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18
Jul
11

Küchentourismus: Grillgemüse-Pizza

Nach einem wunderschönen Tag im Krefelder Zoo gab es diese Pizza mit Grillgemüse und Mozzarella und entgegen meinen Vorlieben sogar mit Tomaten.

Und die war richtig gut und die wird nicht das letzte Mal bei uns auf den Tellern gelandet sein.

Das Geheimnis 😉 der guten Pizza ist – ich kann’s nicht oft genug sagen – das Blech mit vorzuheizen. Dann kommt die belegte Pizza auf das knalleheiße Blech und sofort wieder in den Ofen und nach 10 min ist sie fertig und perfekt. Da braucht’s keinen Pizzastein oder irgendwelchen Pizzaschnickschnack. Probiert’s aus 🙂

Für den Teig:
200g Weizenmehl
2 EL Hartweizengrieß
130 ml kaltes Wasser
5g Frischhefe
Prise Salz

Für den Belag:
4 – 5 dünngeschnittene Scheiben Aubergine
10 – 12 Scheiben dünngeschnittene Scheiben Zucchini
1 Champignons, dünn geschnitten
Oregano
Pfeffer, Salz, Olivenöl
1/2 Dose Pizzatomaten
1 Büffelmozzarella

Die Hefe im kalten Wasser auflösen, mit dem Mehl und dem Salz vermischen und einen Hefeteig herstellen. Diesen dann 30 min gehen lassen und über Nacht im Kühlschrank parken.

Am nächsten Tag den Hefeteig aus dem Kühlschrank nehmen, in 2 Teile teilen und diese nochmals durchkneten, anschließend ruhen lassen, bis sie Zimmertemperatur angenommen haben.

Backofen inklusive Blech auf 250° vorheizen.

Das Gemüse beidseitig mit Öl einpinseln und in einer Grillpfanne von beiden Seiten scharf anbraten. Das geht schnell. Das Gemüse salzen.

Beide Teigkugeln ausrollen auf einen Durchmesser von ca. 30 cm, die Pizzatomaten darauf verteilen, mit dem Oregano bestreuen und dem Mozzarella belegen, dann das gegrillte Gemüse darauf verteilen.

Wir legen immer erst den Käse und dann den Belag darauf, wer es umgekehrt machen möchte, dem sei auch das erlaubt.

Für ca. 10 min auf der mittleren Schiene backen.

Und hier dann noch ein paar Bilder aus dem Krefelder Zoo:

31
Mai
11

Tim Mälzers Spargel-Pizza

Nachdem es gestern was gab, was nur wie Pizza aussah, aber eigentlich Polenta war, gibt es heute eine schöne, saisonale Pizza. Es ist immer noch Spargelzeit, ich hab immer noch nicht genug von dem Zeug und im Netz habe ich ein Rezept für Spargel-Pizza gefunden von Tim Mälzer. Den Teig machen wir nach Mestolo-Art, den Belag nach Mälzer-Art – ohne Speck.

Wir hatten von einem anderen Spargelrezept (noch nicht verblogt :)) je 5 Stangen grünen und weißen Spargel für die Pizza aufbewahrt, das Originalrezept verwendet nur grünen Spargel. Funktioniert aber auch prima mit weißen Spargel und so hatten wir zwei Pizzen, einmal weiß, einmal grün.

Und, ich werde ja nicht müde es zu erwähnen, Pizza wird am besten, wenn man das Blech mit aufheizt und natürlich den Teig schön dünn ausrollt. Dann braucht’s auch eigentlich keinen Pizzastein oder so einen speziellen Pizzaofen.

Für den Teig:
200g Weizenmehl
2 EL Hartweizengrieß
130 ml kaltes Wasser
5g Frischhefe
Prise Salz
Einen Hefeteig kneten und ruhig über Nacht gehen lassen. Dieser hier hatte 2 Nächte (eine davon im Kühlschrank) Zeit, er wird auf jeden Fall immer besser.

 8 – 10 Stangen grünen und / oder weißen Spargel
4 Frühlingszwiebeln
200g Sauerrahm
Pfeffer, Salz
getrocknete Tomaten (wir hatten welche in Öl eingelegt)

Den Backofen mit Blech (!) auf 230° vorheizen.

Den Teig leicht mit den Händen durchkneten, auf einem Stück bemehlten Backpapier in 2 kreisrunde Pizzaböden ausrollen.

Den Spargel in kochendem Salzwasser 2 min (grün) bzw. 5 min (weiß) blanchieren.

