Posts Tagged ‘erbsen



10
Nov
10

Nudel-Erbsen-Puffer mit Lachscreme

Ich koche immer gerne für Freunde, vor allem in deren Küchen, dann kann ich nämlich mich so richtig auslassen und den Abwasch macht jemand anders… Obwohl, eigentlich wie zu Hause, wo Herr Mestolo für den Abwasch zuständig ist – also eine klare Aufgabenteilung.

Egal, ich schweife ab. Ich lade mich also bei diesen Freunden ein, um das zu erleichtern biete ich mich an, zu kochen, dann bin ich wenigstens ein gern gesehener Gast. Auf die Frage hin, was es denn geben solle, wünschte man sich Nudeln mit Lachs.

Aha. Nudeln mit Lachs. Habe ich zwar noch nie gekocht, jedenfalls nicht die klassische Variante mit dem Lachs in Sahnesauce und wollte ich auch dieses Mal nicht kochen. Ich bin dann bei den Küchengöttern fündig geworden und es gab tatsächlich Nudeln mit Lachs, etwas anders interpretiert:

250 g Hörnchennudeln
Salz
200 g TK-Erbsen
1 Bund Petersilie
6 Eier
100 g Mehl
1 Chilischote
50 g geriebener Parmesankäse
200g Quark
200g Sauerrahm
1/2 Bund Dill
Räucherlachs

Nudeln nach Packungsanweisung in gesalzenem Wasser bissfest kochen. Ca. 4 min vor Ende der Garzeit Erbsen zufügen, mitkochen. Abgießen, abtropfen lassen.

Petersilienblättchen hacken. Eier und Mehl glatt rühren, Petersilie zugeben. Kräftig würzen. Zur Nudel-Erbsen-Mischung geben. Parmesan unterheben, abschmecken.

Im heißen Öl portionsweise ca. 16 Puffer braten. Pro Puffer jeweils 2 EL Nudelmasse ins heiße Fett geben, etwas flach drücken und von jeder Seite ca. 4 min braten. Im 150° heißen Backofen warm halten.

Sauerrahm, Quark und den gehackten Dill verrühren, mit Pfeffer und Salz würzen.

Den Lachs in Streifen schneiden. Dillcreme und Lachs mit den Nudelpuffern anrichten.

28
Sep
10

Kürbiswoche: Kürbis-Apfel-Curry mit Koriander-Reis

So, weiter geht’s mit der Kürbiswoche. Heute mal indisch. Obwohl, kennen die Inder Kürbis? Ich weiß es nicht, macht aber nix. Und deswegen gibt’s heute ein Kürbiscurry, ergänzt mit einem Apfel, Tomaten und Erbsen.

Zusammen mit dem Reis eher eine Gaumenfreude denn eine Augenweide.

1/2 grünschaliger Hokkaidokürbis, die andere Hälfte gibt’s morgen
1 Zwiebel
1 rote, kleine Chilischote, getrocknet
2 TL Öl
1 saurer Apfel
2 Tomaten
200 ml Gemüsebouillon
3 EL Erbsen (TK)
Salz, Pfeffer
160 ml Kokosmilch
1 walnussgroßes Stück Ingwer, gerieben
Koriandergrün, gehackt
2 TL selbstgemischtes Curry (Nelken, Kurkuma, Zimt, schwarzem Pfeffer, Koriandersaat, Kardamom, Kreuzkümmel)

Kürbis halbieren, die Kerne entfernen und das Fruchtfleisch in mundgerechte Würfel schneiden. Sollte man keinen Hokkaidokürbis verwenden, muss er noch vorher geschält werden.

Die Zwiebel schälen und würfeln, die Chilischote fein hacken. Den Apfel und die Tomaten grob würfeln.

Die Kürbiswürfel mit der Zwiebel in Öl kurz anbraten, dann die Gemüsebouillon angießen, das Currygewürz, den Ingwer und die gehackte Chilischote dazu geben, aufkochen.

Den Apfel und die Tomaten dazugeben und alles zusammen ca. 10 min schmoren lassen.

Dann die Kokosmilch dazu gießen, verrühren, evtl. nachwürzen und die Erbsen dazugeben.

Nochmals 3 -5 min köchel lassen.

Den gekochten Basmatireis mit dem grob gehackten Koriandergrün vermischen, anrichten und servieren.

