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04
Mai
10

No-Knead Bread

Brot selber backen ist eine wahre Herausforderung für mich. Einmal natürlich die Aktion an sich und das damit verbundene bange Warten, ob es denn gelingt. Ein sehr guter Freund scheltet mich immer ob meines unermüdlichen Topfguckens, Rührens, Probierens (er nennt es fummeln) beim Kochen. Na und? Ich fummel nun mal gerne und meist gelingt ja auch alles recht gut, was ich so beim Kochen hinfummel.

Fummeln beim backen ist schwieriger, fast ausgeschlossen. Und das macht mich nervös. Hier kann man nix aufmachen, zwischendrin probieren oder nachbessern – mir sind die Hände gebunden, ich bin zur Untätigkeit verdammt. Einzig verzweifelt händeringend kann ich vor dem Ofen stehend lamentieren, mit meinem Schicksale hadernd, die Geschicke nicht selbst in die Hand nehmen zu können.

Dennoch versuche ich es immer wieder mit dem Backen – mein Verlangen nach selbstgebackenem Brot ist zu groß. Sicher sind es nicht  sehr anspruchsvolle Rezepte, dafür aber welche mit einer ziemlich hohen Wahrscheinlichkeit eines positiven Backergebnisses.

Brot selber zu Hause backen ist wundervoll, der warme Backgeruch, der durch’s ganze Haus zieht, es ist ein ganz heimeliges Gefühl. Ich finde, überall wo es nach frisch gebackenem Brot duftet, fühlt man sich doch direkt gut aufgehoben, man möchte am Tisch dieses Hauses Platz nehmen, gemeinsam mit den anderen das noch warme Brot essen, gute Gespräche haben und sich einfach nur wohl fühlen.

Ein wirklich einfaches Rezept für ein tolles Brot habe ich bei Petra von Chili & Ciabatta gefunden, ein recht flüssiger Teig muss 18 Stunden gehen und wird dann in einem vorgeheizten Bräter 50 min gebacken. Klappt hervorragend, heraus kommt ein tolles Brot mit schöner Krume und schöner Kruste. Mittlerweile haben wir es schon zweimal gebacken, das zweite Mal mit einer größeren Gesamtmenge und ein bißchen Kümmel drin.

Die krummen Werte der Mengenangaben bedingen sich wohl aus der amerikanischen Übertragung, dort wird ja gern in Tassen gewogen. Wir haben direkt einen Teil des Weizenmehls durch Roggenvollkornmehl ersetzt und wir haben Hartweizendunst verwendet, weil kein anderes Mehl mehr da war. Beides hat dem Brot nicht geschadet, im Gegenteil.

250 g Hartweizendunst
180g Roggenvollkornmehl
345 g Wasser
1/2 Tütchen Trockenhefe
8 g Salz

Alle Zutaten in einer Schüssel mittels eines Rührlöffels zu einem Teig verrühren und diesen dann 18 – 20 Stunden abgedeckt bei Zimmertemperatur gehen lassen.

Nach dieser Zeit gießt (na, fast) man den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche und faltet ihn zwei bis drei Mal. Der Teig ist recht flüssig, aber es geht.

So bemehlt kommt der Teig zurück in die Schüssel, diesmal aber mit einem Küchentuch dazwischen.

Und nochmal zwei Stunden gehen lassen.

Dann wird der Backofen samt einem gusseisernen Bräter (inklusive Deckel) auf 250° vorgeheizt. Eigentlich steht da 270°, aber das kann unser Ofen nicht.

Nun den Teig in den vorgeheizten Bräter befördern (den Deckel vorher abnehmen) Sieht nicht sehr vertrauenswürdig aus, wenn sich diese doch unschön geformte Masse im Topf klumpt. Was soll’s, Deckel drauf, Ofen zu.

Den Ofen auf 230° runterreglen und das Brot zugedeckt 30 min backen lassen.

Dann den Deckel entfernen. Das Brot sieht dann schon sehr gut aus, hat eine Form gefunden und ein schönes Muster vom Küchentuch.

Weitere 20 min backen lassen.

Fertig. Ein tolles Brot. Setzt Euch zu uns an den Tisch.

„Der Geruch des Brotes ist der Duft aller Düfte. Es ist der Urduft unseres irdischen Lebens, der Duft der Harmonie, des Friedens und der Heimat.“ Jaroslav Seifert (1901-86)

16
Apr
10

Käsebrot

Wenigst Zeit, keine Lust. Deswegen nicht gekocht und trotzdem gut gegessen.

In Heu gewickelter Pecorino und junge Marzolino aus Umbrien. Brot vom Bäcker Schomaker. Birnen vom Lammertzhof. Wein aus der Toskana. Mehr braucht’s manchmal nicht zum Glück.

