Posts Tagged ‘ricotta

30
Aug
11

Nachgebacken: Torta di zucchine

Wenn Robert UND Astrid davon schwärmen, ist das für mich überzeugend genug, ein Rezept auszuprobieren. Genauso ging es mir mit dem Zucchinikuchen, wo mich die Zutaten, die Herstellung und das Aussehen direkt überzeugt haben.
Das Kochbuch „La cucina verde“ habe ich immer noch nicht, aber allzu lange kann das nicht mehr dauern.

Der Kuchen geht im Ofen wunderbar auf und kaum kommt er da heraus, verflacht er sich mit einem hörbaren ‚Pfff‘ zu einer Tarte. Herr Mestolo und ein anwesender lieber Gast waren ebenso wie ich sehr angetan, so dass nicht ein Krümelchen davon überblieb.

500 g Zucchini
50 g Butter
250 g Ricotta
100 g geriebener Parmesan
4 Eier
2 EL gehackte glatte Petersilie
1 EL frischer Thymian
Olivenöl
Paniermehl
Salz, schwarzer Pfeffer

Zucchini waschen, trocknen und grob raffeln. Das Gemüse mit der Butter in eine Pfanne geben und 10 Minuten bei niedriger Hitze garen. Dann in ein Sieb geben und mit einem Löffel gut ausdrücken.

Zucchini in einer Schüssel mit Ricotta, Parmesan, Eiern, Petersilie und Thymian zu einer homogenen Masse vermengen, nach Belieben mit Salz und Pfeffer würzen.

Eine Backform (Durchmesser 26 cm) mit Olivenöl ausstreichen und gleichmäßig mit Paniermehl bestreuen. Den Zucchinikuchen im vorgeheizten Backofen bei 180 °C etwa 35 Minuten backen. Sofort servieren.

Dazu passen ein bunter Sommersalat und ein leichter Rotwein. (Stimmt beides)

Besonders dekorativ sieht dieser Kuchen aus, wenn er vor dem Backen mit Pinienkernen bestreut wird.

Gar köstlich im Geschmack, super leicht in der Zubereitung und auch sehr schnell. Und damit ein hervorragender Kandidat für unseren August-Beitrag für Mipis Dauerkochevent Cucina rapida:

Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.de

23
Mai
11

Zum Geburtstag: Erdbeer-Creme mit weißer Schokolade


Ab heute bin ich 40.

Mein Leben wird sich schlagartig ändern und bald werde ich mehr Arzttermine haben als Freizeit. Die Kinder werden in der Straßenbahn für mich aufstehen, junge Männer werden mich über die Straße begleiten wollen, im Restaurant reicht man mir ungefragt die Karte mit den Seniorentellern.
Parties enden ab jetzt um 11 Uhr abends und nicht mehr um 11 Uhr morgens, weil man ja auch zu Hause sein muss, wenn der Pflegedienst kommt.

Meine Körperform wird sich ändern  – vor allem um die Mitte herum und ab jetzt wird jedes Kilo noch schneller kommen und noch hartnäckiger bleiben. Konnte man früher noch einen Monat lang gammelnd, rauchend und fernsehend auf dem Sofa liegen und es war alles okay, rächt sich heute schon ein Tag Versumpfen mit Unbeweglichkeit, Knie-, Rücken- und Hüftschmerzen 🙂 Man kann nichts anderes dagegen tun, als sich kontinuierlich bewegen…
Und es ändert sich auch nichts an der Tatsache, dass das Nachlassen der Sehkraft im Nahbereich eine Alterserscheinung ist, die mit 40 herum beginnt und sich stetig verschlechtert.

Ab heute bin ich 40. Und ich freu‘ mich auf die nächsten 40 Jahre 🙂

250 g Erdbeeren
1 -2 EL Puderzucker
50 g weiße Kuvertüre
150 g Sahne
1/2 Limette
250 g Ricotta
etwas Minze zum Garnieren

Die Erdbeeren verlesen, entkelchen und waschen. Einige schöne Früchte für die Deko beiseitelegen. Restliche Erdbeeren und Puderzucker mit dem Pürierstab pürieren.

