Posts Tagged ‘kastanienmehl

12
Nov
10

Zimt-Kastanien-Creme

Während Robert aus Kastanienmehl Pasta macht, bin ich immer noch auf der Suche nach anderen Verwendungsmöglichkeiten dafür, weil wir Kastanienpasta schon hatten und es letztens auch bei uns Kastanien-Brötchen gab. Irgendwo in den Weiten des Internets bin ich fündig geworden und leider weiß ich aber nicht mehr wo. Sollte jemanden das Dessert von seinem Blog bekannt vorkommen, ich verlinke gerne noch 🙂

Das Dessert geht relativ schnell, sollte eine gewisse Zeit im Kühlschrank verbringen und ist nicht ganz so süß. Und wie immer etwas speziell im Geschmack durch das Kastanienmehl.

Für 4 Portionen:
3 EL Ahornsirup
200 g Sahne
120 g Kastanienmehl
500ml Milch
1/2 TL Zimt

Das Kastanienmehl mit wenig kalter Milch glattrühren.

Die restliche Milch aufkochen, das angerührte Kastanienmehl, den Zimt und den Ahornsirup
darunterrühren.

Zusammen aufkochen und bei geringer Hitze köcheln lassen, bis die Creme bindet.

Die Creme in einer Schüssel unter gelegentlichem Rühren abkühlen lassen.

Danach die Kastaniencreme mit dem dem Schneebesen luftigaufschlagen und die steifgeschlagene Sahne darunterziehen.

In Schälchen umfüllen und kühl stellen.

Wir wünschen Euch ein sturmfreies, trockenes Novemberwochenende!

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26
Okt
10

Panino di castagne – Kastanienbrötchen

Um aus unserem aus Italien importierten Kastanienmehl nicht immer nur Castagnaccio zu machen, standen heute mal Brötchen auf der To do-Liste. Ich hatte bei Manufactum in Düsseldorf mal Kastanienbrot gekauft, das war sehr gut. Backwaren mit Kastanienmehl bekommen immer einen leichten Stich in lilafarbene, schmecken etwas süßlich und passen gut zu säuerlichen Marmeladen oder einem kräftigen Käse.

250 g Weizenmehl
150g Hartweizenmehl
150 g Kastanienmehl
15 g Salz
1 Würfel Hefe, frisch
Mehl, für die Arbeitsfläche

Zubereitung
Die Mehlsorten und das Salz vermischen.

Die Hefe in 340 ml lauwarmem Wasser auflösen.

Das Mehlgemisch in die Küchenmaschine geben und unter Rühren mit dem Knethaken das Wasser mit der Hefe darunter mischen. Einige Minuten kneten lassen, eine Kugel formen und dieseA agedeckt an einem warmen Ort über Nacht gehen lassen.

Den Backofen auf 250° vorheizen, eine Auflaufform aus Metall auf den Boden stellen und mit vorheizen.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche nochmal durchkneten und eine Rolle formen. Diese Rolle in 15 Teile schneiden und daraus Brötchen formen.

Die Brötchen mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen.

Kreuzförmig einschneiden und dann noch mal etwa 10 min gehen lassen.

Die Brötchen auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben. Etwa 200 ml Wasser in die Auflaufform gießen und sofort die Ofentür schließen, damit der entstehende Wasserdampf nicht entweichen kann.

Nach ca. 7 min beginnen die Brötchen braun zu werden, dann einmal die Ofentür öffnen und direkt wieder schließen.

Nach weiteren 10 – 12 min sind die Brötchen fertig.

Alternativ könnte man noch gehackte Maronen zum Teig geben.

Wer sonst noch Rezepte mit Kastanienmehl jenseits von Brötchen und Castagnaccio kennt: immer her damit 🙂

10
Dez
09

Castagnaccio – reloaded

Ein für mich wirklich typisches Herbst-Winteressen ist der Castagnaccio, den wir gerne essen. Grundlage ist Kastanienmehl, bekommt man in Italien etwas einfacher, hier häufig im Bioladen oder Reformhaus zu finden. Castagnaccio ist eines der früheren sogenannten „Arme-Leute-Essen“, deren Zutaten heute eher als teuer zu bezeichnen sind.

Ich habe mir aus Umbrien einen kleinen Vorrat an Kastanienmehl mitgebracht – Grund genug, den Castagnaccio hier nochmals vorzustellen, diesmal mit Varianten zu dem bereits hier verbloggten Castaggnaccio, der nach dem Rezept eines toskanischen Freundes gebacken wurde.

Bei Alex fand ich die Ergänzung mit Walnüssen und wir selber hatten zwar Rosinen im Haus, aber auch noch vom Backen gewürfelte Aprikosen übrig, die ich dann statt dessen verwendet habe.

