen und noch warm zu den Zwiebelringen geben. Das Olivenöl, den Knoblauch und etwas schwarzen Pfeffer hinzufügen, alles vermischen und abkühlen lassen. Nach dem Abkühlen behutsam die Kräuter unterheben, probieren und bei Bedarf nachwürzen.

Zum Servieren die Linsen hügelförmig auf einen großen Teller oder in einer Schüssel anrichten, dabei die Gorgonzolastückchen und die ofengetrockneten Tomaten nach und nach mit einbauen. Zum Schluss nach Belieben mit der beim Garen der Tomaten ausgetretenen Flüssigkeit beträufeln und servieren.

Quelle:
Yotam Ottolenghi
Genussvoll vegetarisch
mediterran-orientalisch-raffiniert
288 Seiten, gebunden
ISBN 978-3-8310-1843-7
€ 24,95
Dorling Kindersley Verlag

22
Jun
11

Yotam Ottolenghi-Woche: Birnen-Crostini

Herr Mestolo und seine holde Angetraute (das bin ich) gehen Dienstags nun immer Italienisch lernen. Da dies sich bis in den späten Abend hinzieht, die holde Angetraute dann aber trotzdem noch was Vernünftiges essen will, wird meist noch gekocht. Oder, wie heute, gebraten.

Für die Ottolenghi-Woche habe ich mir ein Turborezept dafür heraus gesucht, das wirklich turboschnell geht und dafür turbogut schmeckt.

Wichtig, wie so oft, wenn nicht gar immer: die Qualität der Zutaten entscheidet beim Ergebnis mit. Gutes Brot, feste Birnen und ein handgemachter Ziegenkäse vom Bauern um die Ecke – drei Eckpfeiler für die Birnen-Crostini:

Für vier hungrige Personen
30g Pinienkerne
5 EL Olivenöl, plus mehr zum Beträufeln
1 Knoblauchzehe, geschält
Salz und schwarzer Pfeffer
4 große Scheiben Sauerteigbrot, 1,5 cm dick
3 halb reife Birnen
2 TL Zucker
2 TL Zitronensaft
120g Ziegenfrischkäse
Kerbelblätter zum Garnieren

Den Backofen auf 200° C vorheizen. Die Pinienkerne mit vier Esslöffeln Olivenöl, dem Knoblauch, einer Prise Salz und etwas schwarzen Pfeffer im Mörser oder in der Küchenmaschine zu einer groben, feuchten Paste verarbeiten. Die Brotscheiben auf einer Seite mit der Paste bestreichen. Die Brotscheiben auf ein Backblech legen und etwa zehn Minuten im Ofen rösten, bis sie etwas Farbe angenommen haben. Herausnehmen und kurz abkühlen lassen.

Währenddessen die Birnen vorbereiten. Die Früchte aufrecht auf ein Schneidebrett stellen und mit einem scharfen Messer auf zwei Seiten die Rundung gerade schneiden, dann die Birnen der Länge nach in jeweils vier Scheiben schneiden. Das Kerngehäuse mit der Messerspitze entfernen. Die Birnenscheiben in eine Schüssel legen. Den restlichen Esslöffel Olivenöl mit dem Zucker, dem Zitronensaft sowie einer Prise Salz verrühren und behutsam mit den Birnenscheiben mischen.

Eine Grillpfanne auf dem Herd bei hoher Temperatur stark erhitzen. Die Birnenscheiben nebeneinander in die Pfanne legen und jede Seite etwa eine Minute braten, so dass die typischen Grillspuren eingebrannt werden. Vorsichtig wenden, dann mit Hilfe einer Küchenzange herausnehmen; dabei möglichst nicht zerbrechen.

Zum Fertigstellen der Crostini den Käse in Stücke oder Scheiben teilen und zusammen mit den Birnenscheiben so auf den Röstbroten anrichten, dass sie sich gegenseitig überlappen und kleine Hügel bilden. Die Crostini drei bis vier Minuten im Ofen erwärmen, damit der Käse leicht schmilzt, dann herausnehmen.

Die Crostini mit den Kerbelblättern garnieren, mit Öl beträufeln und mit schwarzem Pfeffer übermahlen. Heiß oder warm servieren.

Köstlich. Und dem ist nichts hinzuzufügen.

21
Jun
11

Yotam Ottolenghi-Woche: Frische Polenta mit Auberginengemüse

Die Ottolenghi-Woche geht weiter mit einem absolut fantastischen Rezept, das es wirklich sofort, eigentlich sogar schon beim Lesen, bei mir auf meine persönliche Top Ten-Liste gebracht hat.
Polenta mögen wir ja schon sehr gerne, aber diese hier aus frischem Mais toppt alles und ist auch nicht vergleichbar mit herkömmlicher Polenta. Ottolenghi beschreibt sie als „Babynahrung, allerdings im positiven Sinne: geschmeidig, süßlich, mild und wohltuend, fast wie Haferbrei“.

