Posts Tagged ‘feldsalat

23
Feb
11

Grünes Brot mit Rosmarin

Wenn etwas gut AUF dem Brot ist, warum sollte es dann nicht auch GUT im Brot sein, waren letztens so meine Überlegungen, als mal wieder anstand, ein Brot zu backen. Ein Blick in den Kühlschrank zeigte mir noch ein kleines Glas vom Feldsalataufstrich. Der übrigens, diese Info bin ich Euch noch schuldig, mindestens 5 Tage im Kühlschrank haltbar ist.

Der Inhalt dieses Glases wanderte also kurzerhand in den Brotteig, zusammen mit einem ordentlichen Löffel voll Rosmarin. Der Rest ist schnell erzählt, bei uns gibt’s ja nur No Knead Bread, ich kann ja nix anderes und das ist einfach so gelingsicher und richtig gut, dass mich der Ehrgeiz dann doch noch nicht zu etwas anderen getrieben hat. Außerdem hab ich es doch eher mit dem Kochen als mit dem Backen.

550g Weizenmehl
150g Roggenvollkornmehl
200g Feldsalat-Brotaufstrich (siehe Link oben)
200 – 300ml Wasser
Rosmarin, getrocknet
1/2 TL Trockenhefe
10 g Salz

Alle Zutaten in einer Schüssel mittels eines Rührlöffels zu einem Teig verrühren und diesen dann 18 – 20 Stunden abgedeckt bei Zimmertemperatur gehen lassen.

Nach dieser Zeit bringt man den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche und faltet ihn zwei bis drei Mal.

So bemehlt kommt der Teig zurück in die Schüssel, diesmal aber mit einem Küchentuch dazwischen.

Und nochmal zwei Stunden zugedeckt gehen lassen.

Dann wird der Backofen samt einem gusseisernen Bräter (inklusive Deckel) auf 250° vorgeheizt.

Nun den Teig in den vorgeheizten Bräter befördern (den Deckel vorher abnehmen).

Den Ofen auf 230° stellen, Deckel auf den Bräter und das Brot zugedeckt 30 min backen lassen.

Dann den Deckel entfernen und weitere 20 – 30 min backen lassen.

Das Brot ist durchgebacken, wenn man es auf der Unterseite anklopft und es dabei hohl klingt.

Meine Freundin, die fast immer alles testessen muss darf, was man gut ins Büro tragen kann, meinte, es sei etwas süchtigmachendes in diesem Brot und konnte gar nicht genug davon bekommen. Es schmeckt aber auch wirklich sehr speziell und am besten mit einem weniger geschmacksintensiven Belag, da das Brot an sich schon sehr geschmacksintensiv ist. Und es sah schön aus.

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08
Feb
11

Auf’s Brot: Feldsalatcreme mit Ziegenfrischkäse und Wasabi

Wer sich als Vegetarier was auf’s Brot streichen will nimmt entweder Marmelade *okayabernichtimmer*, Tartex oder sowas ähnliches *siehtnichtimmergutaus* oder vielleicht sogar Schmelzkäse *schauder* Tofu-Wurstscheiben, vegetarische Leberwurst und sonstige Brotaufstriche im Fleischkostüm lehne ich ab.

Nachdem ich nun einige Wochen alle Varianten der vegetarischen Brotaufstriche von Alnatura durchprobiert und auch einige (Senf-Rucola, Kräuter und Olive) für gut befunden habe, wird es Zeit, was eigenes zu mischen. Das hat nicht nur den Vorteil, dass man wirklich weiß was drin ist, wenn’s drauf ist, sondern auch den, das es einfach UNGLAUBLICH gut aussieht. Oder findet ihr nicht? Ich bin jedenfalls sehr begeistert von der Farbe und auch noch vom Geschmack. Und wir werden demnächst etwas mehr herum experimentieren mit vegetarischen Brotaufstrichen.

Das Rezept stammt aus der Eve, dem kostenlosen Magazin aus’m Bioladen und die Mengen reichten für 2 große 300ml-Gläser.

200g Feldsalat
4 Frühlingszwiebeln
20 g Sonnenblumenkerne
40g Kürbiskerne
150 g Ziegenfrischkäse
2 EL Mascarpone
je 2 EL Weißweinessig und Orangensaft
Salz
2 TL Wasabi

Feldsalat putzen, waschen und gut abtropfen lassen. Dann die Frühlingszwiebeln putzen, waschen und grob hacken.

Die Feldsalatblättchen zusammen mit Frühlingszwiebeln, Sonnenblumen- und Kürbiskernen, Ziegenfrischkäse, Mascarpone, Weißweinessig und Orangensaft im Blender fein pürieren.