Euch allen ein wunderbares, sonniges und schönes Wochenende.

29
Dez
09

Roggenbrot mit Joghurt

Brot backen ist ja unsere neue Leidenschaft und wenn der Ofen für Pizza oder Flammkuchen oder sonstiges Gebäck eh einmal an ist, schieben wir dann auch nochmal ein Brot hinterher. Im Moment noch die sichere Variante, im neuen Jahr versuche ich dann auch noch mehr und dann auch mal mit Sauerteig.

Heute nochmal eine Variante des Schnellbrotes (Pane veloce) mit 100% Roggenanteil und Joghurt.

1000g Roggenmehl
1 TL Salz
200g Naturjoghurt
1 Würfel Frischhefe
Wasser
2 EL Honig

Den Würfel Hefe in kalten Wasser zusammen mit dem Honig auflösen.

Das Mehl in einer Schüssel mit dem Salz vermischen.

Mehl , Joghurt und Wasser mit einem Kochlöffel zu einem recht flüssigen Teig verrühren und ca. 30 min gehen lassen.

Ofen auf 250° vorheizen.

Auf einer Arbeitsplatte reichlich Mehl anhäufen, die Hälfte des Teiges darauf platzieren und mit bemehlten Händen in die Länge ziehen, dabei gegenläufige Drehbewegungen ausführen.

Beide Brote nebeneinander auf ein Backblech legen.

Bei 250° ungefähr 15 min backen lassen, dann weitere 20 – 30 min bei 200°.

Geht schnell und ist gut. Und nächstes Jahr dann mal was mit Sauerteig. 🙂

08
Dez
09

Brot-Premiere: Pane veloce

Mein Lieblingsbäcker C. Ontadino hat ein Brot im Repertoire, das immer dann gebacken wird, wenn’s schnell gehen muss – Schnellbrot.

Das Brot geht nicht nur schnell, sondern ist auch sehr einfach zu machen und das war das ausschlaggebende Kriterium für uns, uns endlich mal an ein Brot zu wagen. Unser erstes Brot – keine Backmischung, keine Brotbackmaschine. Ich trotze meiner Backhemmung.

Ich habe genommen, was im Haus war (an Mehl) und alles so Pi mal Daumen zusammengerührt und herausgekommen ist tatsächlich ein mehr als essbares, richtig gutes Brot. Wie immer – ein bißchen zu wenig gesalzen (ich trau‘ mich nie…), aber besser noch als versalzen und mit einem kräftigen Käse auch nicht störend.

250g helles Weizenmehl
250g dunkles Weizenmehl
500g Roggenmehl
1 TL Salz
1 Würfel Frischhefe
Wasser
2 EL Honig

Den Würfel Hefe in ca. 750 ml kalten Wasser zusammen mit dem Honig auflösen.

Das Mehl in einer Schüssel mit dem Salz vermischen.

Mehl und Wasser mit einem Kochlöffel zu einem recht flüssigen Teig verrühren und ca. 30 min gehen lassen.

Ofen auf 250° vorheizen.

Auf einer Arbeitsplatte reichlich Mehl anhäufen, die Hälfte des Teiges darauf platzieren und mit bemehlten Händen in die Länge ziehen, dabei gegenläufige Drehbewegungen ausführen.

Beide Brote nebeneinander auf ein Backblech legen.

Bei 250° ungefähr 15 min backen lassen, dann weitere 20 – 30 min bei 200°.

16
Okt
09

WBD 2009: Früchtebrot

Früchtebrot

Zorra von 1 x umrühren bitte lädt ein zum World Bread Day 2009 und wir als absolute Nicht-Brotbäcker wollen auch dabei sein.

world bread day 2009 - yes we bake.(Einsendeschluss 17. Oktober)

Entschieden haben wir uns für ein Früchtebrot, gefunden im Werbe-Kochkalender 2009 der Mayerschen Buchhandlung. Früchtebrot mögen alle im Hause Mestolo und ich hatte doch die Hoffnung, das es einfacher sei als ein superduper Roggensauerteig-Vollkornwasweißichnochalles-Brot, als ein richtiges Brot eben.

Entgegen meiner Gewohnheit habe ich mich akribisch ans Rezept gehalten.

200g getrocknete Datteln
200g getrocknete Feigen
4 getrocknete Bananen (hatten wir vergessen einzukaufen)
100g getrocknete Aprikosen
125g Rosinen
je 100g Orangeat und Zitronat
100g gehackte Mandeln
1/2 Würfel Hefe
250g Weizenvollkornmehl
1 TL Zimt
2 TL Anis, gemahlen frisch gemörsert
2 EL Honig
Fett für eine 30cm Kastenform

Früchtebrot-Kit

 

Die Trockenfrüchte (ohne Rosinen) in kleine Würfel schneiden und mit Wasser bedeckt kurz aufkochen lassen.

