Posts Tagged ‘orange

01
Feb
11

GOOMF-Salat

Letztens waren wir bei Freunden eingeladen, die extra für uns nur vegetarisch (und sehr gut) kochten und als Vorspeise gab es diesen Salat. Ich hatte das rezept abfotografiert, dabei aber vergessen, auch den Rezepttitel mit abzulichten und deswegen nenne ich den Salat mal GOOMF-Salat, nach den jeweils ersten Buchstaben der Zutaten Granatapfel, Orange, Olive und Fenchel.

Das Rezept ist aus dem Kochbuch „Orient“ und ist nicht nur eine absolute Augenweide wegen der tollen Farben, sondern auch ein Gaumenschmaus. Die Menge reicht für 4 Personen:

1 Fenchel
1/2 Zitrone
Pfeffer, Salz
3 Orangen
1 Granatapfel
125g entsteinte, schwarze Oliven
1/2 Bund Minze

Den Fenchel putzen, waschen und die Blätter ablösen. Die Blätter in feine Scheiben schneiden.

Für die Marinade die Zitrone auspressen und mit Salz, Pfeffer und Olivenöl verrühren.

Die Orangen schälen, dabei auch die weiße Haut entfernen. Die Filets herausschneiden und den austretenden Saft auffangen und zur Marinade geben.

Den Fenchel und die Orangenfilets mit der marinade vermischen und für 20 min im Kühlschrank ziehen lassen.

Den Granatapfel halbieren, die Kerne herauslösen und mit den Oliven unter den Salat mischen.

Die Minze entblättern und 2/3 der Blätter grob hacken und ebenfalls zum Salat geben.

Gut durchmischen, anrichten und servieren.

Eine tolle Alternative zum Orangen-Fenchel-Salat-Klassiker. Und weil es zwar nicht meins, aber dennoch ein schönes Buch ist, aus dem das Rezept stammt, soll dies unser Februar-Beitrag zum Dauerkochevent von Foodfreak sein: Dein Kochbuch – das unbekannte Wesen.

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11
Mai
10

Orangen-Eierlikör

Letztens hatten wir Besuch. Meine Schwiegermutter. Wir kommen gut miteinander klar, wirklich. Einzig schwierig ist die Hinwendung der schwiegermütterlichen Kochbemühungen zu Tiefkühlkost. Weil’s ja so schön praktisch ist. Gemüsemischungen, Fisch – natur oder wie auch immer zubereitet, Eis, Torten, Kuchen – alles wird ins Haus geliefert und meistens ist ’ne menge Zeug im Essen, die ich sonst vermeide. Vielleicht wird man ja bequemer im Alter, dass man dann zu dem Lieferdienst in den eckigen Bussen  (zurück)kommt. Und ich dachte schon, das gibt’s gar nicht mehr 😉

Warum erzähl‘ ich das? Weil Schwiegermuttern also letztens bei uns war und wir den dringenden Wunsch hatten, statt der Fertigsachen eben mal von vorne bis hinten alles selber zu machen. Okay, machen wir meist ja eh für uns, aber Eierlikör hatten wir bisher noch nie gemacht. Und – ich gestehe – ich liebe Eierlikör. Pur, aber auch gerne zum Dessert. Eis hatten wir dann schon gemacht und dazu sollte es Eierlikör geben.

6 Eigelb
1 EL Vanillezucker (selbst gemacht)
175 g Puderzucker
200 g Sahne
feingeriebene Schale einer Orange
130 ml Korn

Das Eigelb, den Vanillezucker und den Puderzucker vermischen und ca. 10 min in der Küchenmaschine oder mit dem Handmixer (ich empfehle Küchenmaschine, die Zubereitung zieht sich etwas) schlagen.

Danach die Sahne zugeben und weitere 8 min mixen.

Die Orangenschale sowie den Korn langsam dazu laufen lassen, nochmals 3 min rühren und fertig. Sollte man im Kühlschrank lagern.

Geschmacklich prima, aber leider nicht ganz so dickflüssig wie gewünscht. Kennt jemand noch ein anderes Rezept?

