Posts Tagged ‘kakao

21
Feb
11

Der einzig wahre Schokoladenpudding

Als bekennende und obendrein unverbesserliche Schokoladenjunkies gehört der heute gebloggte Schokoladenpudding zum Standard-Repertoire im Hause Mestolo und hat bisher noch jeden begeistert. Für mich auch immer wieder ein schönen Anlass zu beweisen, dass Selbstgemachtes jeden Tütenkram nicht nur geschmacklich um Längen schlägt, sondern auch der Mehraufwand kaum der Rede wert ist.

560 ml Milch
5 EL Zucker
2 EL Kakaopulver
2 EL Stärke
Salz
1 Ei, 1 Eigelb
100 g Schokolade, 70%
2 EL Butter

Ungefähr 500 ml von der Milch erhitzen.

Die Schokolade und die Butter vorsichtig zusammen schmelzen.

Zucker, Salz, Kakaopulver und die Stärke gut miteinander vermischen. Das Ei und das Eigelb verquirlen und dann zu den trockenen Zutaten geben, klümpchenfrei verrühren.

Die restliche Milch ebenfalls dazugeben.

Das angerührte „Puddingpulver“ in die inzwischen heiße Milch geben, verrühren und einmal kurz aufkochen lassen.

Vom Herd nehmen und die geschmolzene Schokolade und die Butter unterrühren. In Portionsschälchen abfüllen und auskühlen lassen.

Wenn man etwas mehr Stärke nimmt, kann man den Pudding auch prima stürzen, ansonsten behält er seine sehr cremig-seidige Konsistenz und man kann dann mit zwei Löffeln Nocken formen zum Servieren. Dazu gab’s, ganz unsaisonal und unregional, pürierte peruanische Flugmango. Traumhaft.

Unglaublich gut dieser Pudding, in jeder Darreichungsform.

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09
Jul
10

Fußball-WM-Rezept 2010: Brasilien

Das letzte Rezept meiner WM-Serie sind brasilianische Brigadeiros, ein Konfekt, das schnell und mit wenigen Zutaten gemacht ist.  Die Herstellung ist eine etwas klebrige Angelegenheit, aber es lohnt sich. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass die kleinen Dinger so lecker sind…

400g Kondensmilch, gezuckert
30g Butter
2 EL Kakao
100g Schokostreusel

Die Kondensmilch in einen kleinen Kochtopf geben, Butter und Kakao dazu geben.

Bei mittlerer Hitze die Kondensmilch ca. 15 – 20 min unter ständigem Rühren erwärmen, aber nicht kochen.

Wenn die Creme eingedickt ist, auf einen Teller geben und völlig erkalten lassen. Wir haben sie über Nacht im Kühlschrank geparkt. Die Kakaocreme wird dann richtig fest.

Am nächsten Tag kleine Portionen abteilen (mit dem Messer) und mit den Händen zu kleinen Kügelchen formen.

Abschließend in Schokoladenstreuseln wälzen.

Brigadeiros halten sich einige Tage im Kühlschrank und sind sehr schmackhaft.

Eine Variante wäre, die Kondensmilch ohne Kakao zu erhitzen und die Kügelchen anschließend in Kokosstreuseln zu rollen.

Ich hoffe, Euch hat meine kleine WM-Weltreise genauso viel Spaß gemacht wie uns. Wir wünschen Euch ein schönes Wochenende und ich freue mich, dass am Sonntag zwei Mannschaften im Finale sind, die noch nie Weltmeister waren. Wird sicher ein schöner Abschluss und meine Daumen sind ein bißchen mehr für die oranje Elftal gedrückt.

Achtung, Bildung! Die Bedeutung der brasilianischen Flagge:

Die Farben stehen ursprünglich nicht für das Grün der weiten Urwälder und die zahlreichen Bodenschätze (gelb) des Landes. Grün ist vielmehr die Farbe des Hauses Braganza, Gelb die der Habsburger.

