Posts Tagged ‘karotten



24
Mrz
11

Küchentourismus: Honig-Linsen mit gebratenem Feta

Der aufmerksame Beobachter braucht den tag „Küchentourismus“ gar nicht, der sieht nämlich bereits am Foto, dass wir nicht zu Hause gekocht haben – unsere Küchentorismus-Fotos haben nun mal alle einen Orangestich.

Da ich aber immer noch nicht meine Fotoausrüstung komplett mit in die Tourismus-Küche tragen, wir stets mit kleinen Gepäck reisen und ausschlaggebend ja vor allem der Geschmack und nicht die Optik ist, müsst ihr (und ich) eben mit diesem Bild vorlieb nehmen.

Gefunden und nahezu änderungsfrei nachgekocht vom Kochfrosch.

200g Möhren
2 Schalotten
2 Knoblauchzehen
1 Peperoncino
2 EL Olivenöl
200g umbrische Linsen (die ohne einweichen)
300ml Gemüsebouillon
3 EL weißer Balsamico
2 TL Kastanien-Honig
Salz, schwarzer Pfeffer
180g Schafskäse (Feta)
1 EL Weizenvollkornmehl
2 TL Butter

Die Möhren schälen, putzen und in ca. 1/2 cm große Würfel schneiden.

Die Schalotten schälen und längs achteln.

Den Knoblauch schälen und fein hacken. Die Peperoncino fein hacken.

In einem Topf 1 EL Öl erhitzen, die Möhren, die Schalotten, den Knoblauch und Peperoncino darin unter Rühren bei mittlerer Hitze andünsten.

Die Linsen in einem Sieb waschen und dazugeben. Mit der Bouillon aufgießen und zugedeckt bei schwacher Hitze in 35-45 min weich garen, aber nicht zerfallen lassen.

Die Linsen mit dem Essig, dem Honig, Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Feta halbieren. Das Mehl in einen Teller geben und den Käse darin wenden.

Das übrige Öl mit der Butter erhitzen und die Käsescheiben darin bei starker Hitze pro Seite gut 1 Min. braten.

Die Linsen auf Teller verteilen und jeweils mit 1 Käsescheibe belegen.

Schmeckt wirklich gut, mit dem dezenten Honiggeschmack. Ob sie am nächsten Tag noch so gut waren, wie der Kochfrosch behauptet, konnten wir nicht testen…

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01
Mrz
11

Küchentourismus: Crespelle

Aus der Reihe „Küchentourismus“ (gerade von mir erfunden) ein lockerer Reigen von Rezepten, die wir in anderer Leute Küchen kochen. Genau genommen handelt es sich eigentlich immer nur um ein und dieselbe Küche, aber das ist ja egal.
Heute mal Crespelle, weil das war der Wunsch der Bekochten: „Ich will Pfannkuchen“. Bitteschön.

Ein Übel mit den selbstgeschraubten Rezepten ist das, das ich mir nicht mehr gut merken kann, was drin war, wenn ich es mir nicht sofort aufschreiben würde. Würde. Das ist der Haken.

Die Pfannkuchen bekomme ich noch zusammen:
250g Weizenmehl
4 Eier
Salz
375ml Milch
125ml Mineralwasser
Petersilie (TK)

Mineralwasser, Eier und Milch verrühren und langsam mit dem Mehl verschlagen. Dabei darauf achten, dass keine Klümpchen entstehen.

Die Petersilie unterrühren. Tut nix am Geschmack, sieht aber hübsch aus.

Eine beschichtete Bratpfanne erhitzen (nicht zu heiß) und dünne Pfannkuchen von beiden Seiten goldgelb backen. Im Backofen die bereits fertigen Pfannkuchen warm halten.

So, und was war drin? Mal sehen, ob mir das noch einfällt. Andererseits ist das eigentlich auch egal, weil in so Pfannkuchen kann man ja fast alles füllen, was gemocht wird.

1 Zucchini
2 Karotten
Champignons
Kirschtomaten
Knoblauch

Zucchini und Karotten haben wir in dünne Streifen geschnitten, die Pilze in Scheiben. Pilze zuerst in die Pfanne, dann Knoblauch, dann Karotten und zum Schluss die Zucchini. Und ganz zum Schluss die Tomaten.

Alles so anbraten, dass nichts zu weich wird.

