Posts Tagged ‘minze



06
Jun
11

Küchentourismus: Orangenspargel mit Kräutercouscous

Regelmäßige Leser meines Blogs erkennen es am Foto direkt auf den ersten Blick: wir haben wieder eine fremde Küche geentert, um dort zu kochen. Der Anlass war eine kleine Geburtstagsnachfeier meines selbigen, die, noch nicht ausgepackten, Geschenke liegen neben dem Teller.

Zur Abwechslung gab’s mal Spargel, wieder nach einer Anregung der Küchengötter, in einer Orangenbuttersauce und dazu ein wirklich sehr gutes Kräutercouscous. Das kann ich mir auch gut als Basis für einen Salat vorstellen, vielleicht zusammen mit Feta, Tomaten (aus dem eigenen Garten vielleicht) und auch Rucola.

Die Mengen reichen für 4 Personen, geschmeckt hat es allen ganz wunderbar.

200 g Couscous
2 kg weißer Spargel
2 Bio-Orangen
4 geh. EL Butter
Pfeffer, Salz
1 guter EL würziger Honig (z. B. Thymianhonig)
1 Bund Frühlingskräuter (Kerbel, Estragon, Petersilie, Minze)

Couscous mit 200 ml kaltem Wasser und 1/2 TL Salz verrühren und 20 Min. quellen lassen. Inzwischen den Spargel schälen.

Den Backofen auf 200° (Umluft 180°) vorheizen.

Die Orangen heiß waschen, abtrocknen und die Schale fein abreiben, den Saft auspressen.

3 EL Butter in einem weiten, ofenfesten Bräter erhitzen. Den Spargel darin in ca. 3 min rundherum anbraten, salzen und pfeffern.

Orangensaft, -schale und Honig daraufgeben.

Alles im heißen Ofen (mittlere Schiene) weitere 10-12 min garen, bis der Spargel leicht karamellisiert. Dabei darauf achten, dass genügend Flüssigkeit im Bräter ist, sonst evtl. etwas Wasser nachgießen.

Den Spargel zwischendurch 1-2 Mal wenden, sodass er gleichmäßig im Sud liegt.

Inzwischen die Kräuter waschen und trocken schütteln, die Blättchen hacken.

Couscous in einer Pfanne in der restlichen Butter unter Rühren anrösten, die Kräuter untermischen.

Kräutercouscous mit dem Spargel aus dem Ofen anrichten.

Die Geschenke waren übrigens ein Kochbuch, das ich hier noch vorstellen werde und eine handgemachte Kamillenseife. Eine schöne Geburtstagsnachfeier, vor allem wenn man nur kochen und nicht hinterher die Küche aufräumen muss. 🙂

01
Apr
11

Minz-Pesto in Erbsencremesuppe


In letzter Zeit gibt es bei uns viel Grünes zu essen, wahrscheinlich ist die Jahreszeit so unglaublich grünspirierend. 🙂

Suppe hatten wir lange nicht, eine schöne, schnelle grüne sowieso schon ganz lange nicht und deswegen beschließe ich diese Woche mit einem schönen Suppenrezept. Erbsen und Minze sind eine klassische Kombi, damit kann man quasi nichts falsch machen und es wäre ein schöner Auftakt für ein Frühlingsmenü.

Für das Pesto:
2 EL Sonnenblumenkerne
1/2 Bund Minze
1/2 Bund Petersilie
1 Stück Bio-Zitronenschale (5 cm)
2 EL Parmesan, gerieben
Olivenöl, Pfeffer, Salz

Die Sonnenblumenkerne fettfrei anrösten, abkühlen lassen. Mit allen anderen Zutaten nicht zu fein pürieren.

Für die Suppe:
400g TK-Erbsen
1 Schalotte
1 EL Butter
500ml Gemüsebouillon
100ml Weißwein
150ml Sahne

Die Schalotte fein würfeln, in etwas Öl glasig dünsten und die Erbsen dazu geben.

Mit der Bouillon aufgießen.

Aufkochen und 10 min sanft köcheln lassen bei geöffnetem Topf.

Danach 2 EL Erbsen herausnehmen und die Sahne in die Suppe gießen.

Die Suppe pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Mit Erbsen und dem Pesto garniert servieren und wer, wie wir, noch Kresse hat, kann die auch dazutun.