21
Sep
10

Gemüsetaschen im Samosa-Style

Diese kleinen Gemüseaufläufe haben mit Samosas nur noch wenig zu tun, was ihrem Geschmack aber nicht schadet. Die Idee hatte ich von Paule, die Samosas im Filoteig gebacken hat. Indisch mag ich eh, im Kühlschrank war noch Filoteig und da fiel unsere Wahl schnell auf dieses Rezept. Ich hab dann noch das ein oder andere Restgemüse mit verschnibbelt, dafür sind solche Rezepte ja immer sehr praktisch. Und dann fiel mir erstmal auf, dass ich gar keine Muffinform habe.

Und danach fiel mir auf, dass ich die auch noch gar nicht vermisst habe. Statt der Muffinform boten sich kleine Steingut-Auflaufförmchen an, darin kann man die Samosas auch direkt servieren, das ist mit einer Muffinform schon schwieriger.

Einen Teil der Füllung haben wir dann noch in Blätterteig gefüllt, das war auch gut und ist sicher eine nette Alternative, gerade wenn man dann vielleicht noch übrige Teigtaschen am nächsten Tag mit ins Büro nehmen möchte.

200 g Filoteig
4 mittelgroße Kartoffeln
3 EL Erbsen (TK)
3 Karotten
1/4 Blumenkohl
1 Zwiebel, fein gewürfelt
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
2-3 EL Olivenöl
1-2 TL Garam Masala
1/2 TL Kreuzkümmel, frisch gemörsert
2 Chilis, klein gehackt
1/2 TL Koriandersamen, frisch gemörsert
Salz, Pfeffer
2 EL Ziegenfrischkäse

Die Kartoffeln und die Karotten schälen und würfeln. Den Blumenkohl klein schneiden. Alles getrennt verwahren.

Die Zwiebel und den Knoblauch im Olivenöl glasig braten, aber nicht zu dunkel werden lassen.

Die rohen Kartoffeln dazu geben, sowie die Gewürze und unter häufigen Wenden garen, später die Karotten, den Blumenkohl und die Erbsen dazu geben.

Zum Abschluss den Ziegenfrischkäse unterrühren und die Gemüsemischung etwas auskühlen lassen.

Den Backofen auf 180° vorheizen. Den Filoteig blattweise vierteln und je 3 davon in ein kleines Auflaufförmchen legen. Wenn man sie versetzt einlegt, ergibt das ein nettes Muster.

Die Gemüsemischung einfüllen und mit einem 1/4 Blatt Filoteig, dass man nochmal geviertelt hat, zudecken. Etwas andrücken.

Das Eigelb mit 2 EL Milch verquirlen und den Filoteig damit bepinseln.

Im Ofen backen, bis der Filoteig schön gebräunt ist.

Paule reicht dazu Joghurt mit Minze oder Koriander, den haben wir weggelassen, aber passt sicher gut. Vielen Dank für’s Rezept.

20
Sep
10

Insalata di cavolfiore

Ich liebe Blumenkohl-Salat. Ich vergess‘ das nur immer wieder. Nie kaufe ich Blumenkohl, um Salat daraus zu machen und umso glücklicher bin ich doch, wenn mir dann wieder einfällt, wie sehr ich Blumenkohlsalat mag.

Es ist ’ne ganz einfache Nummer, so muss er nämlich sein, finde ich. Keine aufwändigen Dressings, nur Essig und Öl, den Blumenkohl nicht zu weich kochen und ganz wichtig (!), direkt nach dem Kochen, wenn er noch warm ist, mit Essig und Öl übergießen und ziehen lassen.

1/2 Blumenkohl
1 Karotte
2 EL Erbsen (TK)
1 kleine Schalotte
Pfeffer, Salz
Essig, Öl

Und während der Blumenkohl zieht, kann man in aller Ruhe die Karotte schälen und würfeln und anschließend das Gleiche mit der Schalotte tun.

Die Erbsen kurz mit kochenendem Wasser übergießen.

Alles zusammen in einer Salatschüssel vermischen, etwas salzen und pfeffern und noch ziehen lassen.

Wahrscheinlich habe ich morgen dann schon wieder vergessen, wie gerne ich diesen Salat mag und es wird wieder einige Monde dauern, bis der wieder auf den Tisch kommt…

Das Peperönchen wächst weiterhin fleißig und die meisten der Schoten sind bald erntereif:

06
Sep
10

Very british: Erbsenpfannkuchen mit pochiertem Ei

Immer wieder trudeln wunderbare Rezepte aus dem Guardian in meinem Feedreader ein. Dieses hier hatte mich direkt begeistert: Zutaten, die ich mag und obendrein noch hüftfreundlich, einfach zuzubereiten, tolle Farben – da stimmte einfach alles. Ach so, und geschmeckt hat es auch noch.

