Posts Tagged ‘karotte

21
Nov
11

Steckrüben-Karotten-Curry

Trotz einer wirklich schmackhaften und rundrum gelungenen Steckrübenwoche im letzten Jahr zuckt Herr Mestolo immer noch zusammen, wenn ich Steckrübe auch nur sage.
Was mir aber egal ist, da ich seine Reaktion als ein rein konditioniertes Verhalten einschätze, wenn eben jene Steckrübe nämlich dann auf dem Tisch steht, schmeckt es ihm doch immer gut. Aber als Historiker kann er nicht aus seiner Haut und denkt an einen Hunger-Steckrübenwinter wie 1916/17.

Zu diesem Curry passt sicher gut Reis, wir hatten es ganz ohne, da die Menge doch reichlich war. Das Rezept ist von den Küchengöttern und wurde von mir noch ein paar Rosenkohlröschen und etwas Garam Masala ergänzt.

200g Gemüsezwiebel
2 Knoblauchzehen
600 g Steckrüben
600 g Möhren
12 Rosenköhlchen
Kokosmilch (400 ml)
2 TL rote Currypaste
1 TL Currypulver
1 TL Garam Masala
1 TL Koriandersaat, gemörsert
Salz, Pfeffer
5 EL Schnittlauchröllchen

Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln. Steckrüben und Möhren schälen und waschen. Steckrüben würfeln, Möhren in Scheiben schneiden.

Backofen auf 200° vorheizen. Kokosmilch, Currypaste, Currypulver, Garam Masala und Koriander in einem Bräter verrühren. Zwiebel, Knoblauch, Steckrüben und Möhren zufügen und verrühren. Salzen.

Deckel auf den Bräter setzen und das Gemüse im Backofen (Mitte, Umluft 180°) insgesamt 40 min garen. Nach 20 min den Bräter aus dem Ofen holen, einmal umrühren und die Rosenköhlchen dazu geben. Weiter schmoren mit geschlossenem Deckel.

Die Schnittlauchröllchen über das fertige Gemüse streuen.

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29
Jul
11

Buntgefüllte Champignons mit Ziegencamembert

Fatal sind selbstausgedachte Rezepte nur dann, wenn man sie nicht direkt aufschreibt und dann nach Wochen versucht, sie zu rekapitulieren.

Mal sehen, ob mir das mit diesen Pilzen gelingt. Andererseits ist das auch wieder ein so wandelbares Rezept, man kann sie füllen, mit dem, was man mag.

Für 2 als Hauptgericht, für mehr Personen als Vorspeise:

10 große Champignons
1 kleine Zucchini
1/2 rote Paprika
1 Karotte
2 Frühlingszwiebeln
1 rote Chilischote
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
100g Ziegencamembert
Olivenöl
Pfeffer, Salz
Thymian, Rosmarin

Den Backofen auf 180° vorheizen.

Die Champignons putzen und den Stiel herausbrechen. Einige Stiele aufheben und klein würfeln.

Zucchini, Paprika und die Karotte in kleine 0,5cm große Würfel schneiden.

Die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden und die Chili fein hacken.

Den Rosmarin ebenfalls fein hacken und vom Thymian die Blättchen abzupfen.

Den Ziegencamembert in kleine Würfel schneiden.

In einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen, Knoblauch und Chili darin anschwitzen.

Dann das Gemüse dazugeben und unter häufigen Wenden anbraten. Die Kräuter dazugeben und mit Pfeffer und Salz abschmecken.

Die Gemüsemischung in eine Schüssel umfüllen und die Champignons in der Pfanne kurz auf den Deckel gestellt anbraten.

Den Ziegenkäse unter das Gemüse mischen, ggf. nochmals abschmecken und dann die Champignons damit füllen. Etwas Ziegenkäse obenauf legen.

Im Backofen für ca. 10 – 15 min überbacken.

Und weil der Sommer jetzt zurückkommt, bleibt mir nur noch, Euch ein wunderschönes letztes Julisommersonnenwochenende zu wünschen!

07
Jun
11

Gemüse zu Zeiten von EHEC: Couscousgefüllte Paprika mit Kohlrabi ohne Sprossen

Wenn ich Lust auf Salat habe (und das ist eh schon selten), dann denkt sich irgend jemand EHEC aus.

Meine Theorie ist ja sowieso die, dass das jetzt der Vergeltungsschlag der Fleischindustrie ist, die endlich mal das arme Gemüse an den Pranger stellen wollten. Gurken, das sind die neuen Taliban des Biomarktes oder wie las ich doch letztens noch: Bei normalen Menschen heißt es BSE, bei Vegetariern EHEC. 🙂

Bei meinem Kollegen wirkt es schon, der isst nur noch Fleisch, Fleisch, Fleisch und Wurst. Kann ich ja nicht. Also, ich KÖNNTE natürlich schon, will ich aber nicht.

