Posts Tagged ‘mozzarella



28
Jul
10

Auf die Schnelle: Hörnli-Salat Caprese

Für diesen Salat braucht’s wirklich nicht viel und trotzdem ist er unglaublich vielseitig einsetzbar und beliebt. (Vielseitig einsetzbarer Salat – manchmal schreibt man doch’n ganz schönen Blödsinn zusammen…)

Aber eigentlich stimmt’s: der kommt lieb mit ins Büro, er setzt sich beim Picknick nett daneben, stört in der Schule nicht, ärgert keine Tiere beim Zoobesuch und im Schwimmbad muss man auch nicht ständig auf ihn aufpassen. Ein absoluter Allrounder, der in meinem Bekanntenkreis bisher immer gut angekommen ist. Ist aber auch eigentlich kein Wunder, ist dieser Salat doch ein Cousin vom Mozzarella Caprese (mit Tomaten und Basilikum) und das mag doch eigentlich auch fast jeder.

150g kleine Pasta
3 Tomaten
1 Büffelmozzarella
Peffer, Salz
weißer Balsamico (dunkler geht auch, ändert nur die Optik)
Olivenöl
Basilikumblätter

Die Pasta kochen, abgießen und etwas auskühlen lassen.

Die Tomaten entkernen und würfeln.

Den Mozzarella ebenfalls würfeln.

Tomaten, Basilikumblätter und Mozzarella vermischen, pfeffern, salzen.

Die Nudeln dazu geben, vorsichtig unterheben und mit Essig und Öl abschmecken.

Mit einigen Basilikumblättern garnieren.

Keine große Kunst, aber manchmal sind doch die einfachsten Dinge die Besten.

19
Jul
10

Wenn der Mozzarella Fave küsst…

Wem der ewige, schon hundert Mal gegessene Caprese-Salat aus Tomaten, Mozzarella und Basilikum zu langweilig geworden ist, dem sei diese Variante, Mozzarella zu genießen, nur wärmstens ans Herz gelegt. Ich bin sehr angetan davon, nicht umsonst fiel mir nur der verklärt-schwülstige Titel zum Blogeintrag heute ein.

500g dicke Bohnen
250 g Büffelmozzarella
Salz
1 kleine Schalotte
4 Stiele Bohnenkraut, davon die Blätter
1 Tl Senf
1 El Honig
5 El Weißweinessig
Pfeffer
80 ml Olivenöl

Die Bohnen aus den Schoten holen und in kochendem Salzwasser 2-3 min garen, abschrecken und abtropfen lassen.

Die Bohnenkerne aus den Häuten drücken.

Die Schalotte sehr fein würfeln. Bohnenkrautblätter von den Stielen zupfen.

Für die Vinaigrette Senf, Honig, Essig, Salz und Pfeffer gut verrühren.

Das Olivenöl zugeben und mit dem Schneebesen aufschlagen. Danach die Schalottenwürfel und Bohnenkrautblätter dazu geben.

Die Vinaigrette mit den Bohnenkernen mischen, etwas ziehen lassen.

Den Mozzarella in möglichst dünne Scheiben schneiden und auf einem Teller auslegen. Dabei die Mitte frei lassen.

Die Bohnen nun in der Mitte ablegen und die Vinaigrette auf dem Mozzarella verteilen.

Unglaublich gut, mit der süßsauren Vinaigrette und den Bohnen, ich war begeistert. Voraussetzung ist natürlich immer ein guter Büffelmozzarella und nicht die schwammartigen Gebilde, die hier in Deutschland allgemein hin als Mozzarella verkauft werden 😉

Und noch ein Montags-Peperönchen:

Auch wenn ich die Hoffnung auf Früchte langsam aufgebe, freue ich mich doch daran, wie schön es wächst.



11
Jun
10

Fußball ist wie Schach, nur ohne Würfel oder: warum die Schweiz Weltmeister werden sollte

Olé, Olé, Oléééé´…. Weltmeister, olé!

Mir ist völlig egal, wer Weltmeister wird. Hauptsache Deutschland, Italien oder die Schweiz.

Da bin ich total offen und tolerant. Möge der Beste gewinnen, also Deutschland, Italien oder die Schweiz.