Der blaue Bereich in der Raute stellt den Himmel über Rio de Janeiro am 15. November 1889 um 8:30 Uhr dar – der Ort und die Zeit der Proklamation der Republik. Die Abbildung ist invertiert, als befände sich der Betrachter außerhalb der Himmelskugel und würde durch die auf derselben angeordneten Sternbilder auf Brasilien blicken. Die 27 Sterne (seit 1992) stehen für die 26 Bundesstaaten und den Bundesdistrikt. Die Anzahl der Sterne steigerte sich von 21 (1889–1960) auf 22 (1960–1968) und auf 23 (1968–1992).
Das portugiesische Motto ordem e progresso (Ordnung und Fortschritt) des weißen Spruchbandes geht auf den Franzosen Auguste Comte zurück, dessen Philosophie (der Positivismus) die Gründerväter der Republik anhingen.

Quelle: Wikipedia

16
Mrz
10

Schokoladen-Überdosis: Schokoladen-Whiskey-Kuchen

Ich habe eine kleine Springform, höchstens 20 cm im Durchmesser, mit so einem Mittelteil, dass man kleine Kuchen mit Loch backen kann. Die hatte ich noch nie benutzt und wollte also einen kleinen Kuchen mit Loch backen. So weit der Plan.

Und wenn ich an kleine Kuchen denke, denke ich an die Hedonistin, da sind kleine Kuchen ja Programm. Da Herr Mestolo in einem Kakao-Kaufrausch ungeachtet der noch fast vollen Packung noch eine zweite Packung Kakao gekauft hatte, sollte es ein kleiner Schokoladenkuchen werden. So weit der Plan.

Ich fand also diesen Schokoladen-Kaffee-Guglhupf, der Kaffee sagte mir nicht so zu, aber der Eintrag brachte mich weiter zu diesem Kaffee-Schokoladen-Grand Marnier-Kuchen (schon wieder mit Kaffee und Grand Marnier ist auch nicht im Haus) und von dort aus schließlich zu einem Schokoladen-Cranberry-Kuchen. Ha, das war’s. Alles im Haus und wie geschaffen für meine Mini-Springform. Also flugs die Mengen halbiert und unserem sonntäglichen Backvergnügen stand nix mehr im Weg. So weit der Plan.

In der Küche fiel mir dann erst mal auf, dass eine Springform mit Loch ja gar keine Guglhupf-Form und das fand ich schon etwas enttäuschend. Guglhupfe sind so hübsch, viel hübscher als Loch-Springform-Kuchen. Aber egal. Wir nahmen also die Hälfte der unten angegenen Mengen, rührten alles zusammen, um dann festzustellen, dass alles viel zu viel für die Springform ist, es wäre eine Sprengform geworden. Also alles wieder verdoppelt und zusammen gerührt, in die große Springform gefüllt, gebacken.

Gegessen und ins Schokoladen-Koma gefallen.

Die nächsten fünf Tage gibt’s für uns und alle meine Kollegen genug Schokoladenkuchen, um uns für die nächsten fünf Wochen glücklich zu machen. So weit die Realität.

Und hier das Rezept, für den großen Kuchen:

50g  getrocknete Cranberries (eigentlich 100g, aber wir hatten nicht mehr)
180g  Kakaopulver; ungesüsst
270g  Weizenmehl
1/2 TL Backpulver
1/2 TL Salz
230g Butter, Zimmertemperatur
350g  Zucker
5 Eier
300 ml  Buttermilch
40 ml Whiskey
2 TL Lebkuchengewürz

Die Cranberries mit warmem Wasser aufschütten und ziehen lassen.

Den Backofen auf 165°C vorheizen. Eine große Springform mit Loch buttern und mit Semmelbröseln ausstreuen.

Kakao, Mehl, Backpulver, Lebkuchengewürz und Salz in eine mittlere Schüssel sieben, alles vermischen.

Die Butter in einer großen Schüssel mit einem Handrührgerät cremig rühren.

Den Zucker zufügen und zusammen schaumig rühren.

Einzeln die Eier unterrühren und immer wieder den Teig glatt rühren.

Den Whiskey hinzufügen.