Also keine Sprossen mehr, Erdbeeren nur noch gekocht oder in hochprozentigen Alkohol eingelegt, Gurke nur noch in sauer und Kopfsalat nur dann, wenn man ihn mindestens 10 min mit 75° heißem Wasser abgewaschen hat. Köstlich alles. Obwohl, die Erdbeeren in Hochprozentigem haben schon ihren Reiz. 😉

Also, wir lassen uns von der Panikmache nicht anstecken, Gemüse wird hier eh meist gegart und sogar unsere Hände waschen wir öfters am Tag.

1 kleine Tasse Couscous
1 rote und gelbe Paprika, unter 75° heißem Wasser längs halbiert und entkernt
1/2 Kohlrabi, unter 75° heißem Wasser geschält und klein gewürfelt
1/2 Zucchini, unter 75° heißem Wasser geschält und klein gewürfelt
2 Frühlingszwiebeln, unter 75° heißem Wasser in Ringe geschnitten
1 Karotte, unter 75° heißem Wasser geschält und klein gewürfelt
Feta, unter 75° heißem Wasser geschält und gewürfelt
Pfeffer, Salz, Olivenöl
1 TL Thymianblättchen
500ml Gemüsebouillon

Den Backofen auf 180° vorheizen.

Den Couscous mit Salz vermischen und mit kochendem Wasser (sic!) übergießen, umrühren, ausquellen lassen.

Die Gemüsewürfel und den Feta unter den Couscous mischen, den Thymian dazu geben. Salzen und pfeffern.

Die Parikaschoten mit dem Couscous füllen. Füllung ruhig etwas andrücken, dann passt mehr rein. 🙂

Die Paprikaschoten in eine Auflaufform legen, in jede Schote etwas Gemüsebouillon gießen, dann trocknet die Füllung im Backofen nicht aus. Die restliche Gemüsebouillon in die Auflaufform gießen.

Wer mag kann noch Parmesan darüber reiben.

Im Backofen bei 180° ungefähr 30min gratinieren, so bleibt das gemüse noch knackig und die Paprika auch.

Zum Servieren etwas frischgemahlenen Pfeffer darüberstreuen und mit gutem Olivenöl beträufeln.

Auf gar keinen Fall mit Sprossen oder gar Salat servieren!

(PS: Die restlichen halben Gemüse habe ich einfach so im Ofen mitgegart, etwas gesalzen, mit Öl beträufelt und mit Thymian bestreut)

Und weil Kohlrabi drin ist, ist es unser Kohlrabi-Beitrag für das laufende Gartenblog-Event:
Garten-Koch-Event Juni 2011: Kohlrabi [30.06.2011]

29
Jun
10

Fußball-WM-Rezept 2010: Algerien

Je weiter so eine WM ins Land zieht, umso weniger sind die Mannschaften noch dabei, für die ich koche. Das tut meiner Kochfreude aber keinen Abbruch und heute ist Algerien dran.

Meine Ideen zur algerischen Küche sind nicht sehr weitgefasst und so bleibt es nicht aus, dass es dazu ein Couscous-Auberginen-Türmchen gibt. Das Rezept habe ich mir selbst ausgedacht und war ein bißchen den Zutaten geschuldet, die noch in der Küche waren und verarbeitet werden wollten.

Zuerst habe ich das Couscous gemacht, als Variante habe ich statt Wasser Apfelsaft verwendet. Ins heiße Couscous kamen klein geschnittene Karotten, Stangensellerie, Tomaten und ein wenig Harissa, sowie etwas Salz. Außerdem Johannisbeeren. Da war ich erst etwas skeptisch, passte aber prima und setzte einen guten säuerlichen Kontrapunkt zum sonst eher milden Couscous.

Für das Türmchen habe ich dann noch Auberginenscheiben genommen, die mit Olivenöl gebraten, etwas mit Küchentuch entfettet und anschließend abwechselnd Aubergine und Couscous geschichtet.

Das haben wir lauwarm gegessen und hat uns gut geschmeckt. Das restliche Couscous gab’s dann am nächsten Tag als Bürosalat.

Achtung, Bildung! Die Bedeutung der algerischen Flagge:

Weiß symbolisiert dabei Reinheit und die Farbe Grün den Islam. Die Mondsichel stammt ursprünglich aus vorislamischer Zeit. Da viele Staaten mit mehrheitlich muslimischer Bevölkerung den Halbmond und den Stern in ihren Flaggen benutzten, hat sich dieses Symbol als Zeichen des Islam etabliert.

Quelle: Wikipedia




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