Okay, die Schweizer sind jetzt keine Fußballgötter oder vielleicht noch nicht als solche erkannt, aber die sind nett, und die Schweiz ist ein symphatisches Land. Das wär doch mal was, es gewinnen einfach die Sympathieträger. Müsste man sich nur noch überlegen, wie man da zu einer Entscheidung käme, wer Sympathiepunkte vergibt, sie vergeben darf und wie sie gewertet werden. Vielleicht noch nicht ausgefeilt, mein System.

Dann eben nach Gerechtigkeit: wenn man also mal die drei, unabhängig von mir ins Feld geführten Mannschaften (ihr erinnert Euch: Deitschland, Italien, Schweiz) miteinander vergleicht, war Deutschland bisher dreimal und Italien viermal Weltmeister. Die Schweiz noch nie. Macht also ein Gerechtigkeitspunkt für die Schweiz (1)

Weiter geht’s:

Also, da haben wir drei Länder, unterschiedlich groß, unterschiedlich bevölkert. Hier mal die Einwohnerzahl der drei Länder.
Deutschland: 82.000.000
Italien: 60.325.805
Schweiz: 7.800.000

Fällt Euch was auf? Genau, es wohnen nämlich viel mehr Deutsche in Deutschland als Schweizer in der Schweiz. Italien wär so dazwischen.

Aber, davon spielen jeweils elf (11) in einer Mannschaft. Das stimmt wirklich, ich hab‘ das nachgezählt.

So, wenn man also jetzt die Anzahl der auf dem Platz stehenden Spieler in Korrelation mit der Einwohnerzahl berechnet, erkennt man schnell, dass die Schweiz deutlich im Nachteil ist, da sie im Gegensatz zu Deutschland mehr als 10 x weniger Menschen zur Auswahl hatte, eine Mannschaft zusammenzustellen. Das ist dann eigentlich nicht gerecht, oder?

Um das auszugleichen, wäre mein erster Vorschlag, dass man (eben im gegenteiligen Verhältnis zur Einwohnerzahl) weniger Spieler auf’s Feld stellen darf. Im vorliegenden Fall wäre es dann so, dass Deutschland mit 2 Spielern und Italien mit 3 oder 4 Spielern antritt. (Ich habe aufgerundet)

Variante 2 wäre, die Schweiz spielt mit 110 Spielern. Mir ist auch durchaus bewusst, dass diese Variante ungünstiger wäre, weil dann a) das Spielfeld zu voll und b) die Schweiz entvölkert wär. So oder so gesehen aber ist die Schweiz im Nachteil aufgrund der geringeren Bevölkerungszahl und erhält deswegen von mir als unabhängiger Jurorin einen weiteren Gerechtigkeitspunkt (2). Da die anderen Länder keinen Gerechtigkeitspunkt erhalten haben, sei meine Argumentationskette, die so fest steht wie die deutsche Abwehr, hiermit abgeschlossen und die Schweiz als Weltmeister stünde fest.

Beide Varianten einschließlich aller Berechnungen und meiner Forderung habe ich nun schon vor geraumer Zeit an die Mitglieder des Exekutiv-Komitees des Fußball-Weltverbandes Fifa gesendet, aber offenbar sind die derzeit so belastet, dass sie bisher noch keine Möglichkeit sahen, mein Schreiben zu beantworten. Kommt sicher noch.

Um die Wartezeit zu überbrücken gibt es heute für Euch ein Rezept, dass schnell gemacht ist und in meine vierwöchige „Ich koche ein Gericht aus möglichst jedem WM-Land“-Phase passt.

Heute Italien, es gibt gratinierte Polenta auf Spinat-Zucchini-Gemüse:

1 Knoblauchzehe
3 Zweige Thymian 400 ml Gemüsebouillon
100 g Polenta
Salz 1 Zwiebel
300 g frischen Blattspinat
1 Zucchini 1 Büffel-Mozzarella
Pfeffer
1/2 TL rosa Pfefferbeeren

Den Knoblauch schälen und in dünne Scheiben schneiden. Vom Thymian die Blättchen abzupfen.

300 ml Wasser aufkochen, unter Rühren die Polenta einstreuen und aufkochen. Nach Packungsanleitung kochen, dabei ständig rühren. Eventuell muss man nochWasser nachgießen, wenn die Polenta zu fest wird.

