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07
Dez
10

Festa del primo Olio 2010 – Bruschette

Jedes Jahr nach der Olivenernte, wenn das erste Olivenöl aus der Mühle geholt wird, feiert man in Italien das Erste Öl – Festa di primo Olio.

Das Öl steht im Mittelpunkt dieses Festmahles, es gibt meist Spaghetti Aglio Olio und natürlich Bruschette, nur mit etwas Knoblauch, Salz und dem frischen Öl.

Jedes Jahr schmeckt das Öl wieder etwas anders als im Vorjahr, zeigt sich einem etwas anderen, aber immer sehr kräftigen, manchmal fast neonfarbenen, leuchtenden Grün und erinnert geschmacklich und vom Geruch her an alles, was die Jahreszeiten, das Land so ausmacht. Mit jedem Tropfen von dem Öl ist man wieder mittendrin im Land, ganz den Bäumen nah, die einem im Sommer mit ihrem wunderbaren silbrig schimmernden dunkelgrünen Blättern freundlich umgeben. Allein der Geruch von Olivenbäumen ist unvergleichlich, warm und erdig.

Das diesjährige frische Campo Grande-Öl ist etwas weniger scharf als im Vorjahr, aber schmeckt dieses Jahr wieder unglaublich intensiv nach Früchten, Gräsern, Kräutern und Blüten, vor allem nach Lavendel, einfach traumhaft.
Ich habe das Glück, zweimal Primo Olio feiern zu dürfen, einmal in Italien, direkt auf dem Hof und einmal, wenn ich wieder nach Hause komme zusammen mit Herrn Mestolo.

Einfach nur weißes Brot, das wird geröstet (vorzugsweise über dem offenen Feuer, aber auch im Backofen oder Toaster geht’s), darauf wird eine Knoblauchzehe gerieben, etwas Salz und dann das frische Öl.

Schöner kann’s im Himmel doch auch nicht sein… 🙂

26
Okt
10

Panino di castagne – Kastanienbrötchen

Um aus unserem aus Italien importierten Kastanienmehl nicht immer nur Castagnaccio zu machen, standen heute mal Brötchen auf der To do-Liste. Ich hatte bei Manufactum in Düsseldorf mal Kastanienbrot gekauft, das war sehr gut. Backwaren mit Kastanienmehl bekommen immer einen leichten Stich in lilafarbene, schmecken etwas süßlich und passen gut zu säuerlichen Marmeladen oder einem kräftigen Käse.

250 g Weizenmehl
150g Hartweizenmehl
150 g Kastanienmehl
15 g Salz
1 Würfel Hefe, frisch
Mehl, für die Arbeitsfläche

Zubereitung
Die Mehlsorten und das Salz vermischen.

Die Hefe in 340 ml lauwarmem Wasser auflösen.

Das Mehlgemisch in die Küchenmaschine geben und unter Rühren mit dem Knethaken das Wasser mit der Hefe darunter mischen. Einige Minuten kneten lassen, eine Kugel formen und dieseA agedeckt an einem warmen Ort über Nacht gehen lassen.

Den Backofen auf 250° vorheizen, eine Auflaufform aus Metall auf den Boden stellen und mit vorheizen.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche nochmal durchkneten und eine Rolle formen. Diese Rolle in 15 Teile schneiden und daraus Brötchen formen.

Die Brötchen mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen.

Kreuzförmig einschneiden und dann noch mal etwa 10 min gehen lassen.

Die Brötchen auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben. Etwa 200 ml Wasser in die Auflaufform gießen und sofort die Ofentür schließen, damit der entstehende Wasserdampf nicht entweichen kann.

Nach ca. 7 min beginnen die Brötchen braun zu werden, dann einmal die Ofentür öffnen und direkt wieder schließen.

Nach weiteren 10 – 12 min sind die Brötchen fertig.

Alternativ könnte man noch gehackte Maronen zum Teig geben.

Wer sonst noch Rezepte mit Kastanienmehl jenseits von Brötchen und Castagnaccio kennt: immer her damit 🙂

04
Mai
10

No-Knead Bread

Brot selber backen ist eine wahre Herausforderung für mich. Einmal natürlich die Aktion an sich und das damit verbundene bange Warten, ob es denn gelingt. Ein sehr guter Freund scheltet mich immer ob meines unermüdlichen Topfguckens, Rührens, Probierens (er nennt es fummeln) beim Kochen. Na und? Ich fummel nun mal gerne und meist gelingt ja auch alles recht gut, was ich so beim Kochen hinfummel.

Fummeln beim backen ist schwieriger, fast ausgeschlossen. Und das macht mich nervös. Hier kann man nix aufmachen, zwischendrin probieren oder nachbessern – mir sind die Hände gebunden, ich bin zur Untätigkeit verdammt. Einzig verzweifelt händeringend kann ich vor dem Ofen stehend lamentieren, mit meinem Schicksale hadernd, die Geschicke nicht selbst in die Hand nehmen zu können.

Dennoch versuche ich es immer wieder mit dem Backen – mein Verlangen nach selbstgebackenem Brot ist zu groß. Sicher sind es nicht  sehr anspruchsvolle Rezepte, dafür aber welche mit einer ziemlich hohen Wahrscheinlichkeit eines positiven Backergebnisses.