Die Kuvertüre zerkleinern. 50 g Sahne in einem Topf erwärmen und die Kuvertüre darin auflösen. Die restliche Sahne steif schlagen.

Die halbe Limette auspressen und mit dem Ricotta glatt rühren. Erdbeerpüree und Schokosahne unterrühren. Die geschlagene Sahne unter die Erdbeermasse ziehen.

Die Erdbeercreme in vier Gläser füllen und bis zum Essen kühl stellen. Vor dem Servieren mit den restlichen Erdbeeren und Minze garnieren.

Und damit wir weiterhin solche Desserts ohne Nachteile genießen können, sich die Kilos weiterhin leichter bekämpfen lassen und ich beweglich bleibe, ist dies mein Geschenk von Herrn Mestolo:

04
Apr
11

Bärlauch-Woche: Malfatti mit Bärlauchschaum

Achtung, hier könnt ihr wieder was für’s Leben lernen, nämlich eine Eselbrücke:

Im zweiten Monat im Jahr mit B haben zwei Bs Saison: Bärlauch und Brennessel wachsen im Abril. Brima, äh Prima, oder?

Für die zweite Themenwoche in diesem Jahr habe ich mir den Bärlauch ausgeguckt. Einige von Euch werden die Augen verdrehen und einige sicher Freudensprünge machen. Da ich, wenn mir jemand eine Bärlauch-Themenwoche anbieten würde, zu letzteren gehören würde, kommt ihr jetzt in den Genuss der Bärlauch-Woche.
Ihr Glücklichen.

Das Rezept von heute ist ein Wanderpokal, nämlich vom Sammelhamster, und dieses Nagetier hat es bei den Jungs von der Hüttenhilfe aufgesammelt und jetzt ist es hier. Und ich habe, entgegen all meiner Gewohnheiten, gar nichts daran geändert. Bis ich dieses Rezept sah, dachte ich, dass der Ausdruck Malfatti, was ja so viel bedeutet, wie „schlecht gemacht“ einer bestimmten, handgeschnittenen Sorte Pasta vorbehalten sei, aber offenbar kann man das auch für diese Klößchen verwenden. Schlecht gemacht sind sie überhaupt nicht, ein etwas aufwendigeres Rezept, aber köstlich, wir waren sehr erfreut beim Essen.

200 g frischer Bärlauch
1 kleine Zwiebel
75 g Ricotta
1 Ei
75 g Mehl
40 g Parmesan
1 EL Butter
Salz, Pfeffer, Muskat

Für den Bärlauchschaum:
75 ml Schlagsahne
2 EL gehackter Bärlauch
Salz

Den Bärlauch waschen, die Stiele entfernen und die Blätter in grobe Stücke schneiden. Zwei Eßlöffel vom Bärlauch für den Bärlauchschaum beiseite legen. In einem Topf etwas Olivenöl erhitzen und den übrigen Bärlauch darin kurz anschwitzen, bis er zusammenfällt. Abkühlen lassen und in feiner Stücke hacken.

Die Zwiebel fein würfeln und in etwas Butter glasig dünsten. Den Bärlauch hinzugeben und erhitzen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Ricotta in einer Rührschüssel cremig schlagen. Bärlauch-Zwiebelmischung, ein Ei und die Hälfte vom geriebenen Parmesankäse hinzugeben. Gut verrühren, bis alle Zutaten vermischt sind.

Nach und nach das Mehl zuschütten und dabei unterrühren. Zum Schluss sollte ein zäher Teig in der Schüssel sein. Diesen mit Salz, Pfeffer und einer Messerspitze Muskatnuss würzig abschmecken.