200 g Kastanienmehl
Wasser
3 EL Olivenöl für den Teig
2 EL Rohrzucker
4 getrocknete Aprikosen, gewürfelt
1 Handvoll gehackte Walnuss-Kerne
1 Handvoll Pinienkerne
2 – 3 TL Rosmarin, fein gehackt
3 EL Olivenöl zum Backen

Alle Zutaten bis auf 3 EL Öl vorsichtig mit Wasser vermischen, bis der Teig weich, aber nicht zu flüssig ist. In eine Pizzaform geben und das übrige Öl auf den Teig träufeln.

Im vorgeheizten Ofen (220°) auf mittlerer Schiene so lange backen, bis sich Risse in der Oberfläche bilden und diese knusprig wird.

Man kann vor dem Backen noch ganze Rosmarinzweige auf den Teig legen und mitbacken, die Rosinen könnte man weglassen oder auch die Walnüsse – selbst den Zucker, oder die Rosinen in Vin Santo einweichen – es gibt viele Möglichkeiten und Varianten.

Castagnaccio ist kein wirklich süßes Gebäck, am ehsten kommt die herbe Süße durch die Kastanien in den Vordergrund.

Rotwein oder Trauben passen sehr gut dazu, man kann ihn prima mit ins Büro nehmen und zwischendurch essen, ein schmackhafter Snack. Die Konsistenz ist weich, etwas flexibel, aber nicht wie Gummi. Insgesamt ein wirklich interessantes Rezept und empfehlenswert, sich mal daran zu wagen.

20
Mai
09

Malfatti di castagne, fave e rucola

Maltagliati alla farina di castagne

Wir kochen ja wirklich noch nicht lange und heute fiel uns auf, dass wir vor 10 Monaten noch nicht mal Fave, also Saubohnen (jedenfalls nicht frisch) oder Kastanienmehl kannten (und vieles anderes auch nicht). Dafür freuten wir uns dann umso mehr, dass wir heute abend vor einem köstlichsten Abendessen saßen, wo beides drin vorkam – Fave und Kastanienmehl.

Köstlich aber auch, weil alles so frisch und handgemacht war, kochen und essen so viel Spaß macht und es kaum was schöneres gibt, als eine gute, einfache Mahlzeit, für die man sich Zeit gelassen hat und bei der man hinterher genau weiß, was drin ist.

Die Fave hatte ich spontan gekauft (verbunden mit einer schönen Erinnerung an einen Campo-Frühlingsmorgen im April), die Anregung zum Abendessen kam dann, wie so oft, von Robert. Bei ihm habe ich die Malfatti aus Buchweizenmehl mit Fave gefunden. Buchweizenmehl hatten wir nicht, aber noch einen Rest Kastanienmehl. Auch habe ich die Petersilie gegen Rucola-Sprossen eingetauscht, da ich in noch fleischessenden Zeiten ein Essen sehr geliebt hatte aus Fave, Orechiette, Mortadella und Rucola (damals war der Rucola allerdings das einzige frische am Abendessen).

Hier also unsere Malfatti-Variante, mit einem Dank an Robert – und den besten Gedanken ans Campo.

160 g Hartweizengrieß
100 g Kastanienmehl
Wasser
Salz

900 g Fave (komplett gewogen)
1 Peperoncino, frisch
2 Knoblauchzehen, auch frisch
1/2 rote Zwiebel

Aus dem Kastaniemehl, Hartweizengrieß, Wasser und Salz einen Teig kneten und diesen 30 Minuten ruhen lassen.
Währenddessen die Fave enthülsen und in einem Dämpfeinsatz kurz garen (max. 2 Minuten) , anschließend die Hüllen entfernen und den wundervoll grünen Kern herauslösen.
Den Teig ausrollen, nicht zu dünn (2 mm) und Malfatti daraus schneiden.
Peperoncino in feine Streifen schneiden, den Knoblauch und die Zwiebel fein würfeln und alles zusammen in einer großen, hohen Pfanne sanft in erhitztem Olivenöl anschwitzen.
Die Malfatti in kochendem, gesalzenem Wasser so lange köcheln, bis sie an die Oberfläche steigen.  Die Fave in die Pfanne geben, sowie die Rucola-Sprossen. Dann die Malfatti abgießen, in der Pfanne mit den Fave und den Sprossen vermischen, salzen und auf den Tellern anrichten.

Ich war begeistert von den Farben, das herrliche Grün der Fave (nach dem ausziehen) und der Sprossen, der sanfte Braunton der Pasta, alles zusammen mit dem Peperoncino-Rot einfach ein herrlicher Anblick, passend zum Geschmackserlebnis.




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