Sie ist nicht so mächtig wie richtige Polenta, aber auch sehr sättigend, von dem Rezept werden 4 Personen gut satt, auch wenn es erstmal nicht so scheint, während man kocht.
Das Rezept ist etwas aufwändiger und braucht ein bißchen Zeit, aber das lohnt sich allemal, frische Polenta ist einfach göttlich. 🙂

6 Maiskolben
40g Butter, gewürfelt
200g Feta, zerkrümelt
Salz, Pfeffer

Auberginensauce:
150ml Öl
1 mittelgroße Aubergine
2 TL Tomatenmark
60ml Weißwein
200g geschälte, gehackte Tomaten
Salz, Zucker
1 EL gehackter Oregano

Zuerst die Auberginensause zubereiten. Dazu das Öl in einem großen Topf erhitzen und die Auberginenwürfel etwa 15 min anbraten, bis sie eine appetitlich braune Farbe annehmen.

Möglichst viel Öl abschütten, das Tomatenmark in den Topf geben und mit den Auberginen vermischen. 2 min erhitzen, den Weiwein dazugießen und eine weitere Minute erhitzen.

Nun die Tomaten, 100ml Wasser, je zwei Prisen Salz und Zucker sowie den oregano hinzufügen und nochmals 5 min köcheln lassen, damit sich die Aromen entfalten. Zur Seite stellen und vor dem servieren nochmals erhitzen.

Für die Polenta die Maiskörner von den Kolben schneiden, man benötigt ca. 500g Maiskörner.

Die Maiskörner in einem Topf mit 500ml Wasser bedecken und aufkochen, dann ca. 12 min köcheln lassen. Abgießen, aber das Kochwasser aufbewahren.

Die Maiskörner im Blender einige Minuten pürieren, um die feste Haut der Körner möglichst fein zu zerkleinern, ggf. etwas Kochwasser hinzufügen.

Die Maispaste nun zum Kochwasser in den Topf geben und 10 – 15 min unter Rühren bei niedriger temperatur garen, bis sie auf die Konsistenz von Kartoffelpüree eindickt.

Die Butter, den Feta, Salz sowie etwas Pfeffer unterziehen und nochmals 2 min erhitzen.

Die Polenta gleichmäßig auf flache Schalen verteilen und in die Mitte warme Auberginensauce geben.

Quelle:
Yotam Ottolenghi
Genussvoll vegetarisch
mediterran-orientalisch-raffiniert
288 Seiten, gebunden
ISBN 978-3-8310-1843-7
€ 24,95
Dorling Kindersley Verlag

20
Jun
11

Yotam Ottolenghi-Woche: Rauchige Frittata

Ottolenghi ist zwar kein Gemüse, sondern ein ziemlich guter Koch mit Neigung zum Kochbuchschreiben, und trotzdem steht Yotam ottolenghi diesmal im Mittelpunkt der neuen Mestolo Themenwoche. Grundlage ist das, jetzt nicht mehr ganz so niegelnagelneue, vegetarische Kochbuch vom Carnivore Yotam Ottolenghi „Köstlich vegetarisch“, das momentan in aller Munde ist und mit dem ich diese Kochwoche bestreiten werde, ein kulinarisches Highlight eben (nicht) nur für Vegetarier! Von mir bekommt dieses Buch eine uneingeschränkte Kaufempfehlung. Oder lasst es Euch zum Geburtstag schenken, wie ich.

Was ich an Herrn Ottolenghis Rezepten ja sehr schätze ist, dass sie bisher durch die Bank alle gelungen sind und, das kommt auf der Positivliste natürlich noch hinzu, das sie uns bisher alle ausnahmslos wirklich sehr gut geschmeckt haben.
Die Rezepte haben für uns alle bisher diesen „Ui, das könnte ab sofort eins meiner Lieblingsrezepte sein“-Effekt. 🙂
Besonders hervorzuheben seien da die Karamelisierte Knoblauch-Tarte oder das fantastische Sweetcorn Chowder bis hin jetzt im Juni noch zur Saison den Spargel Mimosa, auch schon aus diesem Kochbuch.