Nächste Woche geht’s grün weiter, mit einer Themenwoche – wer mag, darf raten. 🙂

Euch allen ein schönes, grünes, sonniges Wochenende!

Quelle: Anne-Katrin Weber, Vegetarisch durchs ganze Jahr

04
Mrz
11

Krise vorbei? Tagliatelle mit Linsenragout und Minzjoghurt

Meine kreative Krise habe ich hoffentlich überwunden mit all‘ Euren Anregungen und Links. Vielen Dank dafür. Da der Einsendeschluss gerade erst abgelaufen ist, werde ich mich am Wochenende an die Verlosung machen und Euch am Montag den hoffentlich frohen Gewinner präsentieren können.

Kurz vor meiner Küchenkreativkrise, die nicht nur mit Ideenlosigkeit, sondern obendrein auch mit partieller Koch- und Blogunlust einherging, hatte ich mir einen Link gespeichert, der ein äußerst attraktives Rezept verbarg und ich habe es gestern dann mit neuem Schwung und Motivation geschafft, das nachzukochen. Und es hat sich gelohnt.

Kirsten vom Kochblog Sugar and Spice schreibt, das dieses Rezept eines ihrer Lieblingsessen ist und ich kann das sehr gut verstehen. Es passt alles, sehr aromatisch, leicht scharf und Pasta dabei. Soulfood pur.

Hier also Kirstens Rezept, mit unseren dezenten Änderungen. Die Pasta haben wir selbst gemacht und dann zum Abschluss in den Linsen drei Minuten gegart – perfekt.

1 Bund Frühlingszwiebeln
300g Kirschtomaten
Olivenöl
200g umbrische Linsen (die muss man nicht einweichen)
700ml Gemüsebouillon
1 TL Sambal oelek
2 TL Honig
1/2 Bund Minze
2 Knoblauchzehen
150g griechischer Joghurt
Salz, Pfeffer
250g selbstgemachte, frische Tagliatelle

Die Frühlingszwiebeln waschen und in feine Ringe schneiden.

Die Tomaten klein würfeln.

Öl im Topf heiß werden lassen, Zwiebelringe darin kurz andünsten.

Die Linsen unterrühren, bis sie rundherum ölig glänzen.

Die Bouillon und Tomaten dazugeben, mit Sambal Oelek und Honig würzen.

Die Linsen bei kleiner Flamme ca. 20 min garen, ohne Deckel, damit die Flüssigkeit langsam verkocht.

Inzwischen die Minze in dünne Streifen schneiden und den Knoblauch schälen und ganz fein würfeln.

Den Jogurt mit Knoblauch und Minze verrühren, dezent salzen.

Wenn die Linsen gar sind, die Pasta dazugeben, vorsichtig unterrühren und den Herd ausschalten. Mit geschlossenem Deckel  die Pasta gar ziehen lassen, ca. 3 min lang.

Anrichten und zusammen mit dem Joghurt servieren. Wirklich köstlich. Die Menge reicht für 3 – 4 Esser.

Euch allen ein kreatives und / oder jeckes Wochenende! Helau.

30
Sep
10

Kürbiswoche: Couscous mit Hokkaido und Aprikosen

Nicht schon wieder Kürbis, mag der ein oder andere denken… Aber, hey, es ist Kürbiswoche bei den Mestolos – und das ist auch gut so. Und eines Tages werdet ihr uns dankbar sein, auf ein so schönes Repertoire an Kürbisrezepten zurück greifen zu können 😉

Nach einem selbst ausgedachtem Rezept und einem, das schon in gefühlten 800 Varianten im Netz herumschwirrt, heute ein nachgekochtes Rezept. Gefunden habe ich es in der Athener Küche von Tobias und es passt wunderbar zur Themenwoche Kürbis.

1/2 grüner Hokkaido-Kürbis
6 -8 getrocknete Aprikosen
Saft und Schale von 1 Zitrone
150 g Couscous
Gemüsebouillon
2 EL Minze, in Streifen geschnitten
1 kleine grüne Chilischote, in Ringe
ein paar Fäden Safran
Salz, Pfeffer
Olivenöl
je einen 1/2 TL Koriandersaat, Kreuzkümmel, frisch gemörsert
Zimt, Cayennepfeffer

Den Kürbis schälen und in große Würfel schneiden. In Öl wenden, salzen und pfeffern.