Rosinen, Zitronat, Orangeat und die Mandeln zufügen und bei geringer Hitze 10 min ziehen lassen. In ein Sieb angießen und das Kochwasser auffangen.

Die Hefe zerbröckeln und in 100 ml warmen Wasser auflösen.

 

Mehl, Zimt und Anis mischen und dies mit der aufgelösten Hefe, dem Kochwasser und dem Honig zu einem festen Teig verkneten. (Ich hatte nur die Hälfte des Kochwasser verwendet und der Teig war nicht mal so was ähnliches wie fest)

Den Teig 30 min zugedeckt gehen lassen. (Da wurde er auch nicht fester)

Die Backform fetten. Den Teig nochmals durchkneten (wir haben gerührt und noch etwas Mehl beigefügt) und die Fruchtmasse gründlich unterkneten. (unterrühren)

Den Teig in die Form füllen und weitere 20 min abgedeckt gehen lassen.

Den Backofen vorheizen und das Früchtebrot bei 175° auf der mittleren Schiene für 50 – 60 min backen.

Leicht abgekühlt aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Im Endergebnis ist unser erstes Früchtebrot dann doch ziemlich sehr gut, auch wenn es zwischendurch nach einem Back-Desaster aussah. Das nächste Mal würde ich persönlich mehr Nüsse beifügen, damit es etwas knackiger wird.

Es war relativ wenig Aufwand und wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

23
Jun
09

Panzanella

Panzanella

Panzanella – Brotsalat –  ist ein typisches italienisches Resteeste, vor allem zur Verwertung für altbackenes Brot.

Panzanella lässt sich gut vorbereiten, da er durch längeres Ziehenlassen noch aromatischer wird.

4 Scheiben (Roggen-) Brot, Ciabatta oder Weißbrot eignen sich ebenfalls
4 -5 kleine Tomaten
1/2 Gurke, geschält
2 kleine, junge Selleriestangen
1 kleine Zwiebel
1 – 2 EL schwarze Oliven
1- 2 EL Kapern
1/4 Bund Basilikum

4 Blätter Salbei
1/2 TL frische Thymianblätter
Zitronensaft, Salz und Olivenöl

Das Gemüse in kleine Stücke schneiden und die Zwiebel würfeln. Alles zusammen in einer Schüssel vermischen.
Das (Roggen-) Brot in etwas Wasser ganz kurz einweichen lassen, ausdrücken und in der Schüssel über dem Gemüse zerkrümeln. Das Brot darf nicht matschig werden, altbackenes Brot eignet sich am besten.

Die schwarzen Oliven entsteinen, und mit den abgetropften Kapern zum Gemüse und Brot geben.

Den Basilikum rupfen, Salbei in feine Streifen schneiden und alles zum Salat geben.

Aus dem Saft einer Zitrone, Salz und Olivenöl ein cremiges Dressing anrühren, über den Panzanella gießen, gut durchmischen und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.

Vor dem Servieren nochmal auflockernd durchmischen. Abschließend habe ich noch etwas Zitronenschale frisch darüber gerieben.

02
Mai
09

Laugenstangen

Laugenstangen

500g Mehl
1 Würfel Hefe
1/4 TL Zucker
350 ml lauwarme Milch
1 TL Salz
2,5 Liter Wasser
50 g Natron
grobes Salz zum Bestreuen

Mehl mit dem Salz und dem Zucker vermischen, den Hefewürfel hineinbröckeln und mit der lauwarmen Milch übergießen. Einen Hefeteig kneten und an einem warmen Ort ungefähr eine Stunde ruhen lassen.

Danach den Teig gut durchkneten und zu einer Rolle formen. Davon stückchenweise je nach gewünschter Größe Teig abschneiden und Stangen oder Brötchen oder Brezeln formen.

Teigrohlinge
2,5 Liter Wasser zusammen mit 50g Natron aufkochen und 10 Minuten kochen lassen.

Das Laugengebäck für ca. 30 Sekunden im sprudelnden Wasser kochen, herausnehmen und abgetropft auf ein Blech mit Backpapier legen.

Etwas einschneiden, mit dem groben Salz bestreuen, etwas andrücken und dann bei 180° C ungefähr 30 Minuten backen.

Die schmeckten uns heute zum Hirsesalat und werden uns morgen auch beim Picknick sicher noch Freude bereiten.




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