Irgendwie stimmt immer alles und trifft genau unseren Geschmack. Und da kam mir die Idee zu dieser Ottolenghi-Woche und so viel sei verraten – es sind wieder so einige Lieblingsrezepte dabei. Fünf verschiedene Rezepte mit verschieden langen Zutatenlisten und natürlich auch verschieden aufwändig.
Beginnen möchte ich mit der Rauchigen Frittata, die ihren Namen durch Zutaten wie Scamorza und geräuchertem Paprikapulver erhält. Sehr üppig von den Inhaltsstoffen, saftiger als herkömmliche Frittata, kurz – ein feines Rezept, das wieder gut zusammen passt. Vom Aufwand her eher gering, außer Käse reiben und den Blumenkohl zu präparieren gibt’s nicht soviel zu tun.

Für die Ottolenghi-Woche halten wir uns zu 99,9% an die Vorgaben, hier gab es zum Foto noch Schnittlauchröllchen, die waren im Rezept nicht vorgesehen.

1 kleiner Blumenkohl, in mittelgroßen Röschen
6 Eier
4 EL Crème Fraîche
2 EL Dijonsenf
2 TL mildes geräuchertes Paprikapulver
3 EL Schnittlauchröllchen
150g geräucherter Scamorza, mit Rinde gerieben
50g gereifter Cheddar, gerieben
Pfeffer, Salz
2 EL Olivenöl

Den Blumenkohl in einem großen Topf mit kochendem Salzwasser 4 – 5 min garen, bis er fast weich ist. Abgießen und abtropfen lassen.

Den Backofen auf 190° vorheizen.

Eier, Crème fraîche, Senf und Paprikapulver gut miteinander verquirlen, anschließend den Schnittlauch und 2/3 des Käses untermischen. Kräftig mit Pfeffer und Salz würzen.

Das Olivenöl in einer ofenfesten Bratpfanne erhitzen. Darin den Blumenkohl etwas 5 min anbraten, bis er auf einer Seite eine goldbraune Färbung angenommen hat. Mit der Eiermasse übergießen, dann die Röschen mit Hilfe einer Gabel gleichmäßig in der Pfanne verteilen. Etwas 5 min bei mittlerer Hitze garen.

Mit dem restlichen Käse bestreuen, dann die Pfanne in den Backofen stellen. 12 – 15 min backen, bis die Frittata vollständig gestockt ist.

Aus dem Ofen nehmen und 2 – 3 min ruhen lassen. Danach in Tortenstücke schneiden und sofort zusammen mit einem pfeffrig angemachten Blattsalat servieren.

Quelle:
Yotam Ottolenghi
Genussvoll vegetarisch
mediterran-orientalisch-raffiniert
288 Seiten, gebunden
ISBN 978-3-8310-1843-7
€ 24,95
Dorling Kindersley Verlag

17
Jun
11

gefüllte Kohlrabi mit Gorgonzola und Rucola

Herr Mestolo ist kein großer Freund von Kohlrabi, dennoch muss er sich natürlich dem Blogeventkalender beugen und auch mal ungeliebtere Sachen testen. So eben wie beim laufenden Gärtnerblogevent zum Thema Kohlrabi.

Mit solchen Rezepten wie diesen kann ich dann sogar davon überzeugen, das Kohlrabi jetzt nicht sein ärgster Feind ist. Aber zu einer innigen Freundschaft reicht es auch noch nicht.

3 große Kohlrabi
Olivenöl
2 Champignons
2 Frühlingszwiebeln
3 EL Haferflocken
2 TL frische Thymianblätter
2 Karotten
Salz, Pfeffer
50 g Gorgonzola
1 Handvoll Rucola

Den Kohlrabi schälen und in kochendem Wasser ca. 25 min garen.

Danach den Kohlrabi aushöhlen (das war Herr Mestolos Job) und das Innere hacken.

Den Backofen auf 180° vorheizen.

Karotten schälen und würfeln, die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden, die Champignons auch würfeln.

Das gesamte Gemüse in einer Pfanne anbraten.

Die Kohlrabi von innen und außen mit etwas Olivenöl bepinseln.

2/3 des Gorgonzola zerkrümeln und mit den Haferflocken mischen. Die Hälfte des Rucola fein schneiden und dazu geben.

Mit dem gebratenen Gemüse und dem Thymian mischen, pfeffern, salzen, abschmecken und in die Kohlrabi füllen. Den restlichen Gorgonzola würfeln und darüber streuen.

Im Backofen ca. 10 min überbacken.

Mit dem restlichen Rucola und einigen Frühlingszwiebelringen servieren.

Unser zweiter Kohlrabi-Beitrag für das laufende Gartenblog-Event:
Garten-Koch-Event Juni 2011: Kohlrabi [30.06.2011]

Wir wünschen Euch allen ein sturmfreies Junisommerwochenende!




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