Die Polenta mit Salz abschmecken, auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben und so verstreichen, dass die Polenta eine Höhe von ca. 1 cm hat. Abkühlen lassen und ausstechen in gewünschter Form. Die Thymianblättchen darauf verteilen.

Die Zwiebel schälen und in Ringe schneiden. Die Zucchini in dünne, ca. 4 cm lange Stücke schneiden.

Die Zwiebelringe mit dem Knoblauch in etwas Öl andünsten. Die Zucchini dazugeben und bei kleiner Hitze etwa 5 Minuten braten.

Den Spinat dazugeben und etwa 3 Minuten dünsten, bis der Spinat zusammengefallen ist.

Den Mozzarella in möglichst dünne Scheiben schneiden und auf die Polenta legen. Im vorgeheizten Backofen bei 225° kurz überbacken, bis der Käse geschmolzen ist.

Das Spinatgemüse nach Geschmack würzen, auf einem Teller anrichten und mit der Polenta belegen. Mit den rosa Pfefferbeeren garnieren.

PS: Heute beginnt die Fußball-WM 2010.

Achtung, Bildung! Die Bedeutung der italienischen Flagge:

Das Grün steht für la pianura (deutsch: Ebene), gemeint sind die Natur und die Landschaft. Das Weiß steht für die Farbe der Gletscher der Alpen. Das Rot steht vor allem für das Blut, das vergossen worden ist, um Italien zu vereinen.

Quelle: Wikipedia

07
Dez
09

Pizza affumicata

Im November durfte ich zwei wunderschöne Wochen in Umbrien verbringen, noch etwas Sonne tanken, Oliven ernten, frische Luft, Ruhe und die Herzlichkeit der Italiener genießen. Und nicht nur das, auch die Kochkünste.

An einem Abend besuchten wir in Chiusi (das ist allerdings in der Toskana) das kleine, aber überraschend feine Il Grillo è buoncantore, eine Enoteca mit einem ausgezeichnetem Angebot an regionalen und saisonalen Speisen und guten Weinen. Meine beiden Begleiter priesen vor allem die Pizza, die – so munkelt man – die beste sei, die man je gegessen habe.

So aßen wir neben vorzüglichen Vorspeisen (Insalatina con noci e mele, Blumenkohl-Nockerln und Polenta mit Steinpilzen) jeder eine Pizza. Meine Wahl fiel auf Pizza affumicata, eine Pizza ohne Tomaten, belegt mit Büffelmozzarella, geräuchertem Scamorza und Räucherlachs. Die Pizza war wirklich zweifellos die beste, die ich je gegessen hatte, ein wunderbarer Teig, eine geschmacklich vollendete Kompostion obenauf – wirklich empfehlenswert, das Grillo zu besuchen, wenn man mal in Chiusi ist. Ehrlicherweise ist der Eingangsbereich im Erdgeschoss eher abschreckend gestaltet und wenig einladend, die Räumlichkeiten im Keller umso heimeliger und geschmackvoll.

Normalerweise bin ich kein großer Pizzafreund, mag aber gerne die Pizza ohne Tomaten, die in Italien sehr viel häufiger angeboten wird als in unseren Gefilden. Robert hatte letztens auch eine Pizza bianca in seinem Blog, die mir sehr gut gefallen hat.

Pizza sollte es also heute sein, und ohne Tomaten, wie ich es mag. Gerne habe ich auch die einfache Variante mit Kartofflenscheiben und Rosmarin, aber nun hatte ich aus Umbrien noch frischen, geräucherten Scamorza mitgebracht, der sollte für die Pizza affumicata wie aus dem Grillo gut geeignet sein, dazu habe ich einen Wild-Räucherlachs gekauft und Büffelmozzarella, mittlerweile bekommt man ja auch hier schon ganz guten.

Beim Teig schwankte ich zwischen den Vorlagen von Deichrunner und Kochtopf – letztendlich entschieden habe ich mich nicht wirklich, sondern ein Mix aus beidem gemacht.