Salzen, pfeffern und dann mit

Ziegenfeta
viel Basilikum, in Streifen geschnitten und
ein paar Blättern Eisbergsalat
servieren.

Am Tisch hat sich jeder seinen Pfannkuchen gerollt, wie er wollte. Hat sogar mir geschmeckt, obwohl ich keine erklärte Freundin von Pfannkuchen bin, nicht mal dann, wenn sie Crespelle heißen 🙂

11
Feb
11

Liebe ist – ein Strudel der Gefühle…


Als ich Herrn Mestolo (damals hieß er noch anders) vor fast 19 Jahren kennenlernte fand ich den naja, sagen wir mal, komisch (aber nicht im Sinne von lustig), wirklich, so schräg irgendwie, etwas suspekt gar. Wir trafen uns an meinem damaligen Ausbildungsplatz, Herr Mestolo hatte dort ebenfalls für 3 Wochen zu tun.

Herr Mestolo fand aber mich hingegen prima. Zu der Zeit hatte ich einen Freund und wollte von Herrn Mestolo nix wissen. (s.o)

Nun, da also Herr Mestolo mich so betörend fand und ihn es tatsächlich überhaupt nicht interessierte, dass das nicht auf die geringste Resonanz stieß, hat er sich kurzerhand eine uralte Methode ausgedacht, mit der man schon im Mittelalter (da isses wieder) Frauenherzen erobert. Mit Musik.

Wie schön, werdet ihr denken, wie romantisch, wie süß, werdet ihr denken.

Nein.

Denn es war ja nicht irgendeine Musik, oh nein, Herr Mestolo war ja, wie gesagt, komisch, ein bßchen schräg, eben suspekt. Und es gibt Männer, die spielen der Dame ihres Herzens am Telefon z.B. Stevie Wonders „I just called to say I love you“ vor. Und es gibt Herrn Mestolo.

Herr Mestolo spielte Kalimba. Lamellophon. Fingerklavier.

Damit lief er hinter mir her. Aber wirklich, nicht im übertragenen Sinne. Wann immer sich eine Gelegenheit bot, wurde ich beklimpert. Und so eine Kalimba ist nicht unbedingt ein Garant dafür besonders melodische, harmonische Klänge von sich zu geben, jedenfalls nicht Herrn Mestolos Kalimba, vielleicht lag es an seinem nicht vorhandenen Talent.

Die einzige Chance, die ich hatte, den Kalimba-Klängen zu entgehen, war – mit ihm zu reden. Und das haben wir gemacht. Erst stundenlang. Dann tagelang.

Nach 3 Wochen sind wir zusammengezogen.

Und wir wohnen immer noch zusammen, meine Meinung über ihn habe ich grundlegend geändert, er seine über mich immer noch nicht 🙂
Passend dazu ein Möhrenstrudel-Rezept von Eatsmarter, fruchtig und scharf, aus der Kategorie „Empfehlenswert“ und für’s Gärtnerblog Gartenkochevent Orangen.

Garten-Koch-Event Februar 2011: Orangen [28.02.2011]30 g getrocknete Feigen
1 Bund Möhren
1/2 Gemüsezwiebel
1 grüne Chilischote
1 Orange
3 EL Olivenöl
2 Pimentkörner
1 Stange Zimt (ca. 7 cm lang)
1/2 TL Koriandersamen
1 Msp. Safranfäden
Salz, Pfeffer
2 EL Pistazien
3 Blätter Yufka-Teig
1 EL Semmelbrösel
2 EL Milch
1 Becher griechischer Joghurt

Feigen in kleine Würfel schneiden und in einer Schüssel mit warmem Wasser bedeckt einweichen.

Möhren putzen, schälen und längs vierteln. Zwiebel schälen und in feine Streifen schneiden.

Chili halbieren, entkernen, waschen und fein hacken. Orange halbieren und auspressen, 80 ml Saft abmessen.

2 EL Olivenöl in einem Topf erhitzen, Zwiebeln darin 3 Minuten farblos andünsten.

Piment, Zimt, Koriandersamen und gehackte Chilischote dazugeben und 1 weitere Minute dünsten.

Möhren dazugeben, 1 min andünsten und den Orangensaft zugießen.

Feigen abtropfen lassen und mit dem Safran dazugeben.

Zugedeckt bei mittlerer Hitze 10 min dünsten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Aus dem Topf nehmen, abtropfen und vollständig abkühlen lassen.