Für die Pfannkuchen:
450g Erbsen (TK)
2 EL Maismehl (ich habe normales Vollkornweizenmehl genommen)
1 Ei
1 Eigelb
Pfeffer, Salz
2 Knoblauchzehen

Für die pochierten Eier:
4 Eier
3 EL Weißweinessig

außerdem:
Balsamicoessig
Schnittlauch
Erbsensprossen (ich hatte Kresse)
Olivenöl

Für die Pfannkuchen die Erbsen kurz in kochendem Salzwasser kochen, abgießen.

Die Erbsen mit dem geschälten Knoblauch, Ei, Eigelb, Mehl, Pfeffer und Salz in einem Mixer pürieren.

Eine Pfanne mit etwas Öl und Butter erhitzen und mit einem Löffel Erbsenpüree in die Pfanne geben, etwas plattdrücken (auf 8mm Dicke) und von beiden Seiten braten. Die fertigen Pfannkuchen im Ofen warmhalten.

In einem Topf 1 Liter Wasser mit Salz und dem Essig zum Kochen bringen. Die Eier einzeln in eine Suppenkelle oder Tasse schlagen, dabei das Eigelb nicht beschädigen.

Dann das Ei vorsichtig ins Wasser hineingleiten lassen. Die Hitze soweit reduzieren, dass das Wasser gerade nicht mehr kocht. Das Ei etwa 4 Minuten ziehen lassen und dann vorsichtig mit einer Schaumkelle herausheben. Das war eindeutig das komplizierteste an der ganzen Aktion und drei der Eier waren auch nicht unbedingt so ansehnlich, das sie auf ein Foto sollten. Das letzte Ei hat mir dann den Gefallen getan, hübsch auszusehen.

In einem kleinen Topf 50ml Balsamico erhitzen und zu einem Sirup reduzieren.

Die warmgehaltenen Pfannkuchen auf einem Teller mit Ei und Balsamico-Sirup anrichten, mit Schnittlauchringen und Kresse garnieren.

Das könnte eins meiner Lieblingsrezepte werden.

02
Aug
10

Woche der schlechten Fotos: Unscharfes Risotto

Ja nu, Mut zum Unperfekten. Das gilt ja nicht nur jeden Morgen als Motto nach dem Blick in den Spiegel, nein – auch für Kochblog-Fotos sollte das gelten. Jedenfalls diese Woche… 🙂

Ich habe ein Wochenkontigent an mittelprächtigen Blog-Fotos, die ich aber trotzdem einfach mal zeige, weil ich die Rezepte mag, während ich schon so langsam die Füße in Urlaubsstimmung hochlege, meinen Koffer packe, das Auto mit Vignetten beklebe, ViaCards im Handschuhfach zu verstauen und all die Dinge zu tun, die man tut, wenn man bald in die Sommerfrische fährt. Mist, wo ist eigentlich mein Badeanzug?

Das Risotto war eine reine Verlegenheitsnummer, eigentlich brauchte ich Stachelbeeren für ein anderes Essen, es gab aber nur Johannisbeeren und dann gab es eben Erbsen-Risotto mit Johannisbeeren. Was übrigens total gut passte. Mozzarella sollte noch rein, der war aber schon um, obwohl er noch als haltbar galt. Egal, Mut zum Unperfekten:

1 Schalotte
1 EL Butter
200 g Risottoreis
1 Glas Weißwein
3/4 l Gemüsebouillon
200g Erbsen (TK)
4 EL frische Johannisbeeren
50 g Parmesan, frisch gerieben
Salz

Die Schalotte schälen und fein würfeln.

Etwas Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Schalotte darin andünsten.

Den Reis zugeben und unter Rühren glasig werden lassen.

Den Wein angießen und alles unter Rühren garen, bis die Flüssigkeit verdampft ist.

Die Gemüsebouillon nach und nach unter weiterem Rühren dazugeben.

Immer wenn die Flüssigkeit vom Reis fast aufgesogen ist, weitere Bouillon nachgießen, bis der Reis gar ist (bissfest, nicht zu weich)

Die Erbsen zum Reis geben und kurz mitziehen lassen. Dann die Butter, den Parmesan und die Johannisbeeren unterrühren.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken und den Risotto zugedeckt noch kurz stehen lassen.

