Posts Tagged ‘gratin

24
Feb
10

Pangasius in Altbier

Altbier kann man nicht nur prima besingen (siehe unten) und trinken (siehe Altstadt), sondern sogar damit kochen (siehe hier). Ein durchaus vielseitiges Getränk also.

Fisch, Bier und Senf passt gut zusammen, Bier auf dem Teller und im Glas darf man durchaus als gelungen bezeichnen.

50 g Butter
Salz
Pfeffer
2 Pangasiusfilets (aus Bio-Zucht, nähere Infos unten)
250 ml
Uerige
2 EL Honig
100 ml Sahne
1 EL Senf

Das Altbier in einem Topf aufkochen und 2 EL Honig einrühren. Das Ganze dann auf etwa ein Drittel einkochen lassen.

Dann mit der Sahne aufgießen, salzen und pfeffern und die Butter Stück für Stück dazugeben und weiterrühren. Den Senf unterrühren. Pfeffern und warm stellen.

Die Fischfilets waschen und mit Küchenpapier abtrocknen, dann von beiden Seiten salzen und pfeffern.

In etwas heißen Öl auf beiden Seiten braten.

Zum Anrichten jeweils ein Stück Filet auf einen Teller legen und die Sauce mit dazu geben.

Die Sauce schmeckt leicht süßlich, deswegen hatte ich den erst nicht vorgesehenen Senf hinzu gefügt, damit wurde sie ausgeglichener im Geschmack. Der Biergeschmack ist dezent vorhanden und die Sauce passte sehr gut zum Gesamtensemble.

Die Pastinakenscheiben habe ich kurz in Öl in der Pfanne frittiert und sollten lediglich Dekozwecken dienen.

Dazu gab es ein Wurzelgemüse-Gratin, bestehend aus je einer Pastinake, Karotte, Mairübe und Batate. Diese in dünnen Scheiben gehobelt und in einem Topf mit etwas Milch, Sahne und Parmesan ca. 2 min geköchelt. Anschließend in einer Auflaufform für ca. 20 min bei 180° in den Ofen.

Edit sagt, ich sollte Euch noch die Fisch-Einkaufsratgeber von Greenpeace und vom WWF verlinken, nachdem wir uns auch bei unseren Fischkäufen richten.

Und jetzt noch das Altbierlied:

Jeder Mensch, der liebt nunmal
stolz sein Heimatland.
Darum lieben wir – ganz klar –
unsern rhein’schen Strand!
Wo der alte Schloßturm steht,
da sind wir zu Haus!
Weil es ohne Bier nicht geht,
rufen wir ganz schnell heraus:

Refrain:
Ja, sind wir im Wald hier,
wo bleibt unser Altbier?
Wir haben in Düsseldorf die längste Theke der Welt! Ja ja, ja ja.
Ja, sind wir im Wald hier,
wo bleibt unser Altbier?
Wo ist denn der Held, der mit seinem Geld die Runde bestellt?
Wo ist denn der Held, der mit seinem Geld die Runde bestellt?

Machen wir ’ne Herrentour
an die schöne Ahr,
trinken wir Burgunder nur,
das ist sonnenklar!

Spätestens um Mitternacht
ist die Sehnsucht groß,
nach dem Glas vom Altbier-Faß,
und der ganze Verein singt dann los…

18
Dez
09

Gratin, Schweizer Art

Ich mag die Schweiz und die Schweizer. Die Schweizer sind ein lustiges Völkchen.

Zum Beispiel haben sie eine lustige Sprache. Zum Frühstück sagt der Schweizer Morgenessen, das zweite Frühstück ist dann aber ein Z’nüni. Der Fussgänger läuft auf dem Trottoir, die Hände wäscht man sich im Lavabo und wer ein Müsli bestellt, bekommt eine kleine Maus serviert und kein Müesli. Der Schweizer parkiert und grilliert, wo unsereins nur parkt und grillt und Spargel bekommt im Plural noch ein n und wird zu Spargeln. Das alles ist nur das Äquivalent zu Hochdeutsch, spricht der Schweizer Schwiizertüütsch wird’s ganz schwer zu verstehen.

Aber nicht nur deswegen sind die Schweizer ein lustiges Völkchen, sondern auch wegen ihrer spaßigen Maßeinheit Deziliter, die in deutschen Milliliter-Küchen für Verwirrung sorgt.

In dem nicht ganz unbekannten Kochblog eines Schweizer Hobbykochs fiel unser begieriger Blick auf ein Kartoffelgratin, dass wir als Beilage wählten. Ich habe mich schon etwas gewundert über Unmengen von verwendeter Sahne, aber deswegen wählte der Schweizer sicher Halbrahm…

Rasch aufgeschrieben und eingekauft, nachgekocht und sehr gefreut.