Feldsalatcreme in eine Schüssel geben, mit Salz und nach Geschmack mit 1/2-1 TL Wasabi abschmecken. In Schraubdeckelgläser abfüllen und im Kühlschrank lagern.

Schmeckt besonders gut mit Vollkornbrot oder Baguette (das kann ich bestätigen) und japanischen Reis-Crackern. (das nicht, weil wir keine haben)

Außerdem kann ich mir das gut zu Pasta vorstellen. Wie lange es sicher hält, weiß ich nicht, es gibt dann ein Update.

Schnell und gut, dann ist es unser Februar-Beitrag für Mipis Dauerkochevent Cucina rapida:

Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.de

07
Jan
11

Zur Traumfigur in 137 Tagen: Rote-Bete-Salat mit karamellisierten Walnüssen und Ziegenkäse

So, die Adventszeit, Weihnachten und der oftmals unmittelbar darauf folgende Jahreswechsel sowie der Besuch sind erfolgreich über die Bühne gebracht und wir haben noch genau 325 Tage bis zum 1. Advent diesen Jahres *uff*

Blog-Event LXIII - Gute Vorsätze für das Neue Jahr (Einsendeschluss 15. Januar 2011)Zeit genug für gute Vorsätze, die man gefasst hat und wahrscheinlich schon wieder über Bord geworfen. 😉 Ich für meinen Teil habe mir vorgenommen, im Laufe diesen Jahres mit dem Rauchen aufzuhören und zwar genau dann, wenn hier für mich ein runder Geburtstag ins Haus steht. (Ich hab also noch ein paar Tage Zeit. 137 genau).

Der andere Vorsatz ist keiner, deswegen ist der leichter umzusetzen – ein bißchen abnehmen. Nicht viel, nur das, was mir zuviel ist und vor allem muss es runter, bis ich aufhöre zu rauchen. Also, grob geschätzt so 5 Kilo in 137 Tagen. Das ist gut zu schaffen. Dann mal los.

Und zwar damit, einem kleinen, feinen Salat mit roter Bete und Ziegenkäse:

3 rote Bete, vorgekocht oder vorgekocht gekauft
100 g Ziegenfrischkäse
1 EL Balsamico
Honig
1 rote Zwiebel, fein gewürfelt
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer, getrockneter Thymian
Feldsalat
2 EL Walnusskerne

Den Balsamico mit Honig, den Zwiebelwürfeln und dem Olivenöl glatt rühren, mit Salz und Pfeffer würzen.

Die rote Bete in dünne Scheiben hobeln oder schneiden und mit der Hälfte der Vinaigrette vermischen. Etwas ruhen lassen.

In der Zwischenzeit den Feldsalat putzen, waschen und trocken schütteln.

Die Walnüsse grob hacken, etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Nüsse darin anrösten. Dann einen Teelöffel Honig dazu geben und weiter unter häufigen Wenden rösten, danach leicht salzen.

Salz, Pfeffer und etwas Thymian miteinander mischen und den Ziegenfrischkäse darin rollen.

Den Käse dann zusammen mit den karamellisierten Nüssen und dem Feldsalat auf den Bete-Scheiben verteilen.

Mit der übrigen Vinaigrette beträufeln.

Und weil es zwei so schöne 08/15-Vorsätze für’s neue Jahr sind, passen die perfekt für das aktuell laufende Kochtopf-Event, diesmal ausgerichtet von Juliane mit dem Blog Schöner Tag noch.

Blog-Event LXIII - Gute Vorsätze für das Neue Jahr (Einsendeschluss 15. Januar 2011)

Wir wünschen Euch allen ein schönes erstes Wochenende im Jahr!

23
Nov
10

Capuns mit Birnen-Kartoffelpüree und Feldsalat-Pesto

Eigentlich wollte ich ja nicht. Kochen, meine ich. Ich bin schließlich in Italien und lasse mich bekochen. Aber die Jungs von No Kitchen For Old Men haben mir einen Strich durch die Rechnung gemacht…
Seit nunmehr 12 Wochen quäle ich mich Woche für Woche durch deren Blogquiz, recherchiere auf Gebieten von denen ich nicht mal wusste, das es die gibt, lerne als fernsehloser Mensch noch diverse Fernsehköche kennen, merkwürdige Serien, Filme, Videospiele und all so was.