Die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden und mit dem Sauerrahm vermischen, pfeffern, salzen.

Tomaten abtropfen lassen und in feine Streifen schneiden, Spargel einmal längs und einmal quer halbieren.

Den Teig mit dem Sauerrahm bestreichen und die Tomaten und den Spargel darauf verteilen.

Den belegten Teig mit Hilfe des Backpapiers auf das heiße Blech ziehen und auf der unteren Schiene 10 -15 Min. goldbraun und knusprig backen.

Wenn man mag, mit etwas Frühlingszwiebelgrün garniert servieren.

30
Mai
11

Polenta-Pizza

Schnell musste es gehen, so schnell, dass ich nicht mal mehr dafür einkaufen wollte.

Also habe ich den Kühlschrank, Scheunen und Kammern nach verwertbaren Resten durchforstet und feine Zutaten für eine Polenta-Pizza gefunden. Polenta ist stets eine dankbare Begleitung zu fast allem, da sie sehr unaufdringlich in ihrem Grundgeschmack ist.

Und, sie ging sogar rasend schnell, weil ich mich in Italien verkauft hatte und ein Packerl Intant-Polenta im Schrank schlummerte. Ich muss fast sagen, dass Instant-Polenta ihre Vorzüge hat, statt 60 min am Herd nur 10 min zu rühren, ist doch ziemlich praktisch, wenn’s schnell gehen muss.

Gefunden hatte ich also:
2 Sol-Eier
ein paar getrocknete, eingelegte Tomaten
4 frische Kirschtomaten
1 EL Kapern
1 Stück Pecorino
100g Sauerrahm
Bis auf die Kapern tatsächlich alles Reste, die nach diesem Abendessen aufgebraucht waren.

Die Polenta habe ich mit einem Rest Sahne und Wasser angerührt und nach Packungsanleitung zubereitet.

Zum Abschluss habe ich zwei EL gemischte, gehackte Kräuter daruntergerührt.

Die Polenta in zwei Portionen kreisrund auf ein Holzbrett gießen und abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit:
– die Eier und die Kirschtomaten in Scheiben schneiden
– die getrockneten Tomaten in feine Streifen schneiden
– den Sauerrahm mit Pfeffer und Salz verrühren
– den Pecorino raspeln

Die beiden Polentafladen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen, den Sauerrahm darauf verstreichen.

Mit Eiern, Tomaten und Kapern belegen und den geraspelten Pecorino darüber streuen.

Im vorgeheizten Backofen bei 180° ungefähr 10 min gratinieren.

Mit frisch geschnittenem Basilikum servieren.

Hat natürlich mit richtiger Pizza wenig zu tun, sieht aber fast so aus und schmeckt prima.

07
Mrz
11

Der Einfallslosigkeit Gipfel und eine Gewinnerin

Daran könnt ihr erkennen, wie schlimm es um mich stand, kurz vor dem zweiten Mestolo-Geburtstag… natürlich war die Pizza nicht schlecht, sie war gut gelungen, der Teig wieder fantastisch (ich sag’s ja immer, das Geheimnis ist es, das Backblech mit vorzuheizen) und geschmeckt hat sie auch.

Kartoffeln sind drauf, Artischocken, Kapern und Gorgonzola – aber nicht zuviel, er darf das Ganze nicht dominieren. Ansonsten steht hier zur Genüge, wie wir Pizza machen, ich will Euch da nicht länger langweilen mit.

Ab morgen koche ich mich durch die Links und mit Euren Anregungen sind auch wieder eigene Ideen vorbeikommen, kurz – meine Motivation ist wieder da.

Kommen wir zum Wesentlichen an diesem heutigen Rosenmontag, der Verlosung des wirklich schönen Kochbuchs „World Food Café“ (über Amazon, natürlich neu, von mir bezahlt und von niemandem gesponsort):

Im Londoner Covent Garden führen Chris und Carolyn Caldicott ihr mittlerweile berühmtes World Food Café, in dem sie köstliches vegetarisches Essen nach Rezepten anbieten, die sie auf ihren abenteuerlichen Reisen durch ferne Länder gesammelt haben. Ihr mit stimmungsvollen Fotos ausgestattetes Buch ist eine wunderbare Kombination von Rezepten mit kurzweiligen Reiseanekdoten. Dieses besondere Kochbuch wird jeden abenteuerlustigen Gourmet oder kulinarisch interessierten Reisenden begeistern.

16 Leute haben mitgemacht, ich habe viele Links bekommen und das Meiste sagt mir auch zu, so dass ich so nach und nach vieles nachkochen werde.