27
Apr
10

Eiszeit: Gelato all’arancia

Aprilwetter ist doch was tolles, erst man wird das ganze Wochenende gebraten, von allen Seiten, bis man sich endlich – quasi gar gekocht – dafür entscheidet, die Frühjahrs-Sommer-Kollektion aus den hintersten Schrankecken zu kramen. Dann pellt man sich Montag morgen in T-Shirt, Shorts und Flip-Flops, nur um dann wieder im Büro zu frieren wie ein Schneider, weil der April mal über Nacht wieder den Ofen aus- und den Kühlschrank aufgemacht hat. Gut, das mit den Shorts und Flip-Flops war übertrieben, ich habe nämlich gar keine Flip-Flops. Sowieso ein alberner Name, finde ich und sei, so sagt Wiki, nur die modische Bezeichnung für Badesandalen aus Kunststoff mit Zehensteg und Schrägriemenbefestigung. Aha, Badelatschen also, was ganz profanes. Ich find‘ die Dinger, vorsichtig gesagt, grenzwertig scheußlich. Oder besser, auch vorsichtig gesagt, ich empfinde es als grenzwertig scheußlich, nirgendwo vor den flippfloppigen Schlappgeräuschen sicher zu sein – eben bis hin ins Büro. Wahrscheinlich vergrätz‘ ich mir jetzt eine Großzahl meiner geneigten Leser, weil gefühlte 90% der Bevölkerung in diesen Schlappen daher kommt. Ich hab‘ ja grundsätzlich nix gegen die Teile, meistens finde ich sie nur situationsbedingt gesehen, ein nicht angebrachtes Schuhwerk.

Aber wie kam‘ ich jetzt eigentlich darauf, ich habe doch gerade noch von der Kälte erzählt. Kälte also – da ist der Bogen ja unauffällig zu Eis geschlagen. Speiseeis, genau, schließlich ist dies ein Kochblog hier und keine Wetterstation und auch keine Modepolizeidienststelle. Auch wenn man Eis nicht kocht. Nur fast. Aber nicht jedes.

Über 8 Liter Eis isst jeder Deutsche im Jahr. Bei Herrn Mestolo stimmt das sicher, und meine restlichen 5 Liter, die ich nicht schaffe, nimmt er auch noch. Ihn kann also kaum etwas glücklicher machen, als Eis und so hat er hauptsächlich Anteil daran und Vorteil davon, dass mit der Küchenhilfe auch ein Eisbereiter eingezogen ist, als gern gesehenes Geschenk des freundlichen Küchenfachgeschäftsverkäufer unseres Vertrauens. Der Eisbereiter der Küchenhilfe ist keine extra Maschine, sondern eine doppelwandige Schüssel, die bis zu 1,9 Liter Eis fassen kann. Diese Schüssel kommt für 15 Stunden in den Gefrierschrank. Angedockt an die Küchenhilfe , danach wird die vorbereitete Eismischung zugefügt, für 25 – 30 min gerührt und fertig ist das Eis. Dann hat es erst einmal eine cremige Softeis-Konsistenz, aber wenn das Eis noch einige Zeit im Gefrierschrank ruht, ist es richtig eisig.

Begonnen haben wir mit Orangeneis. Das Rezept ist aus dem Begleitheft der Küchenhilfe, das Ergebnis cremig, zartschmelzend und es lässt einen die Kapriolen des April vergessen. Wir läuten die Eiszeit ein, ab jetzt bis zum Herbst wird Sonntags nicht mehr gebacken, sondern geeist. Und wenn nicht selbst, dann wenigstens bei Unbehaun.

500ml Vollmilch (im Rezept stand 1,5% Milch, die kaufen wir aber nicht)
Orangen- und Zitronenschalstücke (je 5 Stück, 2x5cm groß, ich hatte mehr Orange)
6 Kaffeebohnen (wofür?)
5 Eigelb
160g Zucker

Die Milch mit den Zitrusfruchtschalen und den Kaffebohnen erhitzen, nicht kochen.

Die Eigelbe mit dem Zucker vermischen.

Die Milch von den Kaffeebohnen und den Zitrusfruchtschalen befreien.

Die Hälfte der Milch zum Ei gießen und dies wiederum in den Topf geben mit der anderen Milch zusammen.

Alles zusammen bei kleiner Hitze erhitzen, ohne dass es kocht für ca. 8 min. Dabei rühren.

Sobald sich die Masse festigt, vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Im Kühlschrank dann für 2 – 3 Stunden richtig runterkühlen und dann in den laufenden Eisbereiter geben. Diesen ca. 20 – 25 min auf kleinster Stufe laufen lassen. Fertig.

Das Eis ist jetzt sehr cremig weich, nach einer weiteren Stunde im Gefrierschrank hat es die Konsistenz wie auf dem Foto.

Zorras Kochtopf hat übrigens Geburtstag und Zorra mag Eis. Was gibt es da schöneres für jemanden, wenn die Gäste selbstgemachtes Eis mitbringen. Nachdem ich schon diverse Antipasti auf das Geburtstagsbüffet gestellt hatte, gesellt sich jetzt noch Eis dazu.

Feliz Cumpleaños!

Jubiläums-Blog-Event LVI - Brunch & Giveaway (Einsendeschluss 15. Mai 2010)

Und während wir alle feiern, träume ich dabei von Zimteis, Kürbiskernöl-Parfait, Himbeereis, Marzipaneis, Zitroneneis und Joghurteis. Demnächst hier. Denn der Sommer wird lang, heiß und eisig.

Und, wer wirklich auf Flip Flops steht, kann sich hier ansehen, wie er sich selber welche klöppelt 🙂




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