Geschmacklich eine Offenbarung, von der Konsistenz her etwas flüssig. Ach was.

Hier das Originalrezept von Robert:

Beilage für 2 Personen
300 g festkochende Kartoffeln, gute Kartoffeln versteht sich (könnten ein bißchen mehr gewesen sein)
0.5 dl Halbrahm 25% Fett Wir hatten (unglaubliche) 500 ml Sahne (statt 50ml)
1.5 dl Milch und etwas mehr zum nachfüllen (In aller Inkonsequenz habe ich hier nicht 1,5 Liter genommen, sonder 150 ml)
2 Elf.
Sbrinz Parmesan frisch gerieben
1 Knoblauchzehe gepresst
1/2 Tlf. Salz, Pfeffer, Muskatnuss
Butter zum ausbuttern der Form

Zubereitung
(1) 1.5 dl Milch, den Rahm, die Gewürze mit dem gepressten Knoblauch in eine
beschichtete, grosse Bratfanne Topf vorlegen und leicht erwärmen, bis der Käse gelöst ist.
(2) Kartoffeln auf dem Gemüseschneider in 2 mm feine, gleichmässige Scheiben direkt in die Flüssigkeit in der Bratpfanne schneiden. Die Kartoffeln mit der Flüssigkeit mischen, so dass jede Kartoffelscheibe benetzt wird. (Benetzen ist gut, eigentlich konnte sich keine einzige Scheibe über Flüssigkeitsmangel beklagen)
(3) Die Kartoffelmischung aufkochen und bedeckt 5 Minuten sanft köcheln lassen.
(4) Flache Gratinform ausbuttern. Die vorgekochte Kartoffelmischung einfüllen, mit wenig Milch bis zur obersten Schicht der Kartoffeln auffüllen. (war nicht nötig)
(5) Im auf 180°C (U/O-Hitze, Schiene 1) vorgeheizten Ofen 30-35 Minuten backen.

Gemerkt habe ich das ganze übrigens erst, als wir dieses Gratin nochmal machen wollten, diesmal für 4 Personen und ich dachte so vor mich hin, dass ich einen ganzen Liter Sahne (also 2 x 0.5 dl) nun doch wirklich für übertrieben viel halten würde.

Dann hat’s erst *klick* gemacht bei mir.

Manchmal brauche ich ja etwas länger. Sicherheitshalber musste Google nochmal bemüht werden und da war klar, dass 0.5 dl dann doch nur 50 ml sind…

Die Schweizer sind ein lustiges Völkchen und darauf trinke ich erstmal 1.5 dl Rotwein. Viva.

Und zum Üben gibt’s noch etwas Plüsch auf die Ohren:

Ach ja, die Pflicht, sich im Auto anzuschnallen, heisst Gurtenobligatorium.


29
Okt
09

Nachgekocht: Quitten-Kartoffel-Gratin

Quitten-Gratin

Die Gemüsekiste brachte Quitten und uns damit kurz in Verlegenheit. Aber, es lebe die Bloggemeinde mit einem riesigen Fundus an Rezepten. Beim Sammelhamster sind wir dann fündig geworden, auf der Suche nach Quitten-Rezepten, die nicht Gelee oder Marmelade sind und…

…es wurde ein Gratin, mit Kartoffeln, Rocquefort, etwas Sahne und eben Quitten. Die wir übrigens noch nie gegessen haben, außer eben als Gelee oder Marmelade.

Die Dinger sind aber wirklich unglaublich gut, etwas obstig, aber nicht zu süß, schön frisch durch das säuerliche und doch ein schöner Geschmack nach Herbst. Ich kann gut verstehen, dass der Sammelhamster das Rezept schon zum Lieblingsessen erklärt hat.

5 Kartoffeln
2 Quitten
200ml Sahne
60 g Roquefort
100 ml Gemüsebouillon

Kartoffeln dünn gescheibelt (wer möchte auch geschält) und Quitten geschält* und gestückelt abwechselnd in eine Auflaufform schichten.

Sahne, Roquefort und Gemüsebouillion verquirlen und über Kartoffeln und Quitten gießen.

Foto in den offenen Backofen und dann beschlägt die Linse...

Obenauf haben wir dann noch ein Ziegenjoghurt verteilt, das muss aber nicht und war auch nicht im Original-Sammelhamster-Rezept.

Ca. 45 min in den Backofen bei 200°.

  

Quitten-Öl

 

 

 

*Die Quittenschalen ruhen hier für die 3 – 6 Monate in Olivenöl und wenn sie da wieder rauskommen, hat man ein ganz wunderbar duftendes Körperöl.




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