Den Job der Glücksfee habe ich an Random.org gegeben, dort kann man prima die Teilnahmerzahl angeben und Random.org zieht dann einen Gewinner, oder, wie in unserem Fall, eine Gewinnerin. Seht selbst:

Herzlichen Glückwunsch!!! Melde Dich doch bitte bei mir, damit ich Dir das Buch zukommen lassen kann!

Vielen Dank an alle für’s Mitdenken und noch einen schönen Rosenmontag! *helau*

18
Feb
11

Gorgonzola-Rosenkohl-Walnuss-Pizza oder Flammkuchen

Wenn bei uns Brot gebacken, dann gibt es zum Abendessen auch meistens Pizza, oder Flammkuchen. Das liegt vor allem daran, dass der Ofen dann einmal heiß, sehr heiß, ist und ich das gerne ausnutze.

Der Ofen sollte 250° vorweisen können, wichtig und maßgeblich für den Pizza- (oder Flammkuchen)erfolg ist, dass man das Blech mit aufheizt. Den Teig sehr dünn ausrollen und dann einfach nach belieben belegen. Ich mag nicht gern Pizza mit Tomatensauce, sondern verwende häufig nur Sauerrahm, gewürzt mit Pfeffer und Salz. Deswegen kann man das dann auch Flammkuchen nennen, mir wurscht.

Für den Teig:
200g Weizenmehl
2 EL Hartweizengrieß
130 ml kaltes Wasser
5g Frischhefe
Prise Salz

Einen Hefeteig kneten und ruhig über Nacht gehen lassen. Dieser hier hatte sogar 2 Nächte (eine davon im Kühlschrank) Zeit, er wird auf jeden Fall immer besser.

15 – 20 Rosenköhlchen
Büffel-Gorgonzola
1/2 Packung Sauerrahm
1 Schalotte
Walnüsse
Pfeffer, Salz

Den Sauerrahm und die kleingewürfelte Schalotte miteinander mischen, salzen, pfeffern und auf dem dünn ausgerollten Pizza- (oder Flammkuchen)teig verstreichen.

Den Rosenkohl in Salzwasser vorkochen, nicht zu weich, und halbieren.

Die Pizza, oder den Flammkuchen, mit Rosenkohlhälften, Gorgonzola und Walnüssen belegen.

Mit Backpapier flugs auf das heiße Blech ziehen und ca. 8 – 11 min backen. Einfach mal schauen, das sieht man schon, wenn’s fertig ist.

Knuspriger, dünner Teig, dennoch saftig – Pizza ist spitza 🙂

Euch allen ein wirklich schönes Wochenende!!

28
Dez
09

Pizza patate e rosmarino

Schon wieder Pizza? Schon wieder Pizza!

Aber natürlich nicht  irgendeine Pizza, oh nein – MEINE Lieblingspizza! Knuspriger Teig, feiner Kartoffel-Geschmack, cremiger Mozzarella und der schöne Duft nach Rosmarin – eine unbeschreiblich gute Kombination. Dies ist meine erste, selbst gemachte, nachgemachte Pizza patate.


Für den Teig:
200g Weizenmehl
2 EL Hartweizengrieß
130 ml kaltes Wasser
5g Frischhefe
Prise Salz

Für den Belag:
3 Kartoffeln
Rosmarin
Büffelmozzarella, in Scheiben

Die Hefe im kalten Wasser auflösen, mit dem Mehl und dem Salz vermischen und einen Hefeteig herstellen. Diesen dann 30 min gehen lassen und über Nacht im Kühlschrank parken.

Am nächsten Tag den Hefeteig aus dem Kühlschrank nehmen, in 2 Teile teilen und diese nochmals durchkneten, anschließend ruhen lassen, bis sie Zimmertemperatur angenommen haben.

Backofen auf 250° vorheizen.

Die Kartoffeln schälen, in 2 mm dünne Scheiben hobeln und in kochenden Salzwasser 2 – 3 Minuten blanchieren.

Beide Teigkugeln ausrollen auf einen Durchmesser von ca. 30 cm und mit Mozzarella belegen, dann die Kartoffelscheiben darauf verteilen und abschließend den Rosmarin. Hier wird die Menge von Vorlieben gesteuert, ich hatte eher ein bißchen mehr Rosmarin (1 TL gehackte Nadeln)

Für ca. 10 min auf der mittleren Schiene backen.