Jetzt aber in Woche 12, da wollen sie was gekocht haben und geklaut 😉 haben sie die Idee wohl bei den ZDF-Topfgeldjägern (schon wieder Fernsehen)
Die Idee ist es, aus sieben vorgebenen Zutaten (Feldsalat, Kartoffeln, Kartoffelchips, Kohl (Rotkohl, Weißkohl, Wirsing, Grünkohl oder Rosenkohl), Schweinefleisch oder Tofu, Quitten (ersatzweise Birnen, wenn keine Quitten zu bekommen sind) und Walnüssen sowie einer Reihe von Basiszutaten wie Salz, Pfeffer, Zucker, Butter, Olivenöl, Pflanzenöl, Weißweinessig, Mehl, Sahne, Milch, Knoblauch, Zwiebeln, Wasser) ein Gericht oder ein Menü zu kochen. Außerdem durfte man drei Sachen selbst dazu geben. (Bei uns ein Ei, Zitronensaft und Muskatnuss)

Herausgekommen sind herbstliche Capuns mit Wirsing, gefüllt mit einem Püree aus Kartoffeln, Birnen und Walnüssen und einem frischen Feldsalat-Walnuss-Pesto.

Für 3 – 4 Personen:
3 gute Handvoll Feldsalat
10 mittelgroße Kartoffeln, mit Schale gekocht
1 große Kartoffel, roh
6 Wirsingblätter
2 feste Birnen
Walnüsse (für insgesamt 6 – 8 EL Kerne)
1 Ei
2 – 3 EL Mehl
Olivenöl
Sonnenblumenöl zum Frittieren
Saft einer halben Zitrone
½ Zwiebel
2 Zehen Knoblauch
Salz, Pfeffer, Muskatnuss
3 EL Milch

Die Wirsingblätter vom Strunk befreien und in kochenden Salzwasser kurz blanchieren. Abtrocknen.

Die Kartoffeln mit Schale kochen, auskühlen lassen und nicht zu fein mit einem Kartoffelstampfer zerkleinern. 3 EL Milch dazugeben, aber aufpassen, dass das Püree nicht zu weich wird.

Die Birnen waschen und in feine Julienne schneiden.

Die Walnüsse knacken und von der Haut befreien, die Kerne grob zerkleinern und die Hälfte davon in einer Pfanne fettfrei anrösten.

Die gerösteten Walnüsse und die Birnenjulienne unter das Kartoffelpüree heben, gut vermischen und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss kräftig abschmecken.

Eine rohe Kartoffel schälen und mit dem Sparschäler dünne Scheiben davon hobeln. Entweder einzeln auf einem Zahnstocher leicht gefaltet aufspießen oder einfach als Chips (ich habe beides gemacht) in heißem Sonnenblumenöl goldbraun frittieren, auf Küchenpapier ablegen und salzen.

Den Feldsalat mit den anderen Walnusskernen, dem eigenen Olivenöl der diesjährigen Ernte, etwas Salz und dem Zitronensaft pürieren. Die Konsistenz sollte eher etwas flüssiger sein.

Ein Wirsingblatt, zwei Zehen Knoblauch und eine halbe Zwiebel (beides geschält) grob zerkleinern, mit Salz und zwei Tassen Wasser in einem Schmortopf aufkochen.

Ungefähr je einen EL (nach Größe des Wirsingblattes) vom Kartoffelpüree in die Mitte einen jeden Wirsingsblattes legen, aufrollen, mit einem Zahnstocher befestigen und nebeneinander in den Schmortopf legen. Bei kleiner Hitze und geschlossenem Deckel ungefähr 15 min köcheln lassen.

In der Zwischenzeit das restliche Kartoffelpüree mit einem Ei und dem Mehl vermischen, 3 jeweils handtellergroße Kartoffeltaler daraus formen und diese von beiden Seiten in einer Pfanne mit Öl goldbraun braten.

Je ein Capun auf einem Kartoffeltaler anrichten, mit dem Pesto umgeben, mit etwas Pfeffer und den Kartoffelchips garnieren und servieren.

Tofu ist leider hier in der italienischen Pampa überhaupt nicht zu finden gewesen, ich hätte es aber in Quader von ca. 0,5 cm Seitenlänge geschnitten, gut angebraten und als Deko mit zum Pesto gestreut.

Ein Winteressen, das durch das Pesto eine frische Leichtigkeit bekommt. Die Birnen haben im Püree in ihre Textur behalten und so neben den Walnüssen Biss in die Capunfüllung gebracht. Zusammen sind Birnen (und ich denke auch Quitten), Kartoffeln und Wirsing mit den Walnüssen eine gute Kombination für die kälteren Tage.
Das gesamte Essen (außer Muskatnuss und Pfeffer) ist aus der Region – glücklicherweise bin ich gerade in Italien – oder sogar aus eigenem Anbau wie die Walnüsse und das geniale diesjährige Olivenöl.




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