Herr Mestolo war enorm skeptisch wegen der angegebenen Hefemenge. Und da Herr Mestolo während des Studiums (was auch schon Äonen her ist) in einer Backstube gejobbt hat, hat er natürlich die Backkunst sozusagen erfunden und wir haben die Hefemenge dann erhöht. (Meine Einwände, dass beide o.g. Bloggerinnen meiner Meinung nach ihr Handwerk verstehen würden und ich Vertrauen hätte, blieben ungehört)

Unter lautstarkem Protest seinerseits dann konnte ich mich aber dafür durchsetzen, den Teig schon einen Tag früher zu machen und im Kühlschrank ruhen zu lassen. (Er musste dann auch zugeben, das es nicht geschadet hat). Hier das Rezept:

200g Weizenmehl
2 EL Hartweizengrieß
130 ml Wasser
10g Frischhefe 

Salz

Für den Belag:
Büffelmozzarella
Scamorza
Räucherlachs

 

 

Die Hefe im kalten Wasser auflösen, mit dem Mehl und dem Salz vermischen und einen Hefeteig herstellen. Den dann 30 min gehen lassen und über Nacht im Kühlschrank parken.

Den Hefeteig aus dem Kühlschrank nehmen, in 2 Teile teilen und diese nochmals durchkneten, anschließend ruhen lassen, bis sie Zimmertemperatur angenommen haben.

Backofen auf 250° vorheizen.

Beide Teigkugeln ausrollen auf einen Durchmesser von ca. 30 cm und mit Mozzarella, Scamorza und Lachs belegen.

Für ca. 10 min in der mittleren Schiene backen.


Fast so gut wie im Grillo.

El grillo è buon cantore,

Che tienne longo verso,

Dalle beve grillo canta.

Ma non fa come gli altri uccelli,

Come li han cantato un poco,

Van‘ de fatto in altro loco

Sempre el grillo sta pur saldo,

Quando la maggior è’l caldo

Al‘ hor canta sol per amore.

(Josquin Desprez, 1450 – 1521)

12
Okt
09

Mozzarella affumicata

Mozzarella affumicata

Zu der von der Buntköchin proklamierten Mozzarella-Revolution steht natürlich auch der Niederrhein hilfreich zur Seite.

Blogevent | Mozzarella Revolution | 1.10.-31.11.09

In meinen drei Monaten Umbrien habe ich dort geräucherten Mozzarella (= affumicata) kennen- und liebengelernt und ich dachte, das dies ein perfekter Versuch sein wird, den Mozzarella aus seinem Caprese-Joch zu befreien. Mozzarella affumicata haben wir in Pieve in einem sehr guten Lebensmittelladen kaufen können, hier werde ich probieren, ihn selber zu räuchern.

2 Büffel-Mozzarella a 250g
2 EL gesalzene Kapern (unsere waren aus Ligurien)
Oliven-Öl (wir hatten natürlich unser gutes
Campo-Öl)
wenige Blätter Basilikum
2 Tomaten

außerdem:Räucherofen
ein Räucherofen
etwas Räuchermehl

 

 

 

 

Den Räucherofen nach Anleitung befeuern und den Mozzarella darin ungefähr 7 – 10 Minuten räuchern. Wenn man ihn zu lange räuchert, wird der Mozzarella zu warm und schmilzt selbstverständlich. Wir haben zwischenzeitlich mal nachgeschaut, um das zu verhindern.

Mozzarella im Räucherofen

 

Anschließend vorsichtig entnehmen und abkühlen lassen.

 

Die gesalzenen Kapern gut abwaschen und abtropfen lassen.

 

Den Mozzarella vorsichtig in Scheiben schneiden und mit Kapern, Olivenöl und wenig Basilikumblättern anrichten.

Dazu schmeckt Ciabatta und in Scheiben geschnittene, leicht gesalzene und gepfefferte Tomaten.

Mozzarella, fertif geräuchert

Wer keinen Räucherofen hat, kann einen flachen Topf mit Alufolie auslegen, das Räuchermehl darauf geben und anschließend auf dem Herd erhitzen, bis das Räuchermehl gut raucht. Einen passenden Gitterrost im Topf mit dem Mozzarella belegen und mit geschlossenem Deckel räuchern. Vorzugsweise draußen.

Mozzarella affumicata, olio e capperi

Mozzarella affumicata vereint in sich den Rauchgeschmack eines guten Scarmoza und die fast zerfließende, mürbe Konsistenz eines guten Büffelmozzarellas. Ich kann ihn mir auch gut als Zutat für eine Pizza, im Salat oder Auflauf vorstellen. Aber – es wird nach diesem Räuchererfolg auch nicht der letzte Mozzarella sein, der im Rauch landet.




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