Die Chili in einer Pfanne anbraten und die Kürbiswürfel dazu geben. So lange braten, bis der Kürbis essbar, aber noch nicht zu weich ist.

In der Zeit die Aprikosen mit heißem Wasser übergießen, ziehen lassen, dann herausnehmen und in Streifen schneiden.

Couscous in einen Topf geben, mit allen Gewürzen und dem Safran mischen. Die kochende Bouillon darauf gießen und gut umrühren. Abdecken und ca. 7 min ziehen lassen.

Danach das Couscous gegenfalls nochmals mit Salz und Pfeffer würzen, dann den Zitronensaft und die Zitronenschale dazu geben.

Anschließend dann die Kürbiswürfel mit dem Couscous vermischen und auch die Minze und die Aprikosen dazugeben.

Gut vermischen, mit einem Faden Olivenöl servieren und sich’s schmecken lassen.

Und damit’s nicht allzu langweilig wird, gibt es morgen was mit Butternut-Kürbis.

13
Jul
10

Tintenfischtuben, gefüllt und gegrillt

Das Rezept hat jetzt ehrlich nix mit Paul zu tun, dem Tentakel-Orakel aus Oberhausen. Zumal ich ihm auch nicht nach dem Leben trachte, er hat lediglich vorausgesagt, was eingetroffen ist und nicht den Ausgang beeinflusst, auch wenn ihm das jetzt vorgeworfen wird. Das ein oder auch andere mal hat mir das weder gefallen noch gepasst, aber der Paul macht auch nur seinen Job und mit der Trefferquote sogar besser als jeder Wetterfrosch.

Sommerzeit – Grillzeit: als Vegetarierin hat man da manches Mal nach das Nachsehen und so kommt es durchaus vor, dass ich mir mein eigenes Zeugs zum Grillen mitbringe. Ich habe ja wenigstens noch den Vorteil, in Maßen Fisch zu essen, lieber jedenfalls als ’ne Tofuwurst. Zum Grillen gab es hier: Sardinenfilets, aufgespießt mit einem Salbeiblatt (sehr gut), Halloumispieße, abwechselnd mit einem gefalteten Minzeblatt dazwischen (köstlich), aufgespießte und mit Öl bepinselte Pimientos de Padrón (auch fein) und eben gefüllte und dann gegrillte Tintenfischtuben.

Die Tube ist des Tintenfischs Leib, den man prima füllen kann. Wir haben ein ganzes Kilo Tuben verarbeitet und gefüllt und den Rest dann eingefroren.

Zur Vorbereitung die Tintenfische am Kopf festhalten und mittels Zug vom Körper trennen, die Innereien des Tintenfisches befinden sich dann ebenfalls am Kopf und werden direkt mit entfernt. Dann muss man noch den sogenannten Schulp herausziehen, eine Art Knochengerüst, aus Chitin.

Die Köpfe haben wir unwissenderweise entsorgt, auch diese könnte man zerkleinert als Teil der Füllung verwenden.

Gefüllt haben wir die Tuben mit vorgekochtem Bulgur, gewürzt mit Harissa, kleingehacktem Knoblauch, Salz, Pfeffer, etwas Zimt, geschnittenen Minzeblättern und Pistazien. Eine ähnliche Füllung hatten wir schon einmal mit Couscous, was einfacher zu verarbeiten war, da sich die Couscous-Füllung zu kleinen Kügelchen formen ließ, die man dann problemlos in den Tintenfisch einfüllen konnte.

Die Bulgur-Füllung war aufgrund ihrer gröberen Struktur störrischer, so dass wir letztendlich einen Tortenspritzbeutel ohne Tülle verwendet haben, was dann sehr gut ging.

Die Tuben dann mit einem Zahnstocher verschließen und auf dem Feuer von allen Seiten grillen.

Der restliche Bulgur schmeckt gut dazu und auch den Fleischessern 🙂

Und hier ist sie auch wieder, die Adoptiv-Peperoni, blüht und wächst und gestern hat der Sturm sie vom Fensterbrett gefegt. Ich hoffe, sie hat keinen Schaden genommen, wir mussten sie stützen:




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