Das Säuerliche der Johannisbeeren gibt dem Risotto einen frischen Geschmack, allerdings sollte man nicht allzu viele Johannisbeeren nehmen, vielleicht so die Hälfte der Menge von den Erbsen.

Und dann gibt’s wirklich tolle Neuigkeiten, über die ich mich sehr freue, unsere Adoptivpeperoni hat Früchte! Recht klein noch, aber immerhin:

14
Jul
10

Erbsen-Bohnen-Schecke

Warum dieses Gericht als Schecke bezeichnet wird, habe ich nicht gefunden. Lediglich die Eierschecke ist mir bekannt, ein Kuchen aus Sachsen oder Thüringen, aus Hefeteig und mit Quark.  Das Rezept habe ich bei Eatsmarter gefunden, einer Rezeptdatenbank, die wir gerne nutzen.

Im Moment gibt es frische Fave, auch bekannt als Saubohne oder Dicke Bohne. Wenn man an der Fave Kern gelangt ist, bleibt vom üppigen Berg, der am Anfang vor einem liegt, nicht mehr viel übrig. Aber der Geschmack, ja allein schon der Anblick der wunderschönen grünen Bohnen entschädigen mich dafür und auch für die Mühen, die Fave machen. Erst gilt es die Bohnen aus der Schote zu befreien, dann werden die Kerne kurz gekocht und dann nochmals die helle Außenhaut jeder einzelnen Bohne entfernt. Sicher kann man auch tiefgekühlte Fave verwenden, aber da entgeht einem doch schon so einiges an sinnlichem Küchenspaß. 😉

Unsere Fave hier sind aus der wöchentlich gebrachten regionalen Gemüsekiste und seit ich Fave vor 2 Jahren kennen gelernt habe, ist dies eine Zeit, auf die ich mich immer sehr freue. Und das ein oder andere Rezept hab‘ ich dann auch noch für Euch. Aber heute erst mal die Schecke, Tarte oder der Kuchen, wie man will.

150 g Erbsen (TK)
125 g Weizen-Vollkornmehl
1 TL Backpulver
Salz, Zucker, Pfeffer, Muskat
100 ml Milch
3 EL Olivenöl
75 g Quark
2 Stiele Minze
200 g dicke Bohnenkerne, gekocht und ausgelöst
Pinienkerne
2 TL Speisestärke
1 Becher saure Sahne
3 Eier

Die Erbsen mit heißem Wasser übergießen und beiseite stellen.

Das Mehl mit dem Backpulver sowie je einer Prise Salz und Zucker in einer Schüssel mischen.

3 EL Milch, Öl und Quark dazugeben und mit einem Handmixer oder der Küchenmaschine zu einem glatten Teig kneten.

Ein Pizzablech mit 18 cm Durchmesser haben wir mit Backpapier ausgelegt. Empfohlen wird eine 16 cm Tarteform, die hatten wir aber nicht.

Den Teig hineingeben, gleichmäßig mit den Fingern verteilen und einen Rand formen. Wir hatten etwas wenig Teig und zuviel Form, aber das war im Ergebnis nicht schlimm, da der Guss ja fest wird und dann auch nicht weiter über die Ufer tritt beim Anschneiden. Den Teig in der Form dann 15 min kalt stellen.

In der Zwischenzeit die Minzeblätter grob hacken.

Bohnen, Erbsen, Pinienkerne, Minze und Speisestärke mischen und auf dem Teig verteilen.

Die saure Sahne mit den Eiern und der restlichen Milch verrühren und mit Salz, Pfeffer und etwas Muskat würzen.

Den Guss über das Gemüse in die Tarteform gießen und auf dem Backofenrost im vorgeheizten Backofen bei 180° auf der 2. Schiene von unten 25 min backen. Danach die Hitze auf 150° reduzieren und weitere 20 min backen, bis der Guss fest ist. Vor dem Aufschneiden etwa 5 min abkühlen lassen und beim Servieren mit gerösteten Pinienkernen garnieren.

Schmeckte sehr gut und war auch am nächsten Tag als kalter Bürosnack noch sehr willkommen. Der Teig war in Herstellung und Verarbeitung gefälliger als Mürbeteig, was Herrn Mestolo sehr freute, der hier im Hause für alles was mit Teigen zu tun hat, die Hauptverantwortung trägt und kein Freund von Mürbeteig ist.

Sehr dankbar wäre ich für Hinweise, ob des Sinns von Speisestärke im Gemüsemix.




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