Das letzte Pizza-Rezept für dieses Jahr, versprochen… Aber die ist so gut – ich könnt‘ schon wieder 🙂


07
Dez
09

Pizza affumicata

Im November durfte ich zwei wunderschöne Wochen in Umbrien verbringen, noch etwas Sonne tanken, Oliven ernten, frische Luft, Ruhe und die Herzlichkeit der Italiener genießen. Und nicht nur das, auch die Kochkünste.

An einem Abend besuchten wir in Chiusi (das ist allerdings in der Toskana) das kleine, aber überraschend feine Il Grillo è buoncantore, eine Enoteca mit einem ausgezeichnetem Angebot an regionalen und saisonalen Speisen und guten Weinen. Meine beiden Begleiter priesen vor allem die Pizza, die – so munkelt man – die beste sei, die man je gegessen habe.

So aßen wir neben vorzüglichen Vorspeisen (Insalatina con noci e mele, Blumenkohl-Nockerln und Polenta mit Steinpilzen) jeder eine Pizza. Meine Wahl fiel auf Pizza affumicata, eine Pizza ohne Tomaten, belegt mit Büffelmozzarella, geräuchertem Scamorza und Räucherlachs. Die Pizza war wirklich zweifellos die beste, die ich je gegessen hatte, ein wunderbarer Teig, eine geschmacklich vollendete Kompostion obenauf – wirklich empfehlenswert, das Grillo zu besuchen, wenn man mal in Chiusi ist. Ehrlicherweise ist der Eingangsbereich im Erdgeschoss eher abschreckend gestaltet und wenig einladend, die Räumlichkeiten im Keller umso heimeliger und geschmackvoll.

Normalerweise bin ich kein großer Pizzafreund, mag aber gerne die Pizza ohne Tomaten, die in Italien sehr viel häufiger angeboten wird als in unseren Gefilden. Robert hatte letztens auch eine Pizza bianca in seinem Blog, die mir sehr gut gefallen hat.

Pizza sollte es also heute sein, und ohne Tomaten, wie ich es mag. Gerne habe ich auch die einfache Variante mit Kartofflenscheiben und Rosmarin, aber nun hatte ich aus Umbrien noch frischen, geräucherten Scamorza mitgebracht, der sollte für die Pizza affumicata wie aus dem Grillo gut geeignet sein, dazu habe ich einen Wild-Räucherlachs gekauft und Büffelmozzarella, mittlerweile bekommt man ja auch hier schon ganz guten.

Beim Teig schwankte ich zwischen den Vorlagen von Deichrunner und Kochtopf – letztendlich entschieden habe ich mich nicht wirklich, sondern ein Mix aus beidem gemacht.

Herr Mestolo war enorm skeptisch wegen der angegebenen Hefemenge. Und da Herr Mestolo während des Studiums (was auch schon Äonen her ist) in einer Backstube gejobbt hat, hat er natürlich die Backkunst sozusagen erfunden und wir haben die Hefemenge dann erhöht. (Meine Einwände, dass beide o.g. Bloggerinnen meiner Meinung nach ihr Handwerk verstehen würden und ich Vertrauen hätte, blieben ungehört)

Unter lautstarkem Protest seinerseits dann konnte ich mich aber dafür durchsetzen, den Teig schon einen Tag früher zu machen und im Kühlschrank ruhen zu lassen. (Er musste dann auch zugeben, das es nicht geschadet hat). Hier das Rezept:

200g Weizenmehl
2 EL Hartweizengrieß
130 ml Wasser
10g Frischhefe 

Salz

Für den Belag:
Büffelmozzarella
Scamorza
Räucherlachs

 

 

Die Hefe im kalten Wasser auflösen, mit dem Mehl und dem Salz vermischen und einen Hefeteig herstellen. Den dann 30 min gehen lassen und über Nacht im Kühlschrank parken.

Den Hefeteig aus dem Kühlschrank nehmen, in 2 Teile teilen und diese nochmals durchkneten, anschließend ruhen lassen, bis sie Zimmertemperatur angenommen haben.

Backofen auf 250° vorheizen.

Beide Teigkugeln ausrollen auf einen Durchmesser von ca. 30 cm und mit Mozzarella, Scamorza und Lachs belegen.

Für ca. 10 min in der mittleren Schiene backen.


Fast so gut wie im Grillo.

El grillo è buon cantore,

Che tienne longo verso,

Dalle beve grillo canta.

Ma non fa come gli altri uccelli,

Come li han cantato un poco,

Van‘ de fatto in altro loco

Sempre el grillo sta pur saldo,

Quando la maggior è’l caldo

Al‘ hor canta sol per amore.

(Josquin Desprez, 1450 – 1521)




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