In einem Topf ca. 2 Liter Salzwasser zum Kochen bringen. Mit zwei Teelöffeln kleine Bälle aus dem Teig formen und ins kochende Wasser fallen lassen. Wenn die Bärlauchmalfatti oben schwimmen, mit einer Siebkelle herausholen und abtropfen lassen. Nicht alle Malfatti auf einmal, sondern immer nur ein paar ins Wasser geben und warten, bis sie fertig sind.

Die abgetropften Bärlauchmalfatti in eine Auflaufform geben, den übrigen Parmesankäse darüber streuen und bei ca. 200 °C in den Ofen schieben. Nach 10-15 Minuten sollte der Käse geschmolzen und leicht braun geworden sein.

Als Sauce empfiehlt sich ein Bärlauchschaum, der sehr schnell zubereitet ist. Zwei Eßlöffel vom Bärlauch zusammen mit der Sahne in einen hohen Topf geben und erhitzen. Mit Salz abschmecken und dann mit einem Pürierstab pürieren, bis die Flüssigkeit schaumig ist.

Die fertigen Malfatti mit Bärlauch auf zwei vorgeheizten Tellern anrichten und den Bärlauchschaum darüber verteilen.

17
Dez
10

Sollte jeder mal machen: 15-Minuten-Gnocchi

Und haben auch schon viele gemacht: die 15-Minuten-Gnocchis aus dem Blog delicious days von Nicole Stich, eigentlich ist es schon wieder so ein Durch-alle-Blogs-Rezept. Und jetzt waren wir auch dran, wenn auch etwas spät, aber das Rezept selber schlummerte schon lange (in der deutschen Übersetzung bei den Küchengöttern zu finden) in meinem Nachkochspeicher. Aber – ich war skeptisch, ob es wirklich so einfach geht. Und ja, es geht so einfach und dauert tatsächlich nicht länger als 15 Minuten. Und gut geschmeckt hat’s auch noch 🙂

Außerdem kam so endlich mal mein aus Italien importiertes Gnocchi-Muster-Brett aus Olivenholz zum Einsatz, das bisher unbenutzt auf Verwendung wartete, weil richtige Gnocchi doch wirklich jede Menge Zeit kosten.

Also: die sollte wirklich jeder mal probiert haben!

250 g Ricotta
1 Eigelb (Mestolo: 1,5 kleine Eigelb)
1/2 TL Salz
30 g frisch geriebener Parmesan oder Pecorino (Mestolo: Parmesan)
50-75 g Weizenmehl (Mestolo: Hartweizengrieß)
plus extra zum Bestäuben

Überschüssige Flüssigkeit aus der Ricotta-Verpackung abgießen (soweit vorhanden), dann Ricotta, Eigelb, Salz und frisch geriebenen Parmesan in eine große Schüssel geben und gut mit einem Kochlöffel verrühren. Das Mehl (Hartweizengrieß) zugeben und nur kurz unterrühren bis alles eben vermengt ist – der Teig hat eine ziemlich klebrige Konsistenz.

Das Arbeitsbrett ordentlich mit Mehl (Hartweizengrieß) bestäuben, einen großen Esslöffel des Teiges abstechen und auf das Brett geben.

Teig und Hände großzügig bemehlen, dann den Teig sanft zu einer fingerdicken Rolle formen. In kleine Teigkissen schneiden und das typische Muster auf einem Gnocchi-Brett rollen (Das kann man auch auf einer Gabel hinbekommen)

Inzwischen einen großen Topf Wasser zum Kochen bringen, großzügig salzen und die Hitze soweit reduzieren, dass das Wasser nur mehr leicht köchelt.

Die Gnocchi behutsam ins Wasser gleiten lassen und einmal umrühren, um zu verhindern, dass sie sich am Boden festsetzen. Dann ziehen lassen, bis sie an der Oberfläche schwimmen, dies kann abhängig von ihrer Größe 2 bis 4 Minuten dauern.