Brot selber zu Hause backen ist wundervoll, der warme Backgeruch, der durch’s ganze Haus zieht, es ist ein ganz heimeliges Gefühl. Ich finde, überall wo es nach frisch gebackenem Brot duftet, fühlt man sich doch direkt gut aufgehoben, man möchte am Tisch dieses Hauses Platz nehmen, gemeinsam mit den anderen das noch warme Brot essen, gute Gespräche haben und sich einfach nur wohl fühlen.

Ein wirklich einfaches Rezept für ein tolles Brot habe ich bei Petra von Chili & Ciabatta gefunden, ein recht flüssiger Teig muss 18 Stunden gehen und wird dann in einem vorgeheizten Bräter 50 min gebacken. Klappt hervorragend, heraus kommt ein tolles Brot mit schöner Krume und schöner Kruste. Mittlerweile haben wir es schon zweimal gebacken, das zweite Mal mit einer größeren Gesamtmenge und ein bißchen Kümmel drin.

Die krummen Werte der Mengenangaben bedingen sich wohl aus der amerikanischen Übertragung, dort wird ja gern in Tassen gewogen. Wir haben direkt einen Teil des Weizenmehls durch Roggenvollkornmehl ersetzt und wir haben Hartweizendunst verwendet, weil kein anderes Mehl mehr da war. Beides hat dem Brot nicht geschadet, im Gegenteil.

250 g Hartweizendunst
180g Roggenvollkornmehl
345 g Wasser
1/2 Tütchen Trockenhefe
8 g Salz

Alle Zutaten in einer Schüssel mittels eines Rührlöffels zu einem Teig verrühren und diesen dann 18 – 20 Stunden abgedeckt bei Zimmertemperatur gehen lassen.

Nach dieser Zeit gießt (na, fast) man den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche und faltet ihn zwei bis drei Mal. Der Teig ist recht flüssig, aber es geht.

So bemehlt kommt der Teig zurück in die Schüssel, diesmal aber mit einem Küchentuch dazwischen.

Und nochmal zwei Stunden gehen lassen.

Dann wird der Backofen samt einem gusseisernen Bräter (inklusive Deckel) auf 250° vorgeheizt. Eigentlich steht da 270°, aber das kann unser Ofen nicht.

Nun den Teig in den vorgeheizten Bräter befördern (den Deckel vorher abnehmen) Sieht nicht sehr vertrauenswürdig aus, wenn sich diese doch unschön geformte Masse im Topf klumpt. Was soll’s, Deckel drauf, Ofen zu.

Den Ofen auf 230° runterreglen und das Brot zugedeckt 30 min backen lassen.

Dann den Deckel entfernen. Das Brot sieht dann schon sehr gut aus, hat eine Form gefunden und ein schönes Muster vom Küchentuch.

Weitere 20 min backen lassen.

Fertig. Ein tolles Brot. Setzt Euch zu uns an den Tisch.

„Der Geruch des Brotes ist der Duft aller Düfte. Es ist der Urduft unseres irdischen Lebens, der Duft der Harmonie, des Friedens und der Heimat.“ Jaroslav Seifert (1901-86)

16
Apr
10

Käsebrot

Wenigst Zeit, keine Lust. Deswegen nicht gekocht und trotzdem gut gegessen.

In Heu gewickelter Pecorino und junge Marzolino aus Umbrien. Brot vom Bäcker Schomaker. Birnen vom Lammertzhof. Wein aus der Toskana. Mehr braucht’s manchmal nicht zum Glück.

Euch allen ein wunderbares, sonniges und schönes Wochenende.

29
Dez
09

Roggenbrot mit Joghurt

Brot backen ist ja unsere neue Leidenschaft und wenn der Ofen für Pizza oder Flammkuchen oder sonstiges Gebäck eh einmal an ist, schieben wir dann auch nochmal ein Brot hinterher. Im Moment noch die sichere Variante, im neuen Jahr versuche ich dann auch noch mehr und dann auch mal mit Sauerteig.

Heute nochmal eine Variante des Schnellbrotes (Pane veloce) mit 100% Roggenanteil und Joghurt.

1000g Roggenmehl
1 TL Salz
200g Naturjoghurt
1 Würfel Frischhefe
Wasser
2 EL Honig

Den Würfel Hefe in kalten Wasser zusammen mit dem Honig auflösen.

Das Mehl in einer Schüssel mit dem Salz vermischen.

Mehl , Joghurt und Wasser mit einem Kochlöffel zu einem recht flüssigen Teig verrühren und ca. 30 min gehen lassen.

Ofen auf 250° vorheizen.

Auf einer Arbeitsplatte reichlich Mehl anhäufen, die Hälfte des Teiges darauf platzieren und mit bemehlten Händen in die Länge ziehen, dabei gegenläufige Drehbewegungen ausführen.

Beide Brote nebeneinander auf ein Backblech legen.

Bei 250° ungefähr 15 min backen lassen, dann weitere 20 – 30 min bei 200°.

Geht schnell und ist gut. Und nächstes Jahr dann mal was mit Sauerteig. 🙂




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