Anschließend die Buttermilch und die Mehlmischung in jeweils vier Portionen abwechselnd unterrühren, der Teig wird dabei sehr zäh.

Die Cranberries auswringen unter den Teig heben. Den Teig in die vorbereitete Form füllen und glattstreichen.

Den Kuchen auf der zweiten Schiene von unten etwa 90 min backen.

Kurz auf dem Rost ruhen lassen, dann vorsichtig stürzen und komplett auskühlen lassen.

Ein unglaublich mächtiger, mächtig schokoladiger Kuchen, der wirklich glücklich macht.

Herr Mestolo wollte übrigens nicht glauben, dass man davon nur ein Stück essen kann, er hatte -glaube ich- drei Stück mit Whiskey-Sahne *seufz*, danach Bauchschmerzen und für den Rest des Tages keinen Appetit mehr. Ich hatte nur ein Stück und kein Mitleid ;), aber aus Solidarität auch auf’s Abendessen verzichtet.

03
Mrz
10

Kakaoschnecken

Heissa, Kakaoschnecken in allen Blogs – ein Werbefeldzug der Extraklasse also, dem ich mich letztendlich dann nicht mehr entziehen konnte. Angefangen bei Anikó, hin zu Steph, zum Sammelhamster, im LowBudgetCooking und auf der Spielwiese – überall Kakaoschnecken, bis ich willenlos war. Ich wollte Kakaoschnecken!

Wirklich ansehnlich sind unsere nicht geworden (unsere Form war wohl zu klein), aber allein für den Geruch, den die Schnecken beim Backen verbreiten und hinterher beim Genuss – ich kann nichts weiter als mich bei Anikó bedanken und weiter kräftig die Werbetrommel rühren: diese Schnecken sollte man unbedingt mal backen, ein fluffiger kakaogewordener Hefetraum 🙂

Das Rezept ist vom Kuriositätenladen nahezu 1:1 übernommen, lediglich durch ein Teelöffel Lebkuchengewürz und 1 TL Zimt für die Füllung ergänzt und Zitrone und Vanille weggelassen:

Hefeteig
500 g Mehl, Typ 405
250 ml lauwarme Milch
50 g Zucker
1 Päckchen Trockenhefe
75 g zimmerwarme Butter
1 TL Salz
1 ganzes Ei

Füllung
8 EL Puderzucker
4 EL Kakaopulver

1 TL Lebkuchengewürz
1 TL Zimt

Guss
150 ml Milch
50 g zerlassene Butter

Zubereitung
Die Trockenhefe in der Milch verrühren und zusammen mit einem TL Zucker einige Minuten auflösen lassen.
Mehl, Zucker und Salz trocken miteinander verrrühren. Hefe/Milchmischung, Butter, Ei und Zitronenabrieb zufügen und alles mit dem Mixer oder der Küchenmaschine gründlich zu einem geschmeidigen, elastischen Teig verkneten.
Abgedeckt in einer Schüssel gehen lassen, bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat, das kann je nach Zimmertemperatur bis zu 2 Stunden dauern, aber auch erheblich schneller gehen. Man kann den Teig auch am Vorabend zubereiten und bis zum nächsten Tag abgedeckt im Kühlschrank gehen lassen.

Den aufgegangenen Teig abschlagen und nochmals durchkneten. Rund wirken und ca. 10 Minuten entspannen lassen. Den Hefeteig rechteckig ausrollen und großzügig mit der Zucker-Kakaomischung bestreuen. Von der Längsseite aufrollen und in ca. 3 cm dicke Scheiben schneiden.
Die Schnecken in eine ca. 25×40 cm große Backform legen und nochmals abgedeckt ca. 30 Minuten gehen lassen.
Im auf 180°C vorgeheizten Backofen 15 Minuten backen. In der Zwischenzeit die Butter in einem kleinen Topf zerlassen.


Als Tipp am Rande: Aus dem übrig gebliebenen Kakaopulver haben wir uns eine heiße Schokolade gemacht, ein weiterer Schokotraum




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