Mit einer Schaumkelle herausnehmen und sofort servieren.

Dazu gab es eine Tomatensauce mit vielen Kräutern, gemahlenem Pfeffer und Parmesan. Köstlich. Probiert es selbst.

Quelle: Küchengötter / delicious days

Wir wünschen Euch allen ein schönes 4.-Advent-Wochenende!

15
Apr
10

Ochsenfrosch

Ich benötige ungefähr 20 – 25 min um abends mit dem Auto von der Arbeit nach Hause zu fahren. In der Zeit nimmt häufig das Abendessen Gestalt an, da ich dann genauer überlegen kann, was ich aus dem, was wir zu Hause haben und was die Gemüsekiste uns gebracht hat, wohl kochen könnte. Gut schmecken muss es, und gut aussehen sollte es auch – weil: Kochblog verpflichtet 😉

Ausgangspunkt meiner gestrigen Überlegungen war nun Mangold. Der musste weg, bevor er zu müde wurde. Meine erste Idee waren Laubfrösche, das sind gefüllte Mangold-Päckchen, meistens mit Hack. Und Hack fällt ja aus hier im Hause Mestolo. Karotten hatten wir noch, Zwiebeln sowieso, Reis, Ricotta, aber ich hatte wenig Lust, viele kleine Laubfrösche zu zähmen und so gab’s eben keine Laubfrösche, sondern einen großen  Ochsenfrosch – eine Mangoldrolle gefüllt mit oben genannten Zutaten. Sieht auch hübsch aus und ist etwas weniger aufwändig als eine ganze Laubfroschhorde.

Hier also das Ergebnis der 20 min Autofahrt:

1/2 Kaffeebecher Reis
2 Karotten, gewürfelt
700g Mangold
eine kleine Handvoll Pistazien, gehackt
1/2 rote Zwiebel, gewürfelt
1 Knoblauchzehe
125 g Ricotta
Salz, Thymian, Peperoncini
1 Eigelb
ein bisschen Weißwein und Milch
Petersilie, gehackt

Den Reis kochen.

Den Mangold von den Stielen befreien, die Blätter kurz blanchieren und auf einem Küchenhandtuch ausbreiten, dass sie eine rechteckige Grundfläche bilden.

Die Mangold-Stiele würfeln.

Die Karotten ebenfalls blanchieren, die Zwiebeln und die Mangold-Stiele in einer Pfanne anschwitzen.

Den Reis, etwas Salz, eine kleingehackte Peperoncino, die Karotten- und Zwiebel- und Mangoldwürfel, die Pistazien, etwas Thymian, zwei gepresste Knoblauchzehen miteinander in einer Schüssel vermischen.

Den Ricotta unterheben.

Den Backofen auf 180° vorheizen.

Die Reismischung dann längs auf dem Mangold-Rechteck verteilen und mit Hilfe des Küchentuchs in den Mangold einrollen.

Die Rolle vorsichtig auf ein Backblech legen, mit etwas Öl einpinseln und für ca. 10 min im Ofen nachgaren.

Für die Sauce ca. 2 EL Ricotta mit einem Schuss Wein und Milch verquirlen, erhitzen und mit etwas Kurkuma würzen, aber vorsichtig. Ein Ei trennen und das Eigelb unter die Sauce quirlen.

Petersilie und etwas Salz zufügen, aufschäumen und mit den Ochsenfrosch-Scheiben servieren.

Schmeckt sehr fein, die Karotten hatten noch Biss und hübsch anzusehen war’s auch noch. Von der Füllung hatten wir die doppelte Menge gemacht, weil ich nicht genau wusste, wieviel es so wird, aber die andere Hälfte nehmen wir einfach morgen mit als Pausensnack.

Jo, und bei Frosch habe ich mich doch heute sehr gern an eine meiner Lieblingstrickfilmserien erinnert – Sancho und Pancho – heute noch lustig:




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