Inzwischen 1 Strudelblatt mit Öl einstreichen. Das 2. Blatt darauflegen, mit Öl einstreichen und auch das 3. Blatt und dann die Semmelbrösel auf das untere Drittel streuen.

Die abgekühlten Möhren längs auf die Brösel legen, dazwischen Pistazien streuen.

Die Enden des Strudels etwas umklappen und den Strudel aufrollen.

Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben und mit der Milch einstreichen.

Im vorgeheizten Backofen bei 200 °C ungefähr 20 min auf der 2. Schiene von unten backen.

Den Strudel in Stücke geschnitten mit dem Joghurt servieren. Wirklich sehr gut, wir hatten die Möhren etwas weniger lang gekocht, damit sie mehr Biss haben, dafür wird der Strudel instabiler. Aber eine gute Kombi mit den feigen und der Chili und den Gewürzen. Den gibt’s sicher nochmal.

Euch allen ein schönes kochvergnügenfrohes Wochenende!

31
Jan
11

Gemüsekuchen mit Süßkartoffeln und Brokkoli

…und auch Steckrübe. 😉 Aber die Steckrübenwoche ist ja vorbei, deswegen spielt sie nur noch eine Nebenrolle. Der Gemüsekuchen, den wir immer wieder gerne machen, ist so wunderbar variabel, auch toll geeignet um Gemüsereste zu verbacken und schmeckt obendrein noch gut.

200g Brokkoli
2 Karotten
1 Süßkartoffel
1/2 rote Paprika
200g Steckrübe
230g Weizenmehl
2 TL Natron
3 Eier
1 Becher Sauerrahm
100g Greyerzer
2 EL Pistazien
1 Peperoncino, gehackt
Pfeffer, Salz

Den Ofen auf 180° vorheizen.

Das gesamte Gemüse bei Bedarf schälen und in gleichgroße Stücke schneiden.

Den Käse würfeln.

Das Gemüse mit dem Mehl und dem Natron mischen.

Eier, Sauerrahm, Käse, Peperoncini, Pistazien, Salz und Pfeffer verquirlen und mit dem Gemüse vermischen.

Diese Masse in die mit Backpapier ausgelegte Auflaufform geben und noch etwas Greyerzer Käse darüber reiben.

Im Ofen für ca. 40 min backen.

Serviert mit gutem frischem Öl.

Die Mengen reichen immer für eine normal große Springform, also viel zu viel für eine Mahlzeit, aber den Gemüsekuchen kann man prima am nächsten Tag gut kalt essen und / oder mit ins Büro nehmen.

14
Dez
10

Marokkanische Möhrensuppe

Mein Postfach wird täglich mit Rezepten von nahezu 50 Foodblogs gefüllt. Mit dabei ist natürlich Chili & Chiabatta, eins der ältesten und etabliertesten deutschen Blogs. Letzte Woche fand ich dort dieses Rezept für eine Suppe, die mir aufgrund der Einfachheit und der verwendeten Gewürze direkt gut gefallen hat. Vor allem Herrn Mestolo kann ich mit Kreuzkümmel immer glücklich machen und so gab es am Wochenende eben diese Suppe.

Zum Einsatz kamen bei uns cremefarbene Karotten namens Creme de Lite und violette, die allerdings nur in Juliennes geschnitten als Deko.

Das Rezept von Petra habe ich unverändert übernommen, allerdings habe ich auf dem Foto den Sauerahm vergessen (dafür ist etwas Olivenöl mit drauf)

2 EL Butter
2 Zwiebeln; gehackt
450g Möhren; in 1 cm Scheibchen geschnitten
600 ml Gemüsebouillon
1 1/2 TL Kreuzkümmel
2 TL Honig
Zitronensaft
Piment
Sauerrahm

Die Butter in einem mittleren Topf aufschäumen lassen. Die Zwiebeln etwa 2 Minuten darin anschmoren, dann die Möhren zugeben. Die Brühe angießen und alles zum Kochen bringen.

Die Hitze reduzieren und 20-30 Minuten simmern lassen, bis die Möhren sehr weich sind.

Den Kreuzkümmel in einer kleinen Pfanne rösten, bis er duftet. Abkühlen lassen und fein mörsern.

Die Suppe vom Herd nehmen und mit dem Pürierstab fein pürieren.

Mit Honig, Zitronensaft, Kreuzkümmel (etwas zum Bestreuen zurückbehalten), Piment, Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Suppe auf Teller verteilen, etwas Sauerrahm darauf geben und mit Kreuzkümmel bestreuen.

Schmeckt sehr gut, wenig karottig, aber ich denke, das lag an der Sorte und natürlich am Kreuzkümmel. Beides aber eher ein Pluspunkt. 🙂

06
Dez
10

Leicht getrüffeltes Polentasüppchen


Winterzeit – Schneezeit – Suppenzeit. Bei dem Wetter gibt es doch nun wirklich nichts besseres. Bei dem Blick ins Schneegestöber bekomme ich Lust auf Polenta und habe dabei die Idee zu einer Polentasuppe. Meine Internetrecherche ergibt nichts, also muss ich meine eigenen Ideen und Vorräte dazu heranziehen.

Aus Italien habe ich einen Ziegenhartkäse mit Trüffel mitgebracht, den ich teilweise in der Suppe schmelze und teilweise zum servieren obendrauf streue.

150g Polenta
2 Karotten, in Scheiben
1 Zwiebel, gewürfelt
4 EL Mais (TK)
2 Zehen Knoblauch, kleingeschnitten
1,5 – 2 l Gemüsebouillon
100g Trüffelkäse, geraspelt
50g Parmesan, geraspelt
1 Chilischote
Olivenöl
Maldon Smoked Sea Salt
optional Sprossen

Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Zwiebel daran anschwitzen.

Karotten, Knoblauch, die Chili und den Mais dazugeben. Alles zusammen anbraten und mit 1,2 Liter Gemüsebouillon ablöschen.

Die Bouillon aufkochen und die Polenta einrühren.

Bei geringer Hitze 40 min köcheln lassen, dabei eigentlich fast ununterbrochen rühren. Möglicherweise wird die Suppe zu dick, dann immer wieder je nach Geschmack und Vorliebe die Konsistenz durch Hinzugabe von weiterer Gemüsebouillon verändern.

Die Suppe mit dem Pürierstab bearbeiten, mit dem Salz abschmecken.

Den Käse unterrühren und schmelzen lassen.

Mit etwas Trüffelkäse und einem Faden Olivenöl servieren.

12
Okt
10

Herbstlicher Kichererbsen-Gemüse-Kuchen

Gemüsekuchen kommt immer gut und seit ich das Rezept auf Barbaras Spielewiese gefunden hatte, die ihn wiederum vom Sammelhamster hat, gab es den (Gemüsekuchen, nicht den Sammelhamster) bei uns auch schon häufiger und in verschiedenen Varianten.

Als Variante diesmal war die Idee, gekochte Kichererbsen hinzuzufügen. Die machten sich auch gut darin. Die Kichererbsen hatte ich am Abend vorher eingeweicht und dann vorgekocht, alternativ bieten sich natürlich welche aus der Dose an.

Letztendlich haben wir fast zu viel Gemüse verwendet, so dass der Kuchen wenig Teig und viel Gemüse hatte, aber das war gut so. Und so im Nachhinein denke ich, könnte er ruhig ein bißchen bunter sein, das finde ich dann doch ein bißchen schade, nachdem die anderen immer so tolle Farbtupfer hatten.

Eigentlich wär der Gemüsekuchen auch prima mit Kürbis… 😉 Das ich da nicht drauf gekommen bin.

1/2 Kohlrabi
4 kleine Karotten
1 Zwiebel
1 rote Paprika
3 große Champignons
270g gekochte Kichererbsen
3 EL Mais (TK)
3 EL gehackte Petersilie

180g Weizenmehl
50g Roggenmehl
2 TL Natron
4 Eier
200g Sauerrahm
100g Bergkäse, am Stück
1 EL getrockneten Thymian
1/2 Peperoncino, eigene Ernte, gehackt

Den Ofen auf 180° vorheizen.

Das Gemüse würfeln. Eines Großteil des Käses klein würfeln.

Das Gemüse gut mit dem Mehl und dem Natron mischen.

Eier, Sauerrahm, Petersilie, Käse, Peperoncino, Thymian, Salz und Pfeffer verquirlen und dann mit dem Gemüse und dem Mehl vermischen.

Diese Masse in die mit Backpapier ausgelegte Springform geben und noch etwas Käse darüber reiben.

Im Ofen für ca. 40 min backen.

Immer wieder schön, wenn auch nicht so bunt wie sonst. 🙂




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